Freitag, 23. Dezember 2011

Meine rosaroten Schokoladenhörner


Hilfe, wer kommt mit mir auf den Mond?

Im Moment möchte ich einfach davonfliegen können. Weg von den Menschen. Weg von Intoleranz und Besserwisserei. Weg von Anschuldigungen. Weg von Dogmas – Wo gibt es Frieden und Menschen, die einander nicht am liebsten die Augen aushacken möchten, weil sie nicht dasselbe glauben?
Mein Mann vertraut mir nicht und möchte mich am liebsten in der Hölle sehen, weil er findet, dass ich dem normalen Bild einer Muslima nicht mehr entspreche. Schlägt seinen Sohn, weil er wütend auf seine Frau ist, die es gewagt hat, ohne seine Einwilligung neue Pässe zu beantragen: Sein Misstrauen steht ihm ins Gesicht geschrieben. Was hat diese Abgefallene wohl für finstere Pläne? Böse Worte fliegen und reissen alte Wunden wieder auf, die schlecht verheilt waren. Kein Happy End in Sicht. Keine Erneuerung der Pässe. Keine Ferien. Keine Harmonie.
Islam ist Frieden. Sagt sich wunderschön. Im Moment könnte ich allen ins Gesicht lachen, die mit solchen scheinheiligen Worten die Leute hinters Licht führen. Sie sind gut, um die Beute ins Netz zu locken. Erst mal eingesponnen, hast du nur zwei Möglichkeiten:

Sei ruhig oder werde gefressen

Die andere Seite verteidigt ihr Christfest und wirft mir an den Kopf, dass ich nun gar nichts mehr verstünde von Religion: Da kann ich nur sagen: Halleluja und Danke. Herzlichen Dank, wenn ich endlich begriffen habe, dass Gott nichts mit Religion am Hut hat. Alle haben sie die Wahrheit gepachtet, von allen Seiten wirst Du geächtet und als Abtrünnig verschrieen. Es ist mir ziemlich egal geworden. Mein Herz schlägt nur eine Minute schneller aus Fassungslosigkeit darüber, dass eine solche Mentalität unter dem Deckmantel von Intelligenz sich jahrelang verstecken kann.

Eine tolerante, offene Fassade und dahinter nur versteckter Faschismus. Ich kaufe mir ein Ticket auf den Mond. Dort gehöre ich hin. Ich fühle mich nicht mehr als zur Erde gehörig. Ich habe riesige grüne oder rosa Schokoladenhörner, die anscheinend überall anecken und alle beleidigen, die sie nur sehen. Alle Schafe sind so blendend weiss, nur ich: klein, grau und schmutzig. Ich gehöre in den Abfallhaufen der Geschichte.

Wer ist hier, der mit mir kommt? Einen Ort sucht, an dem Frieden herrscht. Kein Wissenskrieg. Kein Bekehrungszwang. Kein „Du bist nicht wie ich geh weg“ oder „ Du denkst nicht wie ich dass ist falsch, hau ab“ oder „meine Ansichten sind alle gut, deine sind Sch...“ oder „du bist dumm“ oder „du verstehst nichts“ oder „ du bist keine Frau“ oder „ du bist keine Muslima“ oder „ du bist keine Christin“ oder , oder , oder. Wie wärs damit: Du bist kein Mensch!!!

Dann jauchze ich und drehe mich und meine Seele kann sich endlich erheben. Dann nämlich muss ich dieses dumme und fiese Spiel nicht mehr mitspielen. Dann muss ich eine Runde aussetzen im Spiel des Lebens. Hoffentlich so lange, bis es zu Ende ist.



Der Stammbaum der Araber


Sind die Araber und Prophet Muhammad wirklich Nachkommen von Prophet Abraham


Von Seiten der Muslime wird behauptet, dass Muhammad – Friede auf ihm – die Nachkommen von Abraham – Friede auf ihm – seien. Diese Behauptung steht im Raum und wird von allen niemals angezweifelt. Aber ist diese Behauptung wahr? Und kann sie mit dem Koran verifiziert werden? Diesen Fragen möchte ich hier nachgehen. Um nicht immer den Friedensgruss für alle Propheten wiederholen zu müssen, möchte ich dies hier am Anfang für alle im Artikel genannten Propheten tun: Der Friede sei auf ihnen allen.
Wenn wir den Koran studieren, scheint es, als ob das Gegenteil davon die Wahrheit ist. Folgende Punkte sind wichtig aus der Sicht des Korans:

  • Der Koran macht keinerlei Behauptungen, dass Prophet Ismael ein Vorfahr der Araber oder Prophet Muhammads Vorväter gewesen sei. Da es nicht im Koran gelehrt wird, kann es nicht ein Glaube sein, der vom Koran abgesegnet ist.

  • Koranische Erzählungen scheinen diese Behauptungen zu negieren. Der Koran negiert auch eine Blutlinie zwischen Prophet Ismael und den Vorvätern des Propheten Muhammads: er informiert den Leser mehrmals, dass die Vorväter Muhammads niemals die Empfänger irgendeiner Rechtleitung oder Warnungen gewesen seien.(32:3; 34:44; 28:46-47; 6.157; 34:42; 36:2-6; 43:20-21; 62.2). Einige Verse sind unten näher erläutert.

  • Alle Aussagen sollten zusammen mit der koranischen Postion verstanden werden, dass Prophet Ismael eine Schrift erhalten haben muss (6.89) und dass er mindestens die Schriften (Suhuf) oder Lehren seines Vaters Abraham geerbt haben muss. (87.18-19) Wenn, wie es allgemein angenommen wird, die Vorväter des Propheten zurückgingen auf die Blutlinie Ismaels, dann stellt sich die logische Frage, weshalb sie dann keinerlei Rechtleitung oder Warnung erhalten haben sollen.

  • Die Araber werden als Wüstenaraber (Arabisch: A'rabi) - Beduinen –
     bezeichnet. (und in keiner Weise als die „Kinder von Prophet Ismael“ oder „die Kinder von Prophet Abraham“.) Schliesslich gibt es keinerlei Hinweis auf eine gemeinsame Abstammungslinie.(33:20; 48:11; 48:16; 49:14; 9:101; 9:120; 9:90;97;98-99).

  • Es ist der Stil des Korans eine klare Abstammungslinie aufzuzeigen, sollte jene existieren. Der Leser erinnert sich, wie oft der Ausdruck „Bani Israel“ (Kinder jakobs)(Arabisch: Bani Israel) erwähnt ist. Diese Beobachtung kann nicht einfach vom Tisch gewischt werden. Es gibt keinerlei Referenz zum Ausdruck „Bani Ismael“ im Koran

  • Prophetische Abstammung ist auch mehrmals im Koran erwähnt. Es gibt keinerlei Verbindungen, welche gezogen wurden zwischen den Vorvätern Prophet Muhammads und jener von früheren Propheten.

  • Ein anderer wichtiger Punkt: Gott leitet weder eine einzelne Person, noch ein ganzes Volk basierend nur auf ihrer Abstammung recht. Gott sendet seine Rechtleitung für wen er will.
Sind Abstammungsverhältnisse erwähnt im Koran?
    Relevante Abstammungen sind im ganzen Koran präsentiert: Jedoch ist nirgends erwähnt, dass Prophet Muhammad der Nachkomme von Prophet Ismael ist oder von einem anderen Propheten ausser von Adam , da wir alle von Adam abstammen.
    Wir sehen in 12.38, dass Prophet Joseph uns darüber informiert, dass er der Religion seiner Väter Abraham, Isaak und Jakob folge.
    Nachkommenschaft (Arabisch: Dhurriyyati) ist erwähnt in 19:58
    In 2:128 bezieht sich Prophet Abraham auf seine Nachkommenschaft. Dies kann Pophet Isaak, Prophet Jakob und andere, wie Prophet Ismael einschliessen. Diese Sicht wird ein paar Verse später bestätigt, wo Prophet Jakob von seinen Vorvätern spricht (2.133)
    In Vers 29:27 wird die Nachkommenschaft (Arabisch: Dhurriyyati) von Prophet Isaak und Jakob erwähnt. Nochmals finden wir keine Erwähnung des Propheten Muhammads.
    In Vers 57:26 wird die Nachkommenschaft (Arabisch: Dhurriyyati) von Prophet Noah und Abraham erwähnt. Es werden keine Namen genannt.
    Jedoch in Vers 6:83-86 werden die Nachkommen von Prophet Abraham definiert und enthalten: Isaak, Jacob, David, Solomon, Job, Joseph, Moses, Aaron, Zachariya, John, Jesus, Elias, Ismael, Elisha, Jonah and Lot. Prophet Muhammad ist nicht unter ihnen erwähnt.
Der Koran erklärt, dass keine Warner oder Schriften zu den Vorvätern Muhammads gekommen seien.

Jedoch immer, wenn Prophet Muhammad und seine Vorväter erwähnt werden, stossen wir immer auf folgende Aussage: Kein Warner noch Schrift erreichte jene.

028:046-47
"Und du warst nicht seitlich des Berges, als wir gerufen haben, aber eine Barmherzigkeit deines Herrn, dass du Leute warnen magst, zu denen kein Warner vor Dir kam, damit sie achtsam werden.Sie würden sagen, wenn sie ein Unglück trifft, für das ,was ihre Hände vorausgeschickt haben: Unser Herr, warum hast du uns keinen Gesandten geschickt, so dass wir deinen Befehlen folgen konnten und von den Gläubigen sein konnten!"

032:003
"Oder sagen sie: er hat es vergessen? Nein, es ist die Wahrheit deines Herrn, damit du Leute warnst, zu denen noch kein Warner vor dir gekommen ist, damit sie der rechten Richtung folgen."

034:044
"Und wir haben ihnen keine Bücher gegeben, in denen sie lesen konnten, noch sandten wir zu ihnen vor dir einen Warner."

  • Bitte beachten sie das Argument in den folgenden Versen. Es ist klar, dass die Leute von Prophet Muhammad keinerlei Schriften erhalten haben, sonst hätten sie argumentiert, dass sie sie befolgt hätten und besser geleitet seien durch sie.


006:157
Oder mindestens würdet ihr sagen: Wenn das Buch zu uns gesandt worden wäre, dann wären wir sicher rechtgeleiteter gewesen als sie. So wahrlich ist nun zu euch ein klarer Beweis von eurem Herrn gekommen und Rechtleitung und Barmherzigkeit. Wer ist denn ungerechter als derjenige, der die Schriften (Kommunikationen) Gottes ablehnt und sich abwendet von ihnen? Wir werden jene, die sich abwenden von unseren Offenbarungen mit Schlechtem bestrafen, weil sie sich abkehrten.

035:042
"Und sie schworen bei Gott mit dem stärksten Schwur, dass, wenn ein Warner zu ihnen käme, sie besser geleitet wären als alle anderen Nationen, aber als ein Warner zu ihnen kam, vermehrte dies nur ihre Ablehnung."

036.002-6
"Ich schwöre beim Koran -der voller Weisheit ist – ganz sicher bist du einer der Gesandte, auf einem richtigen Weg. Eine Offenbarung des Mächtigen, Barmherzigen. Damit du Leute warnst, dessen Väter nicht gewarnt wurden, so dass sie kopflos sind.."

043:020-21
Und sie sagen: Wenn der gelobte Gott gewollt hätte, hätten wir ihnen nie gedient. Sie haben kein Wissen von diesem, sie lügen nur. Oder haben wir ihnen vorher ein Buch gegeben, an dem sie festhalten?

Prophet Ishmael bekam klar eine Offenbarung (6:89). Weshalb dann ist dieses Wissen nicht zu den Vorvätern Muhammads gekommen, wenn die Abstammungslinie der Wahrheit entspricht?

062:002
"Er war es, der unter die Schriftunkundigen (jene, die die Offenbarungsschriften nicht kannten, nicht Analphabeten!) einen Gesandten von ihnen selbst schickte, um ihnen die Zeichen klarzulegen, um sie zu läutern und sie das Wissen und die Weisheit zu lehren, da sie sich vorher in Offensichtlichem Irrtum befanden."

Wichtig ist auch zu erkennen, dass viele Gläubige und Gesandte Gottes über das Erbe ihrer Vorväter gesprochen haben. Beispielsweise sehen wir das Volk Thamuds, welche als Nachfolger des Volkes von Aad erwähnt wird (7:72-73). Wir sehen ein „Gläubiger“ unter den Leuten des Pharaos, der sein Volk über Prophet Joseph, der in vergangener Zeit zu ihren Vorvätern kam, aufklärte (40:34) und Prophet Joseph, als er im Gefängnis weilte erklärte klar, dass er dem Weg seiner „Väter“ Abraham, Isaak und Jakob folgen würde.(12:38).

Weiter, wir sehen, dass Prophet Abraham,sein Erbe seinen Söhnen übergab, so wie es auch Prophet Jakob tat als er sagte:"...Oh meine Söhne, sicherlich hat Gott für euch eure Religion gewählt und sterbt nicht anders als Muslime" (2:132).

Und auf der anderen Seite wiederholt der Koran mehmals ausdrücklich, dass kein Warner zu den Vorvätern des Propheten gekommen ist oder zu seinem Volk.

Der Prophet las keine Schriften bevor die Offenbarung zu ihm kam noch glaubte er


042:052
"Und so offenbarten wir dir ein inspiriertes Buch bei unserem Befehl.Du wusstest nicht,(Arabisch: ma kunta tadri) was das Buch (Arabisch: kitab) war, noch was Glauben (Arabisch: la imaanu) war, aber wir machten es zu einem Licht, um damit diejenigen Diener rechtzuleiten, die uns gefallen, und wahrlich zeigst du den Weg zum richtigen Pfad“



029.048
"Und du warst nicht ein Leser einer Schrift bevor ihr, noch schriebst du etwas mit deiner rechten Hand , weil sonst diejenigen, die dem Falschen folgen gezweifelt hätten."

Merke: Dieser Vers sagt nicht, dass der Prophet nicht schreiben oder lesen konnte- er sagt nur, dass er keine Schrift (Offenbarung ) gelesen hatte und auch nichts solches aufgeschrieben hat. (er war kein Gelehrter)

Die Erwähnung der Nachkommenschaft von ABRAHAM und ISMAEL


002.128
"Unser Herr, mache uns zu zwei Dir Ergebenen und mache von unseren Nachkommen eine dir ergebene Gemeinschaft und zeige uns , wie wir dich anbeten sollen und sei uns barmherzig. Sicherlich bist du der immer Wiederkehrende der Barmherzige."

002.129
"Unser Herr, erwecke in ihrer Mitte ein Gesandter von ihnen, der ihnen deine Offenbarungen weitergibt und sie unterweist in der Schrift und in der Weisheit und sie wachsen lässt. Ja, du allein bist der Mächtige der Weise."

  • Dies bezieht sich nicht exklusiv - oder gar nicht- auf die Arabische Rasse oder auf das Volk Muhammads.

  • Von Vers 6:83-89 wird auch klar, dass Propheten von ihrem Vorvätern abstammten und auch die Schriften „erbten“. Keine jener Propheten jedoch in Beziehung mit Muhammad.

006.83-89
"Und dies war unser Argument, dass wir Abraham gaben gegen seine Leute: Wir erhöhen wen wir wollen, wahrlich euer Herr ist der Weise, der Wissende. Und wir gaben ihm Isaak und Jakob, und jedem gaben wir Rechtleitung und Noah gaben wir davor Rechtleitung und von seinen Nachfolgern, David und Salomon und Job und Joseph und Aaron, und so belohnen wir diejenigen die Gutes tun. Und Zacharia und Hohannes und Jesus und Elias. Jeder von ihnen war rechtschaffen. Und Ismael und Elisha und Jona un Lot. Jeder erhöhten wir gegenüber den Kreaturen, mit einigen von ihren Vorvätern und ihre Nachkommenschaften und ihre Verwandten und wir wählten sie aus und leiteten sie zu einem rechten Pfad. Dies ist die Rechleitung Gottes, womit er rechtleitet von wem er will von seinen Völkern. Aber wenn sie neben ihm etwas anderes anbeten, dann werden sie in Verlust sein. Dies sind jene Männer, welchen wir das Buch gegeben haben und die Autorität und das Prophetentum. Wenn diese aber es ableugnen, so werden wir damit Leute betrauen, welche nicht ableugnen."(Dieser Satz kann auch in Vergangenheitsform übersetzt werden: Wenn diese aber es ableugnen, so haben wir damit schon Leute betraut, die nicht ableugnen.)

029.027
"Und wir schenkten ihm Isaak und Jakob und machten, dass das Prophetentum und das Buch unter seinen Nachkommen blieb und wir gaben ihm seine Belohnung in dieser Welt und im Jenseits wird er sicherlich einer von den Guten sein."

  • Keine Erwähnung von der Nachkommenschaft Ismaels in diesem Vers. Das Prophetentum hatte sich stark etabliert durch die Nachkommenschaft Abrahams via Isaak. Jakob wurde erwähnt mit Namen und wir kennen weiter Joesph (in Vers 6.84) der auch das Prophetentum erhielt.
  • Auf dieser Seite (Isaak) wird klar eine Abstammungslinie für das Prophetentum skizziert. Auf der anderen Seite jedoch bleibt es ruhig im Hinblick auf das Prophetentum der Nachkommenschaft von Ismael.
  • Viele Propheten folgten nach Abraham und seinen Söhnen, beispielsweise Jacob, Joseph, David, Solomon, Moses and Jesus. Nirgends im Koran jedoch wird bestätigt, dass Muhammad von der Nachkommenschaft Ismaels sei oder dass ein Zusammenhang in der Abstammungslinie bestand. Dieser Zusammenhang findet sich erst in den Arbeiten späterer Historiker, die diesen Zusammenhang in literarischen Werken beschrieben, Jahrhunderte nach dem Tode des Propheten.

  • Wenn wir den Vers 2:129 oben nochmals genau anschauen, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Abraham und Ismael ein Wissen über Muhammad besassen und über den Koran, 2000 Jahre vor seiner Geburt. So beziehen sich also die Worte Schriften und Weisheit nicht auf die letzte Schrift oder die Weisheit des letzten Propheten. Diese Aussage ist zu verstehen im Hinblick auf die Schriften und die Weisheit zu jener Zeit und im Hinblick auf die nahen Erben, wie sie genannt werden in 6.83-89
    .
  • Wenn wir den Vers 2.128-129 lesen und fortfahren, stossen wir auf Vers 134: Es wird kein Zusammenhang zwischen Prophet Abrahams Nachkommenschaft und jener von Muhammad gemacht. Tatsächlich scheint die Erzählung dies eher zu verneinen.

    002.134
    "Dies war eine Gemeinschaft, die dahingegangen ist. Sie sollen erhalten, was sie getan haben und ihr werdet erhalten, was ihr getan habt. Und ihr werdet nicht befragt werden über das was jene taten."
  • Prophet Muhammad wurde nur befohlen, dem Glauben (Millati) von Abraham zu befolgen. Ihm wurde nie befohlen, seinen Vorvätern zu folgen, als eine Referenz zu Abraham oder Ismael.(16.123).
Pophet Abraham ist nur „Vater“ im Glauben/Religion

022.078
Und strebe zu Gott mit den Mitteln, die recht sind. Er hat dich ausgewählt und für dich keinerlei Mühen in der Religion bestimmt: Der Glaube (millata) von deinem Vater
(Arabisch: abikum Ibraham) Abraham. Er hat euch Muslime genannt in alter Zeit und in dieser (Schrift), damit der Gesante Zeuge über euch sei und damit ihr Zeuge seid für die Menschheit. So haltet den Dienst aufrecht, bezahlt die Armenabgabe und haltet euch fest an Gott. Er ist euer Beschützer, ein gesegneter Herrscher und ein gesegneter Helfer.



  • Wichtig: Das Wort „abikum“ ist kein Beweis dafür, dass Abraham der Vorvater der Araber gewesen ist. Der obere Vers wird gerne zitiert, um die Abstammung zu beweisen. Dieser Vers richtet sich jedoch an alle, welche Gläubig sind (mu min) Dieser Ausdruck bezieht sich nicht nur auf die Araber! Er beinhaltet jedes einzelne Individuum, unwichtig ob ein Jude, ein Christ oder Heiden, welche den Glauben angenommen haben und so zu Mu mins geworden sind. So kann das Wort Abikum keinerlei Bestätigung für eine arabische Prophetenlinie, sondern nur eine allgemeine Aussage, um den „Vater des Glaubens“ zu umschreiben.

  • Die Erwähnung des Ausdruckes „Muslime“ in alter Zeit ist ein klarer Hinweis, dass auch die Leute des Buches in dieser Erzählung gemeint sind. Für den Unterschied Muslim-Mumin lesen sie bitte den Artikel „um ein Mumin zu sein müssen wir dem Koran Folge leisten“

Vom nächsten Vers lernen wir, dass die ihm am Nächststehenden (in Freundschafts oder Verwandtschaftsbande) jene seien, welche ihm im Glauben nachfolgen. Dies kann oder kann nicht von seinen Nachkommen sein, da ganz klar nicht alle Gläubigen von ihm abstammen.

003:068
"Ohne Zweifel sind von den Menschen diejenigen der Verwandtschaft (Arabisch:Awla)
Abrahams am Nächsten, welche ihm im Glauben folgen, so ist dies der Prophet und jene, welche ihm folgen: Und Gott ist der Beschützer von denen, die glauben."


Spirituelle Abstammungsverhältnisse

Spirituelle Abstammungsverhältnisse wie oben erwähnt (Vater - Abikum) sind nicht unbekannt im Koran. Der folgende Vers zeigt uns ein solches spirituelles Verhältnis hier jedoch im Hinblick auf „Mütter“.

033:006 (Teil)
"Der Prophet ist den Gläubigen näher als sie selbst und seine Frauen sind ihre Mütter (Arabisch: Ummahatum)..."
Es wäre völlig unlogisch zu argumentieren, dass, basierend auf der spirituellen Verwandtschaft dieses Verses, die heutigen Gläubigen nun alle Nachkommen der Frauen des Propheten seien.


Welche Quellen geben uns die Verbindung der Prophetenlinie Ismael- Araber?

Wir können diese Verbindung nur in den Zweitquellen nachlesen.

Die früheste Quelle ist die Arbeit, die dem ersten Historiker des Islams , Ibn Ishaq (gest. 767 n. Chr.) zugeschrieben wird. Zu bemerken, dass der Herausgeber seines Werkes Ibn Hisham (gest. 833 n. Chr.) dieses Abstammungsverhältnis beschreibt, wie er sie von al Bakkai erhalten hat. Der jedoch erhielt sie von Ibn Ishaq. Ibn Hisham erhielt nichts direkt vom Ibn Ishaq und er starb ungefähr 200 Jahre nach dem Tode des Propheten, über ein halbes Jahrhundert später als Ibn Ishaq selbst. (Mehr Informationen über Ibn Ishaq finden sie unter dem Artikel Ibn Ishaq)
Diese Information der Abstammung erhalten wir also von Traditionalisten und mündlichen Überlieferungen.

IBN HISHAM'S Anmerkungen:

"10. Was ich hier geschrieben habe über die Abstammung des Propheten zurück zu Adam und über Idris und andere wurde mir von Ziyad b. 'Abdullah al-Bakka'i erzählt, in der Authorität von Muhammad b. Ishaq.

Khallad b. Qurra b. khalid al-Sadusi , der als Authorität Shayban b. Zuhayr b. Shaqiq from Qatada b. Di'ama angibt, überliefert uns eine etwas andere Version von Ismaels Erben.: Asragh-Argu-Falikh-'Abir and (later) Mahla'il b. Qayin b.Anush."[1]

Wichtig zu sehen ist auch die „Sehr Kurze“ Stammbaum, der zu Adam zurückreichen soll und vom Übersetzer Alfred Guillaume abgelehnt wird. {2}


MUHAMMAD'S Reine Abstammung von ADAM

"Abu Muhammad 'Abdu'l-Malik ibn Hisham der Grammatiker sagt:

Dies ist das Buch der Biographie des Gesandten Gottes.
Muhammad war der Sohn des 'Abdullah, b. 'Abdu'l-Muttalib (Dessen Name war Shayba), b. Hashim (dessen Name war 'Amr), b. 'Abdu Manaf (dessen Name war al-Mughira), b. Qusayy (dessen Name war Zayd), b. Khilab, b. Murra, b. Ka'b, b. Lu'ayy, b. Ghalib, b. Fihr, b. Malik, b. al-Nadr, b.Kinana, b. Khuzayma, b. Mudrika (dessen Name war 'Amir), b. Ilyas, b. Mudar, b. Nizar, b. Ma'add, b, 'Adnan, b. Udd (oder Udad), b. Muqawwam, b. Nahur, b. Tayrah, b. Ya'rub, b. Yashjub, b. Nabit, b.Ismail, b. Ibrahim, der Freund des Gefährten, b. Tarih (der ist Azar), b. Nahur, b. Sarugh, b. Ra'u, b. Falikh, b. 'Aybar, b. Shalikh, b. Arfakhshadh, b. Sam, b. Nuh, b. Lamk, b. Mattushalakh, b. Akhnukh, der ist der Prophet Idris nachdem was sie sagen, aber Gott weiss es am besten. {2} (Er war der erste der Söhne Adams, dem eine Prophetentum und eine Schrift mit einem Stift gegeben wurde), b. Yard, b. Mahlil, b. Qaynan, b. Yanish, b. Shith, b.Adam (10)" [2]

"{2} Dieser Satz „aber Gott weiss es am besten“ zeigt den Zweifel des Schriftstellers bei dieser Aussage.Es gibt ein Ausspruch in Arabisch: es gibt eine Umschreibung für alles und die höfliche Art zu sagen „es ist eine Lüge“ ist : „nachdem was sie sagen“.(arabisch za 'amu)'"[3]


Das Wissen um den Stammbaum des Propheten zurück zu Ismael war und ist einfach abhängig von der Autorität gewisser Behauptungen, die einige Traditionalisten aufgestellt haben und die Behauptung von „einigen Leuten!. Frühe Historiker entnahmen ihre Informationen einfach von diesen mündlichen Behauptungen.
Dies sehen wir auch im folgenden Beispiel:

'Muhammad b.Muslim b. 'Ubaydullah b. Shihab al-Zuhri erzählte mir, dass 'Abdu'l-Rahman b. 'Abdullah b. Ka'b b. Malik al-Ansari, der auch al-Sulami genannt wurde, tihm erzählte, dass der Gesandte Gottes gesagt hat: Wenn ihr Ägypten erobert, dann behandelt die Leute gut, da sie Behaupten können unter dem Schutz des Abstammungsverhältnisses zu stehen.' Ich fragte al-Zuhri was der Gesandte damit meinte,wenn er sie zu unseren Verwandten machte und er antwortete dass Hagar, die Mutter von Ismael, von ihrem Volk gewesen sei.[4]

In Ibn Hisham's Anmerkungen finden wir eine Erklärung des oberen Paraghaphen und speziell die Behauptung von Al Zuhri

Alle Araber sind Nachkommen von Ismael und Qahtan. Einige der Leute von Yaman behaupten, dass Qahtan ein Sohn von Ismael gewesen sei und so, nach ihnen, sei Ismael der Vater aller Araber.[5]

Die Weiterführung dieses Glaubens, dass die Araber Nachkommen von Prophet Ismael seien, können wir den Berichten dieser frühesten Historiker entnehmen. Dieser Glaube jedoch stützt sich nicht auf Dokumente oder weitverbreitete Akzeptanz. Es sind nur die Behauptungen von einigen wenigen Leuten. Ibn Hisham war annähernd 200 Jahre entfernt von den Gefährten des Propheten, um dies konkret zu überprüfen.

Die Glaubwürdigkeit von Al-Zuhri als Übermittler ist ausserhalb dieses Artikels. Jedoch jene, welche sich ein wenig auskennen in diesem Umfeld der Islamischen Quellenliteratur, werden an dem folgenden Brief von Laith ibn'Sa'd interessiert sein, den er an Malik ibn Anas, den frühen Juristen schrieb:
In seinem berühmten Brief an Malik ibn Anas, schrieb Laith ibn Sa`d:


"Ibn Shihab (al-Zuhri) wird dir mehrere widersprüchlichen Aussagen geben, wie wir ihn getroffen haben. Als wir ihn um etwas schriftliches baten, er, da er nicht so gelehrt war, gab drei verschiedene Antworten für die gleiche Frage. Er war selbst nicht gewahr, was er in Vergangenheit zu dieser Frage gesagt hatte. Dies ist es , was mich dazu geführt hat, aufzugeben, was nicht beweisbar ist. (d.h. Eine Überlieferung in der Authorität von Ibn shahab zu zitieren."[6]

Schlussfolgerungen

Muslimische Leser, welche das „Darud Shareef“ Gebet kennen, sollten erkennen, dass Prophet Muhammad kein Nachkomme von Prophet Abraham ist.

(In diesem Gebet bittet der Muslim um Segen für den Propheten wie er Segen für Abraham und seine Nachkommen erbittet) Bitte lesen sie weiter, um einen kleinen Einblick in dieses „Darud Shareef“ Gebet zu erhalten.


Es ist möglich, dass dieses Gebet durch die Lehre früher Muslime verbreitet wurde und in der breiten Masse propagiert wurde durch die rituellen Gebete, ohne ein tiefes Nachdenken oder Verstehen von Seiten der frühen Muslime, dass Prophet Abraham und Prophet Muhammad tatsächlich nicht in einem Abstammungsverhältnis zueinander stehen.


Ganz wichtig, dass es keinerlei Beweise im Koran gibt für diesen Glauben, dass die Araber Nachkommen von Abraham via Ismael sind



Das Darud Shareef Gebet


dies ist ein allgemein bekanntes Gebet, welches die meisten der Muslime kennen und wir im zweiten Teil des Gebetes rezitert. Es ist auch unter dem Namen 'Darud-e-Ibrahim' bekannt.

Erster Teil dieses Gebetes:

Allahuma salli  ‘ala Muhammadin wa  ‘ala ali Muhammad kama sallaita
 ‘ala Ibrahima wa  ‘ala ali Ibrahima innaka hamidu-madschid. 

Übersetzung:

Oh Gott schenke Frieden für Muhammad und der Familie von Muhammad (inklusive seine Nachkommenschaft) wie du Abraham Frieden geschenkt hast und seine Nachkommenschaft. Wahrlich, du bist der zu Preisende der Glorreiche."


Zweiter Teil:
Der zweite Teil ist genau gleich wie der erste. Der einzige Unterschied ist das Wort „barik“ anstelle „salli“
Im Deutschen sind diese beide mit Segnungen zu übersetzen. Um jedoch einen Unterschied herauszustreichen, habe ich das Wort Salli mit „Frieden schenken“ übersetzt.

Allahuma barik  ‘ala Muhammadin wa  ‘ala ali Muhammad kama barakta  ‘ala Ibrahima wa  ‘ala  ali Ibrahima innaka
hamidu-madschid
Oh Gott, segne Muhammad und die Familie von Mohammad (inklusive der Nachkommen wie du Abraham und seine Nachkommen gesegnet hast. Wahrlich du bist der zu Preisende de Glorreiche.".


Der erste Teil des zweiteiligen Gebetes richtet sich an Muhammad , es wird um Segen gebeten für ihn, seine Familie und seine Nachkommen und der zweite Teil des Gebetes bestätigt die bereits vorhandenen Segnungen, welche Abraham zu Teil geworden sind und seiner Familie und seinen Nachkommen.

Hier das Gebet auf Arabisch. Wichtig der arabische Ausdruck Al, eingekreist in Rot

 

In Arabisch gibt es einen klaren Unterschied zwischen dem Ausdruck AHL und AL. Der zweite ist gebraucht im obenstehenden Gebet. AHL wird gebraucht, um eine nähere Verwandtschaft zu umschreiben, wogegen AL weiter gesteckt ist und seine Aussage umfasst die AHL einer Person aber auch die Grosskinder und andere Nachkommen. Der grosse und wichtige Unterschied herauszustreichen ist das Ziel dieses Artikels
Im klassischen Wörterbuch lesen wir folgendes:


(man sagt AHL eines Menschen oder AHL eines Hauses, daneben AL- in der Erklärung davon wird hingewiesen auf bestimmte Unterschiede zwischen ihm und AHL ...)

Das Wort, welches im Gebet verwendet wird ist AL, welches nicht nur die nähere Familie beinhaltet, sondern auch Grosskinder und weitere Nachkommenschaft.



(AHL AL NABY, die Familie des Propheten, Frauen und Kinder und seinen Schwiegersohn Aly, oder dessen Frau, und wie einige sagen, der Mensch und dessen AL, beinhaltet die Grosskinder und andere Nachkommen...)
Das obenstehende Gebet ist zu vergleichem mit dem Gebet, welches Prophet Abraham selbst gemacht hat und das wir im Koran finden und das alle Muslime kennen:


014:040
O mein Herr, lass mich und meine Nachkommen standfest sein im Gebet. Und oh Herr, akzeptiere dieses mein Gebet."



014:041
O unser Herr! Beschütze mich und meine Eltern und die Gläubigen am Tage des Gerichts.!


Bitte beachte den gebrauchten Ausdruck: 'wa-min Dhuriyati' welcher zu übersetzen ist mit 'von meinen Nachkommen' in Vers 14:40. Es gibt einen starken Zusammenhang dieser Bitte und Gottes Antwort in 2:2124 , wo Prophet Abraham informiert wird, dass der Bund sich nicht auf seine Nachkommen erstreckt.

002.124
Und erinnere dass Abraham von seinem Herrn mit bestimmten Befehlen geprüft wurde, welche er erfüllte. Er sagte: Ich werde dich zu einem Führer (Arabisch: Imaman) für die Völker machen. Er fragte: Und so auch von meinen Nachkommen (Arabisch: min Dhurjati)? Er sagte: Mein Bund erstreckt sich nicht auf die Unrechthandelnden."

Es ist klar von diesem Vers, dass nicht automatisch alle Nachkommen von Abraham rechtschaffen sein müssen, noch kann man Rechtschaffenheit erlangen nur auf Grund eines Abstammungverhältnisses. Siehe den Artikel: Ist Rechtleitung abhängig von Freundschaft
Hier müssen ein paar wichtige Punkte erwähnt werden:
  • Es ist eine falsche Vorstellung dass Prophet Muhammad und seine Familie Nachkommen von Prophet Abraham sein sollen, wenn sie doch nicht innerhalb dieses „AL“ von Abraham sind in diesem täglichen Gebet, wo es klar heisst:“O Gott segne Muhammad und die Familie von Muhammad (inklusive Nachkommenschaft) wie du Abraham und seine Nachkommenschaft gesegnet hast. Wahrlich du bist der zu Preisende der Glorreiche."
  • Dies sind klar zwei verschiedene Nachkommenschaften, beziehungsweise Familien! Wäre die Behauptung der Muslime richtig, so wäre die Nachkommenschaft von Muhammad automatisch innerhalb der Nachkommenschaft von Abraham und sie separat zu erwähnen, wäre völlig überflüssig.
  • Dieses Gebet ist im Widerspruch zur Aufforderung Gottes, keinen Unterschied zwischen den Gesandten zu machen: 2:136; 2:253; 2:285; 3:84; 4:152; 37:181; 38:45; 38:46; 38:47; 38:48; 7:44). Siehe auch den Artikel: mache keinen Unterschied zwischen den Gesandten.
  • Entgegen der allgemeinen Behauptung, dass Muhammads Rang grösser sei als der der anderen Propheten, wird dies hier nicht bestätigt, sondern im Gegenteil verneint, sonst müsste ja nicht extra um denselben Segen für Muhammad gebeten werden, wie ihn Abraham erhalten hat.
  • Dieses Gebet beinhaltet zahlreiche Widersprüche


Schlussfolgerungen

Es scheint so, als habe dieses Gebet, welches heute üblich ist und von den meisten Muslimen im Gebet gesprochen wird, keinen Rückhalt im Koran. Im Gegenteil wirft es viele Fragen auf und enthält Widersprüche zur Koranischen Botschaft.
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Prophet ein Gebet, das dem Koran widerspricht gelehrt haben soll, um von den Menschen geehrt zu werden. Schliesslich wurde der Prophet- wie alle anderen geschickt – damit Gott gepriesen werde und nicht er oder andere Gesandten.

Quellen:



1]           GUILLAUME. A, The Life of Muhammad: A Translation of Ishaq's Sirat Rasul Allah, Oxford University Press, Page 691
[2]           Ibid., Page 3
[3]           Ibid.
[4]           Ibid., Page 4
[5]           Ibid., Page 691
[6]           QAYYIM. I A’laam al-Muwaqqi’in, Daru’l-Jayl, Beirut, Volume 2, Page 85       
Edward Lanes Lexikon 

Der englische Originalartikel kann eingesehen werden auf www.quransmessage.com



Dort finden sich auch alle Quellenangaben genau aufgelistet.
Für Fehler, die durch meine Übersetzung entstanden sein könnten, entschuldige ich mich. Alle Wahrheit kommt von Gott und alle Fehler nur von mir.



Beweis für die Existenz von Muhammad

Bei meiner Suche nach der Wahrheit, die da irgendwo ist, bin ich auf das Buch von Luxenberg gestossen:"die syroaramäische Leseart des Korans."
Die westlichen Orientalisten haben sich natürlich wie blind daraufgestürzt,
die östlichen Gelehrten haben es natürlich zerrissen.
Vor allem jedoch, weil ja der gute Mensch zum Schluss kommt, dass Muhammad ja gar nicht existiert habe, da doch auch von den archäologischen Zeugnissen nichts auf eine neue Religion hinweise....Also nur aus der Nichtexistenz von alten Fundstücken auf die Nichtexistenz der Geschichte eines Volkes zu schliessen, ist auch nicht gerade wissenschaftlich. Wie können wir wissen, nur weil wir etwas finden, hat etwas existiert und im Gegenteil, wie können wir so naiv sein anzunehmen, dass wir über alle Zeiten der Erdgeschichte noch erhaltene Spuren ausgraben können.


Der islam ist keine neue Religion


Luxenberg hält mit seinen Anschauungen und Vorlieben nicht hinter dem Berg. Es erschliesst sich dem Leser schon bald, dass hier ein Pro-Christliches- Werk und ein Anti-Islamisches Werk geschrieben worden ist. Ich will in keiner Weise sein Werk schlechtmachen, doch scheint es mir ein eher negativer Ansatz zu sein, Audrücke wie die allgemein bekannte muslimische Schahada umdeuten zu wollen, als eine Lobpreisung Jesus.
Jedoch in einem Punkt stimme ich ihm völlig zu: Der Islam war nie eine neue Religion. Sie wurde erst ca. 200 Jahre nach dem Tode des Propheten dazu gemacht. Was in dieser dunklen Anfangszeit des Islams wirklich geschehen ist, bleibt weiterhin ein grosses Geheimnis. Jedoch auf die Nichtexistenz von Münzen auf die Nichtexistenz eines Propheten zu schliessen, der doch ausdrücklich im Koran erwähnt wird- und zwar neben Jesus, scheint mir doch etwas eine gewagte These zu sein.

Weshalb wurde der Koran offenbart? 


Der Koran war und ist eine Erinnerung und Bestätigung der vorherigen Bücher!!! Wenn nun also die Kirchenvaeter sich gar nicht aufgeregt haben über Muhammad und ihn und seine Lehren als christliche Häresie eingestuft haben, dann beweist doch gerade diese Aussage plus die Nichtexistenz von Münzen etc., dass der Prophet eben ein echter Prophet war und kein Falscher!!!Weiter wissen wir ja auch nicht, aus welchen Gründen die Herrscher die Münzen mit christlichen Motiven drucken liessen. Es können gut politische Intrigen dazu geführt haben...  Dazu ist es ungenau zu sagen, dass es gar keinerlei schriftlichen Beweise gäbe, die für die Existenz Muhammads sprechen. Der interessierte Leser möge sich beispielsweise auf www.quransmessage.com vergewissern, dass solche Zeugnisse, wenn auch zugegebenerweise ziemlich rar gesäht, doch existieren.


Falsche Propheten streben nach Macht

Ein falscher Prophet strebt nach Macht und Ansehen. Wenn es jetzt Muhammad, wie es ihm immer angedichtet wird, (vor allem aus dem Studium der vorwiegend falschen Ahadithe) nur um die Macht ging, weshalb gibt es dann keinen, aber auch absolut keinen Beweis seiner Macht in der frühesten Zeit???
Weil er eben nicht machthungrig war!!!

Er kam mit seinen Offenbarungen, um den Leuten zu sagen, dass Jesus ein Prophet war und nicht  Sohn Gottes, (wie es die frühe christliche Kirche auch gelehrt hatte), dass wir an Gott alleine glauben, die Frauen ehren sollten, im Gegensatz zu der damaligen kirchlichen und heidnischen Überzeugung. Der Koran spricht von der Menstruation als 'Leiden oder Verletzung“, um zu betonen, dass die Frau eben nicht unrein ist während ihres Zyklus  - dies im Gegensatz zu den verfälschten Verordnungen im alten Testament (oder in den Zweitquellen des Islams). Der Koran ergänzte das Bestehende und Vervollständigte es. Er klärte was unklar war. Deshalb lebten die Leute, welche Muhammad folgten, genau nach den Lehren Gottes, auch nach dem Evangelium von Jesus und deshalb verbreiteten sie Liebe und nicht Krieg. Deshalb wurden sie auch nicht negativ erwähnt, höchstens wenn es um die Göttlichkeit Jesus ging.

DAS WAR ANSCHEINEND DER EINZIGE PUNKT, AN DEM DIE GRÖSSTE MEINUNGSVERSCHIEDENHEIT HERRSCHTE.


Die Geschichte wurde absichtlich verfälscht

All die grausamen Geschichten plus der Islam als eigenständige Religion tauchen ja erst ca. 200 Jahre nach dem Tod des Propheten auf. In jener Zeit, wurden die Ahadithsammlungen zusammengestellt, in derselben Zeit, da erste geprägte Münzen auftauchten mit Muhammads Namen.

Warum ist die Frühzeit des Islams so dunkel und fängt erst an, ans Licht zu kommen, (negativ) als Satan mit seiner Verfälschung der Geschichte begonnen hat? Wir hören nichts von der frühsten Zeit des Islams!!!Weshalb? Weil es nichts zu berichten gab! 

Müssten wir dann nicht skeptisch sein, wenn wir merken, dass nur durch die Ahadithliteratur den bösen Mächten Kraft gegeben wurde, den Propheten zu verleumden, seine Ehre in den Schmutz zu ziehen, seine Lehren zu verfälschen und den Islam als neue Religion darzustellen? Warum sind wir nicht misstrauisch und verteidigen den Propheten? Er war kein Pädophile! Er war kein Mörder! Er war kein Sexbessesener! Er war nicht ungerecht!
Sowenig wie Noah betrunken Inzest verübte oder Jakob mit Gott kämpfte
oder Moses eine Hodenkrankheit hatte oder Salomon 300 Frauen und noch mehr Konkubinen hatte.

Sieht denn niemand den gemeinen Plan hinter all diesen Verfälschungen?????


Propheten sind Vorbilder keine Lüstlinge

Alle waren sie Propheten, auserwählt von Gott, Gottes Worte zu übermitteln. Habt ihr das Gefühl, Gott wählt für diese Aufgabe Pädophile, Inzestbetreibende, Betrunkene, Lüstlinge, Mörder oder  Lügner aus????
Oder doch eher rechtschaffene, tugendhafte, gottesfürchtige, weise, liebevolle Menschen????
Wie können wir Satan so etwas glauben? UND UNS DANACH RICHTEN?
Wie können wir Gott so etwas zumuten? Wie können wir solche Schauermärchen lesen und noch verteidigen?
Wir müssen aufwachen. Und ehrlich sein. Unsere Schriften ehrlich betrachten. Und das Falsche als Falschheit aussortieren. Ohne Stolz und gemeinsam. Es gibt niemand, der die "bessere" Religion oder den "besseren" Propheten hat oder die "bessere" Schrift. Die Wahrheit ist, dass wir alle an denselben Gott glauben - Auch wenn sein Bild in den früheren Schriften und in den Zweitquellen des Islams verzerrt wurde. Wir sind keine Kinder mehr, die sich gegenseitig das leckere Eis streitig machen aus Neid.Wir sollten uns als Erwachsene und Vernunftbegabte Menschen benehmen. Der Stolz ist die Wurzel allen Übels.

Den Anspruch der totalitären Wahrheit zu verlieren, fällt allen grausam schwer.
Wer sitzt in den Kirchen und in den Moscheen und den Synagogen?
Demütige, fromme Menschen? Oder doch eher Helfer unseres Feindes? 

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Fragt diejenigen, welche Wissen besitzen

Viele Muslime zitieren den folgenden Vers, „Frage jene, welche Wissen besitzen“, sobald sie mit Menschen konfrontiert werden, die ihren eigenen Verstand benutzen und die Schriften persönlich lesen, vergleichen und sich ihre eigenen Gedanken machen. Vielfach ist es verpönt. Die Gläubigen werden dazu angehalten, gefälligst den Gelehrten blind zu folgen, zu gehorchen, da sie das Wissen besitzen und wir normalsterblichen Gläubigen eben nicht. Die meisten von uns haben nicht Theologie studiert und vielfach geben wir uns deshalb sofort klein bei, wird uns dies vor die Nase gehalten. Aber ist dieser Vers wirklich als Befehl gedacht, nicht selber zu denken, und den Gelehrten ohne Nachdenken zu folgen? Schauen wir doch mal genauer hin. Es sind genauer zwei Verse, die in diesem Zusammenhang zitiert werden und leider aus dem Zusammenhang gerissen werden:


016.043
Und bevor Dir waren die Gesandten, die wir schickten, auch nur Männer, welchen wir Inspiration (Offenbarungen) gewährten. Wenn du nicht weisst, dann frag jene, welche die Botschaft besitzen.

021.007-8
Bevor dir, genauso, waren die Gesandten, die wir schickten, nur Männer, denen wir Inspiration (Offenbarungen) gewährten. Wenn Du nicht weisst, frage jene, welche die Botschaft besitzen. Weder gaben wir ihnen Körper, die kein Essen verlangten, noch wurden sie vom Sterben verschont.

In beiden Versen sehen wir, dass Gott den Propheten informiert, dass die Propheten vor ihm nur Männer gewesen seien, denen Gott Offenbarungen gewährt habe. Sie assen und starben. So war dies eine Erinnerung und eine Bestätigung für den Propheten, so dass es für ihn selbst auch kein Zweifel gab, dass er wirklich ein Gesandter Gottes war.

Diese Verse sind nur an den Propheten gerichtet und an niemanden sonst. Dazu sind sie Kontextabhängig. Was sollte dies für eine Logik sein, die Leute des Wissens befragen zu müssen, da doch ein Prophet unter ihnen weilte? Dies würde auch vielen Koranversen widersprechen, in denen Gott die Gläubigen dazu aufforderte, ihre Fragen und Probleme direkt zum Propheten zu bringen. (4.59)

Diese Verse sind auch eine starke Bekräftigung für die eigene Suche nach Wahrheit. Trotzdem, dass Gott dem Propheten die Botschaft offenbart hatte, wurde er immer noch gefragt, diese für sich selbst zu bestätigen. In diesem Vers hält Gott den Propheten dazu an, sich wegen bestimmter Behauptungen der Ungläubigen selbst zu vergewissern- und zwar bei den früheren Offenbarungen. Wenn eine Weisheit aus diesem Vers herausgefiltert werden kann, dann jene des „sich- vergewisserns“, nicht des „blind- befolgens“!
Der Koran fordert uns im Gegenteil dazu auf, uns auf die Suche der Wahrheit zu machen, soweit wie wir dazu in der Lage sind, um offene Fragen zu klären, nicht um jemandem blindlings zu folgen!

017: 036
Folgt nicht dem, von dem ihr kein Wissen habt! Wahrlich, das Hören und die Blicke und das Herz- alle werden sie befragt werden.

In diesem Vers klar ersichtlich für uns, dass wir nicht irgendwelchen Dingen folgen sollten, die wir nicht verstehen, ohne dass wir sie nach unseren Möglichkeiten entsprechend geprüft haben. Wir werden am Tage des Gerichtes klar über dies befragt werden. Grundlose Behauptungen über andere Menschen, Gruppen, Traditionen, die auf unverifizierten Traditionen und Gläubenssätzen beruhen, fallen genauso unter den Befehl dieses Verses wie das sich fügen und nicht hinterfragen gewisser sozialen Strukturen, das sich führen lassen wie Schafe, Ungerechtigkeiten zulassen und die Schwachen nicht verteidigen.
Diejenigen, die die Geschichte Abrahams kennen, werden erkennen, das dies auch exakt die Annäherung Abrahams war, als er die Religion seiner Vorväter hinterfragte und schliesslich, nach der Erforschung der Wahrheit und der Naturgesetze, erkannte, dass das Anbeten von Steinidolen, Götzenbildern falsch ist. Von dieser Geschichte lernen wir weiter, dass der Weg des Wissens und der Wahrheit sich oft gegen die Mehrheit richtet und dass uns von jener Seite grausame Folter entgegenschlagen kann. Abraham wurde ins Feuer geworfen und zwar von seinem eigenen Volk, im Einverständnis seines eigenen Vaters.

Den Führern blindlings folgen

Wir können eine starke Lektion lernen von den Menschen der vorherigen Schriften. Es scheint wirklich so, als würden die Menschen genau die gleichen Fehler immer wieder wiederholen: Sie erklären die Meinungen ihrer religiösen - oder politischen - Führern zu ihrer eigenen Meinung. Im schlimmsten Fall setzten sie deren Meinung über das Wort Gottes. Was sollen wir aktuell tun, wenn wir feststellen, dass die Meinung der Gelehrten oder bestimmter Imame oder Sheiks der Botschaft der Schriften zuwiderläuft? Ziehen wir uns nicht den Zorn Gottes zu, wenn wir dauernd Menschenmeinung über das Wort Gottes stellen?

009:031
Sie haben sich Herren genommen neben Gott, ihre Rabbiner und Priester (Mönche) und den Messias, den Sohn der Maria, wenn sie doch nur dazu aufgefordert worden waren Gott allein zu dienen.

Führer und mächtige Männer werden nicht helfen können am Tage des Gerichts

033:067
"Und sie werden sagen: Oh unser Herr, sicherlich gehorchten wir unseren Führern ( Sadatana) und mächtigen Männern (Wakubaraana), so liessen sie uns abirren vom richtigen Weg"

Die Koranischen Verse ermuntern uns klar, selbst nachzuprüfen und nachzuforschen und sind dem „blindlings befolgen“ entgegengesetzt. Leider und ironischerweise werden oftmals die Verse, welche zum eigenen Nachdenken auffordern im Gegenteil dazu verwendet, um ein blindes nachahmen zu beweisen....!

Blindes Befolgen der Religion der Vorväter

Manche Muslime, wie auch oftmals Anhänger anderer Religionen, folgen den Praktiken und Ritualen, die ihnen ihre Eltern weitergaben oder welche sie in der Schule gelernt haben. Die meisten Menschen werden in ein soziales Umfeld hineingeboren, die den Kindern von klein auf die Anschauungen der Eltern aufzwingt, indem diese vom Kindergarten an dem Kinde „eingetrichtert“ werden. Einmal volljährig ist die Gehirnwäsche meist komplett und vollständig, so dass sich die jungen Leute nur schwer von angelernten Denkmustern lösen können, oder als Anfang, jene zu hinterfragen beginnen. Bei Ungereimtheiten oder Unlogik wird oft das Problem -anstelle nachzuforschen- einfach in eine Schublade des Hirnes verstaut, dann wird blind so weitergelebt, oder es wird alles verworfen und Gott und Religion gleichgesetzt. Beides ist schade, da die Menschen so auf halbem Wege stehenbleiben. Sie verbauen sich selbst jeden Weg, um sich aus den Fesseln derTraditionen zu befreien.

Der Koran lehnt blindes Nachahmen strengstens ab. Wir sind Menschen, denen Gott ein grosses Geschenk gemacht hat: unser Geist, unsere Denkfähigkeit und Intelligenz, die es uns möglich macht bzw .machen würde, im Einklang mit den Naturgesetzen zu leben, sie uns zu Eigen zu machen und eine Welt voller Harmonie und Frieden aufzubauen. Dies wäre das Ziel. Das was heute geschieht, ist die Interpretation der menschlichen Rasse aus satanischer Sicht. Gewalt und Terror gehören nicht ins Gottesbild oder in seine Gesetze. Wer nun argumentiert, dass sich in der Bibel die grausamsten Massaker finden, der sei darauf verwiesen, dass wir deshalb den Koran als Furqan erhalten haben. Wenn nun Gott klar im Koran erklärt, dass Kampf nur aus Selbstverteidigung stattfinden darf und wir keine Menschen töten sollen und wir nur Tiere töten sollen, wenn wir Hunger haben, auch nicht als unnützes Opfer, dann sehen wir die Wahrheit und erkennen, wo Satan die Bibel verändert hat. Er hat seine Sicht in das Gottesbild reingebracht, um uns weiszumachen, dass Gott grausam und blutdrünstig sei. Gott ist das Gegenteil. Wer all diese Charaktereigenschaften zu Hauf besitzt, ist nur Satan.

Nach dem kleinen Exkurs wieder zum Thema: Wir sollen dieses Geschenk benutzen, nicht verkümmern lassen!!! Auch wenn wir dazu mit alten Traditionen brechen müssen, wenn wir feststellen, dass sie weder Hand noch Fuss haben und sie unserem Herzen zuwiderlaufen. Das Herz stellt nämlich ein extreme Hilfe dar. Der Kopf kann sich täuschen, das Herz meistens nicht.

005:104
"Und wenn zu ihnen gesagt wird: Komm zu dem, was von Gott offenbart wurde und zu seinem Gesandten. Dann sagen sie: Es genügt uns, das zu befolgen, in dem wir unsere Väter vorfanden . Was! Und wenn dass, was sie von ihren Vorvätern gelernt haben,ohne Wissen und bar jeder Rechtleitung ist??"

Der Koran gebraucht den Ausdruck „aql“ um das Verstehen, das Nachdenken, die Intelligenz zu beschreiben. (Quelle: Edward Lanes Lexikon 1). Und im Gegensatz dazu verurteilt Gott aufs Schärfste, wenn wir den „Aql“ nicht benutzen:

008:022
"Wahrlich, die untersten der lebenden Kreaturen in Gottes Augen sind welche, welche schwach, dumpf sind und diejenigen, welche ihren Verstand nicht gebrauchen.Aql - Arabisch: yAQLun)"

Überall im Koran stossen wir wiederholt auf die Aufforderung, unseren Verstand zu gebrauchen :

007:169 (Part)
"... Werdet ihr nicht euren Verstand gebrauchen"(Arabisch: afala tAQLun?)


Wir lesen im Koran die Bestrafung von Gemeinden, die nicht gewillt waren, ihren Verstand zu gebrauchen, sondern auf dem Falschen beharrten und blindlings ihren Begierden folgten und die Gesetze überschritten, anderen Unrecht antaten. Dies geschah in einigen Fällen durch den sozialen Druck einer Gesellschaft, bei anderen einfach durch das Befolgen von Kriminalitäten und Ungerechtigkeiten ihrer Vorväter oder Ahnen. Was auch immer der Grund des Nachahmens war, es scheint absolut klar aus einer Koranischen Perspektive, dass jede einzelne Seele die Fähigkeit auf dem Weg bekommen hat zu wissen, was richtig und was falsch ist. So ist jedes einzelne Individuum selbst verantwortlich. Diese Eigenverantwortung kann nicht einer Gesellschaft zugeschoben werden. Jede Seele haftet für sich alleine.

091:007-10
"Und eine Seele und Ihm, der sie perfektioniert hat und ihr eingegeben hat, was richtig und was falsch ist. Derjenige wird sicherlich erfolgreich sein, der sie läutert (der sie wachsen lässt) und derjenige, der sie verkümmern lässt, wird sicher im Verlust sein."


Leider bleiben manche stur dabei, den Vorfahren blind zu gehorchen oder suchen Zuflucht in der Meinung der Mehrheit. Der Koran warnt uns mehrmals vor einer solchen Annäherung. Der Koran ist angefüllt mit Erzählungen von Gesandten, die gegen die Meinung der Mehrheit kämpfen mussten. Am Ende wird jedoch die Wahrheit siegen, denn das Falsche kann nur Zugrunde gehen oder sich selbst zerstören. Beispiele im Koran von Völkern des Lot, Saleh, Hud und Suhaib. Diese Geschichten enthalten eine klare Warnung für diejenigen, die sie sorgfältig studieren. Sogar das lange Leben Noahs reichte nicht aus, um die Mehrheit seines Volkes zu überzeugen. Gleichfalls sehen wir einen Ratschlag, den Gott Muhammad gegeben hat:

006:116
"Und wenn du den meisten auf dieser Erde gehorchst , werden sie dich vom Wege Gottes in die Irre führen. Sie folgen nur Vermutung(Tradition)(Arabisch: Zana) und sie sind nur im Verlust. (Arabisch: Yakhrasun)"

025.044
"Oder denkst du, dass die meisten von ihnen hören oder begreifen (Arabisch: yAQLuna)? Sie sind wie das Weidevieh, nein, sie sind sogar noch weiter abgeirrt vom Weg.“

Im muslimischen Glauben- und nicht nur dort- wird gesagt, dass die Praktiken und Glaubensinhalte der Mehrheit normalerweise immer korrekt seien und deshalb aufrechtgehalten werden müssen...I Ganz im Gegenteil, wird dieser Standpunkt vom Koran verurteilt. Im Gegensatz zu den Massen, die den organisierten Religionen folgen, haben wir eine interessante Prophezeiung im Koran im Hinblick des Tages des Gerichts. Dass nämlich Satan die Mehrheit immer abirren lassen wird.

036:062
"Und wahrlich, er liess eine grosse Menge von euch abirren. Habt ihr denn nicht euren Verstand gebraucht?(Arabisch: tAQLun)?

Viele werden daraufhin ihre Führer beschuldigen:

033:067
Und sie werden sagen: O unser Erhalter. Bewahre, wir waren achtsam gegenüber unseren Führern und grossen Männern, und sie waren es, die uns vom richtigen Weg abgebracht haben.

Schlussfolgerungen:
  • Ohne Zweifel ist es die einfachste Wahl, sich nicht kritisch mit den Dingen zu beschäftigen, sich nicht um die Wahrheit zu bemühen in der Annahme, dass wohl schon alles richtig sei, und sich die Gelehrten und Vorväter sicherlich nicht irren konnten.
  • Doch die Vergewaltigung unseres Intellekts oder seine Verkümmerung liegt allein in unserer Verantwortung und wir werden dafür befragt werden am Tage des Gerichts.
  • 17.36 und folge nicht dem von dem du kein Wissen hast...



Shahada. Die Bestätigung unseres Glaubens

Als erstes müssen wir uns fragen, was heisst den „Shahada“ wirklich? Linguistisch meine ich?

SHD - Root=Shiin-Ha-Dal = eine Information geben, informieren, anwesend sein, ein Zeugnis ablegen, bezeugen,

Mushhad – Zeit oder Platz der Anwesenheit oder Platz der Zusammenkunft
Mashhuud – das, was bezeugt wird.

So meint Shahada in diesem Zusammenhang: Zu wissen und zu glauben ohne Zweifel, so wie es bezeugt wird. Es ist eine Bestätigung des Glaubens für Muslime und wir kennen folgende Formen:

1. Sunni Muslime: Ash hadu an laa ilaha illallhu wa ash hadu anna muhammadar-rasulullah". Oder:... muhammadan abduhu wa rasuluhu".

Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt ausser der Eine (Allah) und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Gottes ist.” oder.... sein Knecht und sein Gesandter.

    2. Shia Muslime:
Shia Muslims fügen folgenden Zusatz zu obengenannter Bezeugung hinzu:
Ali un wali ul la Ali ist der Freund/Stellvertreter/Wächter von Gott”

Andere Shia - Ismaili, Fatimiden, Dawood Bohra’s setzen dieser noch mehr dazu:

Ash-hadu -an-la-ilaha illal-laha, wa ash-hadu anna Muhammad an Abdo-hu wa Rasulo-uhu wa ash-hadu anna Moulana Ali-un-Waliullah

"Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt ausser der eine (Allah) und ich bezeuge, dass Muhammad Gottes Diener und Gesandte ist und ich bezeuge, dass unser Herr Ali Gottes Wali (Repräsentant/ Stellvertreter ) ist.
Es ist jedoch so, dass diese Bezeugung , dass Ali der Stellvertreter Gottes sei, sich selbst erkläre und offensichtlich sei und deshalb nicht obligatorisch ausgesprochen werden müsse.

Alle diese Bezeugungen finden sich jedoch nirgends im Koran!

Diese Bestätigung des Glaubens der Muslime, der erste verlangte „Pfeiler“ des Islams finden wir so nicht im Koran erwähnt. Nach dem Koran, die einzige Shahada, die bestätigt ist, ist „la ila ha il-Allah“ – es gibt keinen Gott ausser der Eine (Allah) oder ‘La ila ha ila howa’ (Es gibt keinen Gott ausser ihm). Dies sind die Bezeugungen , die Gott selber macht. Dies ist also die Bezeugung der Engel und der Leute die Wissen besassen.

003:018
Es gibt keinen Gott ausser ihm (Arabisch: La illa ha illa hu): Das ist das Zeugnis von Gott, seinen Engeln, und jenen, die Wissen gegeben wurde, welche standhaft sind in Gerechtigkeit. Es gibt keinen Gott ausser ihm, der Mächtige der Weise.”




Im Koran finden wir zahlreiche Gesandte namentlich erwähnt und deklariert als Gesandte Gottes. Muhammad -Friede sei auf ihm- ist im Koran namentlich und in seiner Funktion als Führer der Gemeinde und Prophet Gottes nur viermal erwähnt: (3.144; 33:40; 47:2 und 48:29). Jedes Mal wird der Leser darüber informiert, dass „Muhammad“ der Gesandte Gottes sei und nichts anderes. Dies also auch gegen die Behauptungen mancher Orientalisten, dass er kein Prophet gewesen sei und die Behauptungen, dass er, der Beste und der Gott Nahestehenste sei. Oder dass er Fürsprache einlegen könne. Alle Propheten und Gesandte Gottes predigten die gleiche Botschaft des Islams (Gottergebenheit) und bezeugten den „einen Gott“

003:067
Abraham (Arabisch: Ibrahim) war kein Jude oder Christ, aber er war ein rechtschaffener Mann, ein Muslim, und er war keiner der Polytheisten.

002:285
Der Gesandte glaubte an das, was ihm von seinem Herrn offenbart worden ist und so die Gläubigen. Jeder einzelne glaubte an Gott und seine Engel und seine Schriften und seine Gesandten- wir machen keinen Unterschied zwischen den Gesandten- und sie sagen: wir hören und wir gehorchen. Vergib uns unser Herr. Zu dir ist die Zusammenkunft des Tages.


So, wie ein Gläubige(r) werden, wenn die Shahada nicht gesagt wird?

Echter Glaube ist nicht reduzierbar auf einfache Worte, basierend auf einem öffentlichen Ritual oder einer öffentlichen Bezeugung einer bestimmten Shahada. Oder noch schlimmer, abhängig von einem Zeugnis!!! Wer beurteilt denn den Glauben? Die Kleriker? Die haben ja neuerdings Röntgenaugen, welche die Brüste der Menschen durchleuchten können.... Im Ernst: Echter Glaube ist eine Sache des Innern und kann nur nach aussen sichtbar werden, durch unseren Willen und kann nie erzwungen oder gesagt werden, nur damit andere es sehen. Schlussendlich weiss nur Gott allein, wie es um unseren Glauben bestellt ist.

060.010 (Teil)
"...O Ihr die glaubt! Wenn zu euch gläubige Frauen kommen, dann testet (Arabisch: fa-im'tahinuhunna) sie: Gott weiss von ihrem Glauben (Arabic: Allahu a-lamu bi-imanihinna), wenn sie bestätigen, dass sie glauben, dann sendet sie nicht zu den Ungläubigen zurück ..."

Kann man Glauben testen? Können wir irgendeinen Anhaltspunkt dazu finden im Koran?

009.010 -11
"Sie beachten gegenüber einem Gläubigen weder Verwandtschaftsbande noch Schutzvertrag. Das sind die Übertreter. Wenn sie aber bereuen, das Gebet verrichten und die Amenabgabe entrichten, dann sind sie eure Brüder in der Religion. Wir legen die Zeichen klar für Leute die Bescheid wissen"

So kann man die folgende Schlussfolgerung ziehen: Folgende Taten können als Beweis des Glaubens angesehen werden:

- Die Ausführung des Gebetes
    - Den Armen zu helfen, zu spenden
Anmerkung: Das Gebet beinhaltet viel mehr als nur die Ausübung einer fünfmaligen Verbeugung oder Niederwerfung, es beinhaltet zudem, den Gesandten zu unterstützen, seine Botschaft zu verteidigen (den Koran) und Gutes zu tun.

Eine wichtige Unterscheidung:

Hier muss noch angemerkt werden, dass die traditionelle Shahada, auch wenn sie nicht wörtlich im Koran drinsteht, doch der Wahrheit entspricht. Die Behauptung ist ganz klar wahr.

003:086
"Wie soll Gott Leute rechtleiten, die ablehnten nach ihrem Glauben nachdem sie bezeugt (Arabisch: wa-shahidu) haben, dass der Gesandte die Wahrheit ist und die klaren Zeichen zu ihnen gekommen sind, und Gott leitet nicht unrechthandelnde Leute recht.“

Jedoch liegt eine Gefahr in der lauten Bezeugung der traditionellen Shahada, nämlich die, dass ein Unterschied gemacht wird zwischen den Gesandten. Korrekterweise müsste man also seinen Glauben bekräftigen mit: ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt ausser dem Einen und ich bezeuge, dass Muhammad sein Gesandter ist und dass Jesus sein Gesandter ist und dass Moses sein Gesandter ist und dass Aaron sein Gesandter ist usw.usw. Bis wir alle Propheten und Gesandte aufgezählt hätten. Dazu sollten wir vermeiden, dass wir einen Unterschied machen zwischen den Gesandten. So wird es schwierig, uns zu entscheiden: wer soll der Erste sein, der erwähnt wird? Und beinhaltet eine Abfolge nicht gleichzeitig das Herausstellen oder Bevorzugen eines einzelnen Gesandten?

Das Aussprechen allein macht noch nicht gläubig

Es gibt einen grossen Unterschied zwischen der Proklamation des Glaubens und dem echten Glauben:

049:014
Die Wüstenaraber sagen:"Wir glauben.! (Arabisch: Amana)"Sag: Sagt nicht ihr glaubt (Arabisch tu'minu); sondern sagt nur: 'Wir sind Muslime geworden/wir haben uns Gott ergeben/ihn erkannt (Arabisch: Aslamna),' da der Glaube (Arabisch: l-imanu) noch nicht in eure Herzen eingegangen ist. Aber wenn ihr Gott gehorcht und seinem Gesandten, wird er euch keine eurer Taten schmälern. Weil Gott ist Allvergebend, Barmherzig."

Grundsätze des Glaubens eines „Gottergebenen“ definiert im Koran

002:285
"Der Gesandte glaubt, was ihm offenbart worden ist von seinem Herrn und so die Gläubigen. Alle glauben sie an Gott und seine Engel und seine Schriften und seine Gesandten, wir machen keinen Unterschied zwischen seinen Gesandten. Und sie sagen: wir hören und gehorchen, unser Herr. Deine Vergebung und zu Dir ist der Ausgang“

004:136
"Oh die ihr glaubt. Glaubt an Gott und seinen Gesandten und an das Buch das ihm von seinem Herrn offenbart wurde und an die Bücher, die er vorher offenbart hat, und wer immer Gott und seine Engel und seine Gesandten und den letzten Tag ablehnt, die sind fürwahr weit abgeirrt."

Den oberen Versen können wir entnehmen, dass der Glaube beinhaltet:

  • Glaube an Gott-ohne Beigesellung
  • Gottes Engel
  • Gottes Schriften
  • Gottes Gesandte- macht keinen Unterschied zwischen ihnen
  • Den letzten Tag

Die Einzige Bezeugung ist diejenige Gottes

Gott ist immerwährend, über alles erhaben, und seine Mächtigkeit kann bezeugt /erkannt werden in seinen Kreationen auf der Erde. Jede Tat im Universum geschieht auf Grund seines Befehles. Dies können wir in unserer Realität so bezeugen. Und es bezeugt sich selbst.

Dies ist, was wir bezeugen sollten: Gottes Existenz, die Wahrheit seiner Botschaft und die Ergebenheit, in ihn als den einen Gott der Menschheit im Universum, der keinerlei Partner an seiner Herrschaft hat.(4.135)

Zeuge Gottes zu sein ist das grösste Zeugnis

006:019
Sag: Welches ist das höchste Zeugnis? Sag: Gott ist der Zeuge zwischen Euch und mir.und dieser Koran ist mir offenbart worden, damit ich euch warne und wen es erreicht. Bezeugt ihr tatsächlich, dass es andere Götter gibt neben Gott? Sag: Ich bezeuge es nicht. Sag: Er ist nur ein Gott. Und ich sage mich von dem los,was ihr beigesellt.“

Jeder von uns hat schon einmal die Wahrheit des einen Gottes bezeugt

007:172
"Und als dein Herr aus den Kindern Adams, aus ihren Rücken ihre Nachkommen nahm und sie gegen sich selbst zeugen (Arabisch: ashhadahum) liess: Bin ich nicht euer Herr? Sie sagten: ja. Wir bezeugen (Arabisch: Shahidna) es. Damit ihr nicht am Tage der Auferstehung sagt: wir waren gegenüber diesem unachtsam."

Diese Zeugenaussage, die von unseren Seelen genommen wurde bei ihrer spirituellen Geburt, bestätigt das Konzept, dass eine übernatürliche Kraft existiert und dass jene ein natürlicher Teil des Menschen ausmacht. (Arabisch Fitra) Dieses instinktive Wissen kann entweder korruptiert und verschüttet werden, oder wachsen mit der Erkenntnis der Wahrheit. Siehe oben 91.7-10

Woher kommt diese Shahada, welche manche der Muslime rezitieren?

Wir finden sie nur in den Zweitquellen des Islams. Einige davon sind -mit Verlaub gesagt- etwas seltsam. Ein Beispiel eines seltsamen Hadithes ist die Erzählung von Abu Hurairah, in welchem er durch den Kalifen Umar geschlagen wird und ein Schuh als Beweis benutzt wird. Dieser Hadith kann gefunden werden in der Sammlung "Mishkat-ul-Masabeeh", welches eine neuere Version des Masabih al-Sunnah ist von Al-Tabrizi ( gest. 741n.Chr.) Dieser Text eignet sich vorzüglich für jene, welche sich nicht in der Hadithwissenschaft verirren wollen und er enthält einen Kommentar von 'Allamah Husayn ibn 'Abd Allah ibn Muhammad al-Tibi, und diese Schrift wurde bekannt als Mishkat-ul-Masabeeh. Es wird von Sunna Gelehrten als ein wichtiges Werk betrachtet.


Abu Huraira erzählt: Wir sassen um den gesegneten Propheten herum, zusammen mit Abu Bakr und Omar, als der heilige Prophet von unserer Mitte aufstand und wegging, er kam lange nicht zurück, und wir waren besorgt, weil er allein war und bekamen Angst, dass ihm die Feinde etwas angetan haben könnten.So standen wir alle auf und weil ich als erster mir Sorgen um ihn machte, ging ich raus, um nach ihm zu sehen, bis ich zu der Mauer eines Garten eines Ansari kam, vom Stamme Bani najjar. Ich lief die Mauer ab, in der Hoffnung, einen Eingang zu finden, ich fand jedoch keinen bis zuletzt, ich eine schmale Öffnung sah, die von Aussen in den Garten führte. Ich machte mich schmal und gelangte so in den Garten, wo ich auf den heiligen Propheten wartete. Er sagte, ist es Abu Huraira? Ich sagte, ja oh Gesandter Allahs. Er sagte: Wie bist du hierhergekommen? Ich sagte: Du warst unter uns, als du aufstandest und rausgingst und lange nicht zurückkamst, so waren wir alarmiert, weil wir Angst hatten, dass dir etwas zugestossen sein könnte, als du uns verlassen hast, und ich war der erste der sich Sorgen machte. So kam ich zu diesem Garten und machte mich schmal wie ein Fuchs, um durch das Loch in der Mauer zu kommen. Und die anderen folgen mir. Der Prophet sagte zu mir: oh Abu Huraira und gab mir seine Schuhe. Nimm diese meine Schuhe und wer immer du triffst hinter dieser Gartenmauer und er bezeugt, dass es kein Gott gibt ausser Allah und es glaubt von seinem Herzen, gib ihm die gute Nachricht vom Paradies.Die erste Person, die ich traf war Omar, der sagte: Was sind das für Schuhe, oh Abu Huraira? Dies sind die Schuhe des heiligen Propheten, der sie mir gegeben hat und mich geschickt hat , jedem , der bezeugt, dass es kein Gott gibt ausser Allah, und dies glaubt von Herzen, die gute Nachricht des Paradieses zu geben. Darauf stiess mich Omar gegen die Brust, so dass ich auf meinen Rücken fiel und sagte zu mir: geh zurück. Ich ging zurück zum heiligen Prophet und bat ihn unter Tränen um Schutz, wobei mir Omar nachkam. Der heilige Prophet sagte zu mir: Was ist die Sache mit Dir, oh Abu Huraira? Ich traf Omar und überbrachte ihm deine Botschaft, da stiess er mich vor die Brust, dass ich auf meinen Rücken fiel und sagte zu mir: Geh zurück. Der heilige Prophet sagte dann: Was führte dich dazu, oh Omar?Omar sagte: Oh Gesandter Allahs, mein Vater und meine Mutter sollen deine Opfersein: Hast du abu Huraira deine Schuhe gegeben und ihm gesagt, dass jeder, der aus vollem Herzen bezeugt, dass es keinen Gott gibt ausser Allah, die frohe Botschaft des Paradies zuteil wird? Der Prophet sagte Ja. Omar sagte: tu dies nicht, denn ich befürchte, dass die Leute dies als genug betrachten und keine rechtschaffenen Taten mehr tun werden. So lass sie alleine, damit sie die praktischen Rituale der Religion ausführen. So sagte der Prophet: dann lasse sie mit ihm. Nach Muslim

Für die englische Übersetzung, beachten sie bitte die Quellenangabe im Anhang.
Interessant ist der Kommentar, welcher der Autor zu diesem Hadith schrieb:

Die aussergewöhnliche Länge der Überlieferung und die zahlreichen Detail, so wie ihre Sorge und Alarmierung ohne einen offensichtlichen Grund, das Nichtfinden eines Weges in den Garten ausser eines Loches, das Senden der Schuhe ohne jeglichen Grund und die Aussage Omars bringen uns zu Zweifel an der Erzählung, aber der Punkt der Geschichte ist derselbe wie in anderen Überlieferungen.“
Originalzitat:



Ein anderes, sehr bekanntes Beispiel sei hier angeführt. Eine Erzählung aus der Kollektion der vierzig Hadithe von Imam Nawai (1234-1278 AD) aus den Sammlungen von Bchari und Muslim:


Nach Abu 'Abd al-Rahman 'Abdullah bin 'Umar bin al-Khattab, radiyAllahu 'anhuma, der sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, sallAllahu 'alayhi wasallam, sagte:

"Islam wurde auf fünf Pfeilern erbaut- der Bezeugung ,dass es kein Gott gibt ausser Allah und dass Muhammad der Gesandte Gottes ist, das Gebet , der Zakat, dem Hajj zum Haus und das Fasten im Monat Ramadan.“ [2 Al-Bukhari & Muslim] Imam Nawawi’s 40 Ahadith
In vielen Ahadithen, wird das Tashahud-Gebet zusammen mit dem Bezeugnis („Shahada“) erwähnt und wurde zum Dogma erhoben.

Tashahud im Gebet Al-Muwatta Hadith 3.56

Yahya erzählte mir von Malik von Ibn Shihab von Urwa ibn az-Zubayr von Abd ar-Rahman ibn Abd al-Qari, dass er Umar ibn al-Khattab gehört hat zu sagen, als er die Leute über das tashahud Gebet belehrte vom Mimbar aus: Sag, Friedensgrüsse zu Allah, wahre Taten für Allah, gute Worte und Gebete für Allah. Frieden auf dir, Prophet, und der Segen und die Gnade.Frieden auf uns und auf allen Diener von Allah, die rechtschaffen sind. Und ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt ausser Allah und ich bezeuge, dass Muhammad sein Diener und sein Gesandter ist.."

In Umschrift lautet das Gebet:
'At-tahiyatu lillah, az-zakiyatu lillah, at-tayibatu wa's-salawatu lillah. As-salamu alayka ayyuha'nnabiyyu wa rahmatu'llahi wa barakatuhu. As-salamu alayna wa ala ibadi'llahi s-salihin. Ash-hadu an la ilaha illa 'llah wa ash-hadu anna Muhammadan abduhu wa rasuluh."[3]

Es gibt dazu viele andere Beispiele. Jedoch sind alle nur zu finden in den Zweitquellen des Islams und nirgends im Koran. Es gibt auch keine Bestätigung eines solchen Gebetes durch den Koran.

Schlussfolgerungen

  • Von den Erzählungen des Korans wird klar, dass das einzige wahre Zeugnis ist „es gibt keinen Gott ausser dem Einen (Allah) (Arabisch: La' illa ha ilallah'). Dies ist die Bezeugung aller Engel und aller Gesandten. Dies sollte die Bezeugung (Shahada) jedes wahren Gläubigen sein.
  • Jedoch gibt es das plausible Argument, welches angeführt werden kann, dass die Anhänger des Propheten zu seiner Zeit bezeugten, dass Muhammad ein „echter“ Gesandter Gottes war und kein Lügner.
  • Für einen Gläubigen in der heutigen Zeit jedoch besteht für dies keinen Grund. Die Gesandtschaft Muhammads zu bezeugen ist gleichgestellt mit der Bezeugung der Gesandtschaft von Abraham, Noah, Jesus, Moses, Aaron, Solomon, David, Ismael, Ishaq, Ibraham, Saleh, Hud- Friede sei auf ihnen allen - oder anderer Gesandter Gottes.
  • So scheint es, als wären gewisse Leute nie zufrieden damit, Gott alleine zu erwähnen in ihren Bezeugungen, wie es der Koran verlangt, sondern erst dann, wenn andere Götter oder jemand neben Gott erwähnt wird- Ob dies spezielle Götter oder Heilige, Sellige, Propheten oder Weise sind, die Tendenz ist und war immer dieselbe
039:045
"Und wenn Gott alleine erwähnt wird, ziehen sich die Herzen derjenigen, welche nicht an das Jenseits glauben zusammen, wenn aber diejenigen, die es neben ihm noch geben soll genannt werden, freuen sie sich sofort.“

064:013
"Gott! Es gibt keinen Gott ausser ihm, und in Gott allein setzen die Gläubigen ihr Vertrauen."


Quellen:

[1] MISHKAT-UL-MASABEEH, Translation by Capt. A.N. Matthews, Revised and Edited, with Notes By: F.K.Khan Durrani, B.A. - Tabligh Literature Company, Railway Road, Lahore. Volume 1 Chapter 1, Page 19-20
[2] IMAM NAWAWI’S FORTY AHADITH. Einsehbar auf : http://fortyhadith.iiu.edu.my/hadith03.htm
[3] MALIK’S MUWATTA, Book 3, Section: Tashahud in the Prayer, Number 3.14.56, University of Southern California Center for Muslim-Jewish Engagement [online], englische Übersetzung einsehbar auf: http://www.usc.edu/schools/college/crcc/engagement/resources/texts/muslim/hadith/muwatta/003.mmt.html
Die Hadithsammlung Muwatta wie auch das Sahih Muslim und Buchari auf Deutsch können online eingesehen werden. Die vierzig Ahadithe von Nawawi sind in jeder muslimischen Buchhandlung erhältlich oder auch online abrufbar. http://hadith.al-islam.com/Loader.aspx?pageid=261