Posts mit dem Label islam.geschichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label islam.geschichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 13. Mai 2016

Wurde von Abraham verlangt, seinen Sohn zu opfern?


Der Artikel ist eine freie Uebertragung eines englischen Artikels von Joseph Islam www.quransmessage.com.
Der Artikel behandelt Abrahams Opferung. Dabei sollen die Fragen geklaert werden, ob Abraham tatsaechlich ein Opfer bringen und wer geopfert werden sollte.

1. Verlangte Gott von Abraham seinen Sohn zu opfern?


Aber als erstes müssen wir nun die Frage klären, ob Gott wirklich von Abraham verlangt haben kann, seinen Sohn zu opfern. Wenn wir den Koran und seine Aussagen genauer studieren, kommen wir darauf, dass es eben kein Befehl Gottes war, sondern im Gegenteil einTraum, der von Abraham falsch interpretiert worden ist. Die Basis dieser Geschichte finden wir in der Bibel, genauer im 1.Buch Mose, 22:1-18

1.Buch Mose Kapitel 22

1Einige Zeit danach geschah es: Gott stellte Abraham auf die Probe.»Abraham!«, rief er.»Ja?«, erwiderte Abraham.2»Nimm deinen Sohn«, sagte Gott, »deinen einzigen, der dir ans Herz gewachsen ist, den Isaak! Geh mit ihm ins Land Morija auf einen Berg, den ich dir nennen werde, und opfere ihn mir dort als Brandopfer*.«3Am nächsten Morgen stand Abraham früh auf. Er spaltete Holz für das Opferfeuer, belud seinen Esel und machte sich mit seinem Sohn auf den Weg zu dem Ort, von dem Gott gesprochen hatte. Auch zwei Knechte nahm er mit.4Am dritten Tag erblickte er den Berg in der Ferne.5Da sagte er zu den Knechten: »Bleibt hier mit dem Esel! Ich gehe mit dem Jungen dort hinauf, um mich vor Gott niederzuwerfen; dann kommen wir wieder zurück.«6Abraham packte seinem Sohn die Holzscheite auf den Rücken; er selbst nahm das Becken mit glühenden Kohlen und das Messer. So gingen die beiden miteinander.7Nach einer Weile sagte Isaak: »Vater!«»Ja, mein Sohn?«»Feuer und Holz haben wir, aber wo ist das Lamm für das Opfer?«8»Gott wird schon für ein Opferlamm sorgen!«So gingen die beiden miteinander.9Sie kamen zu dem Ort, von dem Gott zu Abraham gesprochen hatte. Auf dem Berg baute Abraham einen Altar und schichtete die Holzscheite auf. Er fesselte Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf den Holzstoß.10Schon fasste er nach dem Messer, um seinen Sohn zu schlachten,11da rief der Engel*des HERRN vom Himmel her: »Abraham! Abraham!« »Ja?«, erwiderte er,12und der Engel rief: »Halt ein! Tu dem Jungen nichts zuleide! Jetzt weiß ich, dass du Gott gehorchst. Du warst bereit, mir sogar deinen einzigen Sohn zu opfern.«3Als Abraham aufblickte, sah er einen einzelnen Schafbock, der sich mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen hatte. Er ging hinüber, nahm das Tier und opferte es anstelle seines Sohnes auf dem Altar.14Er nannte den Ort »Der HERR sorgt vor«. Noch heute sagt man: »Auf dem Berg des HERRN ist vorgesorgt.«15Noch einmal rief der Engel des HERRN vom Himmel her16und sagte zu Abraham: »Ich schwöre bei mir selbst, sagt der HERR: Weil du mir gehorcht hast und sogar bereit warst, mir deinen einzigen Sohn zu geben,17werde ich dich segnen! Deine Nachkommen mache ich so zahlreich wie die Sterne am Himmel und die Sandkörner am Meeresstrand. Sie werden ihre Feinde besiegen und ihre Städte erobern.18Bei allen Völkern der Erde werden die Leute zueinander sagen: 'Gott segne dich wie die Nachkommen Abrahams!'BDas ist die Belohnung dafür, dass du meinem Befehl gehorcht hast.«19Abraham kehrte wieder zu seinen Knechten zurück und sie gingen miteinander nach Beerscheba. Dort blieb Abraham wohnen.

Auch diese Geschichte- wie viele andere - wurde durch die mündlichen Überlieferungen in den Islam eingeschleust. Die Muslime gedenken dieser Geschichte bis heute, indem sie am Opferfest schlachten.

Finden wir diese Geschichte im Koran?

Die Geschichte Abrahams ,wie er seinen Sohn opfern will, findet sich im Koran, Doch wenn wir die Passage genau betrachten, eröffnet sich uns eine völlig andere Sichtweise. Der Koran bestätigt die biblische Version in keiner Weise. Im Koran lesen wir:

Sura Al Saffat, 37:102-111

Als er (Ismael) alt genug war, um mit ihm zu arbeiten, sagte Abraham: "Mein Sohn! Ich sah im Traum, dass ich dich schlachten werde. Nun schau, was meinst du dazu?" Er sagte: "Vater! Tu, was dir befohlen wird! Du wirst, so Gott will, finden, dass ich einer der Geduldigen bin." Als sich beide ergeben hatten und er ihn mit der Stirn zum Boden hingelegt hatte, riefen Wir ihm zu: "O Abraham! Bereits hast du das Traumgesicht bestätigt! Gewiss, solcherart vergelten WIR es den Rechtschaffenen." Gewiss, dies war die offenkundige Prüfung. Und Wir lösten ihn mit einem großen Schlachtopfer aus. Und Wir bewahrten seine Geschichte unter den Nachkommen. Friede sei auf Abraham! So belohnen Wir den Rechtschaffenen. Er ist (einer) von unseren gläubigen Dienern.

Zu beachten sind hier folgende Punkte:

- Abraham sieht ein Traum, indem er sich sieht, wie er seinen Sohn schlachtet. Er deutet den Traum wörtlich, anstelle die Symbolik dahinter zu betrachten. Seinen Sohn töten bedeutet, ihn nicht neben Gott oder über Gott zu stellen.

- Dies war eine offenkundige Prüfung, weil Gott genau wusste, wie Abraham seinen Sohn liebte. Abraham fasst jedoch den Traum wörtlich auf und ist deshalb zu recht verwirrt.

- Abraham ist nicht sicher, wie er sich verhalten soll, deshalb fragt er seinen Sohn um Rat. Sein Traumgesicht war demzufolge für ihn alles andere als klar. Das widerspricht jedoch dem Koran. Gottes Befehle an seine Propheten sind klar (10:15; 7:101; 2:87,92).

- Der Ausdruck „aslamtu“, dass sie sich beide ergeben haben, ist nicht weiter definiert. In den meisten Korankommentaren sehen wir den Zusatz „in den Willen Gottes“. Dies ist jedoch eine Interpretation, die nicht im Koran zu finden ist. Sie können sich genauso gut dem Traumgesicht ergeben haben.

- Gott befiehlt nichts Schändliches und schon gar nicht, seine eigenen Kinder zu töten: 7:28... Sprich: "Gott befiehlt nicht, abscheuliche Taten zu begehen. Wie könnt ihr Gott etwas zuschreiben, worüber ihr nichts wisst?"

6:151:Sprich: "Kommt her, ich will vortragen, was euer Herr euch verboten hat: Ihr sollt Ihm nichts zur Seite stellen und den Eltern Güte erweisen. Und ihr sollt eure Kinder nicht aus (Angst vor der) Armut töten - Wir versorgen euch und sie - und ihr sollt euch nicht den Schändlichkeiten nähern, seien sie offenkundig oder verborgen, und ihr sollt nicht dessen Leben ausschalten, das Gott unverletzlich gemacht hat, außer wenn dies gemäß der Gerechtigkeit geschieht. Das ist es, was Er euch geboten hat, auf dass ihr es begreifen möget."

- Das Menschenopfer stellt eine heidnische grausame Praxis dar und wird sicher nicht von Gott verlangt :

6:137 Und ebenso haben ihre Teilhaber vielen der Götzenanbeter das Töten ihrer Kinder als wohlgefällig erscheinen lassen, damit sie sie verderben und ihren Glauben verwirren können. Und hätte Gott Seinen Willen erzwungen, hätten sie das nicht getan; so überlasse sie sich selbst mit dem, was sie erdichten.


60:12 O Prophet! Wenn die gläubigen Frauen zu dir kommen, um das Treuegelöbnis zu leisten, dass sie Gott nichts beigesellen, nicht stehlen, keinen Ehebruch begehen, ihre Kinder nicht töten, keine Verleumdung vorbringen werden, die sie selbst wissentlich ersonnen, noch dir ungehorsam sein werden in dem, was recht ist, dann nimm ihren Treueid an und bitte Gott um Vergebung für sie. Wahrlich, Gott ist allvergebend, barmherzig.

- Sogar Tieropfer sind im Koran als Frevel bezeichnet, wenn sie nur aus dem Grund des Tötens geschlachtet werden, oder um etwas zu erreichen oder erbitten, oder um eine Schuld zu tilgen (Sühneopfer, Blutopfer, Bittes- oder Dankopfer) Das „Opfern“ ist nur erlaubt in Verbindung mit der Speisung der Armen. Gott liebt keine Verschwendung.(5.03)

- Eigentlich hätte Abraham wissen müssen, dass Gott niemals von ihm verlangen würde, seinen Sohn zu opfern, denn:
87:18-19Das steht bereits in den früher offenbarten Schriften, in den Schriften von Abraham und Moses.

- So war also die Deutung des Traumgesichts ( wörtlich aufgefasst) von Abraham nichts weiter als ein Inspiration von "Satan" , unserem schlechten ich:

4:92 Keinem Gläubigen steht es zu, einen anderen Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen...
4:93 Wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, wird mit der Hölle bestraft, in der er ewig bleiben wird. Gott zürnt ihm, verdammt ihn und bereitet ihm eine überaus qualvolle Strafe.

Wie kann Gott sagen jemanden zu töten verdiene die Hölle und gleichzeitig von seinem Propheten verlangen, seinen Sohn zu töten? Dies entbehrt jeglicher Vernunft!

2. Wen sah Abraham im Traum? War es Isaak oder Ismael?

Über das Thema Isaak oder Ismael ist seit längerem eine Debatte im Gange. Die meisten Muslime heute glauben, dass es Ismael gewesen sei, der geopfert werden sollte. Die Christen sagen natürlich es war Isaak. Wer hat nun Recht? Kann uns der Koran in dieser Frage weiterhelfen?
Der Koran erwähnt keinen Namen. Jedoch kommt ein unparteiischen Leser, der den Koran ohne jegliches Vorwissen liest, durch mehrere Argumente zum Schluss, dass es Isaak gewesen sein muss, dies entgegen dem verbreiteten Glauben der Muslime.

Folgendes sind die entsprechenenden Koranstellen:

037.102-109
"Und als er alt genug war, um mit ihm arbeiten zu können, sagte er: O mein Sohn. Sicherlich habe ich in einem Traum gesehen, dass ich dich opfern solle., Sag mir ,was du dazu meinst. Er sagte: O mein Vater, Tu was dir befohlen worden ist. So Gott will werde ich einer der Geduldigen sein. So, als sich beide ergeben hatten, und er ihn auf seinen Kopf niederlegte, riefen wir ihm zu: O Abraham, du hast deine vision schon erfüllt. Sicherlich belohnen wir die Guthandelnden. Sicherlich. Dies war wahrlich ein klarer Test. Und wir lösten ihn mit einem Schlachtopfer aus. Und wir erhielten für ihn (diese Segnungen) für die späteren Generationen. Friede sei auf Abraham."


Wie wir gesehen haben, wird kein Name genannt. Wenn wir jedoch die vorausgehenden Verse dazuziehen und den Kontext genau studieren und ihm nachfolgen, werden wir feststellen, dass es grosse Indizien dafür gibt, dass das zu „opfernde“ Kind Prophet Isaak und nicht Prophet Ismael gewesen ist.
Diese spezielle Erzählung beginnt mit einem wichtigen Gebet, welches Prophet Abraham- Friede sei auf ihm- gemacht hat:

037.100
"O mein Herr! Gib mir von den Rechtschaffenen! (Arabisch: Saliheen)"

Wichtig in diesem Zusammenhang zu sagen, dass das Gebet von Abraham in Vers 37.100 sich in seiner Deutung von der allgemein verbreiteten Meinung unterscheidet. Wie? Im Arabischen liest sich der Vers wie folgt:"Gib mir einen von den Rechtschaffenen (Arabisch: Rabi hab li min-asaliheen).
Es wird nicht erwähnt, dass Prophet Abraham für einen Sohn gebeten hätte. (Vielfach wird dies von Übersetzern in ihr Tafsir hineininterpretiert) Dieses Gebet ist nicht für ein Kind mit einem spezifischen Geschlecht. Es ist ein Gebet für ein rechtschaffenes Kind. Es ist nicht korrekt zu sagen, dass „saliheen“ nur für ein männliches Kind stehen kann. In diesem Fall, war zwar das „saliheen“ tatsächlich ein männliches Kind, jedoch war das Geschlecht nicht der Mittelpunkt des Gebete, sondern der „Charakter“ .

037.101
"So gaben Wir ihm die guten Neuigkeiten (Arabisch: fabascharnahu) eines nachsichtigen Jungen.(Arabic: Haliim)"
Wir sind aufgefordert, die Parallelen und die Gegensätze des Gebetes von der Mutter der Maria, die ihr ungeborenes Kind ihrem Herrn „opfern“ wollte (indem er ins Kloster ging, als Priester ausgebildet werden sollte) zu studieren. Sie tat dies im Glauben, dass jenes Ungeborene ein Knabe sei. Jedoch erhielt sie stattdessen ein Mädchen – Maria. Auch Mädchen können gottesfürchtig und fromm sein- nicht nur Knaben!

003.035
"Als Imrans Frau sagte: Oh mein Herr. Ich gelobe dir, was in meinem Leib ist für deinen speziellen Dienst. So akzeptiere dies von mir: Du bist ja der Allhörende der Allwissende.So. Als sie es dann zur Welt gebracht hatte sagte sie: Mein Herr, ich habe ein Mädchen zur Welt gebracht. Und Gott weiss am besten, was sie zur Welt gebracht hatte. Unich stelle sie und ihre Nachkommenschaft unter den Schutz vor dem verstossenen Satan."
Wie beim Gebet Abrahams sehen wir keine Nennung eines Geschlechts, nur dessen „Charakter“ .
Nachdem Gott Prophet Abraham bestätigt hat, dass er einen nachsichtigen Knaben erhalten werde, fährt die Erzählung fort mit dem Inhalt des Traumes von Abraham, in dem er sich sieht, seinen Sohn zu opfern. Nochmals, in diesem Stadium können wir nur mit Sicherheit sagen, dass das Kind ein Junge ist, der ein nachsichtiges Wesen hat. Danach lesen wir in 37.112.

037.112
“ Und wir gaben ihm die guten Neuigkeiten (Arabisch: wabascharna) von Isaak, ein Prophet (Arabisch: Nabiyyan) von den Rechtschaffenen (Arabisch: Salihina)”

Dies ist das erste Mal in dieser Sura, dass der Name „Isaak“ erwähnt wird. Viele Kommentatoren folgern jedoch, diese „ guten Neuigkeiten“ würden sich auf das Kommen eines neuen Kindes Namens Isaak beziehen.Wenn wir jedoch den oberen Vers analysieren, erhalten wir folgende Informationen:
(a) Ein Name (Isaak)
(b) Er wird ein Prophet sein (Arabisch: Nabiyyan)
(c) Er wird ein Rechtschaffener sein (Arabisch: Saliheen)

Es wird nirgends die Geburt eines neuen Kindes erwähnt

Nun müssen wir strengstens argumentieren, dass Isaak nicht als Prophet geboren wurde. (nicht wie Jesus, der in der Wiege zu den Menschen sprach)Er erhielt jedoch die Weisheit in späteren Jahren wie viele andere Propheten (Joseph, Moses, Muhammad und Abraham selbst). So ist das Fehlen eines Namens im Vers 37.102 auf die Tatsache zurückzuführen, dass er zu jener Zeit noch keinen Namen hatte und noch keine prophetischen Fähigkeiten besass und noch kein Rechtschaffener. 'Saliheen' war.

Wenn wir den letzten Punkt, im Hinblick auf „Saliheen“, etwas genauer betrachten, dann müssen wir nochmals auf 37.102 zurückkommen. Dort sehen wir, dass, auch wenn die ein Knabe verkündet wird, es nicht feststeht, ob er von den Saliheen sein wird. Die einzige Aussage, die gegeben wird, ist , dass er „nachsichtig“ sei.(Arabisch: Haliim). Beachte den Unterschied zwischen „Saliheen“(Rechtschaffen) und „Haleemin“.(nachsichtig, sanft, leidensbereit, geduldig)

037.101
"So gaben wir ihm die guten Neuigkeiten eines nachsichtigen Jungen.(Arabisch: Haliim)"

In Vers 37.112 jedoch können wir feststellen, dass hier das ursprüngliche Gebet (37.100) von Abraham bestätigt wird.
Nicht nur wird der Junge als „Saliheen“ bestätigt, sondern auch, dass er ein Prophet sein werde. So zeigt es sich im Kontext, dass sich die Ankündigung der guten Neuigkeiten auf diese Geburt des rechtschaffenen und nachsichtigen Jungen, der einmal Prophet sein wird bezieht und nicht auf das Kommen noch eines Kindes.

Schlussfolgerung:
Die zweiten guten Neuigkeiten müssen sich nicht obligatorisch auf die Geburt eines neuen Kindes beziehen, sondern werden uns gegeben im Hinblick auf das schon lebende Kind, welches Isaak heisst.
Wenn wir die zwei Verse 37.101 und 37.112 miteinander vergleichen, sehen wir eine klare Übereinstimmung. Der erste erklärt uns die guten Neuigkeiten eines Knaben, der zweite informiert uns über die guten Neuigkeiten, dass derselbe Knabe ein Prophet und ein Rechtschaffener werden würde.als Antwort auf das ursprüngliche Gebet von 37.100. Es geht in Beiden um nur ein Kind.
Wenn wir die allgemeine Meinung akzeptieren würden, (Ismael im Traum),  wird es schwierig nachzuvollziehen, weshalb in 37.112 ein Name genant wird, jedoch in 37.101 nicht, da beide Verse sich -gleichermassen - mit der Geburt eines neuen Kindes auseinandersetzen...
So informiert uns diese Erzählung (37.100 – 113) über Prophet Isaak, nicht über Ismael.

3. Hat Abraham Hagar und Ismael wirklich in der Wüste ausgesetzt?

Im ganzen Koran finden wir nirgends den Namen von Hagar. Noch finden wir die Geschichte, dass Abraham Ismael und seine Mutter in die Wüste geschickt habe. Diese Geschichte finden wir nur in den Zweitquellen des Islams und in der Bibel.

Verleumdungen von Abraham Genesis 16.1-6:

1Abrams Frau Sarai blieb kinderlos. Sie hatte aber eine ägyptische Sklavin*namens Hagar.2So sagte sie zu ihrem Mann: »Du siehst, der HERR hat mir keine Kinder geschenkt. Aber vielleicht kann ich durch meine Sklavin zu einem Sohn kommen.Ich überlasse sie dir.«Abram war einverstanden,3und Sarai gab ihm die ägyptische Sklavin zur Frau. Er lebte damals schon zehn Jahre im Land Kanaan*4Abram schlief mit Hagar und sie wurde schwanger. Als sie merkte, dass sie ein Kind bekommen würde, begann sie auf ihre Herrin herabzusehen.5Da sagte Sarai zu ihrem Mann: »Mir geschieht Unrecht, und du trägst dafür die Verantwortung! Ich habe dir meine Sklavin überlassen. Seit sie weiß, dass sie ein Kind bekommt, verachtet sie mich. Ich rufe den HERRN als Richter an!«6Abram erwiderte: »Sie ist deine Sklavin. Mach mit ihr, was du für richtig hältst!«
Sarai ließ daraufhin Hagar die niedrigsten Arbeiten verrichten; da lief sie davon.7In der Wüste rastete Hagar bei dem Brunnen, der am Weg nach Schur liegt. Da kam der Engel* des HERRN zu ihr8und fragte sie: »Hagar, Sklavin Sarais! Woher kommst du? Wohin gehst du?«Ich bin meiner Herrin davongelaufen«, antwortete sie.
9Da sagte der Engel: »Geh zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter!10Der HERR wird dir so viele Nachkommen geben, dass sie nicht zu zählen sind.11Du wirst einen Sohn gebären und ihn Ismaël (Gott hat gehört) nennen; denn der HERR hat deinen Hilferuf gehört.12Ein Mensch wie ein Wildesel wird er sein, im Streit mit allen und von allen bekämpft; seinen Brüdern setzt er sich vors Gesicht.13 Hagar rief: »Habe ich wirklich den gesehen, der mich anschaut?« Und sie gab dem HERRN, der mit ihr gesprochen hatte, den Namen »Du bist der Gott, der mich anschaut«.14Darum nennt man jenen Brunnen Beer-Lahai-Roi (Brunnen des Lebendigen, der mich anschaut). Er liegt zwischen Kadesch und Bered.15Hagar gebar Abram einen Sohn, und Abram nannte ihn Ismaël.16Abram war damals 86 Jahre alt.

Was steht im Koran?

Obwohl der Koran diese Geschichte in keiner Weise unterstützt, wurde sie von den Geschichtenerzählern in den Islam eingeschleust via der Ahadithe. Gott sandte den Koran als Rechtleitung und als Furqan, um die Wahheit unterscheiden zu können von der Falschheit, und die Menschen liessen sich dazu herab, genau jene Falschheiten und Verleumdungen wieder als Glaubensgrundsätze anzunehmen.

In Buchari, Ausgabe 4, Buch 55, Nummer 584 finden wir folgenden Hadith:

Ibn Abbas erzählte: Als Abraham Differenzen mit seiner Frau hatte (wegen ihrer Eifersucht auf Hagar, der Mutter Ismaels), nahm er Ismael und seine Mutter ging weg. Sie hatten einen Wassersack bei sich, mit ein wenig Wasser drin; Ismaels Mutter trank üblicherweise aus diesem, damit ihre Milch sich vermehren würde für ihr Kind. Als Abraham Mekka erreichte, setzte er sie unter einen Baum und ging anschließend nach Hause. Ismaels Mutter folgte ihm und als sie Kada' erreichten, rief sie ihm von hinten zu: 'O Abraham! Für wen verlässt du uns?' Er antwortete: 'Für Allah('s Sache).' Sie sagte: 'Ich bin zufrieden, mit Allah zu sein.' Sie ging zurück an ihren Platz und begann Wasser aus dem Wassersack zu trinken und ihre Milch vermehrte sich für ihr Kind. Als das Wasser alle war, sagte sie zu sich selber: 'Ich sollte besser gehen und schauen, dass ich vielleicht jemanden sehe.' Sie stieg den Safa-Berg empor und schaute, in der Hoffnung jemanden zu sehen, doch vergebens. Als sie runter zum Tal kam, rannte sie bis sie den Marwa-Berg erreichte. Sie rannte (zwischen den beiden Bergen) mehrere Male hin und her. Dann sagte sie zu sich selber: 'Ich sollte besser gehen und nach dem Zustand des Kindes schauen.' Sie ging und fand es im Zustand des Sterbens. Sie hielt es nicht aus, ihn sterben zu sehen und sagte (zu sich selber): 'Wenn ich gehe und schaue, dann finde ich vielleicht jemanden.' Sie ging und stieg den Safa-Berg empor und schaute für eine lange Zeit, konnte aber niemanden finden. So vervollständigte sie sieben Runden (des Rennens) zwischen Safa und Marwa.

So wissen wir, woher diese Geschichte mit Hagar und der Wüste kommen. Um den weit verbreiteten Glauben an diese Geschichten zu untermauern, wird leider auch oft der Koran hinzugezogen. Der folgende Koranvers wird oft zitiert, um zu beweisen, dass Prophet Abraham sein Frau und sein Kind in ein unwirtliches Land geschickt haben soll und sie dort alleingelassen haben soll:

014:037
"O unser Herr! Ich habe einige (Arabisch: min) meiner Nachkommen (Arabisch: Dhuriyati)  auf deinen Befehl hin in einem Tal ohne Kultivation gelassen, bei deinem geheiligten Haus, damit sie das reguläre Gebet verrichten, so fülle die Herzen von einigen Menschen mit Liebe zu ihnen und speise sie mit Früchten, so dass sie dankbar sein mögen."

Es ist ganz wichtig zu sehen, dass hier das Wörtchen Min -einige- gebraucht wird. Das gibt uns einen Hinweis, dass es mehrere Leute seiner Nachkommen waren im Gegensatz zur bekannten „Hagar- und- ihr- Baby- Erzählung.“
Der Leser wird erkennen dass:

(1) Das „einige“ ist nicht näher erklärt im Koran und wir wissen nicht, welchen Teil von Prophet Abrahams Nachkommen damit gemeint ist.

(2) Zur Zeit des Gebetes in diesem Vers war das heilige Haus schon gebaut. So war also Ismael zu jener Zeit älter, da er vorher seinem Vater assistierte und helfen konnte, das Haus fertigzubauen. (2:127).

(3) Wenn wir die umliegenden Verse anschauen, um mehr Informationen zu erhalten, lesen wir folgendes: (Bemerkung: 14.36 und 14.38 sind Gebete und sind nicht aufgeführt, weil im Zusammenhang für dieses Themas nicht wichtig. Bitte lesen sie selbst.)

014.035
"Und als Abraham sagte: Mein Herr! Mach dieses Gebiet sicher und beschütze mich und meine Söhne/Kinder (Arabisch: Baniyya) davon, Götzen zu dienen. "
014:037
"O unser Herr! Ich habe einige (Arabisch: min) meiner Nachkommen (Arabisch: Dhuriyati)  auf deinen Befehl hin in einem Tal ohne Kultivation gelassen, bei deinem geheiligten Haus, damit sie das reguläre Gebet verrichten, so fülle die Herzen von einigen Menschen mit Liebe zu ihnen und speise sie mit Früchten, so dass sie dankbar sein mögen."
014:039
"Alles Lob gebührt Gott, der mir in meinem hohen Alter Ismael und Isaak geschenkt hat. Ja, mein Herr ist wahrlich der Erhörer des Gebets."

Vers 14:37(hervorgehoben in rot): zwischen zwei Versen, in denen die Nachkommen (Arabisch: Dhuriyati) Abrahams erwähnt werden. Wir sehen jedoch im ersten Vers (14.35), dass der Plural „Baniyya“ Söhne genannt wird.

Baniyya wird übersetzt mit Söhnen und ist Maskulin Plural. Maskulin Plural in Arabisch kann auch Weibliches beinhalten, so wäre eine bessere Übersetzung des Ausdruckes: Kinder. (Söhne und Töchter) Die Leser sind sicher bekannt mit dem Ausdruck „Bani Israel“, welche gleichermassen sich nicht nur auf Söhne Israels bezieht, sondern Töchter miteinschliesst. Genauso der Audruck „Bani Adam“, der auch Kinder (Söhne und Töchter Adams) bezeichnet.
Später, nämlich in Vers 14:39 sehen wir, dass beide, Ismael und Isaak speziell erwähnt werden. So beinhaltet der Ausdruck „Nachkommenschaft“ in 14.37 auch die beiden Söhne. Das heisst, Ismael und Isaak sind ein Teil dieser Nachkommenschaft von 14.35.

Arabische Nomen können drei Formen haben: Singular, Dual, Plural. „Ibn“ ist Einzahl für Sohn, so ist das obengenannte „Bani“ Plural und steht für Söhne (kann auch Töchter einschliessen). Die dritte Form, der Dual, der für zwei Söhne steht, kann im folgenden Beispiel gesehen werden:

005:027 (Teil)
"Und erzähle ihnen die Geschichte der zwei Söhne(Arabisch: Ibnay) Adams"



Diese Form ist spezifisch nur für zwei Söhne gemeint. Es ist jedoch nicht die Form, die gewählt wurde, um die Kinder Abrahams in Vers 14.35 zu beschreiben!
Prophet Abraham war der Stammvater einiger Sippen und wenn wir auch sehen, dass nur Ismael und Isaak bei Namen genannt werden, heisst das nicht, dass er nicht noch andere Kinder haben konnte. Gleich wie die Erwähnung der zwei Söhne Adams nicht meint, dass diese seine Einzigen gewesen seien. Ganz im Gegenteil gibt uns das Wort Baiyyna in 14.35 die Information, dass Abraham der Vater einiger Kinder gewesen sein muss.

Schlussfolgerungen:

Ausgehend vom Gebet in 14.37, waren beide Söhne schon geboren und werden als Nachkommen bezeichnet .

Ismael war schon älter, da er mit seinem Vater das Haus fertigbauen konnte

ein Teil der Nachkommenschaft Abrahams wurde beim heiligen Haus zurückgelassen um dort zu leben. Welcher Sohn, oder welcher Teil seiner Nachkommenschaft ist nicht weiter erklärt im Koran.



Der Vers 14:37 beweist in keiner Weise, dass ein Kind und seine Mutter zu einem unkultivierten Land geschickt wurden. Diese Geschichte kann nicht mit dem Koran bewiesen oder bestätigt werden.



Donnerstag, 5. Mai 2016

Die frueheste historische Quelle ueber Karbala



Copyright © 2009 Joseph A Islam: Article last modified 20th July 2011
uebersetzt von Mirjamnur mit der Genehmigung des Autors 2016
Der Originalartikel erschien 2011 auf der Website : www.quransmessage.com

Die Schlacht in Karbala (680 CE) verfuegt ueber eine zentrale Position in der Schiitischen Geschichte und dem Ereignis wird jedes Jahr im islamischen Monat 'Muharram' (der erste islamische Kalendermonat ) gedacht. Dies vor allem bei den Schiiten jedoch auch bei manchen Sunniten. Jedoch, wie es mit vielen islamischen Quellen der Fall ist, kennen viele Muslime die Natur der Erzaehlung im historischen Kontext nicht, sondern folgen einfach den Traditionen, welche ihnen von ihren Vorvaetern gelehrt wurden.

Die Arbeit von Ibn Ishaq (gest. 767 CE) bleibt die frueheste Quelle ueber das Leben des Propheten, welche bis heute uebermittelt wurde. Dies trotz der Tatsache, dass  jene eine Luecke von 130 Jahren bis zum  Tode des Propheten aufweist. Die meisten der Ereignisse, welche nach dem Tod des Propheten stattfanden, wurden nur erforscht durch die Arbeiten aelterer Historiker wie Al- Tabari (gest. 923 CE) und NICHT Ibn Ishaq!
Al Tabari jedoch, welcher ungefaehr 300 Jahre vom Tode des Propheten entfernt und ungefaehr 250 Jahre entfernt von Karbala ist,  erzaehlt uns Traditionen (Ahadithe), welche ihn ueber fremde, d.h. andere  Quellen erreicht haben, auch er ist kein Augenzeuge.

Al Tabaris gewaltiges Werk mit dem Titel 'Tarikh al-Rusul wa al-Muluk' (Geschichte der Propheten und der Koenige) bleibt die Urquelle der Geschichtsforschung, welche die Geschichte bis ins fruehe 10 Jahrhundert abdeckt. Die englische Uebersetzung des Werks umfasst 40 Volumen inklusive des Indexes und ist die groesste Studienquelle fuer Historiker und Akademiker.

Jedoch ist ein Auszug der Einfuehrung dieses Werkes bemerkenswert: (Heraushebungen von Joseph Islam)

Zitat:

 "Let him who examines this book of mine know that I have relied, as regards everything I
mention therein which I stipulate to be described by me, solely upon what has been
transmitted to me by way of reports which I cite therein and traditions which I ascribe to
their narrators, to the exclusion of what may be apprehended by rational argument or
deduced by the human mind, except in very few cases. This is because knowledge of the
reports of men of the past and of contemporaneous views of men of the present do not
reach the one who has not witnessed them nor lived in their times except through the
accounts of reporters and the transmission of transmitters, to the exclusion of rational
deduction and mental inference. Hence, if I mention in this book a report about some men
of the past, which the reader of listener finds objectionable or worthy of censure because he
can see no aspect of truth nor any factual substance therein, let him know that this is not to
be attributed to us but to those who transmitted it to us and we have merely passed this
on as it has been passed on to us" -  Zitatende

Jedoch ist auch Al Tabari nicht die frueheste Quelle des Ereignisses von Karbala. Die frueheste Quelle ist ein arabischer Traditionalist mit dem Namen Abu Mikhnaf  , welcher in 774 CE gestorben ist und zur ungefaehr derselben Zeit schrieb wie Ibn Ishaq. Al Tabari ist jedoch wirklich der erste, welcher Abu Miknafs Quellen oft gebraucht.

Abu Mikhnaf schrieb viele Werke (so bemerkt von Schia Historiker Ibn al Nadim (gest. 995 CE) in seinem Werk Al Fihrist) , doch die meisten Details ueber Karbala entnehmen wir Abu Mikhnafs 'Kitab maqtal al Husayn.' Abu Mikhnaf hat klare Schia Interessen und es wird geglaubt, dass sein Grossvater im Kampf Siffin gestorben sei, jene Schlacht zwischen Ali ibn Abi Talib und Muawiyah im Jahre 657 CE.

Keine Original der  Arbeit von Abu Mikhnaf ueberlebte - sein Werk wurde nur uebermittelt durch seine Studenten und spaetere Historiographen wie Al Tabari - welche, eine Tatsache, die Quelle ihrer Informationen nicht angeben koennen. derived . Al Tabari zitiert oft direkt von Abu Mikhnaf oder aber Erzaehlungen ueber Hisham b. Muhammad al Kalbi , welcher sich selbst auf Abu Mikhnaf beruft.
Hier einige kritischen Punkte ueber Abu Mikhnafs Arbeit:

Zitat:
"Abu Mikhnaf is not very particular about and scrupulous in authority chains. He has
abundantly incorporated in his narratives, especially in the narration of Siffin episode, the
tribal stories and the local gossips. For these reasons the muhaddith scholars regard his as a
weak source. He has heavily relied on the tales of his own tribe. Some other Kufi traditions
have also served as the source of his information" [1]
"Sometimes, he quotes lengthy dialogues in full, and cites complete texts of lectures or
discourses. He does also use poetical compositions for the embellishment of a report and in
this regards his narratives bear very close resemblance with the ayyam tales or the Qisas
(stories)" [2]

In Hinblick seiner Quellen, ist bemerkenswert zu sehen, dass:
Zitat:
"Sometimes, he does not mention the name of the premier authority and quotes simply
'from someone who was present there', or 'from a member of the tribe of Banu Fazara', etc.
He has also obtained his reports from women who had either participated in the happenings
or were knowledgeable in the matters concerning the episode" [3]

Jedoch S.H.M Jafri, welcher an der generalen Authentitaet von Abu Mikhnafs Beschreibungen festhaelt, bringt uns seine Argumente wir folgend dar:
Zitat:
"Gibb suggests that Abu Mikhnaf presents an Iraqi or Kufan, rather than purely Shi'i, point of
view in his narratives.91 In this his sympathies are no doubt on the side of Iraq against Syria;
for Ali, against the Umayyads. Yet in the opinion of Wellhausen there is not much of a bias
noticeable, at least not so much as to positively falsify fact.92" [4]

Abu Mikhnafs Kreditbarkeit als Quelle ist weiter gestuetzt durch seine relative Geschlossenheit zum Ereignis:
Zitat:
For this reason, in the Maqtal, Abu Mikhnaf cites his authority with the clear observation wa
kana qad shahida qatl al- Husayn (and he witnessed the murder of Husayn). Without
exception, throughout his narrative he uses the verb haddathani (he told me); and if his
report is not directly from an eyewitness, he cites only one or two intermediaries who had
received the account from the eyewitness himself. Thus in our quotations above concerning
the statements of loyalty, pledges, and rajaz, the isnad runs:
1: Abu Mikhnaf—Muhammad b. Qays (eyewitness).
2: Abu Mikhnaf-Harith b. Abd Allah b. Sharik al-Amiri (eyewitnesses).
3: Abu Mikhnaf- Abd Allah b. Asim and Dahhak b. Abd Allah (eyewitnesses).
4: Abu Mikhnaf-Abu Janab al-Kalbi and Adi b. Hurmula (eyewitnesses).
5: Abu Mikhnaf-Muhammad b. Qays (eyewitness).96 [5]

Und trotzdem, wenn ueber die Quelle der Manuskripte diskutiert wird, erkennt der Schia Gelehrte eine gewisse Kritik und stellt jene u.a. folgendermassen dar:
Zitat:
"Mention must finally be made of the four manuscripts of the Maqtal, located at Gotha (No.
1836), Berlin (Sprenger, Nos. 159-160), Leiden (No. 792), and St. Petersburg (Am No. 78). It
was from the first two that Ferdinand Wüstenfeld made a German translation of the work
entitled Der Tod des Husein Ben Ali und die Rache (Göttingen, 1883). Wüstenfeld, while
convinced of the early origin of these manuscripts, doubts that the author was Abu
Mikhnaf.100 The foremost argument he puts forward is that it contains some miraculous and
supernatural types of stories, such as terrible manifestations of grief in natural phenomena:
reddening skies, bleeding sands, and so forth. Ursula Sezgin questions Wüstenfeld's criticism
at several points and suggests that while the existing manuscripts may be the recensions or
rewritings made by some later unknown writers, the fact remains that Tabari's main source
of Abu Mikhnaf was Ibn al-Kalbi.101
However, some of these miraculous stories or fantasies have found a place even in Tabari,
which suggests that these might have been originally written by Abu Mikhnaf himself or may
have been incorporated by Ibn al-Kalbi when he rewrote his master's work. But to cast
doubts on Abu Mikhnaf's authorship of the Maqtal only on the grounds that some
supernatural and miraculous events are recorded, as Wüstenfeld is inclined to suggest,
would mean to ignore certain tendencies of the age. It would perhaps be a grave error to
expect that a book written in the early eighth century about a great religious personality
would not accept supernatural occurrences as a matter of course, especially when the main
event itself is so charged with emotion and suffering" [6]


Schlussfolgerungen:

- Abu Mikhnafs Arbeit (gest. 774CE) bleibt fuer uns die frueheste Quelle des Ereignis von Karbala. Das Ereignis wird primaer dargestellt durch die Arbeiten von viel spaeteren Historikern, welche oftmals Jahrhunderte vom Ereignis entfernt sind.

- Keine Originale Arbeit von Abu Mikhnaf hat ueberlebt. Unbeachtet davon, ob die Quelle nun authentisch ist oder Erzaehlungen enthaelt, welche durch die Zeit transformiert wurden, um einer bestimmten Sekte zu dienen, welche sich in einem maechtigen politischen Milieu des 1 Jahrhunderts AH entwickelt hat - diese Entscheidung  ist jedem Einzelnen ueberlassen

- Es bleibt undiskutierbar, dass die zentrale Aussage von Karbala sich nur auf Schia Gedanken und Glauben stuetzt.  Dem tragischen Ereignis wird von Schiiten jedes Jahr gedacht, indem sie auf der ganzen Welt das Ereignis beweinen oder sogar in manchen Faellen sich selbst peitschen oder schlagen, was natuerlich Blutungen und Verletzungen zur Folge haben.

Referenzen:

[1] SINGH. N.K, Encyclopaedia Historiography of the Muslim World, Global Vision Publishing House, First Edition 2003,
Page 130
[2] Ibid.
[3] Ibid., Page 134
[4] JAFRI. S.H.M, The Origins and Early Development of Shi'a Islam, American University of Beirut 1976, Chapter 7, The
Martyrdom of Husayn, Notes cited: Note (91) EI2 article "Abu Mikhnaf" and Note (92) Wellhausen, loc. cit.
[5] Ibid., Note cited: Note (96) See Tabari, index
[6] Ibid., Notes cited: Note (100) See Der Tod des Husein , Wüstenfeld's preface and Note (101) Sezgin, Abu Mikhnaf , pp.
190 ff

Freitag, 23. März 2012

Die Geschichte über die Abschlachtung von Bani Qurayza



Aus einer Publikation der Royal Asiatic Society von Grossbritannien und Irland
(1976), pp. 100-107.
Freie Übersetzung aus dem Englischen von Chadiga
 

Wie bekannt ist, lebten zur Zeit Muhammads- Friede sei auf ihm- drei jüdische Stämme in Yathrib (heutiges Medina),wie auch andere Jüdischen Siedlungen im Norden, die wichtigsten waren Kahybar und Fadak. Wie wir aus der Geschichtsschreibung entnehmen können - die jedoch nicht hundert Prozent gesichert ist - hoffte Muhammad, dass die Juden Yathribs die Wahrheit seiner Sendung anerkennen würden und die neue Schrift Gottes akzeptieren würden. Jedoch als diese Stämme erkannten, dass sich der Islam ausbreitete und stärker wurde, reagierten sie mit Misstrauen, dessen Ende das Verschwinden der Jüdischen Gemeinden von Arabia Felix war.
Die Biographen des Prophete, gefolgt von späteren Historikern erzählen uns, dass Banu Qaynuqa und später Banu al-Nadir die Muslime provozierten, jedoch besiegt wurden. Es wurde ihnen erlaubt, auszuwandern und all ihre Habseligkeiten mitzunehmen. Nach Ibn Ishaq in seiner „Sira“, soll der dritte der Jüdischen Stämme, Banu Qurayza, sich mit den Qurashites und jenen Verbündete zusammengeschlossen haben, welche einen Überfall auf Medina lancierten, der allerdings erfolglos gewesen sei. Dies, nach jenen Quellen, um den Islam zu zerstören. Sie ergaben sich wie einst Banu Nadir, entgegen jenen jedoch wurden sie als Spione betitelt, dies von Muadh, ein Mitglied des Aws Stammes, die verbündet waren mit den Quraisch. Er solle verlangt haben, dass die Jugendlichen Männer zu Tode gesteinigt würden und die Frauen und Kinder als Sklaven genommen werden sollen. So wurden Gräben neben dem Marktplatz Medinas ausgehoben und die Männer der Qurayza wurden enthauptet. Nach den Geschichtschreibern betrug die Anzahl der so Exekutierten 400 – 900.
Eine Studie dieser Behauptungen ergab, dass Details dieser Story ganz klar nicht korrekt sind.
Wir wollen nun die Arabischen Quellen studieren. Können sie als seriöse Quellen angesehen werden, um eine solche Geschichte zu verifizieren?



Die früheste Arbeit, die wir haben, ist wie immer die Sira des Propheten von Ibn Ishaq. Sie ist auch die Quelle, die am meisten zitiert wird. Spätere Historiker stützten sich fast ausschliesslich auf diese Arbeit.Ibn Ishaq starb 151 A.H., das heisst 145 Jahre nach diesem in Frage gestellten Ereignis. Aeltere Historiker übernahmen einfach seine Sicht der Geschichte, mit mehr oder weniger Details und übersahen die lange Liste unsicherer Überlieferer.
Einige von ihnen deuten an, dass sie nicht sicher seien, jedoch scheuen sie sich und gehen weiterem Trouble aus dem Weg. Ein Übermittler, Ibn Hajar , dagegen denunziert diese Geschichte und andere bezeichnen sie sogar als urbane Legenden .9Ein Mitgelehrter von Ibn Ishaq, Malik,10der Jurist, spricht über Ibn Ishaq öffentlich als Lügner und ein Imposteur, weil er solche Geschichten verbreitete.12
Wir müssen uns vor Augen halten, dass Historiker und Autoren der Prophetenbiographie niemals dieselben strikten Vorgaben einhielten wie die Traditionalisten. Sie gaben nicht gleichermassen acht, auf die vollständige Überlieferungskette, sie prüften nicht jedes Glied und so weiter und so fort. Wenn wir also schon die traditionelle Hadithwissenschaft mit kritischen Augen betrachten, dann stehen wir hier vor einem nicht beweisbaren Gebilde von Geschichten.
Die Aufmerksamkeit von biographischen Details und jenen, welche sich auf früheste Ereignisse des Islams beziehen, waren sehr weniger strikt als jene der späteren juristischen Zusammensteller der Überlieferungen. Tatsächlich ist die Geschichte der früheren Gemeinde in Medina und der Fall von Banu Qurayza ein zusammengesetztes Puzzle von verschiedenen Informationen seitens allerlei Personen, inklusive konvertierte Muslime und Nachkommen der Juden von Qurayza.
Gegen diese späten und unsicheren Quellen müssen wir die einzige verlässliche Quelle setzten, und dies ist der Quran. Dort sehen wir in Sura 33.26
"Er liess die Leute des Buches, welche ihnen halfen , von ihren Festungen herauskommen. Einige davon wurden getötet und einige nahmt ihr gefangen."
Es gibt keinerlei Referenzen von Namen oder Zahlen geschweige denn, dass das Märchen, der Prophet habe angeordnet, Frauen und Kinder zu töten, bestätigt wird.



Ibn Ishaq macht seine direkten Quellen klar, wenn es um dieses wichtige Kapitel in Medina geht. Seine Quellen sind : ein Mitglied der Familie des Al Zubayr und andere, welche „nicht unglaubwürdig sind“ Sie erzählen Teile der Geschichte in Autorität von 'Abdullah b. Ka'b b. Malik, al Zuhri, 'Asim b. 'Umar b. Qatada, 'Abdullab b. Abi Bakr, Muhammad b. Ka'b of Qurayza, and "andere von unseren gelehrten Männern". Jeder von ihnen verbreitete die Geschichte, so dass Ibn Ishaqs Aussagen die Summe jener verschiedenen Erzählungen darstellt. An einem späteren Ort nennt Ibn Ishaq noch einen anderen Nachkommen von Qurayza,namens 'Attiyya13, welcher er ausgelassen hatte und nach ihm gewisse Nachkommen von Al Zabir b. Bata, ein bekanntes Mitglied des Stammes Qurayza, welcher in der Erzählung vorkommt.
Die Geschichte beginnt mit einer Beschreibung der Bemühung von genannten jüdischen Führeren, welche sich organisierten um gegen die Allianz der frühen Muslime vorzugehen. Von den genannten Führern sind drei von Banu al-Nadir und zwei vom Stamme Wa“il, ein andere jüdischer Stammn; zusammen mit anderen ungenannten jüdischen Stammesoberhäupter.
Die Reaktion von Gelehrten und Historikern hinsichtlich Ibn Ishaqs Version der Geschichte war entweder offenkundiger Zweifel und andererseits auch völlige Ablehnung.
Hinsichtlich der Biographie des Propheten wurde eine gewisse Nachlässigkeit zur Norm. Anstatt die Quellen genau und akribisch nachzuprüfen, wurden sie einfach ohne sie in Frage zu stellen übernommen.14 Es war nicht wichtig, eine lückenlose Überlieferung nachzuweisen oder überhaupt Überlieferer namentlich zu erwähnen. Dies ist zweifelhaft in der Sira von Ibn Ishaq. Andererseits wurde einen grossen Wert auf Quellen und Überlieferer gelegt, wenn es sich um Rechtsfragen handelte. Deshalb hatte der Jurist Malik kein Auge für Ibn Ishaq.15
So finden wir, dass spätere Historiker und selbst Exegeten nur die gleichen Worte Ibn Ishaqs wiederholten oder jene ablehnten. Selbst Tabari, ungefähr 150 Jahre nach Ibn Ishaq, findet keinerlei andere Variationen der Geschichte, welches unüblich ist. Er meldet auch seine Zweifel daran an, dass der Prophet Gräben ausheben liess.
Ibn al-Qayyim in Zad al-ma'ad macht nur die kürzesten Referenzen und ignoriert ganz einfach die sich stellende Frage nach der Anzahl der Überlieferungen . Ibn Kathir scheint allgemeinen Zweifel zu hegen, weil er herausstellen musste, dass die Geschichte eine „gute Autorität“ besass , gleich wie die einer Aischa.16



Exegeten und Traditionisten tendieren dazu,einfach zu repetieren, jedoch die Referenz des Korans ist die einzige Quelle, die das Geschehen historisch erklärt.
Auch können wir anehmen, dass, wenn tatsächlich 600 oder 900 Menschen getötet wurden, speziell in dieser grausamen Art und Weise, müsste dies verzeichnet worden sein, auch von den jüdischen Nachkommen. Da wir die Streitigkeiten und gegenseitigen Beschuldigungen von Juden und Muslimen nur zu gut kennen, ist anzunehmen, dass diese Geschichte, hätte sie wirklich so stattgefunden, sicher eine grosse Akzeptanz bei der jüdischen Bevölkerung gefunden haette. Komischerweise schweigen sich die jüdischen Kleriker darüber aus, was weiter darauf hinweist, dass die ganze Geschichte erfunden ist.


So muss diese Geschichte abgelehnt werden und zwar aus folgenden Gründen:


(i) Wir oben erwähnt, sind die Referenzen zur Geschichte im Koran mehr als gering. Es gibt keinerlei Anzeichen eines „Massakers“ im Koran. Die Referenz bezieht sich auf diejenigen , welche im Krieg getötet wurden oder gefangengenommen wurden. Der Koran stellt die einzige Autorität dar, welche auch die Historiker akzeptieren ohne Zweifel zu haben.


(ii) Das Gesetz des Islams ist klar aus dem Koran ersichtlich: Es darf nur zur Verteidigung gekämpft werden, der Koran verbietet grundlose Agression und Ungerechtigkeit. Das koranische Gesetz besagt klar, dass nur eine Widervergeltung erlaubt ist, keinerlei Rache geübt werden darf.


(iii) Eine solch grosse Anzahl von Menschen umzubringen ist klar gegen jegliches Prinzip des Korans, vor allem des Verses "keine Seele soll die Last einer anderen tragen"22


(iv) Es ist auch gegen eine koranische Vorschrift hinsichtlich Kriegsgefangene. Sie sollen entweder freigelassen werden oder ausgetauscht werden.23


(v) Es ist unlogisch anzunehmen, dass Banu Qurayza ermordet werden sollten , wenn die anderen jüdischen Stämme, welche sich vor den Banu Qurayza und nach ihnen zusammengerottet haben, um die Muslime zu bekämpfen, fair behandelt wurden und ihnen die Möglichkeit gegeben wurde, zu gehen. (Vergleiche Abu 'Ubayd b. Sallam  Kitab al-amwal24)


(vi) Wenn wirklich hunderte von Menschen gesteinigt worden wären auf dem Marktplatz und diese Gräben audgehoben worden wären, dann erscheint es komisch, dass nirgends sich eine Referenz befindet, welche auf dieses Ereignis hindeutet.25


(vii) Wäre dies wirklich geschehen, hätten sich Juristen auch daran orientiert. Jedoch ist das Gegenteil geschehen. Die Juristen handeln nach dem Koran gemäss dem Prinzip , dass keiner Seel unrecht geschehen soll."


(viii) Die Geschichte enthält viele Unstimmigkeiten und Widersprüche. Beispielsweise werden gewisse Personen namentlich erwähnt, was darauf hindeutet, dass nur gewisse Personen tatsächlich getötet worden sind, und niemals ein ganzer Stamm.


(ix) Die Geschichte weist verdächtige Übereinstimmungen mit früheren Erzählungen in der jüdischen Geschichte auf, welche die Rebellion der Juden gegen die Römer erzählen und welche in der Zerstörung des Tempels 73 AD enden. Nach Josephus, ein jüdischer Überlieferer, soll Alexander der Grosse, welcher in Jerusalem vor Herodot dem Grossen herrschte, 800 jüdische Gefangene aufgehängt und ihre Frauen und Kinder vor ihren Augen abgeschlachtet haben. Die Anzahl der Getöteten ist praktisch übereinstimmend mit der Anzahl der angeblich von den Muslimen Getöteten. Es kommen sogar dieselben Namen vor.(siehe Quellenangaben 35-39)



Quellenangaben
1. Ibn Ishaq, Sira (ed. Wustenfeld, Gottingen, 1860), 545-7; (ed. Saqqa et al., Cairo, 1955), II, 47-9. See also al-Waqidi, Kitab al-maghazi (ed. M. Jones, London, 1966), II, 440 ff.; Suhayl, al-Rawd al-unuf (Cairo, 1914), I, 187 et passim; Ibn Kathir, al-Sira al-Nabawiya (ed. Mustafa `Abd al-Wahid, Cairo,             1384-5/1964-6      ), II, 5, et passim.
2. Sira, 545-56, 652-61/II, 51-7, 190-202; Ibn Kathir, oop. cit., III, 145 ff.
3. Sira, 755-76, 779/II, 328-53, 356, etc. More on Khaybar follows below.
4. ibid., 776/II, 353-4.
5. ibid., 668-84/II, 214-33.
6. ibid., 684-700/II, 233-54.
7. ibid., 689/II, 240; `Uyun al-athar (Cairo, 1356 A.H.), II, 73; Ibn Kathir, II, 239.
8. In his introduction to `Uyun al-athar, I, 7, Ibn Sayyid al-Nas (d. 734 A.H.), having explained his plan for his biography of the Prophet, expressly states that his main source was Ibn Ishaq, who indeed was the chief source for everyone.
9. Tahdhib al-tahdhib, IX, 45. See also `Uyun al-athar, I, 17, where the author uses the same words, without giving a reference, in his introduction on the veracity of Ibn Ishaq and the criteria he applied.
10. d. 179.
11. `Uyun al-athar, I, 12.
12. ibid, I, 16.
13. Sira, 691-2/II, 242, 244; `Uyun al-athar, II, 74, 75.
14. Ibn Sayyid al-Nas (op. cit., I, 121) makes precisely this point in relation to the story of the Banu Qaynuqa' and the spurious verse which was said to have appeared in Sura LIII of the Qur'an and at the time was taken by polytheist Meccans as a recognition of their deities. The author explains how various scholars disposed of the problem and then sums up by stating that in his view, this story is to be treated on the same level as tales of the maghazi and accounts of the Sira (i.e. not to be accorded unqualified acceptance). Most scholars, he asserts, usually treated more liberally questions of minor importance and any material which did not involve a point of law, such as stories of the maghazi and similar reports. In such cases data would be accepted which would not be acceptable as a basis of deciding what is lawful or unlawful.
15. See n. 18 below.
16. Tabari, Tarikh, I, 1499 (where the reference is to al-Waqidi, Maghazi, II, 513); Zad al-ma`ad (ed. T. A. Taha, Cairo, 1970), II, 82; Ibn Kathir, op. cit., IV, 118.
17. On this see W. Arafat, "Early critics of the poetry of the Sira", BSOAS, XXI, 3, 1958, 453-63.
18. Kadhdhab and Dajjal min al-dajajila.
19. `Uyun al-athar, I, 16-7. In his valuable introduction Ibn Sayyid al-Nas provides a wide-ranging survey of the controversial views on Ibn Ishaq. In his full introduction to the Gottingen edition of the Sira, Wustenfeld in turn draws extensively on Ibn Sayyid al-Nas.
20. Tahdhib al-Tahdhib, IX, 45. See also `Uyun al-athar, I, 16-7.
21. ibid.
22. Qur'an, XXXV, 18.
23. Qur'an, XLI, 4.
24. ed. Khalil Muhammad Harras, Cairo, 1388/1968, 241.
25. Significantly, little or no information is to be found in general or special geographical dictionaries, such as al-Bakri's, Mu`jam ma'sta`jam; al-Fairuzabadi's al-Maghanim al-mutaba fi ma`alim taba (ed. Hamad al-Jasir, Dar al-Yamama, 1389/1969); Six treatises (Rasa'il fi tarikh al-Madina ed. Hamad al-Jasir, Dar al-Yamama, 1392/1972); al-Samhudi, Wafa' al-wafa' bi-akhbar dar al-Mustafa (Cairo, 1326), etc. Even al-Samhudi seems to regard a mention of the market-place in question as a mere historical reference, for in his extensive historical topography of Medina he identifies the market-place (p. 544) almost casually in the course of explaining the change in nomenclature which had overtaken adjacent landmarks. That market-place, he says, is the one referred to in the report (sic) that the Prophet brought out the prisoners of Banu Qurayza to the market-place of Medina, etc.
26. p. 247. I am indebted to my friend Professor Mahmud Ghul of the American University, Beirut, for bringing this reference to my attention.
27. d. 157/774. See EI2, sub nomine.
28. Sira, 689/II, 240; al-Waqidi, op. cit., 512.
29. Sira, 689/II, 240; Ibn Kathir, op. cit., III, 238.
30. e.g., Nasab Quraysh (ed. A. S. Harun, Cairo, 1962), 340.
31. op. cit., II, 634, 684.
32. op. cit., III, 415.
33. A. Guillaume, Islam (Harmondsworth, 1956), 10-11.
34. De bello Judaico, I, 4, 6.
35. ibid., VII, 9, 1.
36. ibid., VII, 10, 1.
37. Sira, 685-6/II, 235-6.
38. Sira, 352, 396/I, 514, 567.
39. The Times, 18 August 1973; and The Guardian, 20 August 1973.