Posts mit dem Label Tora werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tora werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 29. März 2012

Ein Kamel oder ein Seil?



Dieser Artikel wurde geschrieben, als eine Antwort auf den Artikel Feuerkamele . Siehe nachfolgenden Link. http://www.alrahman.de/koran/fehler-in-koranuebersetzungen/7-feuerkamele
Es soll damit nicht die Arbeit der Autoren von AlRahman in Frage gestellt werden, eher ist es ein Hinweis darauf, dass dieser Ausdruck sich auch schon in der Bibel findet und parallel dazu eine theologische Diskussion ausgeloest hat.
So sehen wir wieder einmal mehr die Uebereinstimmungen der Schrift. Gelobt sei Gott der Welten.
"Das Kamel und das Nadelöhr", Matthäus 19:24, Markus 10:25, Lukas 18.25

Nur wo ist das Tor in Jerusalem?

"Es ist leichter für ein Kamel durch ein Nadelöhr zu gehen, als ein Reicher ins Reich Gottes zu kommen." (Matthäus 19:24)

In den letzten zwei Jahrhunderten war es üblich im Unterricht der Sonntagsschule, diese Passage hingehend zu erklaeren, dass es ein Tor in Jerusalem- genannt Nadelöhr gaebe-, durch das ein Kamel nicht passieren könnte, nur wenn es sich bückte und sich all seines erste Gepäckes zuerst entfernt haette. Nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die wichtigsten Tore geschlossen wurden, müssten Reisende oder Kaufleute diese kleineren Tor nutzen, durch welches das Kamel nur gehen konnte, wenn unbelastet und auf den Knien kriechend ! Großes Predigtmaterial, die Parallelen aufzeigend, wir wir zu Gott kommen, auf den Knien, ohne all unser Gepäck. Eine schöne Geschichte und ein ausgezeichnetes Gleichnis für das Predigen aber leider unbegründet und unbeweisbar! 

Seit dem dem 15. Jahrhundert und möglicherweise schon im 9. Jahrhundert , jedoch nicht bevor, wurde dies Geschichte weitergesagt, aber es gibt keine Beweise für ein solches Tor, noch Aufzeichnungen der Rüge an den Architekten, der es vielleicht vergessen hat, ein  Tor groß genug für das Kamel und Reiter anzufertiegen, damit jene ungehindert passieren konnten.


Variationen dieses Themas erzaehlen, es handle sich um antike Pensionen mit kleinen Eingängen oder die Geschichte einer alten Passstraße als "Nadelöhr", so schmal, dass Kaufleute von ihren Kamelen absteigen mussten, um damit leichtere Beute für Räuber zu werden, welche dort auf der Lauer lagen.

Zerfleischtes Griechisches vielleicht?

Es gibt einige Unterschiede in der griechischen Uebertragung. Die Nadel in Matthäus und Markus ist ein „Rafic“. Bei Lukas ist es ein „belone.“ Aber beide sind Synonyme für Nadeln zum Nähen, aber der Ausdruck bei Lukas ist eher eine chirurgische Nadel als von einer Naeherin verwendet.

Eine andere mögliche Lösung kaeme von der Möglichkeit eines griechischen Druckfehlers. Der Vorschlag dazu waere, dass das griechische Wort kamilos ('Kamel') eigentlich „kamêlos“ heissen sollte, was 'Kabel, Seil' bedeutet, wie manche späteren Manuskripte des Neuen Testament tatsächlich aufweisen. Sicherlich ist es einfacher, dass ein Seil (aus Baumwollfaden) durch eine Nadel passt als dass ein Reicher das Reich betreten wird. Eine saubere Lösung, aber unnötig!

Zu der oben erwaehnten Theorie wurde erklaert, dass die obengenannte Nadel eine 6-Zoll-Teppich Nadel und das Seil aus Kamel-Haar gemacht waere, aber dies klammert sich wiederum an Strohhalme oder Kamelhaar, und ist eine unnötige Erklaerung.

in Aramäisch macht es Sinn

Eine alternative sprachliche Erklärung von George M. Lamsa findet sich in der syrisch-aramäisch Uebersetzung „Peshitta“ , die das Wort "Seil" im Haupttext uebersetzt, jedoch in einer Fußnote zu Matthäus 19.24 erwaehnt, dass das aramäische Wort „Gamla“ Seil und Kamel bezeichnen kann, vielleicht deshalb, weil die Seile aus Kamelhaar gefertigt wurden.  Ein Beleg dafür kommt auch aus dem 10. Jahrhundert durch den aramäischen Lexikograph Mar Bahlul, der dem Wort die Bedeutung verleiht als "einen großen Seil verwendet, um Schiffe zu binden". (Vgl. http://www.aramaicnt.org/HTML/LUKE/evidences/Camel.html)

Einige haben sogar ein Wortspiel in aramäischer Sprache vorgeschlagen und schlugen Mücke oder Laus vor aus dem Aramäischen „Kalma“ 'Ungeziefer, Laus'.

So wie die apokryphen Petrus und Andrew 3 soll der Spruch nicht wörtlich als Kamel und Nadel uebersetzt werden, sondern sei literarisch zu verstehen. Es sei dazu gedacht, die scheinbare Schwierigkeit aufzuzeigen, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht. Für die Schwierigkeit ist nicht wichtig , ob sie real ist, so dass nicht durch textliche Betrügerei einen literaren Ausdruck erklaert werden muesse.

Vielmehr haben wir damit, glaube ich, eine schöne hebräische Übertreibung, wie wir es beispielsweise in der Allegorie „des Baumes, der aus dem Auge ragte , während ein Splitter im fremden Auge entfernt wird!“ Tatsächlich nutzt die jüdische Talmud-Literatur eine ähnliche Aphorismus wenn sie von einem Elefanten spricht, der durch ein Nadelöhr geht, als eine Redensart , welche aufzeigen will, dass etwas unwahrscheinlich oder unmöglich ist:
"Sie koennen keinem Mann eine Palme aus Gold zeigen, noch ein Elefanten geht durch das Nadelöhr." 4

Das Kamel war das größte Tier, welches regelmäßig in Israel gesehen wurde, während in Regionen, in denen der babylonische Talmud geschrieben wurde, der Elefant das größte Tier war. So ist der Aphorismus kulturell von einem Kamel zu einem Elefanten geworden, um in Regionen außerhalb von Israel übersetzt werden zu koennen.

Das Ziel ist also nicht, das Paradox weg zu erklären, und die Nadel zu einer riesigen Teppichnadel zu transformieren. Die jüdischen Schriften verwenden das "Nadelöhr" an anderen Orten als ein Bild eines sehr kleinen Ortes, "ein Nadelöhr ist nicht zu schmal für zwei Freunde, aber die Welt ist nicht breit genug für zwei Feinde. "6. Die lächerlichen Kontrast zwischen der geringen Größe der dem Nadelöhr und dem größten einheimischen Tier ist es, welche die grosse Unwahrscheinlichkeit ausdruecken soll.

Die Juenger Jesu glaubten, dass Reichtum und Wohlstand ein Zeichen des Segens Gottes (vgl. Leviticus und Deuteronomium) waren. So argumentierten sie mit Unfassbarkeit mehr entlang der Linie, dass, "wenn die Reichen, die so sind wegen der Kraft von Gottes Gerechtigkeit mit ihren Gueter als ein offensichtlicher Segen , nicht gerettet werden können, wer kann es dann?". Spätere Christen haben den Reichtum als Hindernis für das Heil gesehen.

Aber darüber hinaus finden wir fuer das Beispiel der Unmöglichkeit , die bei Gott möglich ist, überall im jüdischen Midrasch Einträge:


"Der Heilige sagte, oeffne für mich eine Tür , so groß wie ein Nadelöhr, und ich werde für euch eine Tür oeffnen, durch die Zelte und [Kamele?] gehen koennen" 7


Mit anderen Worten: Um Gott zu erkennen,braucht man nur einen Spalt zu oeffnen, um dann in ein Zimmer voller gruener Pflanzen, eine lustvolle Oase zu kommen.
Abschliessende Gedanken


Ein kurzer Überblick über Predigten oder Suche im Internet zeigt, wie viele den Mythos des kleinen Tores in Jerusalem verewigen. Die Ungenauigkeit kann harmlos erscheinen, aber es ist weder intellektuell vertretbar noch vorbildlich.

Die übertriebene Größe und der Kontrast ist gewollt und stellt ein offenes Urteil über Reichtum und Armut dar. 
Jesus reflektiert, wie schwer es oft ist für die Reichen ist, in das Reich Gottes eingehen, da sie an ihren Besitztuemern haengen.. Die Reichtümer sind eine Ablenkung und schwer zu teilen, wenn man sein Herz zu sehr an sie haengt. 
Die Verwunderung der Jünger war, dass wenn sogar die Reichen nicht errettet werden koennen, wer dann? Aber das Urteil ist, dass selbst die Reichen, nicht nur die Reichen, es unmoeglich finden , sich selbst zu retten - aber bei Gott sind alle Dinge möglich.

Quellen
http://www.biblicalhebrew.com/nt/camelneedle.htm

1. Hauptsächlich 11. Jahrhundert oder später, und in einem 9./10 Jahrhundert Manuskript, aber alle frühen Handschriften und Zitaten bei den Kirchenvätern aus dem 3. bis zum 8. Jahrhundert haben 'Kamel' nicht 'Seil'.
2. Das Neue Testament nach der Ost-Text, George M Lamsa, 1940, xxiv und Notiz auf Matthäus 19:24.
3. "
 "13 There was a rich man named Onesiphorus who said: If I believe, shall I be able to do wonders? Andrew said: Yes, if you forsake your wife and all your possessions. He was angry and put his garment about Andrew's neck and began to beat him, saying: You are a wizard, why should I do so? 14 Peter saw it and told him to leave off. He said: I see you are wiser than he. What do you say? Peter said: I tell you this: it is easier for a camel to go through a needle's eye than for a rich man to enter the kingdom of God. Onesiphorus was yet more angry and took his garment off Andrew's neck and cast it on Peter's and haled him along, saying: You are worse than the other. If you show me this sign, I and the whole city will believe but if not you shall be punished. 15 Peter was troubled and stood and prayed: Lord, help us at this hour, for thou hast entrapped us by thy words. 16 The Saviour appeared in the form of a boy of twelve years, wearing a linen garment 'smooth within and without', and said; Fear not: let the needle and the camel be brought. There was a huckster in the town who had been converted by Philip; and he heard of it, and looked for a needle with a large eye, but Peter said: Nothing is impossible with God rather bring a needle with a small eye. 17 When it was brought, Peter saw a camel coming and stuck the needle in the ground and cried: In the name of Jesus Christ crucified under Pontius Pilate I command thee, camel, to go through the eye of the needle. The eye opened like a gate and the camel passed through; and yet again, at Peter's bidding. 18 Onesiphorus said: You are a great sorcerer: but I shall not believe unless I may send for a needle and a camel. And he said secretly to a servant: Bring a camel and a needle, and find a defiled woman and some swine's flesh and bring them too. And Peter heard it in the spirit and said: O slow to believe, bring your camel and woman and needle and flesh. 19 When they were brought Peter stuck the needle in the ground, with the flesh, the woman was on the camel. He commanded it as before, and the camel went through, and back again. 20 Onesiphorus cried out, convinced and said: Listen. I have lands and vineyards and 27 litrae of gold and 50 of silver, and many slaves: I will give my goods to the poor and free my slaves if I may do a wonders like you. Peter said: If you believe, you shall. 21 Yet he was afraid he might not be able, because he was not baptized, but a voice came: Let him do what he will. So Onesiphorus stood before the needle and camel and commanded it to go through and it went as far as the neck and stopped. And he asked why. 'Because you are not yet baptized.' He was content, and the apostles went to his house, and 1,000 souls were baptized that night." (Acts of Peter and Andrew vv.14-21, The Apocryphal New Testament, M R James, Oxford: Clarendon Press, 1924, p459).
4. Babylonischen Talmud, Berakoth, 55b
5. Babylonischen Talmud, Baba Meẓi'a, 38b
6. Quelle zurückverfolgt vgl. aber nicht. Midrasch Rabba, Genesis 1,3
7. Midrasch Rabba, Das Hohelied, 5.3;. Cf Pesiqta R., 15, hrsg. Friedmann, p.70a; Soncino Zohar, Vayikra 3, p95a

The Significance of 22



As early as the 1st & 2nd centuries B.C. the Jews noted that 22 was significant in not just being the number of letters in the Hebrew alphabet but also the number of generations from Adam to Jacob (israel), the number of works of creation, and the number of books in the Jewish canon of the Bible. (Sources: Josephus; thebook of Jubilees 2.23; cf. Kabbalah)


Picture Letters

evolution of letter AlephThe first Hebrew letter, 'Aleph, originally represented an ox head and was similarly portrayed in Phoenician and Ancient Greek as well as Ancient Hebrew.
The name for the first letter, 'âleph is the same as the Hebrew word eleph - view larger image 'eleph which signifies an ox. This probably derives from two ideas, firstly from el - view larger image 'êl which means 'strong' or 'mighty' and as such is used of God, hence of the ox because of its strength. Secondly, in derivation from alaph - view larger image 'âlaph which is a primary verbal root meaning to 'associate with', 'be familiar with', 'be accustomed to' and as such was used of friendship, taming, joining together (hence as a numeral, '1000', and a 'family') and of learning by association.

Alphabet and their picture images

Montag, 26. März 2012

JUDENTUM ZUM VERGLEICH


Judentum, Religion des Volkes Israel sowie Bezeichnung der religiösen und ethnischen Gruppen, die zu diesem Volk gehören. Das Judentum, aus dem Christentum und Islam hervorgingen, ist die älteste noch existierende monotheistische Religion.
Biblisches und archäologisches Quellenmaterial liefern die frühesten Informationen zur Geschichte des Judentums (siehe Bibel; Juden). Zunächst war Israel nicht mono-, sondern henotheistisch, d. h., die Israeliten beteten selbst zwar nur einen Gott an, schlossen jedoch die Existenz weiterer Götter bei anderen Völkern nicht aus.
In der Zeit vor dem Babylonischen Exil bestand Israel zunächst als Verbund von Stämmen und später als Königreich. Die Befreiung von der ägyptischen Sklaverei sowie die Eroberung und Besiedlung Kanaans (des Landes Israel) wurden als Gründungsereignis gefeiert. Die Gläubigen huldigten Gott(häbr.:Jahwe), dem Gott der Patriarchen, der die Israeliten aus der Knechtschaft ins Gelobte Land geführt hatte. Der Kult orientierte sich an den geographischen und klimatischen Gegebenheiten und an den jahreszeitlich bedingten Tätigkeiten der Agrargesellschaft. Die Menschen glaubten, dass Gott(häbr.:Jahwe) den Regen und eine reiche Ernte sende und verstanden Hungersnöte und Seuchen als Strafen für das Sünden des Volkes Israel. Der Lebensunterhalt hing demnach von Gott ab, dem die Israeliten opferten, um ihre Dankbarkeit zu bekunden und ihn versöhnlich zu stimmen. Der Kult konzentrierte sich auf das königliche Heiligtum in Jerusalem, zu dem später die nördlichen Tempel in Bethel und Dan hinzukamen. In dieser Zeit traten die Propheten auf, die soziale Ungerechtigkeit sowie synkretistische Praktiken sowohl an den nördlichen (israelitischen) als auch den südlichen (judäischen) Heiligtümer kritisierten. Sie lehnten nicht den Opferkult an sich ab, sondern griffen das selbstgefällige Vertrauen auf seine Wirkung an, das die Moral der Eigenverantwortung untergrabe. Als fremde Eroberer zuerst das nördliche und dann das südliche Königreich zerstörten, schienen sich ihre Warnungen zu bewahrheiten.
Das Babylonische Exil der Judäer, das 586 v. Chr. begann, markiert einen Wendpunkt in der Religion der Israeliten. Die gesamte vorangegangene Geschichte Israels erfuhr im Licht der Ereignisse von 586 eine Neuinterpretation, die die Basis für den traditionellen biblischen Pentateuch, die prophetischen und die geschichtlichen Bücher, schuf. Die Propheten Ezechiel und Deuterojesaja vertraten die Auffassung, dass Gott(häbr.:Jahwe) die Israeliten mit dem Babylonischen Exil für ihre Sünden strafen wollte und sie aus der Gefangenschaft befreien werde, falls sie Reue zeigten. Zu dieser Zeit entstand der Monotheismus, der den Gott Israels zum Herrscher über die gesamte Weltgeschichte und das Schicksal aller Völker erklärte. Als Kyros der Grosse 539 v. Chr. Babylon einnahm und die Heimkehr der unterjochten Stämme sowie den Wiederaufbau örtlicher Tempel gestattete, schien sich die messianische Hoffnung der im Exil lebenden Israeliten auf ein erneuertes judäisches Königreich unter der Führung eines Nachkommen aus dem Hause König Davids zu erfüllen. Die Perser liessen jedoch die Wiedereinrichtung der Monarchie nicht zu, sondern erlaubten lediglich einen Tempelstaat mit dem Hohenpriester als Oberhaupt.
Der Begriff Judentum kam nach dem Babylonischen Exil als jüdische Selbstbezeichnung auf, nachdem sich bis zu diesem Zeitpunkt das Volk Israel selbst Israeliten genannt hatte. Im Althebräischen existierten die Begriffe „Judentum“ und „Religion“ nicht. Die Juden sprachen von der Thora, dem von Gott offenbarten Gesetz Israels. Dieses enthält sowohl Weisungen, die sich auf den jüdischen Glauben beziehen, als auch solche, die den Lebenswandel (Halacha) betreffen und Verhaltensregeln in bezug auf jüdische Gesetze, Moral und praktisches Verhalten bieten. In seiner ursprünglichen historischen Form (und in den orthodoxen Ausprägungen der heutigen Zeit) stellte das Judentum ein einheitliches Kultursystem dar, das die gesamte individuelle und kollektive Existenz umfasste. Alle wesentlichen Bestandteile unterlagen dabei der Heiligung. Da die meisten Juden seit dem 7. Jahrhundert inmitten christlicher oder islamischer Kulturen lebten, flossen im Lauf der Geschichte Elemente dieser beiden Religionen ins Judentum ein.
Bedeutendster Grundzug des Judentums ist sein unbedingter Monotheismus. Zu allen Zeiten gingen die Juden davon aus, dass ein einziger transzendenter Gott die Welt erschaffen hat und ihre Geschicke lenkt. Mit dem Monotheismus verbindet sich die theologische Vorstellung, dass die eine göttliche Intelligenz die Welt verstehbar und auf ein Ziel hin geschaffen hat. Jeder menschlichen Erfahrung und jedem Ereignis wohnt eine Bedeutung inne. Traditionsbewusste Juden erkennen Gottes Geist sowohl in der natürlichen Ordnung, wie sie in der Schöpfung zum Ausdruck kommt, als auch im geschichtlichen Prozess, in dem Gott sich selbst offenbart. So zeigte sich derselbe Gott, der die Welt geschaffen hatte, den Israeliten am Berge Sinai. Äusserungen seines Willens, den er seinem Volk Israel kundtut, finden sich in der Thora, der „Weisung“, die Gebote (Mizvot) enthält, welche den Umgang der Menschen untereinander und ihr Verhältnis zu Gott regeln.
Die Juden gehen davon aus, dass zwischen Gott und dem Volk Israel ein Bund (Berit), eine Art vertragliche Übereinkunft, bestehe. Der Tradition zufolge trat Gott auf dem Berge Sinai in eine besondere Beziehung zu den Israeliten. Diese betrachten Gott als ihren alleinigen, obersten König und Gesetzgeber, dessen Regeln sie gehorchen, während Gott seinerseits Israel als sein auserwähltes Volk ansieht. Sowohl die Autoren der Bibel als auch spätere jüdische Traditionen stellten diesen Bund in einen universellen Zusammenhang. Danach repräsentierte das in Israel institutionalisierte Priesterkönigtum die mit den göttlichen Gesetzen übereinstimmende ideale soziale Ordnung, die als Modell für die gesamte Menschheit dienen könnte. Damit käme Israel im Verhältnis zwischen Gott und den Menschen eine Mittlerfunktion zu.
Der Gedanke des Bundes bestimmt zugleich die traditionelle Perspektive des Judentums in bezug auf Natur und Geschichte. Da Israels Wohlergehen von der Einhaltung der Gebote abhängt, resultieren sowohl Naturereignisse als auch historische Begebenheiten, die Israel unmittelbar betreffen, aus seinem eigenen Verhalten. Handeln und Schicksal stehen also in einem direkten kausalen Zusammenhang. Damit verschärft sich das Theodizeeproblem, die Frage nach dem Sinn des Leides, die untrennbar mit der Geschichte des jüdischen Volkes verbunden ist. So befasst sich u. a. das Buch Hiob mit der Frage, wie man angesichts von Ungerechtigkeit von einem gerechten und gütigen Gott sprechen kann. Zu Zeiten versuchten die Theologen eine Lösung herbeizuführen, indem sie auf das göttliche Gericht verwiesen, das nach dem Tod Wohlverhalten belohnt, Sünden bestraft und auf diese Weise die im Leben erlittene Ungerechtigkeit ausgleicht. Auch das Joch der Fremdherrschaft und des Exils fern vom Gelobten Land würden am Ende der Zeiten gesühnt. Sichtbares Zeichen hierfür wäre die Ankunft des Messias (mashiah: der Gesalbte), ein Sohn aus dem Hause König Davids, der von Gott ausgesandt wurde, um das Volk Israel zu erretten und ihm sein Land zurückzugeben. Der Messianismus, die Erwartung der Ankunft eines Heilbringers, die jeweils in Phasen äusserer Bedrängnis neue Nahrung erhielt, gehört seit frühester Zeit unmittelbar zur jüdischen Vorstellungswelt. Sie wurde in Krisenzeiten von einigen Gruppen, wie Pharisäern und Schriftgelehrten, mit der Überzeugung verbunden, der einzelne Jude könnte das Nahen des Erlösers beschleunigen, indem er die Schrift genau studiere und die göttlichen Gebote strikt einhalte.
Alle Traditionen des Judentums wurzeln in der Bibel. Diese trägt auch den Namen Tanchach, ein Akronym (Kunstwort, das aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildet wird) für ihre drei Bestandteile: Thora (die fünf Bücher Mose), Nebiim (die prophetischen Schriften) und Ketubim (weitere Texte). Es wäre jedoch verfehlt, das Judentum ausschliesslich als eine „Religion des Alten Testaments“ zu betrachten. In seiner heutigen Form geht es letztlich auf die rabbinische Bewegung im Palästina und Babylon der ersten Jahrhunderte christlicher Zeitrechnung zurück, weshalb man es auch als rabbinisches Judentum bezeichnet. Das Wort rabbi kommt aus der aramäischen und hebräischen Sprache und bedeutet „mein Lehrer“. So wurden die jüdischen Schriftgelehrten bezeichnet, die sich auch mit der Tradition auskannten. Sie behaupteten, Gott habe Moses auf dem Berg Sinai nicht nur die beschriebenen Gesetzestafeln, sondern überdies eine mündliche Thora gegeben, die in Form einer ununterbrochenen Kette von Meister zu Schüler überliefert worden sei und nun von den Rabbis bewahrt werde. Eine Zusammenfassung der mündlichen Tora bietet nach ihrer Meinung die Mischna („durch Wiederholung lehren und lernen“), das früheste rabbinische Dokument, das Ende des 3. Jahrhunderts in Palästina entstand. Der im 6. Jahrhundert verfasste Talmud („Lernen, Lehre“), auf den sich das rabbinische Judentum gründet, umfasst die Mischna sowie die ergänzenden Auslegungen der Gemara (aramäisches Wort gleicher Bedeutung), auf die sich zwei Schulen in Babylonien und Palästina konzentrierten.
Die frühen rabbinischen Schriften schliessen auch exegetische und homiletische Kommentare zur Bibel (Midrasch) sowie einige aramäische Übersetzungen des Pentateuch und weitere Bücher zur Schrift (Targum) ein. Mittelalterliche rabbinische Werke beeinhalten Kodifizierungen des Talmud. Höchste Autorität geniesst in diesem Zusammenhang das im 16. Jahrhundert veröffentlichte Kompendium Sulhan Aruk (Gedeckter Tisch) von Joseph ben Ephraim Karo. Das Studium der Thora umfasst nicht nur den Pentateuch, sondern die gesamte rabbinische Literatur.
Gläubige Juden verstehen das gesamte Leben als Dienst an Gott. Der Spruch „Ich habe den Herrn allezeit vor Augen“ (Altes Testament, Psalm 16, 8), der auf der Vorderwand zahlreicher Synagogen steht, kennzeichnet die traditionelle jüdische Frömmigkeit.
Orthodoxe Juden beten dreimal am Tag: am Morgen (schaharit), am Nachmittag (minha) und am Abend (maarib). Zu diesen Zeiten brachte man früher Opfergaben im Tempel von Jerusalem dar, so dass das Gebet in gewissem Sinne den Tempeldienst nach der Zerstörung des Gotteshauses fortsetzt.
Als einzig festes Element enthalten alle jüdischen Gottesdienste eine Reihe von Benediktionen, im Stehen verrichtete, hymnische Gebete. Dazu gehören die Tepilla (Gebet) oder Amida (stehend), auch Schemone Esre (Achtzehngebet) genannt. An Wochentagen besteht dieses heute aus 19 Benediktionen, die 13 Bitten um Wohlergehen und messianische Erfüllung umfassen. Am Sabbat und an Festtagen werden die Bitten durch dem Anlass entsprechende Gebete ersetzt, die täglichen Bitten. Zu den Morgen- und Abendgebeten gehört überdies die Shema. Jeder Gottesdienst schliesst mit zwei messianischen Gebeten, dem Alenu sowie der Kaddisch, einer aramäischen Doxologie. Als Zeichen seiner Ergebenheit trägt der erwachsene männliche Vorbeter während des Morgengebets einen Gebetsmantel (tallit) mit Quasten (sisit) sowie das Tefillin, an einem Ledergehäuse befestigte Gebetsriemen. Beide leiten sich aus Passagen der Schrift ab. Am Türpfosten eines Hauses erinnern die amulettartigen Mezuza an Gottes Allgegenwart. Als Zeichen des Respekts vor Gott bedecken die Juden ihren Kopf während des Gebets mit einem Hut oder einem Gebetskäppchen (kippa; jiddisch: yarmulke). Fromme Juden halten ihren Kopf sogar ständig bedeckt, um auf Gottes stetige Präsenz zu verweisen.
Das Studium der Thora, in der sich nach jüdischer Auffassung der Wille Gottes offenbart, zählt im rabbinischen Judentum ebenfalls zum Dienst an Gott. Während des täglichen Morgengebets rezitieren die Gläubigen Stellen aus der Heiligen Schrift und dem Talmud. Am Montag- und Donnerstagmorgen erfolgt das Entnehmen der Thora (der fünf Bücher Mose) aus dem Schrein am Kopf der Synagoge im Rahmen einer feierlichen Prozession vor dem Gottesdienst. Die wichtigsten liturgischen Lesungen der Thora finden am Sabbat und an Festtagen statt. Im Verlauf eines Jahres wird der gesamte Pentateuch am Sabbat rezitiert. Der Zyklus beginnt im Herbst am Ende des Laubhüttenfestes. Die einzelnen Lesungen beinhalten die für den jeweiligen Tag vorgesehenen Themen und Gebete, die am Sabbat und an Feiertagen durch Rezitationen aus den Prophetenbüchern ergänzt werden. Das öffentliche Rezitieren der Schrift macht einen Grossteil des Gottesdienstes aus und stellte ursprünglich wohl auch die eigentliche Aufgabe der Synagoge dar.
Über die üblichen Gebete hinaus rezitieren gläubige Juden im Verlauf des Tages eine Vielzahl von Benediktionen. Nach jüdischer Auffassung gehört die Erde Gott, und die Menschen verwalten sie nur als Bauern oder Gärtner. Ehe sie ihre Früchte ernten, danken sie Gott, den sie als ihren eigentlichen Besitzer ansehen.
Die jüdischen Speisegebote gehen auf den Tempelkult zurück. Der häusliche Esstisch wird analog zum Altar des Herrn aufgebaut. Bestimmte Tiere gelten als unrein und dürfen daher nicht gegessen werden (Altes Testament, Deuteronomium 14, 3-21). Hierzu zählen Schweine und Fische ohne Flossen oder Schuppen. Erlaubt (koscher) ist das Fleisch von Tieren mit gespaltenen Hufen, die ihr Futter wiederkäuen, jedoch nur, wenn der Schlachter strenge Regeln beachtet und das gesamte Blut vor dem Verzehr vollständig entfernt hat. Fleisch und Milchprodukte dürfen nicht zusammen verzehrt werden.
Der liturgische Kalender der Juden richtet seine Zeiteinteilung nach den Vorschriften der Thora und den Traditionen des Tempelkultes. Am siebten Tag, dem Sabbat, soll die Arbeit ruhen. An diesem Tag erweisen die Juden ihrem Schöpfer die Ehre. Sie verbringen den Sabbat mit Gebeten, Bibelstudien, Erholung und beim gemeinsamen Mahl im Familienkreis. Wie an Festtagen gibt es auch am Sabbat einen zusätzlichen (musaf) Gottesdienst in der Synagoge, der mit einer Opferhandlung in Verbindung steht, die früher im Tempel ausgeführt wurde.
Das jüdische Jahr umfasst fünf grosse und zwei kleine Feste. Drei der Hauptfeiern wurzeln in der bäuerlichen Kultur und folgen dem Rhythmus der Jahreszeiten. Passah, das Frühlingsfest, markiert den Beginn der Gerstenernte, die 50 Tage später mit dem Wochenfest (Fest der Schnitternte) endete. Durch das Lesefest wird die Herbsternte gefeiert, der eine zehntägige Phase der allgemeinen Reinigung vorausgeht. Passah erinnert an den Exodus aus Ägypten, Shawuot an die Übergabe der Gesetzestafeln auf dem Berge Sinai, weshalb zu diesem Anlass die feierliche Verlesung der Zehn Gebote in der Synagoge gehört. Die zehn Tage währende Busszeit vor dem Herbstfest beginnt mit Rosh Haschana, der Neujahrsfeier, und endet mit Jom Kippur, dem Versöhnungstag. Nach alter Tradition wird die Welt an jedem Neujahrstag gerichtet und der Bund am Versöhnungstag von neuem besiegelt. Am Neujahrstag ruft ein Widderhorn (schofar) das Volk zur Busse auf. Der Versöhnungstag, der heiligste Tag des jüdischen Kalenders, dient dem Fasten, dem Gebet und der Beichte. Seine Liturgie beginnt mit dem Klagegesang des Kol Nidre und schliesst eine Erinnerung an den Ritus dieses Tages (avoda) im Tempel ein.
Die beiden kleineren Feste, Chanukka und Purim, entstanden später als die fünf vom Pentateuch vorgeschriebenen Feiern. Chanukka, das Tempelweihfest, feiert den Aufstand der Makkabäer gegen den syrischen König Antiochus IV. 165 v. Chr. und die anschliessende Weihe des zweiten Tempels. An Purim (Losfest) wird die Befreiung der persischen Juden durch Esther und Mordekai gefeiert. Auf dem Höhepunkt dieses Festes, das einen Monat vor Passah stattfindet, wird die betreffende Schriftrolle (megilla) in der Synagoge verlesen. Vier Fastentage, die Ereignisse im Rahmen der Belagerung und Zerstörung der beiden Tempel in den Jahren 586 v. Chr. und 70 n. Chr. wachrufen, vervollständigen das liturgische Jahr. Der wichtigste trägt den Namen Tishah b’Ab und erinnert an die zweimalige Zerstörung des Tempels.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Körnchenpickerei - nein danke





Menschen gibt es viele, solche die an Gott glauben und solche, die nicht glauben. Innerhalb der zweiten Gruppe verstecken sich Irregeleitete, welche sich von Gott abgewandt und einem nicht erklärbaren, unfassbaren Zentrum der Macht zugewendet haben. Das Problem dieser Menschen besteht darin, dass sie sich das Göttliche nicht vorstellen konnten und deshalb durch ein Denkmuster ersetzt haben, welches ihnen hilft, diese unvorstellbare Macht in ein Kleid zu stecken. Da boten sich die Legenden, Mythen geradezu an: Ein strukturiertes Gesamtbild, einfache Regeln: Du betest zu allem was du siehst und nicht siehst, alle Dinge werden göttlich und erhalten eine Form, auf der Erde wie im Himmel. Der Verstand mit Bildern gefüttert, um dem Unerklärlichen Herr zu werden. Die Gläubigen dagegen versteiften sich auf ihre Überlieferungen, übernahmen Dinge, ohne zu denken, was der dritten Gruppe, die ihren logischen Verstand noch nicht eingebüsst hatte, grauste, so dass sie sich sich komplett abwandte.

Lesen wir den Koran genau, dann stossen wir genau auf zwei Punkte, welche uns warnen sollten vor unserem Dilemma, in welchem die moderne Gesellschaft heute steckt:
  • Iblis, Satan ist unser erster und letzter Feind
  • die Leute wurden erst uneinig, nachdem das Wissen zu ihnen kam!
Es sollte uns doch stutzig machen, dass seit den Anfängen der Menschheit, alle immer an dasselbe geglaubt haben. Wer könnte die Parallelen von den Epen der Babylonier zu der Bibel oder dem Koran verleugnen?
Die Ursubstanz ist dieselbe, zu vergleichen mit einem Bild: die Grundstruktur gegeben,unterscheiden sich die fertigen Bilder jedoch gewaltig .

Jeder hat sein Buch oder seine Religion, sein System. Schaffen wir die Systeme ab und erkennen die Menschen dahinter...das wäre die Lösung. Dies haben die modernen Satanisten genau erkannt, nur ihr Stolz (Die Sünde des Iblis) lässt nicht zu, dass sie einen Schöpfer akzeptieren können.( Dafür glauben sie an Satan, das ist dann nicht unlogisch...) Sie nennen sich Freidenker, ursprünglich als Protest gegen die christlichen Kirche. (was auf das fehlerhafte System zurückzuführen ist.) Wir sind alle angesprochen, weil unsere Systeme alle nicht in Ordnung sind.

Ich möchte alle Freidenker dazu aufrufen, genau hinzuschauen, nicht auf halbem Weg stehenzubleiben. An Gott zu glauben, ist nicht gleich einer Religion anzugehören. Ich bin auch keine Freundin der Kirchen oder religiöser Dogmas. Jedoch Gott zu leugnen, um dem Problem auszweichen und sich nicht mit den Fehlern der Systeme beschäftigen zu müssen, ist feige und zu einfach: Mit der „Kopf in den Sand-Theorie“ oder der „Umdrehtheorie“ (umgedrehtes Kreuz, umgedrehte Bibel, rückwärtsaufgesagte Gebete) ist es nicht getan. Akzeptieren wir Satan aber verleugnen Gott? ….

Gott existiert (wissenschaftlich bewiesen, die Bezeichnung ist unwichtig). Und wir haben eine göttliche Offenbarung, eine Wissensquelle, die unverändert geblieben ist, dies ist der Koran.(siehe Koran, Wunder nicht wegzudiskutieren). Der Koran als letzte aller Warnungen an die Menschheit. Kurz, nicht überladen, beschränkt aufs Wesentliche. Er wird al Furqan genannt, die Unterscheidungs(offenbarung), weshalb? Weil genau dies sein Ziel und Zweck ist. Wir haben die vielen Offenbarungen der Menschheit vom Altertum bis zur Tora, den Evangelien und als letzte in der Reihe der Koran. Wir sollten diese studieren, so weit als möglich. Wir sollten sie vergleichen mit der Unterscheidung, mit dem Siegel: dem Koran.
Denn, ist ein Glaubensinhalt zerstört oder verfälscht worden, ist dies korrigiert im Koran. Hier finden sich keine unlogischen Dogmas, die wir einfach glauben müssen- nein, wir sollten darüber nachdenken, um mit unserem Verstand die Wahrheit erkennen zu können. Bezeichnend, dass alle wissenschaftlichen Dinge, über welche Gott in kürzester Form spricht, verifizierbar sind , das wäre unmöglich wäre der Urheber nicht Gott selbst. Ich betone: unmöglich. Kein von Menschenhand geschriebenes Werk das 1400 Jahre alt ist, kann von sich behaupten, ohne Fehler zu sein, vor allem wenn es Naturphänomene erklärt.

Ich möchte nun versuchen, die Gemeinsamkeiten und Verfälschungen der drei montheistischen Religionen aufzuzeigen (die Verfälschung der ursprünglichen Offenbarungen habe ich in meinen anderen Artikeln schon angesprochen, siehe: wie der Unglauben in die Welt kam, Der Dajjal ist kein neuer Feind, Das Ende des Unglaubens), damit wir merken, dass es mehr gibt, was uns verbindet, als uns trennt. Der echte Feind ist nicht bei den Gläubigen zu suchen, der versteckt sich anderswo und freut sich, wenn wir uns die Köpfe einschlagen...

Wir glauben haargenau dasselbe. Wir sollten vom hohen Pferd runtersteigen, unsere anerzogenen Denkmuster und unseren Hass abstreifen, auf die anderen zugehen ohne zu richten oder zu urteilen...Ich möchte mehrere Punkte behandeln, da mit wir vom Körnchenpicken der Hühner wegkommen und unser Din, unser System nicht beliebig zusammenstellen, wie es uns gefällt. „Nein, das gefällt mir jetzt aber nicht, das lassen wir lieber, ..das, ja da stimme ich eher zu.“ Wir können gut nur den Koran allein studieren und die vorangehenden Schriften ausser Acht lassen, aber dann werden wir Gott nicht gerecht, weil er sagt:
  • dass der Koran Al Furqan ist
  • dass wir bei Unklarheiten Leute der Schrift fragen sollen, die Wissen besitzen.
Wir müssen echte Gläubige werden und uns nur Gott unterordnen, nicht unserem Ego !


1. Zakat, die Almosensteuer

Wenn wir uns der Almosensteuer zuwenden, finden wir sie für die Juden in der Tora beschrieben mit dem Zehnten:

  • Abraham, der Melchisedek den Zehnten dessen gab, was er bei seinem Sieg über Kedorlaomer und seine Verbündeten erbeutet hatte (1. Mose 14,18-20). 
  • Jakob, der in Bethel gelobt hatte, GOTT den Zehnten seines ganzen Erwerbs zu geben (1. Mose 28,20-22) freiwillig oder nicht.
  • Moses: Die Zehnten sind einmalige Abgaben von
    der Kriegsbeute (1. Mose 14,20) oder regelmässige, meist jährliche Abgaben von Ernte und Einkünften an das Heiligtum (3. Mose 27,30-33) oder den König (1. Sam. 8,15.17) und umfassen jeweils 1/10 des betreffenden Besitzes oder Einkommens.
  • Sie waren auch ausserhalb Israels bekannt, etwa bei Phöniziern und Karthagern, Neubabyloniern, Persern,Arabern, auch bei Griechen und Römern. 
  • Verwendung des Zehnten: Sollte an die Leviten gegeben werden, um im Volk Israel verteilt zu werden
  • von diesem sollen die Leute ein Opfer kaufen für Gott , 1/10 vom Erhaltenen heben, den Zehnten von dem Zehnten
  • Dasselbe gilt für die Leviten, auch sie sollen vom Zehnten ein Zehntel nehmen und ein Opfer darbringen (4. Mose 18,23-28).
  • (Der Betrag von 1% wurde als Tempelsteuer entrichtet, vgl. heutige Kirchensteuer, in etwa derselbe Prozentsatz)
  • Der Zehnte sollte gegeben werden an Werke, Einrichtungen, Gemeinden oder Personen, die in GOTTES Auftrag handeln 
  • Früchtezehnten wurden jetzt wieder in den Vorratskammern des Tempels aufbewahrt (Neh. 12,44; 13,5-12)
    ;
  • Den Vollzug dieses Gebotes hatte jeder israelische Hausvater „vor dem HERRN”, d. h. wohl im Heiligtum, mit einer festen Formel zu bezeugen
  • wichtig ist, dass der Zehnte dazu diente, die Bevölkerung zu ernähren

    Im neuen Testament:
  • In NT Zeit hatten die Pharisäer die Zehntpflicht auf ihr gesamtes Einkommen ausgedehnt (Lk. 18,12), so dass auch die kleinsten Küchenkräuter darunter fielen (Mt. 23,23; Lk. 11,42).
  • JESUS riet Seinen Jüngern wegen materieller Bedürfnisse nicht ängstlich besorgt zu sein, sondern sich nur um das „tägliche Brot” zu bemühen, und Er erinnerte sie daran, dass GOTT die Vögel ernähren würde, obwohl sie nicht in Vorratshäuser oder Scheunen einsammeln (Matth. 6,11.25.26; Lukas 12,22.24).
  • Für die Christen hört die Pflicht, den Zehnten zu entrichten, auf, als das mosaische Gesetz durch Jesus Tod am Kreuz als erfüllt beseitigt wurde (Eph. 2,15; Kol. 2,13.14). !!
  • Christen wurden ermuntert, „gemäss dem, was jemand hat”, spenden, so „wie er es in seinem Herzen beschlossen hat, nicht widerwillig oder aus Zwang, denn GOTT liebt einen fröhlichen Geber” (2. Kor. 8,12; 9,7).
Die Bibel berichtet von drei verschiedenen Zehnten

  • einen Zehnten, der an die Leviten gegeben wird (3. Mose 18): Getreide- und Früchte- Zehnte- wurde abgeliefert,
  • einen zweiten oder „heiligen Zehnten” (5. Mose 12; 14,22-27) blieb dem Besitzer und sollte bei Festbesuchen in Jerusalem verzehnt werden
  • einen „Armenzehnten” (5. Mose 14,28f.), trat vielleicht in jedem dritten Jahr an die Stelle des zweiten Zehnten, nicht sicher überliefert
Die Zakat im Koran

Im Koran lesen wir nicht vom Zehnten, sondern Gott spricht von Zakat (Das Reinende, das Besserbringende). Die Zakat war eine Pflicht für alle Gläubigen seit Abraham. Die Muslime, die sich auf die Hadithe stützen, nehmen einen Prozentsatz von 2,5%. Wer sich schon mal näher mit der Zakat auseinandergesetzt hat, und die Frage nach der zu leistenden Betrages nicht an die Gelehrten abgeschoben hat, wird sicher festgestellt haben, dass es eine ausserordentlich komplizierte Geschichte ist, was und wieviel und wann … was gehört unter Zakat und was nicht, es gibt Ungerechtigkeiten, Unlogisches, das ich nie verstanden habe, (bsp. Dass auf Immobilien keine Zakat erhoben wird, das erfreut alle, die ein Haus kaufen können. Ist denn das kein Vermögen? Auch wenn du darin wohnst? oder die Sache mit den Bauern, die ihre Ernte versteuern müssen, aber ein Autobesitzer nicht...) Aber wie so viele andere, habe ich auch nicht hinterfragt . Wir haben ja die Gelehrten, dies haben das studiert, wir fragen nicht nach, wir gehorchen ihnen....

Wenn wir uns jedoch über die Anwendung Gedanken machen, und feststellen, dass die ganze Sache eine hochkomplizierte Angelegenheit geworden ist, dann stimmt doch etwas nicht. Es sollte doch für die gesamte Menschheit, ob arm oder reich, gebildet oder ungebildet, klar erkennbar sein, gleiche Rechten und Pflichten. Dazu schärft uns Gott im Koran ein, nichts einfach so zu glauben, sondern zu prüfen - wie können wir dann eine so wichtige Angelegenheit einfach abgeben, als ginge sie uns nichts an? Jeder ist selber verantwortlich für sein Seelenheil. Die Gelehrten werden nicht unsere Sünden auf sich laden, wenn sie uns irregeleitet haben, da wir das Gesetz studieren können. Jeder von uns.

So tragen wir wieder dem Koran als Al Furqan nicht Rechnung. Wir müssen die vorhandenen Schrifen studieren und schauen, ob wir uns an diese Gesetze so zu halten haben, oder ob irgend etwas verfälscht wurde. Gehen wir so an die Sache ran, stellen wir fest, dass Gott uns im Koran sagt:

2:43
Und verrichtet das Gebet, entrichtet die Abgabe und verbeugt euch mit den Verbeugenden

2:110
und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe, und was ihr an Gutem für euch selbst vorausschickt, werdet ihr bei Gott finden. Was ihr tut, sieht Gott wohl.

2:277
Wahrlich diejenigen, welche glauben und rechtschaffene Werke tun , das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, keine Furcht soll sie überkommen noch werden sie traurig sein.

9:11
Wenn sie aber bereuen, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann sind sie eure Brüder in der Religon. Wir legen die Zeichen ausführlich dar für Leute, die Bescheid wissen.

9:71
Die gläubigen Manner und Frauen sind einer des anderen Beschützer: sie gebieten das Rechte und verbieten das Verwerfliche, verrichten das Gebet und entrichten die Abgabe und gehorchen Gott und seinem Gesandten. Sie sind es, derer Gott sich erbarmen wird. Gewiss, Gott ist Allmächtig Allkundig.

19:31
Und gesegnet hat er mich, wo immer ich bin, und angeordnet, das Gebet zu verrichten und die Abgabe zu entrichten. (Diese Worte spricht Jesus,)

19:55 Und er pflegte seinen Angehörigen das Gebet und die Abgabe zu befehlen, und er war seinem Herrn wohlgefällig. (Hier ist die Rede von Ismael)

21:73 und wir machten sie zu Vorbildern, die nach unserem Befehl leiteten. Und wir gaben ihnen ein, gute Werke zu tun, das Gebet zu verrichten und die Abgabe zu entrichten. Und sie pflegten uns zu dienen (Die Rede hier von Abraham, Isaak, Jakob und Lot)

  • Zakat ist eine Pflicht, die schon Abraham und seine Erben kannten.

22:78
Und müht euch für Gott ab, wie der wahre Einsatz für ihn sein soll. Er hat euch erwählt, und euch in der Religion keine Bedrängnis auferlegt, dem Glaubensbekenntnis eures Vaters Abraham. Er hat euch Gottergebene genannt, zuvor und nunmehr in diesem , damit der Gesandte Gottes Zeuge über euch sei und ihr Zeugen über die Menschheit seid. So verrichtet das Gebet , entrichtet die Abgabe und haltet an Gott fest. Er ist euer Schutzherr. Wie trefflich ist doch dieser Schutzherr, und wie trefflich ist der Helfer.

30:39 und was ihr an Zins aufwendet, damit sie sich aus dem Besitz der Menschen vermehren, sie vermehren sich nicht bei Gott. Was ihr aber an Abgaben entrichtet im Begehren nach Gottes Angesicht, das sind diejenigen die das Vielfache erzielen

  • Der Zins vermehrt sich nur in der materiellen Welt. Jeder Zins ist eigentlich gestohlenes Geld von anderen. Die echte Vermehrung erzielt man, indem man im Diesseits hilft und „Nicht-Materielles- Gut anhäuft“, nämlich gute Taten

58:13
Scheut ihr euch davor, schon vor eurem vertraulichen Gespräch Almosen zu geben? Da ihr es nicht getan habt und Gott sich euch wieder Reueannehmend zugewandt hat, so verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe und gehorcht Gott und seinem Gesandten. Und Gott ist kundig dessen , was ihr tut.  

  • Man sollte nicht mit Führern vertraulich sprechen, kann zu Bestechung, Beinflussung führen, wenn auch unbeabsichtigt. Deshalb sollte man, um sich von dieser bösen Absicht zu reinigen besser schon vorher freiwillig spenden, oder um Verzeihung bitten.

73:20
.und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe und gebt Gott ein gutes Darlehen. Und was ihr für euch selbst vorausschickt, das werdet ihr noch besser und grossartiger bei Gott finden und bittet Gott um Vergebung. Gewiss, Gott ist Allvergebend, und Barmherzig.


98:5
Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Gott zu dienen und ihm gegenüber aufrichtig in der Religion zu sein, als Anhänger des rechten Glaubens, und das Gebet zu verrichten und die Abgabe zu entrichten, das ist die Religion des rechten Verhaltens.

9:103
Nimm von Ihrem Besitz eine Spende (Sadaqa), mit dem du sie rein machst (Zakat) und läuterst und helfe ihnen, denn deine Hilfe ist für sie eine Beruhigung. Gott ist Allhörend, allwissend

  • Diese Worte an Muhammad gerichtet, er solle nehmen, das heisst, diese Sadaqa ist nicht freiwillig und sie wurde erhoben, um die Leute zu reinigen.
    Obligatorische Sadaqa = Zakat = Reinigung
    Freiwillige Sadaqa =“echte“ Sadaqa = Reinigung, Erhöhung.
    Salli hier übersetzt mit Hilfe , Unterstützung, nicht mit Gebet.

2:215
Sie fragen dich, was sie ausgeben sollen (junfiq) Sag:“ Was immer ihr an Gutem ausgebt, soll es den Elteren (Älteren), den nächsten Verwandten, den Waisen den Armen und dem Sohn des Weges zukommen. Und was immer ihr an Gutem tut, so weiss Gott darüber Bescheid.“

  • Hier wird bestimmt wofür die Zakat einzusetzen ist.
2:219
...Und sie fragen dich, was sie ausgeben sollen (junfiq), sag: „den Überschuss.“ So macht Gott euch die Zeichen klar, auf dass ihr nachdenken möget.

  • Weil es in der Bibel niccht klar definiert ist, ob die Zakat (der Zehnte der Bibel) vom Netto- oder Bruttoeinkommen berechnet wird, stellten die Schriftbesitzer diese Frage, die Antwort und der Hinweis auf die Klärung durch die Unterscheidungsoffenbarung !!
8:1
Und sie fragen dich nach dem Erbeuteten (anfal), sag:“ das Erbeutete gehört Gott und dem Gesandten.“ So fürchtet Gott und stiftet Frieden untereinander und gehorcht Gott und seinem Gesandten, wenn ihr gläubig seid.

8:41
Und wisset: was immer ihr erbeutet,(ghanimtum) so gehört Gott ein Fünftel davon und dem Gesandten und den Verwandten, den Waisen, den Armen und dem Sohn des Weges. und wenn ihr ana Gott glaubt und an das ,was wir auf unseren Diener an der Unterscheidung (al Furqan) hinabgesandt haben, an dem Tag da die beiden Heere zusammentrafen. Und Gott hat zu allem die Macht.

  • Wir sehen benützt Gott nicht dasselbe Wort, es wurde jedoch im Deutschen mit demselben Wort übersetzt. Warum? Weil die meisten Übersetzer schon interpretieren, was eigentlich im Begleittext geschehen müsste: als Tafsir.
    Ghanimtum: erbeuten,erwerben, Lohn, Einkommen (allgemein)
    Anfal: Erbeutetes, Kriegsbeute (spezifisch)

  • Die Shiiten kennen keine Zakat wie die Sunniten, sie bezahlen einen Chums, einen Fünftel, in Anlehnung dieses Koranverses. Das würde bedeuten, dass die Zakat ein Fünftel vom Nettoeinkommen betragen würde, bezahlbar jeden Monat, oder zumindest berechnet für jeden Monat und bezahlt einmal im Jahr, wie es mit den Steuern gemacht wird. Eine Beute jedoch, das heisst, im Kriegsfall erbeutetes Gut soll vollumfänglich gespendet werden, um das Leid des Krieges zu lindern, aufbauen zu helfen ,die Leute zu speisen, etc. dann bekommt der zweite Teil des Satzes auch einen Sinn: stiftet Frieden!! Erhalten tun die Zakatsteuer: die Eltern (Älteren, Altersversorgung!!!, die Verwandten, schliesst auch Leute ein, welche in einem anderen Staat leben, aber mittellos sind, den Waisen, den Armen und den Reisenden, den immigranten, den Auswanderern den Einwanderern den Asylsuchenden...Gelobt sei Gott für seine unermessliche Weisheit. Würden sich die Menschen doch nur daran halten!! Alle Gesetzte sind so schön und so klar und so weise....

2:245
Wer ist es denn, der Gott ein schönes Darlehen gibt? So vermehrt Er es ihm um ein Vielfaches. Gott hält zurück und gewährt, und zu ihm werdet ihr zurückgebracht.

64:16/17
Daher fürchtet Gott, soweit ihr könnt. Und hört zu und gehorcht und gebt für euch selbst aus (Anfiq). Und diejenigen, die vor ihrer eigenen Habsucht bewahrt bleiben, das sind diejenigen, denen es wohl ergeht. Wenn ihr Gott ein gutes Darlehen gibt, wird er es euch vervielfachen und euch vergeben. Und Gott ist stets zu Dank bereit und nachsichtig.

61.6
Ihr sollt an Gott und seinen Gesandten glauben und euch auf Gottes Weg abmühen mit eurem Besitz und mit eurer eigenen Person. Das ist besser, wenn ihr nur wisst.

2:267
O die ihr glaubt, gebt aus Von den guten Dingen aus eurem Erworbenen und dem, was wir für euch aus der Erde hervorgebracht haben.Und sucht nicht zum Ausgeben das Schlechte davon aus, während ihr selbst es nicht nehmen würdet, ohne dabei ein Auge zuzudrücken. Und wisst, dass Gott Unbedürftig und Lobenswürdig ist.
  • Gekauftes Gut von unserem Geld, das heisst Sachwert anstelle Geldwert, kann auch gegeben werden. Und zwar gute Qualität, nichts Minderwertiges.
3:92
Ihr werdet die Güte nicht erreichen, bevor ihr nicht von dem ausgebt, was euch lieb ist. Und was immer ihr ausgebt, so weiss Gott darüber Bescheid.

6:141
Und er ist es, der Gärten mit Spalieren und ohne Spaliere entstehen lässt, sowie Palmen und Pflanzen mit unterschiedlichen Erntesorten und Öl, und Granatäpfelbäume, die einander ähnlich und unähnlich sind. Esst von ihren Früchen wenn sie Früchte tragen und entrichtet am Tag der Ernte ihre Pflicht, doch seid nicht masslos. Er liebt nicht die Masslosen.

  • Bei Ernteerträgen sollte, am Tag der Ernte, den Zakatpflichtigen Teil auf die Seite gelegt werden und sofort gespendet, oder wie es im alten Testament erwähnt wird, in Vorratshäusern gespeichert (Weizen, Korn ) oder verarbeitet (Öl) werden, um von dort an die Rezipienten verteilt werden zu können.

Zusammenfassung:

  • die Zakat muss vom Einkommen, (monatlich oder anders) gegeben werden. Entweder direkt oder man berechnet den Betrag jeden Monat und  spendet ihn einmal im Jahr.
  • Naturalien spendet man am Tag der Ernte.
  • Gott erwähnt keinen Unterschied zwischen Zakat al Fitr vor dem Ramadan  und anderer Zakat
  • die Zakat muss vom Überschuss gegeben werden, d.h jeden Monat vom Nettoeinkommen wird ein Fünftel abgezogen.
  • Zakat ist obligatorisch, vgl. mit der Kirchensteuer. Sie ist zu leisten an eine Institution, welche das gespendete Gut im Sinne des Korans , im Sinne Gottes einsetzt.(Soziale Einrichtungen, Altersvorsorge, Asylwesen, Armenhilfe, )
  • Nur ein Gläubiger muss die Zakat bezahlen. (Andersgläubige, welche Unterstützung erhalten, bezahlen anstelle der Zakat einen Ersatz, bei Bedarf)
  • Die Zakat hält das Kapital im Umlauf, es wird nicht gehortet und verhindert so eine Inflation
  • Ursprünglich war die Zakat eine Staatssteuer, vgl. altes Testament, in diesem Sinne darf oder kann sie nur eingezogen werden, falls die Regierung nach dem Gesetze Gottes, d.h. Dem Koran handelt
    (hier haperts, aber da ist wieder mal nicht Gott schuld. Er macht perfekte Gesetze. Diese Versteuerung wäre so einfach im Gegensatz zu den hochkomplizierten Steuergesetzen in gewissen Staaaten (wie der Schweiz) mit vielen Schlupflöchern für Materialisten und Kapitalisten...genauso wie das Zakatsystem, wie es heute praktiziert wird, nicht fair ist.
  • Gott ersetzt den Zehnten des alten Testaments durch einen Fünften für alle Gläubigen auch die Christen, welche die Zakat ganz abgeschafft haben

    Was die Sunna sagt und wie sie die Worte des Propheten verdreht werden

    Ich betrachte die Hadithliteratur, wie das alte Testament und das neue Testament : Wahrheiten, vermischt mit Zusätzen, Veränderungen. Also immer mit Vorsicht zu geniessen. Es ist jedoch so, dass in Legenden immer ein Körnchen Wahrheit steckt. Ich habe mich schon immer gefragt, woher diese komische 2,5% herkommen. Es erschien mir völlig nicht logisch und auf meine Fragen hin wurde mir immer gesagt: „Das ist halt einfach so!“Es ist interessant zu sehen, woher dieser Prozentsatz kommt... Übrigens bezeichnend, dass die Zakat von Weizen, Naturalien, Ernteerträgen auch im Islam mit einem Zehntel angegeben wird...

    Wenn wir jetzt die Zakatpflicht im Licht des alten Testaments, des neuen  Testaments und der Hadithliteratur anschauen und vergleichen, dann kommen wir zu überaschenden Fakten.

Wir wir oben gesehen haben, sagt Gott im alten Testament dass das Volk Israel den Zehnten abliefern soll und von diesem ein Zehntel abziehen um ein Opfer darzubringen. Das heisst mit 1% (10x10) muss ein Opfer geschlachtet werden und verteilt werden. Wenn wir jetzt dieselbe Rechnung machen, aber anstelle des Zehnten mit dem neuen Satz fünf, dann erhalten wir was? Ja , genau, ein fünfundzwanzigstel (5x5) 1/25 oder 4% für das Opfer... Kann das Zufall sein? Ich glaube nicht. Hier sehen wir, wie das Licht des Korans, das Dunkel und Verwirrende der Hadithliteratur erleuchtet: wir können sehen, dass aus dem 1/25 Prozentsatz für ein Opfer, die eigentliche Zakatsteuer von 2,5% geworden ist!

Wenn wir jetzt alle Fakten zusammenfassen, dann würde das heissen, dass wir ein Fünftel vom Nettoeinkommen als Staatsteuer beiseite legen sollten und ein Fünftel dieser Steuer (1/25) dazu benützen sollten, ein Opfer (Naturalien oder Fleisch) für die Rezipienten (Eltern, Verwandten, Waisen, Reisende) zu verteilen. Der fünfte Teil als öffentliche Zakat (staatlich, über die wir nicht selber verfügen können) und 1/25 (4%) persönliche Zakat . Dann würden wir Gott Rechnung tragen, wenn er uns sagt: der Koran ist Al Furqan, der Licht ins Dunkel der Veränderungen und Zusätze bringt.!!!

BibelKoran
Zehnten für die Leviten (Getreide- und Früchtezehnte)
bei Ernte wird aufgespeichert
Zakatpflicht (Getreide- und Früchte) oder ein Fünftel vom Nettoeinkommen
monatlich oder jährlich
Heiliger Zehnten (blieb beim Besitzer und sollte bei Festbesuchen in Jerusalem verzehnt werden)
persönlich
Zakatpflicht persönlich (1/25 Naturalien, Opfer)
Armenzehnten (nicht klar überliefert)Sadaqa (kein Prozentsatz, freiwillig)




Je mehr wir herausfinden, desto klarer wird uns, dass das Judentum, das Christentum und der Islam eine einzige Gemeinschaft von Gläubigen werden sollte: Denn wir glauben an dasselbe!!!