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Samstag, 14. Mai 2016

Hat Abraham Hagar und Ismael wirklich in der Wüste ausgesetzt?

uebersetzt aus dem englischen . Quelle: www.quransmessage.com Copyright: Joseph Islam


Im ganzen Koran finden wir nirgends den Namen von Hagar, noch finden wir jene Erzaehlung,   dass Abraham Ismael und seine Mutter in die Wüste geschickt habe. Diese Geschichte finden wir nur in den Zweitquellen des Islams und in der Bibel.

 Abraham in der Bibel

 Genesis 16.1-6:
1Abrams Frau Sarai blieb kinderlos. Sie hatte aber eine ägyptische Sklavin*namens Hagar.2So sagte sie zu ihrem Mann: »Du siehst, der HERR hat mir keine Kinder geschenkt. Aber vielleicht kann ich durch meine Sklavin zu einem Sohn kommen.Ich überlasse sie dir.«Abram war einverstanden,3und Sarai gab ihm die ägyptische Sklavin zur Frau. Er lebte damals schon zehn Jahre im Land Kanaan*4Abram schlief mit Hagar und sie wurde schwanger. Als sie merkte, dass sie ein Kind bekommen würde, begann sie auf ihre Herrin herabzusehen.5Da sagte Sarai zu ihrem Mann: »Mir geschieht Unrecht, und du trägst dafür die Verantwortung! Ich habe dir meine Sklavin überlassen. Seit sie weiß, dass sie ein Kind bekommt, verachtet sie mich. Ich rufe den HERRN als Richter an!«6Abram erwiderte: »Sie ist deine Sklavin. Mach mit ihr, was du für richtig hältst!«
Sarai ließ daraufhin Hagar die niedrigsten Arbeiten verrichten; da lief sie davon.7In der Wüste rastete Hagar bei dem Brunnen, der am Weg nach Schur liegt. Da kam der Engel* des HERRN zu ihr8und fragte sie: »Hagar, Sklavin Sarais! Woher kommst du? Wohin gehst du?«Ich bin meiner Herrin davongelaufen«, antwortete sie.
9Da sagte der Engel: »Geh zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter!10Der HERR wird dir so viele Nachkommen geben, dass sie nicht zu zählen sind.11Du wirst einen Sohn gebären und ihn Ismaël (Gott hat gehört) nennen; denn der HERR hat deinen Hilferuf gehört.12Ein Mensch wie ein Wildesel wird er sein, im Streit mit allen und von allen bekämpft; seinen Brüdern setzt er sich vors Gesicht.13 Hagar rief: »Habe ich wirklich den gesehen, der mich anschaut?« Und sie gab dem HERRN, der mit ihr gesprochen hatte, den Namen »Du bist der Gott, der mich anschaut«.14Darum nennt man jenen Brunnen Beer-Lahai-Roi (Brunnen des Lebendigen, der mich anschaut). Er liegt zwischen Kadesch und Bered.15Hagar gebar Abram einen Sohn, und Abram nannte ihn Ismaël.16Abram war damals 86 Jahre alt.

Was steht im Koran?

Obwohl der Koran diese Geschichte in keiner Weise unterstützt, wurde sie von den Geschichtenerzählern in den Islam eingeschleust via der Ahadithe. Gott sandte den Koran als Rechtleitung und als Furqan, um die Wahheit unterscheiden zu können von der Falschheit, und die Menschen liessen sich dazu herab, genau jene Falschheiten und Verleumdungen wieder als Glaubensgrundsätze anzunehmen.

In Buchari, Ausgabe 4, Buch 55, Nummer 584 finden wir folgenden Hadith:
(die Angaben koennen je nach Ausgabe variieren)
Ibn Abbas erzählte: Als Abraham Differenzen mit seiner Frau hatte (wegen ihrer Eifersucht auf Hagar, der Mutter Ismaels), nahm er Ismael und seine Mutter ging weg. Sie hatten einen Wassersack bei sich, mit ein wenig Wasser drin; Ismaels Mutter trank üblicherweise aus diesem, damit ihre Milch sich vermehren würde für ihr Kind. Als Abraham Mekka erreichte, setzte er sie unter einen Baum und ging anschließend nach Hause. Ismaels Mutter folgte ihm und als sie Kada' erreichten, rief sie ihm von hinten zu: 'O Abraham! Für wen verlässt du uns?' Er antwortete: 'Für Allah('s Sache).' Sie sagte: 'Ich bin zufrieden, mit Allah zu sein.' Sie ging zurück an ihren Platz und begann Wasser aus dem Wassersack zu trinken und ihre Milch vermehrte sich für ihr Kind. Als das Wasser alle war, sagte sie zu sich selber: 'Ich sollte besser gehen und schauen, dass ich vielleicht jemanden sehe.' Sie stieg den Safa-Berg empor und schaute, in der Hoffnung jemanden zu sehen, doch vergebens. Als sie runter zum Tal kam, rannte sie bis sie den Marwa-Berg erreichte. Sie rannte (zwischen den beiden Bergen) mehrere Male hin und her. Dann sagte sie zu sich selber: 'Ich sollte besser gehen und nach dem Zustand des Kindes schauen.' Sie ging und fand es im Zustand des Sterbens. Sie hielt es nicht aus, ihn sterben zu sehen und sagte (zu sich selber): 'Wenn ich gehe und schaue, dann finde ich vielleicht jemanden.' Sie ging und stieg den Safa-Berg empor und schaute für eine lange Zeit, konnte aber niemanden finden. So vervollständigte sie sieben Runden (des Rennens) zwischen Safa und Marwa.

So wissen wir, woher diese Geschichte mit Hagar und der Wüste kommen. Um den weit verbreiteten Glauben an diese Geschichten zu untermauern, wird leider auch oft der Koran hinzugezogen. Der folgende Koranvers wird oft zitiert, um zu beweisen, dass Prophet Abraham sein Frau und sein Kind in ein unwirtliches Land geschickt haben soll und sie dort alleingelassen haben soll:

014:037
"O unser Herr! Ich habe einige (Arabisch: min) meiner Nachkommen (Arabisch: Dhuriyati)  auf deinen Befehl hin in einem Tal ohne Kultivation gelassen, bei deinem geheiligten Haus, damit sie das reguläre Gebet verrichten, so fülle die Herzen von einigen Menschen mit Liebe zu ihnen und speise sie mit Früchten, so dass sie dankbar sein mögen."

Es ist ganz wichtig zu sehen, dass hier das Wörtchen Min -einige- gebraucht wird. Das gibt uns einen Hinweis, dass es mehrere Leute seiner Nachkommen waren im Gegensatz zur bekannten „Hagar- und- ihr- Baby- Erzählung.“
Der Leser wird erkennen dass:

(1) Das „einige“ ist nicht näher erklärt im Koran und wir wissen nicht, welchen Teil von Prophet Abrahams Nachkommen damit gemeint ist.

(2) Zur Zeit des Gebetes in diesem Vers war das heilige Haus schon gebaut. So war also Ismael zu jener Zeit älter, da er vorher  seinem Vater  assistierte und helfen konnte, das Haus fertigzubauen. (2:127).

(3) Wenn wir die umliegenden Verse anschauen, um mehr Informationen zu erhalten, lesen wir folgendes: (Bemerkung: 14.36 und 14.38 sind Gebete und sind nicht aufgeführt, weil im Zusammenhang für dieses Themas nicht wichtig. Bitte lesen sie selbst.)

014.035
"Und als Abraham sagte: Mein Herr! Mach dieses Gebiet sicher und beschütze mich und meine Söhne/Kinder (Arabisch: Baniyya) davon, Götzen zu dienen. "

014:037
"O unser Herr! Ich habe einige (Arabisch: min) meiner Nachkommen (Arabisch: Dhuriyati)  auf deinen Befehl hin in einem Tal ohne Kultivation gelassen, bei deinem geheiligten Haus, damit  sie das reguläre Gebet verrichten, so fülle die Herzen von einigen Menschen mit Liebe zu ihnen und speise sie mit Früchten, so dass sie dankbar sein mögen."

014:039
"Alles Lob gebührt Gott, der mir in meinem hohen Alter Ismael und Isaak geschenkt hat. Ja, mein Herr ist wahrlich der Erhörer des Gebets."

Vers 14:37(hervorgehoben in rot): zwischen zwei Versen, in denen die Nachkommen (Arabisch: Dhuriyati) Abrahams erwähnt werden. Wir sehen jedoch im ersten Vers (14.35), dass der Plural „Baniyya“ Söhne  genannt wird.

Baniyya wird übersetzt mit Söhnen und ist Maskulin Plural. Maskulin Plural in Arabisch kann auch Weibliches beinhalten, so wäre eine bessere Übersetzung des Ausdruckes: Kinder. (Söhne und Töchter) Die Leser sind sicher bekannt mit dem Ausdruck „Bani Israel“, welche gleichermassen sich nicht nur auf Söhne Israels bezieht, sondern Töchter miteinschliesst. Genauso der Audruck „Bani Adam“, der auch Kinder (Söhne und Töchter Adams) bezeichnet.
Später, nämlich in Vers 14:39 sehen wir, dass beide, Ismael und Isaak speziell erwähnt werden. So beinhaltet der Ausdruck „Nachkommenschaft“ in 14.37 auch die beiden Söhne. Das heisst, Ismael und Isaak sind ein Teil dieser Nachkommenschaft von 14.35.

Arabische Nomen können drei Formen haben: Singular, Dual, Plural. „Ibn“ ist Einzahl für Sohn, so ist das obengenannte „Bani“ Plural und steht für Söhne (kann auch Töchter einschliessen). Die dritte Form, der Dual, der für zwei Söhne steht, kann im folgenden Beispiel gesehen werden:

005:027 (Teil)
"Und erzähle ihnen die Geschichte der zwei Söhne(Arabisch: Ibnay) Adams"


Diese Form ist spezifisch nur für zwei Söhne gemeint. Es ist jedoch nicht die Form, die gewählt wurde, um die Kinder Abrahams in Vers 14.35 zu beschreiben!
Prophet Abraham war der Stammvater einiger Sippen und wenn wir auch sehen, dass nur Ismael und Isaak bei Namen genannt werden, heisst das nicht, dass er nicht noch andere Kinder haben konnte. Gleich wie die Erwähnung der zwei Söhne Adams nicht meint, dass diese seine Einzigen gewesen seien. Ganz im Gegenteil gibt uns das Wort Baiyyna in 14.35 die Information, dass Abraham der Vater einiger Kinder gewesen sein muss.

Schlussfolgerungen:

Ausgehend vom Gebet in 14.37, waren beide Söhne schon geboren und werden als Nachkommen bezeichnet .
Ismael war schon älter, da er mit seinem Vater das Haus fertigbauen konnte
ein Teil der Nachkommenschaft Abrahams wurde beim heiligen Haus zurückgelassen  um dort zu leben. Welcher Sohn, oder welcher Teil seiner Nachkommenschaft ist nicht weiter erklärt im Koran.
Der Vers 14:37 beweist in keiner Weise, dass ein Kind und seine Mutter zu einem unkultivierten Land geschickt wurden. Diese Geschichte kann nicht mit dem Koran bewiesen oder bestätigt werden.

Freitag, 4. Mai 2012

Aber ihr versteht ihr preisen nicht....



Lobpreis des kommenden Weltenrichters

 Psalm 98
Singet dem Herrn ein neues Lied!
Denn er hat Wunder getan;
es half ihm seine Rechte und sein heiliger Arm.
2 Der Herr hat sein Heil kundgetan;
vor den Augen der Heiden hat er seine Gerechtigkeit offenbart.
3 Er hat sich seiner Gnade und Treue gegenüber dem Hause Israel erinnert;
aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.
4 Jauchzet dem Herrn, alle Welt;
brecht in Jubel aus und singet!
5 Singet dem Herrn mit der Harfe,
mit der Harfe und mit klangvoller Stimme;
6 mit Trompeten und Posaunenschall
spielet vor dem König, dem Herrn!
7 Es brause das Meer und was darinnen ist,
der Erdkreis und die darauf wohnen;
8 die Ströme sollen in die Hände klatschen,
alle Berge jubeln vor dem Herrn,
weil er kommt, die Erde zu richten!
9 Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit
und die Völker in Geradheit.


Die Muslime setzten die Psalmen mit dem 'Psalter' gleich, der Offenbarung, die David, Friede auf ihm, gegeben wurde. David begann das Leben im Freien als Hirte, dann verbrachte er Jahre versteckt im felsigen Gelände von Israel. Es überrascht nicht, scheint eine große Liebe, sogar Ehrfurcht, für die natürliche Welt durch viele seiner Gedichte. Die Psalmen präsentieren eine Welt, die zusammenpasst als Ganzes,,bestätigt durch einen persönlichen Gott , der ueber sie wacht .
Die Wildnis kündigt für unsere Sinne die Pracht des einen Gottes, der sie fuer uns erschaffen hat. Wie können wir das Lob an den Einen verweigern, der Stachelschweine und Elche, die hellgrünen Espen über Hügel von grauen Felsen erschaffen hat, und diedieselbe Landschaft durch einen Schneesturm  in ein Kunstwerk verwandelt?

Wie im Koran steht, "alle Lebewesen der Erde und der Himmel preisen seine Groesse und dienen ihm, ihr aber versteht ihr preisen nicht."


Die Psalmen  lösen wunderbar das Problem einer Lob-defizienten Kultur: durch die Bereitstellung der notwendigen Worte. Wir müssen nur diese Worte benutzen, die von Gott gegeben wurden. So kann man die  Psalmen nutzen, unsere innere Einstellung neu auszurichten. 

Alle Geschöpfe unseres Gottes und König,
Erhebt eure Stimme und lasst  uns singen, Halleluja! Halleluja!
Du brennende Sonne mit goldenen Strahl, Du silberner Mond
mit weicher Schimmer! O lobet ihn!  Franz von Assisi


Ein Lob ist, dass ein  Geschöpf glücklich anerkennt , dass alles Gute vom Schöpfer kommt.

GOD NEVER CHANGES


Faith vs. Sight





All of us have natural, everyday faith. This is the faith we exhibit in the ordinary things we do. When we sip a glass of water, we trust that it is pure. When we board an airplane, we have faith that the builders, the air traffic controllers, and the pilot know what they are doing. This type of faith comes from our senses. If the water looks odd or smells funny, we do not drink it. If the pilot reeks of alcohol, we do not board the plane.

But spiritual faith does not depend on our senses. It is based on God's consistent and trustworthy character. As George Mueller, 19th century British social reformer, explained, "Faith does not operate in the realm of the possible. There is no glory for God in that which is humanly possible. Faith begins where man's power ends."

Although our circumstances may appear hopeless and our feelings may tell us to give up, we must not allow ourselves to be limited by the visible world. Instead, we should place our trust in the God who never changes.

Yet many times our faith extends only as far as we can see. An African impala antelope can jump higher than ten feet and a distance of more than thirty feet. Yet these magnificent creatures can be kept in an enclosure behind a three-foot wall. The reason? The antelope will not jump if it cannot see where its feet will fall. The impala's dependency on its senses robs it of its freedom.

We, also, are often limited by our need to see before we will believe. Instead, we must improve our spiritual vision so that the walls of fear and doubt cannot doom us to a life of spiritual mediocrity.
Your View of God Really Matters …
If you really believed that God never changes, how would that affect the way you trust Him for the things you cannot see, or the circumstances you don't understand? 
Because God never changes,
My future is secure and eternal.

Montag, 2. April 2012

Was hat das Abendmahl Christis mit der islamischen Pilgerfahrt zu tun?



Sehr viel, meine ich. Nach vergleichenden Studien der Schriften und der Verse des Korans, welche darauf hindeuten, bin ich der Meinung, dass der traditionelle Hajj (Pilgerfahrt), wie er heute ausgefuehrt wird, eine Verzerrung der Wahrheit darstellt.
Heutige Muslime pilgern einmal in ihrem Leben nach Mekka, um die Kaaba zu sehen, um sie siebenmal zu umrunden und als absolutes plus des Ganzen, einen schwarzen Stein , der nicht nur eine gewisse Aehnlichkeit einer weiblichen Vulva hat, zu kuessen. Daneben steinigen sie in einem absurden Ritual den Satan und es werden dabei immer wieder Menschen getoetet. Was den Pilgern gar nichts ausmacht, da solche Gestorbenen auf direktem Weg ins Paradies eingehen sollen. Es ist also nur wuenschenswert, auf der Pilgerreise zu Tode gesteinigt oder zerdrueckt zu werden... Unser Ticket ins Paradies.

Neben den komisch anmutenden Ritualen und der bestimmten Kleidung, welche, auch wenn es gewisse Menschen nicht wahrhaben wollen, eine gewisse Aehnlichkeit mit indischen Pilgern und ihrer Kleidung aufweisen, werden beim traditionellen Hajj Opfer dargebracht, die Wiederaufnahme eines alten Kultes.

Meiner Meinung nach haben diese Pilgerriten und die Opferbraeuche nichts mit den Verordnungen, welche sich im Koran widerspiegeln, zu tun. Sehen wir den Koran an, als das, was er ist, naemlich als Unterscheidungsoffenbarung (das Mittel dazu, um Falsches von der Wahrheit zu unterscheiden), und den Islam nicht als Religion, sondern als das Ursystem Gottes, welches seit Anbeginn der Zeiten immer dasselbe war, dann muessen wir die vorherigen Schriften studieren und sie im Lichte des Korans auslegen.

Wenn wir dies tun, dann stossen wir auf die Festbraeuche des Judentums, welche einmal im Jahr zum Tempel pilgerten und Opfer darbrachten. Gleichzeitig wurde der Zehnte abgeliefert. Speiseopfer, Suehneopfer, Brandopfer. Die Opfer konnten nur von einem Priester dargebracht werden und das Fleisch wurde nicht bei allen Opfern gegessen, sondern verbrannt. Es herrschte auch die Praktik, dass die Suende eines Menschen symbolisch auf einen Ziegenbock uebertragen wurde, der dann als Suendebock in die Wueste geschickt wurde.

Im Christentum wurde Jesus zu diesem symbolischen Suendebock gemacht, der nicht nur die Suende eines einzelnen, sondern tatsaechlich jene der gesamten Menschheit zu tragen hatte.....
Dies jedoch nur eine Randbemerkung, da dies eine eigene Fragenstellung ist, der andererorts nachgegangen werden muss.

Die Opferbraeuche wurden durch Jesus abgeschafft. Er hielt dazu an, die Leute zu speisen. Er scheute sich auch nicht, zusammen mit den Armen und Kranken und Schwachen am selben Tische zu sitzen. Jegliches rituale Gehabe war ihm fremd, was den damaligen Klerikern wohl schwer zu schaffen machte. Er sprach zu den Priestern und stellte ihr Machtgebaeude, welches sie aufgebaut hatten, bloss.
Was Jesus tat, wird im Koran aufgegriffen, aber von den Muslimen nicht gelebt.
Die heutigen Muslime plus ihre Kleriker halten fest an sinnlosen Ritualen und erkennen den Sinn der Pilgerfahrt, wie sie im Koran geschildert wird, nicht an. Sie halten fest an alten uebernommenen Traditionen, die sie aus den Zweitquellen, den Ahadithen entnehmen. Diese jedoch sind gefaerbt von juedischer Tradition. Kein Wunder geht es den Muslimen schlecht, wenn sie das weise Buch Gottes, das an Jesus Verkuendigungen und seiner Botschaft anschliesst, nicht beachten und stattdessen Steine anbeten und ihre Kleriker verherrlichen und den Islam zu einer ritualisierten Religion gemacht haben.

Was sagt Gott im Koran?

Der Begriff Eid FEST wird im Zusammenhang mit Jesus gebraucht

Der Ausdruck Eid wird nur einmal im ganzen Koran gebraucht und deutet auf das letzte Abendmahl hin. Nach dem neuen Testament wurde dieses Fest zelebriert von den Jüngern Jesus- Friede sei auf ihm – auf seine Anordnung hin, sich an ihn zu erinnern.)
Nach dem Koran betete Jesus-Friede sei auf ihm- auf die Bitte seiner Jünger zu Gott, dass er ihnen einen gedeckten Tisch herabsende als Fest (Eid)(5:112)
Dieses Fest sollte ein Zeichen Gottes sein für den ersten und letzten unter ihnen.

005.114
"Jesus, Sohn der Maria sagte: Oh Gott unser Herr, sende uns vom Himmel einen gedeckten Tisch, dass es für uns ein Fest (Arabisch: Eidan) für den ersten und den letzten von uns sei und ein Zeichen von dir, und gib uns unsere Versorgung, weil du der beste Versorger bist."


    Das rituale Opfer wird im Koran abgeschafft
Im Koran werden zwei Worte gebraucht, um das Toeten eines Tieres zu beschreiben. Thakaytum und Ziba. Fuer uns ist es nun interessant herauszufinden, ob diese Begriffe tatsachlich synonime sind, wie von den Gelehrten angenommen.

Thakaytum: Wurzel: DHAL/THAL-KAF-WAW

wichtig hier ist die Bedeutung des Wortes ‘Thakaytum’ wie es in klassischen Arabischen Wörterbücher erklärt wird. Die Bezeichnung, um ein Leben in einer bestimmten Form zu beenden, um es nachher zu essen.

Thiba/Ziba: Wurzel: DHAL/THAL-BA-HA ; zerteilen, Kehle durchschneiden, opfern, schlachten, massakrieren, schlachten in einer grossen Zahl,das rituelle schlachten



Thakaytum Töten, um zu essen (Jagd, Nutztiere etc.)
Thiba: Töten für religiöse Zwecke, wie opfern für Gott

Der Begriff des Opferns wird im Koran immer im negativen Sinn verwendet.
  • In 2.67, 2.71 um das opfern der Kuh zu bezeichnen, um einen Mord aufzuklaeren. (Eine Art Wahrsagerei vergleichbar mit Kaffeesatzlesen) AT : Deut.21.1-9
  • negativ gebraucht, als Drohung, sinnloser Akt in 27.20,21
  • in 37. 106/107 wird das Wort negativ gebraucht, als eine Inspiration von Satan
  • in 2.49 wird das Wort gebraucht, um ein Massaker zu beschreiben. Sinnloses Blutvergiessen, Pruefung
Grund des echten „Opferns“: die Versorgung aller Menschen mit Nahrung

22.27
Darum verkünde du allen Leuten die Pilgerfahrt. Sie werden zu Fuss zu dir kommen und auf jeder Art von schnellem Reittier, von jedem weit enfernten Punkt auf Erden kommend
22.28
auf dass sie viel erfahren mögen, was ihnen von Nutzen sein wird. Und dass sie den Namen Gottes an den festgesetzten Tagen lobpreisen mögen über welchem Vieh auch immer mit dem Er sie versorgt haben mag. Esst dann davon und speist die unglücklichen Armen
  1. Grund der Pilgerfahrt verbunden mit dem „Opfer“
  2. die Selbstaufopferung für die Sache Gottes (Gerechtigkeit, Frieden, Güte, Spenden) steht im Vordergrund
  3. hier wird das „neue“ Opfer erklärt:

    - es wird geopfert, um Danke zu sagen
    - um sich des Lebens und des Sterbens gegenwärtig zu sein
    - um Gott zu gedenken:alles Leben und der Tod ist von ihm
    - um sich der Wichtigkeit des Lebens bewusst zu werden: man soll nicht einfach
    gedankenlos töten, abschlachten, sondern bewusst ein „Opfer“ bringen, es im
    Namen Gottes schlachten und ganz wichtig:
    - man darf davon essen und muss die armen speisen
  4. das sinnlose Opfer der vorislamischen Zeit wird ersetzt durch das sinnvolle Opfer , nicht um etwas zu erhalten, sondern um zu geben.


Hier sehen wir ganz klar die Uebereinstimmung zum Fest Jesus. Die Pilgerfahrt soll ein Fest sein. Ein Anlass, damit Menschen von ueberallher zusammenkommen, um sich Gottes bewusst zu werden, zu feiern und Gott fuer seine Gnaden zu danken. Dies ist die richtige Bedeutung des Hajjs, der Pilgerfahrt. Der Sinn der Pilgerfahrt und des Schlachtens ist klar dargelegt in 22.34 – 22.37


22.36
Und was das Opfern des Viehs angeht (Arabisch: Bud'na), wir haben es für euch als eines der von Gott errichteten Symbole verordnet, in dem Gutes für euch ist. Darum lobpreist den Namen Gottes über ihnen, wenn sie aufgereiht sind, und nachdem sie leblos zu Boden gefallen sind, esst von ihrem Fleisch und speist den Armen, der sich mit seinem Los bescheidet, wie auch den, der zu betteln gezwungen ist. Es ist zu diesem Zweck, dass wir sie euch euren Bedürfnissen dienstbar gemacht haben, auf dass ihr Grund haben möget, dankbar zu sein.
22.37
Aber behaltet im Gedächtnis: niemals erreicht ihr Fleisch Gott und auch nicht ihr Blut: es ist nur euer Gottesbewusstsein, das ihn erreicht. Es ist zu diesem Zweck, dass wir sie euren Bedürfnissen dienstbar gemacht haben, auf dass ihr Gott rühmen möget für all die Rechtleitung , mit der er euch begnadet hat. Und verkünde du diese frohe Kunde denen, die Gutes tun.


  • Hier wird klar, dass das „neue“ Opfer kein sinnloses Ritual ist . Es ist als Abschluss der Pilgerfahrt gedacht, zu dem Zweck, das Fleisch zu essen und es an alle zu verteilen.
  • Der Sinn wird nochmals erwähnt: um sich die Gaben Gottes und das Geschenk des Lebens bewusst zu werden- ein sinnloses Töten ist von Gott als Frevel (keine Schlachtungen auf Opferaltaren) verurteilt
  • Das Opfer als Symbol des Lebens und der Versorgung: Es muss für die Nahrung getötet werden- eine Tötung eines Tieres, ohne davon zu essen oder die Armen zu speisen ist nicht erlaubt
  • Der Hinweis auf das Fleisch und Blut ist sehr wichtig: es zeigt uns, dass der Opferbrauch, um etwas Bestimmtes zu erreichen (Sündenverzeihen, Blutopfer, Opfer um Wahrzusagen, Mosaisches Opfer , Töten ohne Grund) abgeschafft ist!3.183



Koranverse zur Wallfahrt

Schauen wir uns nun die Verse der Wallfahrt ein bisschen naeher an.

2:196 traditionelle Uebersetzung

Und erfüllt die Wallfahrt und die Besuchsfahrt für Gott und wenn ihr gehindert seid, so gilt das, was leicht ist , vom Opfer, und rasiert nicht eure Köpfe, bis das Opfer seinen Platz erreicht hat, und wer von euch krank ist oder er hat eine Verletzung am Kopf, so gilt eine Auslösung mit Fasten oder spende oder Opfern, und wenn ihr in Sicherheit seid. Wer also den Besuch mit der Wallfahrt genossen hat, so gilt was leicht ist von den Opfertieren und wer nichts findet, so gilt fasten, drei Tage auf der Wallfahrt und sieben, wenn ihr zurückgekehrt seid, dies sind zehn vollständig. Dies für den, dessen Angehörige nicht Anwohner bei der heiligen Moschee sind, und fürchtet Gott, und wisst, dass Gott hart im Bestrafen ist.

In keiner frueheren Schrift wird das rasieren des Kopfes erwaehnt. Was soll dies nun mit Wallfahrt zu tun haben? Der Kopf (ras) ist ganz einfach als Verpflichtung zu verstehen, als Obligatorium, Kapital. Das Wort ist hier klar allegorisch benutzt und darf nicht woertlich verstanden werden. So wird eine 'Verletzung am Kopf' zu einer 'Verletzung des Kapitals' aus irgendeinem Grund = ganz einfach zuwenig Geld. Dazu muss angemerkt werden, dass die Verse klar werden, wenn wir wissen, dass bei der juedischen Pilgerfahrt der obligatorische Zehnte geleistet werden musste. Dies war ein Teil der jaehrlichen Pilgerfahrt zum Tempel.
Der Koran bestaetigt dies, indem er mit dem 'Scheren des Kopfes' darauf hinweist, dass diese Abgabe erst angenommen wird, wenn sie auch den Bestimmungsort erreicht. Falls jene aber nicht geleistet werden kann (Verletzung am Kopf) gilt eine Ersatzleistung durch fasten oder eine Spende.


So würde eine andere Übersetzung lauten:

Vollzieht die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt für Gott. Wenn ihr jedoch gehindert werdet, dann an Opfer was euch leichtfällt. Wenn ihr nicht pilgern könnt, dann betrachtet das Kapital (die obligatorische Abgabe) nicht als geleistet, bis die Opfergaben (das können Naturalien sowohl Geld sein) ihr Ziel erreicht haben. Wer von euch krank ist oder kein Kapital hat, der soll Ersatz leisten mit Fasten, Almosen oder freiwillige Askese.

Wenn ihr aber in Sicherheit seid (genügend Geld und Zeit habt oder wenn euer Glaube gestärkt ist, oder in den vier heiligen Monaten,) dann soll derjenige, der die Besuchsfahrt bis zur Nächsten Pilgerfahrt durchführen möchte, an Opfergaben spenden, was ihm leichtfällt. Wer jedoch nichts finden kann, der soll drei Tage während der Pilgerfahrt fasten und sieben wenn ihr zurückgekehrt seid, das sind im ganzen zehn. Dies für die, dessen Angehörige nicht in der geschützten Gebetstätte (Masjid al Haram) wohnhaft sind. Und fürchtet Allah und wisst dass Gott streng im Bestrafen ist.

Wir sehen, dass die Pilgerfahrt mehrere Zwecke erfuellt.
  1. Ein Ort des Zusammenkommens
  2. Ein Ort Allahs zu gedenken
  3. Ein Ort die Zakat abzugeben
  4. Ein Ort des Festes und der Danksagung


Die Pilgerfahrt hat bekannte Monate. Wer in ihr die Pilgerfahrt beschlossen hat, der darf keinen Beischlaf ausüben, keinen Frevel begehen und nicht Streit führen während der Pilgerfahrt. Und was ihr an Gutem tut, Gott weiss es. Und versorgt euch mit Reisevorrat, doch der beste Vorrat ist die Gottesfurcht. Und fürchtet mich, o die ihr Verstand besitzt.

Es ist keine Sünde für euch, dass ihr nach Huld von eurem Herrn trachtet. Doch wenn ihr von „Arafat“ (heisst wörtlich der Ort des Zusammenkommens, sich Kennenlernens, siehe unten) hergeströmt seid, dann gedenkt Gottes bei der geschützten Kultstätte (maschäir al Haram). Und gedenkt seiner, wie er euch rechtgeleitet hat, obwohl ihr vorher wahrlich zu den Irregehenden gehörtet.
Hierauf strömt weiter, wie die Menschen weiterströmen und bittet Gott um Vergebung. Gott ist Allvergebend, und Barmherzig.
Wenn ihr dann eure Braeuche vollzogen habt, dann gedenkt Gottes, wie ihr euer Väter gedenkt, oder mit noch innigerem Gedenken. Unter den Menschen gibt es manch einen, der sagt. Unser Herr gib uns im Diesseits , doch er hat am Jenseits keinen Anteil.


Die Pilgerfahrt ist fuer die gesamte Menschheit gedacht

3:95/96
Sag, Gott hat die Wahrheit gesprochen, also folgt der Glaubensgemeinschaft Abrahams, des Rechtgläubigen, und er war keiner von den Mittgöttergebenden.
Ja das erste Haus, für die Menschen errichtet, war jenes in Bakka als Rechtleitung für die Welten.
In ihm sind klar beweisende Zeichen, die Stätte Abrahams und wer es betreten hat, ist gestärkt , und um Gottes Willen obliegt den Menschen Wallfahren zum Hause, wer einen Weg dazu finden kann, und wer den Glauben verweigert, hat, so ist Gott reich ohne die Welten


9:3
Und eine Ausrufung von Gott und seinem Gesandten für die Menschen am Tag der grossen Wallfahrt: Dass Gott und sein Gesandter losgesagt sind, von den Mitgöttergebenden, und wenn ihr reuig umkehrt, so ist es besser für euch, und wenn ihr euch abkehrt, so wisst, dass ihr euch Gott nicht entzieht und künde denjenigen, die den Glauben verweigern, schmerzende Strafe an.

Die Pilgerfahrt ist fuer Alle Menschen gedacht. Gepilgert werden soll an jenen Ort, wo Abraham als erstes gepredigt hat und zum System Allahs aufgerufen hat. Dies ist das 'Bait al Ateeq' .
Wenn wir uns mit dem Begriff Bait etwas naeher beschaeftigen und schauen, wie der Begriff in der Bibel gebraucht wird, dann stossen wir darauf, dass das 'Bait' , zu welchem gepilgert werden musste, den Aufbewahrungsort der 'Bundeslade' der 10 Gebote Moses war.

Gepilgert werden sollte an den gemeinsamen Ursprung aller, die an den einen Gott glauben. Ich weiss nicht, wo Abraham gepredigt hat. Aber ich vermute stark, dass dies weder in Mekka noch in Jerusalem der Fall war. Beide Orte sind Verfaelschungen, um die Glaeubigen zu trennen und die Menschen allgemein.
Der Ort Abraham ist ein Ort, den alle Menschen von allen Kontinenten seit je her anzieht, weil in ihm Klare Zeichen sind. Ein Ort, der fasziniert und geheimnisvoll zugleich ist, und vor allem ein Ort fuer DIE GESAMTE MENSCHHEIT, nicht nur fuer eine bestimmte Glaubensgemeinschaft. Wo ist dieser Ort?
Der Leser moege sich selber Gedanken machen.....







Donnerstag, 29. März 2012

Ein Kamel oder ein Seil?



Dieser Artikel wurde geschrieben, als eine Antwort auf den Artikel Feuerkamele . Siehe nachfolgenden Link. http://www.alrahman.de/koran/fehler-in-koranuebersetzungen/7-feuerkamele
Es soll damit nicht die Arbeit der Autoren von AlRahman in Frage gestellt werden, eher ist es ein Hinweis darauf, dass dieser Ausdruck sich auch schon in der Bibel findet und parallel dazu eine theologische Diskussion ausgeloest hat.
So sehen wir wieder einmal mehr die Uebereinstimmungen der Schrift. Gelobt sei Gott der Welten.
"Das Kamel und das Nadelöhr", Matthäus 19:24, Markus 10:25, Lukas 18.25

Nur wo ist das Tor in Jerusalem?

"Es ist leichter für ein Kamel durch ein Nadelöhr zu gehen, als ein Reicher ins Reich Gottes zu kommen." (Matthäus 19:24)

In den letzten zwei Jahrhunderten war es üblich im Unterricht der Sonntagsschule, diese Passage hingehend zu erklaeren, dass es ein Tor in Jerusalem- genannt Nadelöhr gaebe-, durch das ein Kamel nicht passieren könnte, nur wenn es sich bückte und sich all seines erste Gepäckes zuerst entfernt haette. Nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die wichtigsten Tore geschlossen wurden, müssten Reisende oder Kaufleute diese kleineren Tor nutzen, durch welches das Kamel nur gehen konnte, wenn unbelastet und auf den Knien kriechend ! Großes Predigtmaterial, die Parallelen aufzeigend, wir wir zu Gott kommen, auf den Knien, ohne all unser Gepäck. Eine schöne Geschichte und ein ausgezeichnetes Gleichnis für das Predigen aber leider unbegründet und unbeweisbar! 

Seit dem dem 15. Jahrhundert und möglicherweise schon im 9. Jahrhundert , jedoch nicht bevor, wurde dies Geschichte weitergesagt, aber es gibt keine Beweise für ein solches Tor, noch Aufzeichnungen der Rüge an den Architekten, der es vielleicht vergessen hat, ein  Tor groß genug für das Kamel und Reiter anzufertiegen, damit jene ungehindert passieren konnten.


Variationen dieses Themas erzaehlen, es handle sich um antike Pensionen mit kleinen Eingängen oder die Geschichte einer alten Passstraße als "Nadelöhr", so schmal, dass Kaufleute von ihren Kamelen absteigen mussten, um damit leichtere Beute für Räuber zu werden, welche dort auf der Lauer lagen.

Zerfleischtes Griechisches vielleicht?

Es gibt einige Unterschiede in der griechischen Uebertragung. Die Nadel in Matthäus und Markus ist ein „Rafic“. Bei Lukas ist es ein „belone.“ Aber beide sind Synonyme für Nadeln zum Nähen, aber der Ausdruck bei Lukas ist eher eine chirurgische Nadel als von einer Naeherin verwendet.

Eine andere mögliche Lösung kaeme von der Möglichkeit eines griechischen Druckfehlers. Der Vorschlag dazu waere, dass das griechische Wort kamilos ('Kamel') eigentlich „kamêlos“ heissen sollte, was 'Kabel, Seil' bedeutet, wie manche späteren Manuskripte des Neuen Testament tatsächlich aufweisen. Sicherlich ist es einfacher, dass ein Seil (aus Baumwollfaden) durch eine Nadel passt als dass ein Reicher das Reich betreten wird. Eine saubere Lösung, aber unnötig!

Zu der oben erwaehnten Theorie wurde erklaert, dass die obengenannte Nadel eine 6-Zoll-Teppich Nadel und das Seil aus Kamel-Haar gemacht waere, aber dies klammert sich wiederum an Strohhalme oder Kamelhaar, und ist eine unnötige Erklaerung.

in Aramäisch macht es Sinn

Eine alternative sprachliche Erklärung von George M. Lamsa findet sich in der syrisch-aramäisch Uebersetzung „Peshitta“ , die das Wort "Seil" im Haupttext uebersetzt, jedoch in einer Fußnote zu Matthäus 19.24 erwaehnt, dass das aramäische Wort „Gamla“ Seil und Kamel bezeichnen kann, vielleicht deshalb, weil die Seile aus Kamelhaar gefertigt wurden.  Ein Beleg dafür kommt auch aus dem 10. Jahrhundert durch den aramäischen Lexikograph Mar Bahlul, der dem Wort die Bedeutung verleiht als "einen großen Seil verwendet, um Schiffe zu binden". (Vgl. http://www.aramaicnt.org/HTML/LUKE/evidences/Camel.html)

Einige haben sogar ein Wortspiel in aramäischer Sprache vorgeschlagen und schlugen Mücke oder Laus vor aus dem Aramäischen „Kalma“ 'Ungeziefer, Laus'.

So wie die apokryphen Petrus und Andrew 3 soll der Spruch nicht wörtlich als Kamel und Nadel uebersetzt werden, sondern sei literarisch zu verstehen. Es sei dazu gedacht, die scheinbare Schwierigkeit aufzuzeigen, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht. Für die Schwierigkeit ist nicht wichtig , ob sie real ist, so dass nicht durch textliche Betrügerei einen literaren Ausdruck erklaert werden muesse.

Vielmehr haben wir damit, glaube ich, eine schöne hebräische Übertreibung, wie wir es beispielsweise in der Allegorie „des Baumes, der aus dem Auge ragte , während ein Splitter im fremden Auge entfernt wird!“ Tatsächlich nutzt die jüdische Talmud-Literatur eine ähnliche Aphorismus wenn sie von einem Elefanten spricht, der durch ein Nadelöhr geht, als eine Redensart , welche aufzeigen will, dass etwas unwahrscheinlich oder unmöglich ist:
"Sie koennen keinem Mann eine Palme aus Gold zeigen, noch ein Elefanten geht durch das Nadelöhr." 4

Das Kamel war das größte Tier, welches regelmäßig in Israel gesehen wurde, während in Regionen, in denen der babylonische Talmud geschrieben wurde, der Elefant das größte Tier war. So ist der Aphorismus kulturell von einem Kamel zu einem Elefanten geworden, um in Regionen außerhalb von Israel übersetzt werden zu koennen.

Das Ziel ist also nicht, das Paradox weg zu erklären, und die Nadel zu einer riesigen Teppichnadel zu transformieren. Die jüdischen Schriften verwenden das "Nadelöhr" an anderen Orten als ein Bild eines sehr kleinen Ortes, "ein Nadelöhr ist nicht zu schmal für zwei Freunde, aber die Welt ist nicht breit genug für zwei Feinde. "6. Die lächerlichen Kontrast zwischen der geringen Größe der dem Nadelöhr und dem größten einheimischen Tier ist es, welche die grosse Unwahrscheinlichkeit ausdruecken soll.

Die Juenger Jesu glaubten, dass Reichtum und Wohlstand ein Zeichen des Segens Gottes (vgl. Leviticus und Deuteronomium) waren. So argumentierten sie mit Unfassbarkeit mehr entlang der Linie, dass, "wenn die Reichen, die so sind wegen der Kraft von Gottes Gerechtigkeit mit ihren Gueter als ein offensichtlicher Segen , nicht gerettet werden können, wer kann es dann?". Spätere Christen haben den Reichtum als Hindernis für das Heil gesehen.

Aber darüber hinaus finden wir fuer das Beispiel der Unmöglichkeit , die bei Gott möglich ist, überall im jüdischen Midrasch Einträge:


"Der Heilige sagte, oeffne für mich eine Tür , so groß wie ein Nadelöhr, und ich werde für euch eine Tür oeffnen, durch die Zelte und [Kamele?] gehen koennen" 7


Mit anderen Worten: Um Gott zu erkennen,braucht man nur einen Spalt zu oeffnen, um dann in ein Zimmer voller gruener Pflanzen, eine lustvolle Oase zu kommen.
Abschliessende Gedanken


Ein kurzer Überblick über Predigten oder Suche im Internet zeigt, wie viele den Mythos des kleinen Tores in Jerusalem verewigen. Die Ungenauigkeit kann harmlos erscheinen, aber es ist weder intellektuell vertretbar noch vorbildlich.

Die übertriebene Größe und der Kontrast ist gewollt und stellt ein offenes Urteil über Reichtum und Armut dar. 
Jesus reflektiert, wie schwer es oft ist für die Reichen ist, in das Reich Gottes eingehen, da sie an ihren Besitztuemern haengen.. Die Reichtümer sind eine Ablenkung und schwer zu teilen, wenn man sein Herz zu sehr an sie haengt. 
Die Verwunderung der Jünger war, dass wenn sogar die Reichen nicht errettet werden koennen, wer dann? Aber das Urteil ist, dass selbst die Reichen, nicht nur die Reichen, es unmoeglich finden , sich selbst zu retten - aber bei Gott sind alle Dinge möglich.

Quellen
http://www.biblicalhebrew.com/nt/camelneedle.htm

1. Hauptsächlich 11. Jahrhundert oder später, und in einem 9./10 Jahrhundert Manuskript, aber alle frühen Handschriften und Zitaten bei den Kirchenvätern aus dem 3. bis zum 8. Jahrhundert haben 'Kamel' nicht 'Seil'.
2. Das Neue Testament nach der Ost-Text, George M Lamsa, 1940, xxiv und Notiz auf Matthäus 19:24.
3. "
 "13 There was a rich man named Onesiphorus who said: If I believe, shall I be able to do wonders? Andrew said: Yes, if you forsake your wife and all your possessions. He was angry and put his garment about Andrew's neck and began to beat him, saying: You are a wizard, why should I do so? 14 Peter saw it and told him to leave off. He said: I see you are wiser than he. What do you say? Peter said: I tell you this: it is easier for a camel to go through a needle's eye than for a rich man to enter the kingdom of God. Onesiphorus was yet more angry and took his garment off Andrew's neck and cast it on Peter's and haled him along, saying: You are worse than the other. If you show me this sign, I and the whole city will believe but if not you shall be punished. 15 Peter was troubled and stood and prayed: Lord, help us at this hour, for thou hast entrapped us by thy words. 16 The Saviour appeared in the form of a boy of twelve years, wearing a linen garment 'smooth within and without', and said; Fear not: let the needle and the camel be brought. There was a huckster in the town who had been converted by Philip; and he heard of it, and looked for a needle with a large eye, but Peter said: Nothing is impossible with God rather bring a needle with a small eye. 17 When it was brought, Peter saw a camel coming and stuck the needle in the ground and cried: In the name of Jesus Christ crucified under Pontius Pilate I command thee, camel, to go through the eye of the needle. The eye opened like a gate and the camel passed through; and yet again, at Peter's bidding. 18 Onesiphorus said: You are a great sorcerer: but I shall not believe unless I may send for a needle and a camel. And he said secretly to a servant: Bring a camel and a needle, and find a defiled woman and some swine's flesh and bring them too. And Peter heard it in the spirit and said: O slow to believe, bring your camel and woman and needle and flesh. 19 When they were brought Peter stuck the needle in the ground, with the flesh, the woman was on the camel. He commanded it as before, and the camel went through, and back again. 20 Onesiphorus cried out, convinced and said: Listen. I have lands and vineyards and 27 litrae of gold and 50 of silver, and many slaves: I will give my goods to the poor and free my slaves if I may do a wonders like you. Peter said: If you believe, you shall. 21 Yet he was afraid he might not be able, because he was not baptized, but a voice came: Let him do what he will. So Onesiphorus stood before the needle and camel and commanded it to go through and it went as far as the neck and stopped. And he asked why. 'Because you are not yet baptized.' He was content, and the apostles went to his house, and 1,000 souls were baptized that night." (Acts of Peter and Andrew vv.14-21, The Apocryphal New Testament, M R James, Oxford: Clarendon Press, 1924, p459).
4. Babylonischen Talmud, Berakoth, 55b
5. Babylonischen Talmud, Baba Meẓi'a, 38b
6. Quelle zurückverfolgt vgl. aber nicht. Midrasch Rabba, Genesis 1,3
7. Midrasch Rabba, Das Hohelied, 5.3;. Cf Pesiqta R., 15, hrsg. Friedmann, p.70a; Soncino Zohar, Vayikra 3, p95a