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Freitag, 13. Mai 2016

Wurde von Abraham verlangt, seinen Sohn zu opfern?


Der Artikel ist eine freie Uebertragung eines englischen Artikels von Joseph Islam www.quransmessage.com.
Der Artikel behandelt Abrahams Opferung. Dabei sollen die Fragen geklaert werden, ob Abraham tatsaechlich ein Opfer bringen und wer geopfert werden sollte.

1. Verlangte Gott von Abraham seinen Sohn zu opfern?


Aber als erstes müssen wir nun die Frage klären, ob Gott wirklich von Abraham verlangt haben kann, seinen Sohn zu opfern. Wenn wir den Koran und seine Aussagen genauer studieren, kommen wir darauf, dass es eben kein Befehl Gottes war, sondern im Gegenteil einTraum, der von Abraham falsch interpretiert worden ist. Die Basis dieser Geschichte finden wir in der Bibel, genauer im 1.Buch Mose, 22:1-18

1.Buch Mose Kapitel 22

1Einige Zeit danach geschah es: Gott stellte Abraham auf die Probe.»Abraham!«, rief er.»Ja?«, erwiderte Abraham.2»Nimm deinen Sohn«, sagte Gott, »deinen einzigen, der dir ans Herz gewachsen ist, den Isaak! Geh mit ihm ins Land Morija auf einen Berg, den ich dir nennen werde, und opfere ihn mir dort als Brandopfer*.«3Am nächsten Morgen stand Abraham früh auf. Er spaltete Holz für das Opferfeuer, belud seinen Esel und machte sich mit seinem Sohn auf den Weg zu dem Ort, von dem Gott gesprochen hatte. Auch zwei Knechte nahm er mit.4Am dritten Tag erblickte er den Berg in der Ferne.5Da sagte er zu den Knechten: »Bleibt hier mit dem Esel! Ich gehe mit dem Jungen dort hinauf, um mich vor Gott niederzuwerfen; dann kommen wir wieder zurück.«6Abraham packte seinem Sohn die Holzscheite auf den Rücken; er selbst nahm das Becken mit glühenden Kohlen und das Messer. So gingen die beiden miteinander.7Nach einer Weile sagte Isaak: »Vater!«»Ja, mein Sohn?«»Feuer und Holz haben wir, aber wo ist das Lamm für das Opfer?«8»Gott wird schon für ein Opferlamm sorgen!«So gingen die beiden miteinander.9Sie kamen zu dem Ort, von dem Gott zu Abraham gesprochen hatte. Auf dem Berg baute Abraham einen Altar und schichtete die Holzscheite auf. Er fesselte Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf den Holzstoß.10Schon fasste er nach dem Messer, um seinen Sohn zu schlachten,11da rief der Engel*des HERRN vom Himmel her: »Abraham! Abraham!« »Ja?«, erwiderte er,12und der Engel rief: »Halt ein! Tu dem Jungen nichts zuleide! Jetzt weiß ich, dass du Gott gehorchst. Du warst bereit, mir sogar deinen einzigen Sohn zu opfern.«3Als Abraham aufblickte, sah er einen einzelnen Schafbock, der sich mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen hatte. Er ging hinüber, nahm das Tier und opferte es anstelle seines Sohnes auf dem Altar.14Er nannte den Ort »Der HERR sorgt vor«. Noch heute sagt man: »Auf dem Berg des HERRN ist vorgesorgt.«15Noch einmal rief der Engel des HERRN vom Himmel her16und sagte zu Abraham: »Ich schwöre bei mir selbst, sagt der HERR: Weil du mir gehorcht hast und sogar bereit warst, mir deinen einzigen Sohn zu geben,17werde ich dich segnen! Deine Nachkommen mache ich so zahlreich wie die Sterne am Himmel und die Sandkörner am Meeresstrand. Sie werden ihre Feinde besiegen und ihre Städte erobern.18Bei allen Völkern der Erde werden die Leute zueinander sagen: 'Gott segne dich wie die Nachkommen Abrahams!'BDas ist die Belohnung dafür, dass du meinem Befehl gehorcht hast.«19Abraham kehrte wieder zu seinen Knechten zurück und sie gingen miteinander nach Beerscheba. Dort blieb Abraham wohnen.

Auch diese Geschichte- wie viele andere - wurde durch die mündlichen Überlieferungen in den Islam eingeschleust. Die Muslime gedenken dieser Geschichte bis heute, indem sie am Opferfest schlachten.

Finden wir diese Geschichte im Koran?

Die Geschichte Abrahams ,wie er seinen Sohn opfern will, findet sich im Koran, Doch wenn wir die Passage genau betrachten, eröffnet sich uns eine völlig andere Sichtweise. Der Koran bestätigt die biblische Version in keiner Weise. Im Koran lesen wir:

Sura Al Saffat, 37:102-111

Als er (Ismael) alt genug war, um mit ihm zu arbeiten, sagte Abraham: "Mein Sohn! Ich sah im Traum, dass ich dich schlachten werde. Nun schau, was meinst du dazu?" Er sagte: "Vater! Tu, was dir befohlen wird! Du wirst, so Gott will, finden, dass ich einer der Geduldigen bin." Als sich beide ergeben hatten und er ihn mit der Stirn zum Boden hingelegt hatte, riefen Wir ihm zu: "O Abraham! Bereits hast du das Traumgesicht bestätigt! Gewiss, solcherart vergelten WIR es den Rechtschaffenen." Gewiss, dies war die offenkundige Prüfung. Und Wir lösten ihn mit einem großen Schlachtopfer aus. Und Wir bewahrten seine Geschichte unter den Nachkommen. Friede sei auf Abraham! So belohnen Wir den Rechtschaffenen. Er ist (einer) von unseren gläubigen Dienern.

Zu beachten sind hier folgende Punkte:

- Abraham sieht ein Traum, indem er sich sieht, wie er seinen Sohn schlachtet. Er deutet den Traum wörtlich, anstelle die Symbolik dahinter zu betrachten. Seinen Sohn töten bedeutet, ihn nicht neben Gott oder über Gott zu stellen.

- Dies war eine offenkundige Prüfung, weil Gott genau wusste, wie Abraham seinen Sohn liebte. Abraham fasst jedoch den Traum wörtlich auf und ist deshalb zu recht verwirrt.

- Abraham ist nicht sicher, wie er sich verhalten soll, deshalb fragt er seinen Sohn um Rat. Sein Traumgesicht war demzufolge für ihn alles andere als klar. Das widerspricht jedoch dem Koran. Gottes Befehle an seine Propheten sind klar (10:15; 7:101; 2:87,92).

- Der Ausdruck „aslamtu“, dass sie sich beide ergeben haben, ist nicht weiter definiert. In den meisten Korankommentaren sehen wir den Zusatz „in den Willen Gottes“. Dies ist jedoch eine Interpretation, die nicht im Koran zu finden ist. Sie können sich genauso gut dem Traumgesicht ergeben haben.

- Gott befiehlt nichts Schändliches und schon gar nicht, seine eigenen Kinder zu töten: 7:28... Sprich: "Gott befiehlt nicht, abscheuliche Taten zu begehen. Wie könnt ihr Gott etwas zuschreiben, worüber ihr nichts wisst?"

6:151:Sprich: "Kommt her, ich will vortragen, was euer Herr euch verboten hat: Ihr sollt Ihm nichts zur Seite stellen und den Eltern Güte erweisen. Und ihr sollt eure Kinder nicht aus (Angst vor der) Armut töten - Wir versorgen euch und sie - und ihr sollt euch nicht den Schändlichkeiten nähern, seien sie offenkundig oder verborgen, und ihr sollt nicht dessen Leben ausschalten, das Gott unverletzlich gemacht hat, außer wenn dies gemäß der Gerechtigkeit geschieht. Das ist es, was Er euch geboten hat, auf dass ihr es begreifen möget."

- Das Menschenopfer stellt eine heidnische grausame Praxis dar und wird sicher nicht von Gott verlangt :

6:137 Und ebenso haben ihre Teilhaber vielen der Götzenanbeter das Töten ihrer Kinder als wohlgefällig erscheinen lassen, damit sie sie verderben und ihren Glauben verwirren können. Und hätte Gott Seinen Willen erzwungen, hätten sie das nicht getan; so überlasse sie sich selbst mit dem, was sie erdichten.


60:12 O Prophet! Wenn die gläubigen Frauen zu dir kommen, um das Treuegelöbnis zu leisten, dass sie Gott nichts beigesellen, nicht stehlen, keinen Ehebruch begehen, ihre Kinder nicht töten, keine Verleumdung vorbringen werden, die sie selbst wissentlich ersonnen, noch dir ungehorsam sein werden in dem, was recht ist, dann nimm ihren Treueid an und bitte Gott um Vergebung für sie. Wahrlich, Gott ist allvergebend, barmherzig.

- Sogar Tieropfer sind im Koran als Frevel bezeichnet, wenn sie nur aus dem Grund des Tötens geschlachtet werden, oder um etwas zu erreichen oder erbitten, oder um eine Schuld zu tilgen (Sühneopfer, Blutopfer, Bittes- oder Dankopfer) Das „Opfern“ ist nur erlaubt in Verbindung mit der Speisung der Armen. Gott liebt keine Verschwendung.(5.03)

- Eigentlich hätte Abraham wissen müssen, dass Gott niemals von ihm verlangen würde, seinen Sohn zu opfern, denn:
87:18-19Das steht bereits in den früher offenbarten Schriften, in den Schriften von Abraham und Moses.

- So war also die Deutung des Traumgesichts ( wörtlich aufgefasst) von Abraham nichts weiter als ein Inspiration von "Satan" , unserem schlechten ich:

4:92 Keinem Gläubigen steht es zu, einen anderen Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen...
4:93 Wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, wird mit der Hölle bestraft, in der er ewig bleiben wird. Gott zürnt ihm, verdammt ihn und bereitet ihm eine überaus qualvolle Strafe.

Wie kann Gott sagen jemanden zu töten verdiene die Hölle und gleichzeitig von seinem Propheten verlangen, seinen Sohn zu töten? Dies entbehrt jeglicher Vernunft!

2. Wen sah Abraham im Traum? War es Isaak oder Ismael?

Über das Thema Isaak oder Ismael ist seit längerem eine Debatte im Gange. Die meisten Muslime heute glauben, dass es Ismael gewesen sei, der geopfert werden sollte. Die Christen sagen natürlich es war Isaak. Wer hat nun Recht? Kann uns der Koran in dieser Frage weiterhelfen?
Der Koran erwähnt keinen Namen. Jedoch kommt ein unparteiischen Leser, der den Koran ohne jegliches Vorwissen liest, durch mehrere Argumente zum Schluss, dass es Isaak gewesen sein muss, dies entgegen dem verbreiteten Glauben der Muslime.

Folgendes sind die entsprechenenden Koranstellen:

037.102-109
"Und als er alt genug war, um mit ihm arbeiten zu können, sagte er: O mein Sohn. Sicherlich habe ich in einem Traum gesehen, dass ich dich opfern solle., Sag mir ,was du dazu meinst. Er sagte: O mein Vater, Tu was dir befohlen worden ist. So Gott will werde ich einer der Geduldigen sein. So, als sich beide ergeben hatten, und er ihn auf seinen Kopf niederlegte, riefen wir ihm zu: O Abraham, du hast deine vision schon erfüllt. Sicherlich belohnen wir die Guthandelnden. Sicherlich. Dies war wahrlich ein klarer Test. Und wir lösten ihn mit einem Schlachtopfer aus. Und wir erhielten für ihn (diese Segnungen) für die späteren Generationen. Friede sei auf Abraham."


Wie wir gesehen haben, wird kein Name genannt. Wenn wir jedoch die vorausgehenden Verse dazuziehen und den Kontext genau studieren und ihm nachfolgen, werden wir feststellen, dass es grosse Indizien dafür gibt, dass das zu „opfernde“ Kind Prophet Isaak und nicht Prophet Ismael gewesen ist.
Diese spezielle Erzählung beginnt mit einem wichtigen Gebet, welches Prophet Abraham- Friede sei auf ihm- gemacht hat:

037.100
"O mein Herr! Gib mir von den Rechtschaffenen! (Arabisch: Saliheen)"

Wichtig in diesem Zusammenhang zu sagen, dass das Gebet von Abraham in Vers 37.100 sich in seiner Deutung von der allgemein verbreiteten Meinung unterscheidet. Wie? Im Arabischen liest sich der Vers wie folgt:"Gib mir einen von den Rechtschaffenen (Arabisch: Rabi hab li min-asaliheen).
Es wird nicht erwähnt, dass Prophet Abraham für einen Sohn gebeten hätte. (Vielfach wird dies von Übersetzern in ihr Tafsir hineininterpretiert) Dieses Gebet ist nicht für ein Kind mit einem spezifischen Geschlecht. Es ist ein Gebet für ein rechtschaffenes Kind. Es ist nicht korrekt zu sagen, dass „saliheen“ nur für ein männliches Kind stehen kann. In diesem Fall, war zwar das „saliheen“ tatsächlich ein männliches Kind, jedoch war das Geschlecht nicht der Mittelpunkt des Gebete, sondern der „Charakter“ .

037.101
"So gaben Wir ihm die guten Neuigkeiten (Arabisch: fabascharnahu) eines nachsichtigen Jungen.(Arabic: Haliim)"
Wir sind aufgefordert, die Parallelen und die Gegensätze des Gebetes von der Mutter der Maria, die ihr ungeborenes Kind ihrem Herrn „opfern“ wollte (indem er ins Kloster ging, als Priester ausgebildet werden sollte) zu studieren. Sie tat dies im Glauben, dass jenes Ungeborene ein Knabe sei. Jedoch erhielt sie stattdessen ein Mädchen – Maria. Auch Mädchen können gottesfürchtig und fromm sein- nicht nur Knaben!

003.035
"Als Imrans Frau sagte: Oh mein Herr. Ich gelobe dir, was in meinem Leib ist für deinen speziellen Dienst. So akzeptiere dies von mir: Du bist ja der Allhörende der Allwissende.So. Als sie es dann zur Welt gebracht hatte sagte sie: Mein Herr, ich habe ein Mädchen zur Welt gebracht. Und Gott weiss am besten, was sie zur Welt gebracht hatte. Unich stelle sie und ihre Nachkommenschaft unter den Schutz vor dem verstossenen Satan."
Wie beim Gebet Abrahams sehen wir keine Nennung eines Geschlechts, nur dessen „Charakter“ .
Nachdem Gott Prophet Abraham bestätigt hat, dass er einen nachsichtigen Knaben erhalten werde, fährt die Erzählung fort mit dem Inhalt des Traumes von Abraham, in dem er sich sieht, seinen Sohn zu opfern. Nochmals, in diesem Stadium können wir nur mit Sicherheit sagen, dass das Kind ein Junge ist, der ein nachsichtiges Wesen hat. Danach lesen wir in 37.112.

037.112
“ Und wir gaben ihm die guten Neuigkeiten (Arabisch: wabascharna) von Isaak, ein Prophet (Arabisch: Nabiyyan) von den Rechtschaffenen (Arabisch: Salihina)”

Dies ist das erste Mal in dieser Sura, dass der Name „Isaak“ erwähnt wird. Viele Kommentatoren folgern jedoch, diese „ guten Neuigkeiten“ würden sich auf das Kommen eines neuen Kindes Namens Isaak beziehen.Wenn wir jedoch den oberen Vers analysieren, erhalten wir folgende Informationen:
(a) Ein Name (Isaak)
(b) Er wird ein Prophet sein (Arabisch: Nabiyyan)
(c) Er wird ein Rechtschaffener sein (Arabisch: Saliheen)

Es wird nirgends die Geburt eines neuen Kindes erwähnt

Nun müssen wir strengstens argumentieren, dass Isaak nicht als Prophet geboren wurde. (nicht wie Jesus, der in der Wiege zu den Menschen sprach)Er erhielt jedoch die Weisheit in späteren Jahren wie viele andere Propheten (Joseph, Moses, Muhammad und Abraham selbst). So ist das Fehlen eines Namens im Vers 37.102 auf die Tatsache zurückzuführen, dass er zu jener Zeit noch keinen Namen hatte und noch keine prophetischen Fähigkeiten besass und noch kein Rechtschaffener. 'Saliheen' war.

Wenn wir den letzten Punkt, im Hinblick auf „Saliheen“, etwas genauer betrachten, dann müssen wir nochmals auf 37.102 zurückkommen. Dort sehen wir, dass, auch wenn die ein Knabe verkündet wird, es nicht feststeht, ob er von den Saliheen sein wird. Die einzige Aussage, die gegeben wird, ist , dass er „nachsichtig“ sei.(Arabisch: Haliim). Beachte den Unterschied zwischen „Saliheen“(Rechtschaffen) und „Haleemin“.(nachsichtig, sanft, leidensbereit, geduldig)

037.101
"So gaben wir ihm die guten Neuigkeiten eines nachsichtigen Jungen.(Arabisch: Haliim)"

In Vers 37.112 jedoch können wir feststellen, dass hier das ursprüngliche Gebet (37.100) von Abraham bestätigt wird.
Nicht nur wird der Junge als „Saliheen“ bestätigt, sondern auch, dass er ein Prophet sein werde. So zeigt es sich im Kontext, dass sich die Ankündigung der guten Neuigkeiten auf diese Geburt des rechtschaffenen und nachsichtigen Jungen, der einmal Prophet sein wird bezieht und nicht auf das Kommen noch eines Kindes.

Schlussfolgerung:
Die zweiten guten Neuigkeiten müssen sich nicht obligatorisch auf die Geburt eines neuen Kindes beziehen, sondern werden uns gegeben im Hinblick auf das schon lebende Kind, welches Isaak heisst.
Wenn wir die zwei Verse 37.101 und 37.112 miteinander vergleichen, sehen wir eine klare Übereinstimmung. Der erste erklärt uns die guten Neuigkeiten eines Knaben, der zweite informiert uns über die guten Neuigkeiten, dass derselbe Knabe ein Prophet und ein Rechtschaffener werden würde.als Antwort auf das ursprüngliche Gebet von 37.100. Es geht in Beiden um nur ein Kind.
Wenn wir die allgemeine Meinung akzeptieren würden, (Ismael im Traum),  wird es schwierig nachzuvollziehen, weshalb in 37.112 ein Name genant wird, jedoch in 37.101 nicht, da beide Verse sich -gleichermassen - mit der Geburt eines neuen Kindes auseinandersetzen...
So informiert uns diese Erzählung (37.100 – 113) über Prophet Isaak, nicht über Ismael.

3. Hat Abraham Hagar und Ismael wirklich in der Wüste ausgesetzt?

Im ganzen Koran finden wir nirgends den Namen von Hagar. Noch finden wir die Geschichte, dass Abraham Ismael und seine Mutter in die Wüste geschickt habe. Diese Geschichte finden wir nur in den Zweitquellen des Islams und in der Bibel.

Verleumdungen von Abraham Genesis 16.1-6:

1Abrams Frau Sarai blieb kinderlos. Sie hatte aber eine ägyptische Sklavin*namens Hagar.2So sagte sie zu ihrem Mann: »Du siehst, der HERR hat mir keine Kinder geschenkt. Aber vielleicht kann ich durch meine Sklavin zu einem Sohn kommen.Ich überlasse sie dir.«Abram war einverstanden,3und Sarai gab ihm die ägyptische Sklavin zur Frau. Er lebte damals schon zehn Jahre im Land Kanaan*4Abram schlief mit Hagar und sie wurde schwanger. Als sie merkte, dass sie ein Kind bekommen würde, begann sie auf ihre Herrin herabzusehen.5Da sagte Sarai zu ihrem Mann: »Mir geschieht Unrecht, und du trägst dafür die Verantwortung! Ich habe dir meine Sklavin überlassen. Seit sie weiß, dass sie ein Kind bekommt, verachtet sie mich. Ich rufe den HERRN als Richter an!«6Abram erwiderte: »Sie ist deine Sklavin. Mach mit ihr, was du für richtig hältst!«
Sarai ließ daraufhin Hagar die niedrigsten Arbeiten verrichten; da lief sie davon.7In der Wüste rastete Hagar bei dem Brunnen, der am Weg nach Schur liegt. Da kam der Engel* des HERRN zu ihr8und fragte sie: »Hagar, Sklavin Sarais! Woher kommst du? Wohin gehst du?«Ich bin meiner Herrin davongelaufen«, antwortete sie.
9Da sagte der Engel: »Geh zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter!10Der HERR wird dir so viele Nachkommen geben, dass sie nicht zu zählen sind.11Du wirst einen Sohn gebären und ihn Ismaël (Gott hat gehört) nennen; denn der HERR hat deinen Hilferuf gehört.12Ein Mensch wie ein Wildesel wird er sein, im Streit mit allen und von allen bekämpft; seinen Brüdern setzt er sich vors Gesicht.13 Hagar rief: »Habe ich wirklich den gesehen, der mich anschaut?« Und sie gab dem HERRN, der mit ihr gesprochen hatte, den Namen »Du bist der Gott, der mich anschaut«.14Darum nennt man jenen Brunnen Beer-Lahai-Roi (Brunnen des Lebendigen, der mich anschaut). Er liegt zwischen Kadesch und Bered.15Hagar gebar Abram einen Sohn, und Abram nannte ihn Ismaël.16Abram war damals 86 Jahre alt.

Was steht im Koran?

Obwohl der Koran diese Geschichte in keiner Weise unterstützt, wurde sie von den Geschichtenerzählern in den Islam eingeschleust via der Ahadithe. Gott sandte den Koran als Rechtleitung und als Furqan, um die Wahheit unterscheiden zu können von der Falschheit, und die Menschen liessen sich dazu herab, genau jene Falschheiten und Verleumdungen wieder als Glaubensgrundsätze anzunehmen.

In Buchari, Ausgabe 4, Buch 55, Nummer 584 finden wir folgenden Hadith:

Ibn Abbas erzählte: Als Abraham Differenzen mit seiner Frau hatte (wegen ihrer Eifersucht auf Hagar, der Mutter Ismaels), nahm er Ismael und seine Mutter ging weg. Sie hatten einen Wassersack bei sich, mit ein wenig Wasser drin; Ismaels Mutter trank üblicherweise aus diesem, damit ihre Milch sich vermehren würde für ihr Kind. Als Abraham Mekka erreichte, setzte er sie unter einen Baum und ging anschließend nach Hause. Ismaels Mutter folgte ihm und als sie Kada' erreichten, rief sie ihm von hinten zu: 'O Abraham! Für wen verlässt du uns?' Er antwortete: 'Für Allah('s Sache).' Sie sagte: 'Ich bin zufrieden, mit Allah zu sein.' Sie ging zurück an ihren Platz und begann Wasser aus dem Wassersack zu trinken und ihre Milch vermehrte sich für ihr Kind. Als das Wasser alle war, sagte sie zu sich selber: 'Ich sollte besser gehen und schauen, dass ich vielleicht jemanden sehe.' Sie stieg den Safa-Berg empor und schaute, in der Hoffnung jemanden zu sehen, doch vergebens. Als sie runter zum Tal kam, rannte sie bis sie den Marwa-Berg erreichte. Sie rannte (zwischen den beiden Bergen) mehrere Male hin und her. Dann sagte sie zu sich selber: 'Ich sollte besser gehen und nach dem Zustand des Kindes schauen.' Sie ging und fand es im Zustand des Sterbens. Sie hielt es nicht aus, ihn sterben zu sehen und sagte (zu sich selber): 'Wenn ich gehe und schaue, dann finde ich vielleicht jemanden.' Sie ging und stieg den Safa-Berg empor und schaute für eine lange Zeit, konnte aber niemanden finden. So vervollständigte sie sieben Runden (des Rennens) zwischen Safa und Marwa.

So wissen wir, woher diese Geschichte mit Hagar und der Wüste kommen. Um den weit verbreiteten Glauben an diese Geschichten zu untermauern, wird leider auch oft der Koran hinzugezogen. Der folgende Koranvers wird oft zitiert, um zu beweisen, dass Prophet Abraham sein Frau und sein Kind in ein unwirtliches Land geschickt haben soll und sie dort alleingelassen haben soll:

014:037
"O unser Herr! Ich habe einige (Arabisch: min) meiner Nachkommen (Arabisch: Dhuriyati)  auf deinen Befehl hin in einem Tal ohne Kultivation gelassen, bei deinem geheiligten Haus, damit sie das reguläre Gebet verrichten, so fülle die Herzen von einigen Menschen mit Liebe zu ihnen und speise sie mit Früchten, so dass sie dankbar sein mögen."

Es ist ganz wichtig zu sehen, dass hier das Wörtchen Min -einige- gebraucht wird. Das gibt uns einen Hinweis, dass es mehrere Leute seiner Nachkommen waren im Gegensatz zur bekannten „Hagar- und- ihr- Baby- Erzählung.“
Der Leser wird erkennen dass:

(1) Das „einige“ ist nicht näher erklärt im Koran und wir wissen nicht, welchen Teil von Prophet Abrahams Nachkommen damit gemeint ist.

(2) Zur Zeit des Gebetes in diesem Vers war das heilige Haus schon gebaut. So war also Ismael zu jener Zeit älter, da er vorher seinem Vater assistierte und helfen konnte, das Haus fertigzubauen. (2:127).

(3) Wenn wir die umliegenden Verse anschauen, um mehr Informationen zu erhalten, lesen wir folgendes: (Bemerkung: 14.36 und 14.38 sind Gebete und sind nicht aufgeführt, weil im Zusammenhang für dieses Themas nicht wichtig. Bitte lesen sie selbst.)

014.035
"Und als Abraham sagte: Mein Herr! Mach dieses Gebiet sicher und beschütze mich und meine Söhne/Kinder (Arabisch: Baniyya) davon, Götzen zu dienen. "
014:037
"O unser Herr! Ich habe einige (Arabisch: min) meiner Nachkommen (Arabisch: Dhuriyati)  auf deinen Befehl hin in einem Tal ohne Kultivation gelassen, bei deinem geheiligten Haus, damit sie das reguläre Gebet verrichten, so fülle die Herzen von einigen Menschen mit Liebe zu ihnen und speise sie mit Früchten, so dass sie dankbar sein mögen."
014:039
"Alles Lob gebührt Gott, der mir in meinem hohen Alter Ismael und Isaak geschenkt hat. Ja, mein Herr ist wahrlich der Erhörer des Gebets."

Vers 14:37(hervorgehoben in rot): zwischen zwei Versen, in denen die Nachkommen (Arabisch: Dhuriyati) Abrahams erwähnt werden. Wir sehen jedoch im ersten Vers (14.35), dass der Plural „Baniyya“ Söhne genannt wird.

Baniyya wird übersetzt mit Söhnen und ist Maskulin Plural. Maskulin Plural in Arabisch kann auch Weibliches beinhalten, so wäre eine bessere Übersetzung des Ausdruckes: Kinder. (Söhne und Töchter) Die Leser sind sicher bekannt mit dem Ausdruck „Bani Israel“, welche gleichermassen sich nicht nur auf Söhne Israels bezieht, sondern Töchter miteinschliesst. Genauso der Audruck „Bani Adam“, der auch Kinder (Söhne und Töchter Adams) bezeichnet.
Später, nämlich in Vers 14:39 sehen wir, dass beide, Ismael und Isaak speziell erwähnt werden. So beinhaltet der Ausdruck „Nachkommenschaft“ in 14.37 auch die beiden Söhne. Das heisst, Ismael und Isaak sind ein Teil dieser Nachkommenschaft von 14.35.

Arabische Nomen können drei Formen haben: Singular, Dual, Plural. „Ibn“ ist Einzahl für Sohn, so ist das obengenannte „Bani“ Plural und steht für Söhne (kann auch Töchter einschliessen). Die dritte Form, der Dual, der für zwei Söhne steht, kann im folgenden Beispiel gesehen werden:

005:027 (Teil)
"Und erzähle ihnen die Geschichte der zwei Söhne(Arabisch: Ibnay) Adams"



Diese Form ist spezifisch nur für zwei Söhne gemeint. Es ist jedoch nicht die Form, die gewählt wurde, um die Kinder Abrahams in Vers 14.35 zu beschreiben!
Prophet Abraham war der Stammvater einiger Sippen und wenn wir auch sehen, dass nur Ismael und Isaak bei Namen genannt werden, heisst das nicht, dass er nicht noch andere Kinder haben konnte. Gleich wie die Erwähnung der zwei Söhne Adams nicht meint, dass diese seine Einzigen gewesen seien. Ganz im Gegenteil gibt uns das Wort Baiyyna in 14.35 die Information, dass Abraham der Vater einiger Kinder gewesen sein muss.

Schlussfolgerungen:

Ausgehend vom Gebet in 14.37, waren beide Söhne schon geboren und werden als Nachkommen bezeichnet .

Ismael war schon älter, da er mit seinem Vater das Haus fertigbauen konnte

ein Teil der Nachkommenschaft Abrahams wurde beim heiligen Haus zurückgelassen um dort zu leben. Welcher Sohn, oder welcher Teil seiner Nachkommenschaft ist nicht weiter erklärt im Koran.



Der Vers 14:37 beweist in keiner Weise, dass ein Kind und seine Mutter zu einem unkultivierten Land geschickt wurden. Diese Geschichte kann nicht mit dem Koran bewiesen oder bestätigt werden.



Mittwoch, 14. März 2012

Wen opferte Abraham



In diesem Artikel möchte ich ein wenig auf Prophet Abraham -Friede sei auf ihm – eingehen. Die erste Frage, die ich stellen möchte ist jene nach der berühmten „Opferung“. Welcher sah Abraham in seinem Traum? War das Isaak oder Ismael? Und ein überaus zentraler Punkt: wurde wirklich ein Opfer von Abraham verlangt? Kann Gott so etwas von einem Propheten verlangen?

Über das Thema Isaak oder Ismael ist seit längerem eine Debatte im Gange. Die meisten Muslime heute glauben, dass es Ismael gewesen sei, der geopfert werden sollte. Die Christen sagen natürlich es war Isaak. Wer hat nun Recht? Kann uns der Koran in dieser Frage weiterhelfen?
Der Koran erwähnt keinen Namen. Jedoch kommt ein unparteiischen Leser, der den Koran ohne jegliches Vorwissen liest, durch mehrere Argumente zum Schluss, dass es Isaak gewesen sein muss, dies entgegen dem verbreiteten Glauben der Muslime.
Folgendes sind die entsprechenenden Koranstellen:

037.102-109
"Und als er alt genug war, um mit ihm arbeiten zu können, sagte er: O mein Sohn. Sicherlich habe ich in einem Traum gesehen, dass ich dich opfern solle., Sag mir ,was du dazu meinst. Er sagte: O mein Vater, Tu was dir befohlen worden ist. So Gott will werde ich einer der Geduldigen sein. So, als sich beide ergeben hatten, und er ihn auf seinen Kopf niederlegte, riefen wir ihm zu: O Abraham, du hast deine vision schon erfüllt. Sicherlich belohnen wir die Guthandelnden. Sicherlich. Dies war wahrlich ein klarer Test. Und wir lösten ihn mit einem Schlachtopfer aus. Und wir erhielten für ihn (diese Segnungen) für die späteren Generationen. Friede sei auf Abraham."

Verlangte Gott von Abraham seinen Sohn zu opfern?

Aber als erstes müssen wir nun die Frage klären, ob Gott wirklich von Abraham verlangt haben kann, seinen Sohn zu opfern. Wenn wir den Koran und seine Aussagen genauer studieren, kommen wir darauf, dass es eben kein Befehl Gottes war, sondern im Gegenteil einTraum, der von Abraham falsch interpretiert worden ist. Die Basis dieser Geschichte finden wir in der Bibel, genauer im 1.Buch Mose, 22:1-18

1.Buch Mose Kapitel 22

1Einige Zeit danach geschah es: Gott stellte Abraham auf die Probe.»Abraham!«, rief er.»Ja?«, erwiderte Abraham.2»Nimm deinen Sohn«, sagte Gott, »deinen einzigen, der dir ans Herz gewachsen ist, den Isaak! Geh mit ihm ins Land Morija auf einen Berg, den ich dir nennen werde, und opfere ihn mir dort als Brandopfer*.«3Am nächsten Morgen stand Abraham früh auf. Er spaltete Holz für das Opferfeuer, belud seinen Esel und machte sich mit seinem Sohn auf den Weg zu dem Ort, von dem Gott gesprochen hatte. Auch zwei Knechte nahm er mit.4Am dritten Tag erblickte er den Berg in der Ferne.5Da sagte er zu den Knechten: »Bleibt hier mit dem Esel! Ich gehe mit dem Jungen dort hinauf, um mich vor Gott niederzuwerfen; dann kommen wir wieder zurück.«6Abraham packte seinem Sohn die Holzscheite auf den Rücken; er selbst nahm das Becken mit glühenden Kohlen und das Messer. So gingen die beiden miteinander.7Nach einer Weile sagte Isaak: »Vater!«»Ja, mein Sohn?«»Feuer und Holz haben wir, aber wo ist das Lamm für das Opfer?«8»Gott wird schon für ein Opferlamm sorgen!«So gingen die beiden miteinander.9Sie kamen zu dem Ort, von dem Gott zu Abraham gesprochen hatte. Auf dem Berg baute Abraham einen Altar und schichtete die Holzscheite auf. Er fesselte Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf den Holzstoß.10Schon fasste er nach dem Messer, um seinen Sohn zu schlachten,11da rief der Engel*des HERRN vom Himmel her: »Abraham! Abraham!« »Ja?«, erwiderte er,12und der Engel rief: »Halt ein! Tu dem Jungen nichts zuleide! Jetzt weiß ich, dass du Gott gehorchst. Du warst bereit, mir sogar deinen einzigen Sohn zu opfern.«3Als Abraham aufblickte, sah er einen einzelnen Schafbock, der sich mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen hatte. Er ging hinüber, nahm das Tier und opferte es anstelle seines Sohnes auf dem Altar.14Er nannte den Ort »Der HERR sorgt vor«. Noch heute sagt man: »Auf dem Berg des HERRN ist vorgesorgt.«15Noch einmal rief der Engel des HERRN vom Himmel her16und sagte zu Abraham: »Ich schwöre bei mir selbst, sagt der HERR: Weil du mir gehorcht hast und sogar bereit warst, mir deinen einzigen Sohn zu geben,17werde ich dich segnen! Deine Nachkommen mache ich so zahlreich wie die Sterne am Himmel und die Sandkörner am Meeresstrand. Sie werden ihre Feinde besiegen und ihre Städte erobern.18Bei allen Völkern der Erde werden die Leute zueinander sagen: 'Gott segne dich wie die Nachkommen Abrahams!'BDas ist die Belohnung dafür, dass du meinem Befehl gehorcht hast.«19Abraham kehrte wieder zu seinen Knechten zurück und sie gingen miteinander nach Beerscheba. Dort blieb Abraham wohnen.

Auch diese Geschichte- wie viele andere - wurde durch die mündlichen Überlieferungen in den Islam eingeschleust. Die Muslime gedenken dieser Geschichte bis heute, indem sie am Opferfest schlachten.
Finden wir diese Geschichte im Koran?

Die Geschichte Abrahams ,wie er seinen Sohn opfern will, findet sich im Koran, doch wenn wir die Passage genau betrachten, eröffnet sich uns eine völlig andere Sichtweise. Der Koran bestätigt die biblische Version in keiner Weise. Im Koran lesen wir:

Sura Al Saffat, 37:102-111
Als er (Ismael) alt genug war, um mit ihm zu arbeiten, sagte Abraham: "Mein Sohn! Ich sah im Traum, dass ich dich schlachten werde. Nun schau, was meinst du dazu?" Er sagte: "Vater! Tu, was dir befohlen wird! Du wirst, so Gott will, finden, dass ich einer der Geduldigen bin." Als sich beide ergeben hatten und er ihn mit der Stirn zum Boden hingelegt hatte, riefen Wir ihm zu: "O Abraham! Bereits hast du das Traumgesicht bestätigt! Gewiss, solcherart vergelten WIR es den Rechtschaffenen." Gewiss, dies war die offenkundige Prüfung. Und Wir lösten ihn mit einem großen Schlachtopfer aus. Und Wir bewahrten seine Geschichte unter den Nachkommen. Friede sei auf Abraham! So belohnen Wir den Rechtschaffenen. Er ist (einer) von unseren gläubigen Dienern.

Zu beachten sind hier folgende Punkte:

- Abraham sieht ein Traum, indem er sich sieht, wie er seinen Sohn schlachtet. Er deutet den Traum wörtlich, anstelle die Symbolik dahinter zu betrachten. Seinen Sohn töten bedeutet, ihn nicht neben Gott oder über Gott zu stellen.

- Dies war eine offenkundige Prüfung, weil Gott genau wusste, wie Abraham seinen Sohn liebte. Abraham fasst jedoch den Traum wörtlich auf und ist deshalb zu recht verwirrt.

- Abraham ist nicht sicher, wie er sich verhalten soll, deshalb fragt er seinen Sohn um Rat. Sein Traumgesicht war demzufolge für ihn alles andere als klar. Das widerspricht jedoch dem Koran. Gottes Befehle an seine Propheten sind klar (10:15; 7:101; 2:87,92).

- Der Ausdruck „aslamtu“, dass sie sich beide ergeben haben, ist nicht weiter definiert. In den meisten Korankommentaren sehen wir den Zusatz „in den Willen Gottes“. Dies ist jedoch eine Interpretation, die nicht im Koran zu finden ist. Sie können sich genauso gut dem Traumgesicht ergeben haben.

- Gott befiehlt nichts Schändliches und schon gar nicht, seine eigenen Kinder zu töten: 7:28... Sprich: "Gott befiehlt nicht, abscheuliche Taten zu begehen. Wie könnt ihr Gott etwas zuschreiben, worüber ihr nichts wisst?"
6:151:Sprich: "Kommt her, ich will vortragen, was euer Herr euch verboten hat: Ihr sollt Ihm nichts zur Seite stellen und den Eltern Güte erweisen. Und ihr sollt eure Kinder nicht aus (Angst vor der) Armut töten - Wir versorgen euch und sie - und ihr sollt euch nicht den Schändlichkeiten nähern, seien sie offenkundig oder verborgen, und ihr sollt nicht dessen Leben ausschalten, das Gott unverletzlich gemacht hat, außer wenn dies gemäß der Gerechtigkeit geschieht. Das ist es, was Er euch geboten hat, auf dass ihr es begreifen möget."

- Das Menschenopfer stellt eine heidnische grausame Praxis dar und wird sicher nicht von Gott verlangt :

6:137 Und ebenso haben ihre Teilhaber vielen der Götzenanbeter das Töten ihrer Kinder als wohlgefällig erscheinen lassen, damit sie sie verderben und ihren Glauben verwirren können. Und hätte Gott Seinen Willen erzwungen, hätten sie das nicht getan; so überlasse sie sich selbst mit dem, was sie erdichten.


60:12 O Prophet! Wenn die gläubigen Frauen zu dir kommen, um das Treuegelöbnis zu leisten, dass sie Gott nichts beigesellen, nicht stehlen, keinen Ehebruch begehen, ihre Kinder nicht töten, keine Verleumdung vorbringen werden, die sie selbst wissentlich ersonnen, noch dir ungehorsam sein werden in dem, was recht ist, dann nimm ihren Treueid an und bitte Gott um Vergebung für sie. Wahrlich, Gott ist allvergebend, barmherzig.

- Sogar Tieropfer sind im Koran als Frevel bezeichnet, wenn sie nur aus dem Grund des Tötens geschlachtet werden, oder um etwas zu erreichen oder erbitten, oder um eine Schuld zu tilgen (Sühneopfer, Blutopfer, Bittes- oder Dankopfer) Das „Opfern“ ist nur erlaubt in Verbindung mit der Speisung der Armen. Gott liebt keine Verschwendung.(5.03)

- Eigentlich hätte Abraham wissen müssen, dass Gott niemals von ihm verlangen würde, seinen Sohn zu opfern, denn:
87:18-19Das steht bereits in den früher offenbarten Schriften, in den Schriften von Abraham und Moses.

- So war also die Deutung des Traumgesichts ( wörtlich aufgefasst) von Abraham nichts weiter als ein Inspiration von Satan, der immer Blut verlangt und Tod:

4:92 Keinem Gläubigen steht es zu, einen anderen Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen...
4:93 Wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, wird mit der Hölle bestraft, in der er ewig bleiben wird. Gott zürnt ihm, verdammt ihn und bereitet ihm eine überaus qualvolle Strafe.
Wie kann Gott sagen jemanden zu töten verdiene die Hölle und gleichzeitig von seinem Propheten verlangen, seinen Sohn zu töten? Dies entbehrt jeglicher Vernunft!


2. Wen sah Abraham im Traum? War es Isaak oder Ismael?


Wie wir gesehen haben, wird kein Name genannt. Wenn wir jedoch die vorausgehenden Verse dazuziehen und den Kontext genau studieren und ihm nachfolgen, werden wir feststellen, dass es grosse Indizien dafür gibt, dass das zu „opfernde“ Kind Prophet Isaak und nicht Prophet Ismael gewesen ist.
Diese spezielle Erzählung beginnt mit einem wichtigen Gebet, welches Prophet Abraham- Friede sei auf ihm- gemacht hat:

037.100
"O mein Herr! Gib mir von den Rechtschaffenen! (Arabisch: Saliheen)"

Wichtig in diesem Zusammenhang zu sagen, dass das Gebet von Abraham in Vers 37.100 sich in seiner Deutung von der allgemein verbreiteten Meinung unterscheidet. Wie? Im Arabischen liest sich der Vers wie folgt:"Gib mir einen von den Rechtschaffenen (Arabisch: Rabi hab li min-asaliheen).
Es wird nicht erwähnt, dass Prophet Abraham für einen Sohn gebeten hätte. (Vielfach wird dies von Übersetzern in ihr Tafsir hineininterpretiert) Dieses Gebet ist nicht für ein Kind mit einem spezifischen Geschlecht. Es ist ein Gebet für ein rechtschaffenes Kind. Es ist nicht korrekt zu sagen, dass „saliheen“ nur für ein männliches Kind stehen kann. In diesem Fall, war zwar das „saliheen“ tatsächlich ein männliches Kind, jedoch war das Geschlecht nicht der Mittelpunkt des Gebete, sondern der „Charakter“

037.101
"So gaben Wir ihm die guten Neuigkeiten (Arabisch: fabascharnahu) eines nachsichtigen Jungen.(Arabic: Haliim)"

Wir sind aufgefordert, die Parallelen und die Gegensätze des Gebetes von der Mutter der Maria, die ihr ungeborenes Kind ihrem Herrn „opfern“ wollte (indem er ins Kloster ging, als Priester ausgebildet werden sollte) zu studieren. Sie tat dies im Glauben, dass jenes Ungeborene ein Knabe sei. Jedoch erhielt sie stattdessen ein Mädchen – Maria. Auch Mädchen können gottesfürchtig und fromm sein- nicht nur Knaben!

003.035
"Als Imrans Frau sagte: Oh mein Herr. Ich gelobe dir, was in meinem Leib ist für deinen speziellen Dienst. So akzeptiere dies von mir: Du bist ja der Allhörende der Allwissende.So. Als sie es dann zur Welt gebracht hatte sagte sie: Mein Herr, ich habe ein Mädchen zur Welt gebracht. Und Gott weiss am besten, was sie zur Welt gebracht hatte. Unich stelle sie und ihre Nachkommenschaft unter den Schutz vor dem verstossenen Satan."
Wie beim Gebet Abrahams sehen wir keine Nennung eines Geschlechts, nur dessen „Charakter“ .
Nachdem Gott Prophet Abraham bestätigt hat, dass er einen nachsichtigen Knaben erhalten werde, fährt die Erzählung fort mit dem Inhalt des Traumes von Abraham, in dem er sich sieht, seinen Sohn zu opfern. Nochmals, in diesem Stadium können wir nur mit Sicherheit sagen, dass das Kind ein Junge ist, der ein nachsichtiges Wesen hat. Danach lesen wir in 37.112.

037.112
“ Und wir gaben ihm die guten Neuigkeiten (Arabisch: wabascharna) von Isaak, ein Prophet (Arabisch: Nabiyyan) von den Rechtschaffenen (Arabisch: Salihina)”

Dies ist das erste Mal in dieser Sura, dass der Name „Isaak“ erwähnt wird. Viele Kommentatoren folgern jedoch, diese „ guten Neuigkeiten“ würden sich auf das Kommen eines neuen Kindes Namens Isaak beziehen.Wenn wir jedoch den oberen Vers analysieren, erhalten wir folgende Informationen:
(a) Ein Name (Isaak)
(b) Er wird ein Prophet sein (Arabisch: Nabiyyan)
(c) Er wird ein Rechtschaffener sein (Arabisch: Saliheen)

Es wird nirgends die Geburt eines neuen Kindes erwähnt

Nun müssen wir strengstens argumentieren, dass Isaak nicht als Prophet geboren wurde. (nicht wie Jesus, der in der Wiege zu den Menschen sprach)Er erhielt jedoch die Weisheit in späteren Jahren wie viele andere Propheten (Joseph, Moses, Muhammad und Abraham selbst). So ist das Fehlen eines Namens im Vers 37.102 auf die Tatsache zurückzuführen, dass er zu jener Zeit noch keinen Namen hatte und noch keine prophetischen Fähigkeiten besass und noch kein Rechtschaffener. 'Saliheen' war.

Wenn wir den letzten Punkt, im Hinblick auf „Saliheen“, etwas genauer betrachten, dann müssen wir nochmals auf 37.102 zurückkommen. Dort sehen wir, dass, auch wenn die ein Knabe verkündet wird, es nicht feststeht, ob er von den Saliheen sein wird. Die einzige Aussage, die gegeben wird, ist , dass er „nachsichtig“ sei.(Arabisch: Haliim). Beachte den Unterschied zwischen „Saliheen“(Rechtschaffen) und „Haleemin“.(nachsichtig, sanft, leidensbereit, geduldig)

037.101
"So gaben wir ihm die guten Neuigkeiten eines nachsichtigen Jungen.(Arabisch: Haliim)"

In Vers 37.112 jedoch können wir feststellen, dass hier das ursprüngliche Gebet (37.100) von Abraham bestätigt wird.
Nicht nur wird der Junge als „Saliheen“ bestätigt, sondern auch, dass er ein Prophet sein werde. So zeigt es sich im Kontext, dass sich die Ankündigung der guten Neuigkeiten auf diese Geburt des rechtschaffenen und nachsichtigen Jungen, der einmal Prophet sein wird bezieht und nicht auf das Kommen noch eines Kindes.

Schlussfolgerung:
Die zweiten guten Neuigkeiten müssen sich nicht obligatorisch auf die Geburt eines neuen Kindes beziehen, sondern werden uns gegeben im Hinblick auf das schon lebende Kind, welches Isaak heisst.

Wenn wir die zwei Verse 37.101 und 37.112 miteinander vergleichen, sehen wir eine klare Übereinstimmung. Der erste erklärt uns die guten Neuigkeiten eines Knaben, der zweite informiert uns über die guten Neuigkeiten, dass derselbe Knabe ein Prophet und ein Rechtschaffener werden würde.als Antwort auf das ursprüngliche Gebet von 37.100. Es geht in Beiden um nur ein Kind.

Wenn wir die allgemeine Meinung akzeptieren würden, (Ismael im Traum),  wird es schwierig nachzuvollziehen, weshalb in 37.112 ein Name genant wird, jedoch in 37.101 nicht, da beide Verse sich -gleichermassen - mit der Geburt eines neuen Kindes auseinandersetzen...

So informiert uns diese Erzählung (37.100 – 113) über Prophet Isaak, nicht über Ismael.


Hat Abraham Hagar und Ismael wirklich in der Wüste ausgesetzt?

Im ganzen Koran finden wir nirgends den Namen von Hagar. Noch finden wir die
Geschichte, dass Abraham Ismael und seine Mutter in die Wüste geschickt
habe. Diese Geschichte finden wir nur in den Zweitquellen des Islams und in
der Bibel.

 Abraham Genesis 16.1-6:

1Abrams Frau Sarai blieb kinderlos. Sie hatte aber eine ägyptische
Sklavin*namens Hagar.2So sagte sie zu ihrem Mann: »Du siehst, der HERR hat
mir keine Kinder geschenkt. Aber vielleicht kann ich durch meine Sklavin zu
einem Sohn kommen.Ich überlasse sie dir.«Abram war einverstanden,3und
Sarai gab ihm die ägyptische Sklavin zur Frau. Er lebte damals schon zehn
Jahre im Land Kanaan*4Abram schlief mit Hagar und sie wurde schwanger. Als
sie merkte, dass sie ein Kind bekommen würde, begann sie auf ihre Herrin
herabzusehen.5Da sagte Sarai zu ihrem Mann: »Mir geschieht Unrecht, und du
trägst dafür die Verantwortung! Ich habe dir meine Sklavin überlassen. Seit sie
weiß, dass sie ein Kind bekommt, verachtet sie mich. Ich rufe den HERRN als
Richter an!«6Abram erwiderte: »Sie ist deine Sklavin. Mach mit ihr, was du für
richtig hältst!«
Sarai ließ daraufhin Hagar die niedrigsten Arbeiten verrichten; da lief sie
davon.7In der Wüste rastete Hagar bei dem Brunnen, der am Weg nach Schur
liegt. Da kam der Engel* des HERRN zu ihr8und fragte sie: »Hagar, Sklavin
Sarais! Woher kommst du? Wohin gehst du?«Ich bin meiner Herrin
davongelaufen«, antwortete sie.
9Da sagte der Engel: »Geh zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter!
10Der HERR wird dir so viele Nachkommen geben, dass sie nicht zu zählen
sind.11Du wirst einen Sohn gebären und ihn Ismaël (Gott hat gehört) nennen;
denn der HERR hat deinen Hilferuf gehört.12Ein Mensch wie ein Wildesel wird
er sein, im Streit mit allen und von allen bekämpft; seinen Brüdern setzt er sich
vors Gesicht.13 Hagar rief: »Habe ich wirklich den gesehen, der mich
anschaut?« Und sie gab dem HERRN, der mit ihr gesprochen hatte, den Namen
»Du bist der Gott, der mich anschaut«.14Darum nennt man jenen Brunnen
Beer-Lahai-Roi (Brunnen des Lebendigen, der mich anschaut). Er liegt zwischen
Kadesch und Bered.15Hagar gebar Abram einen Sohn, und Abram nannte ihn
Ismaël.16Abram war damals 86 Jahre alt.


Was steht im Koran?

Obwohl der Koran diese Geschichte in keiner Weise unterstützt, wurde sie von
den Geschichtenerzählern in den Islam eingeschleust via der Ahadithe. Gott
sandte den Koran als Rechtleitung und als Furqan, um die Wahheit
unterscheiden zu können von der Falschheit, und die Menschen liessen sich
dazu herab, genau jene Falschheiten und Verleumdungen wieder als
Glaubensgrundsätze anzunehmen.


In Buchari, Ausgabe 4, Buch 55, Nummer 584 finden wir folgenden Hadith:

Ibn Abbas erzählte: Als Abraham Differenzen mit seiner Frau hatte (wegen ihrer
Eifersucht auf Hagar, der Mutter Ismaels), nahm er Ismael und seine Mutter
ging weg. Sie hatten einen Wassersack bei sich, mit ein wenig Wasser drin;
Ismaels Mutter trank üblicherweise aus diesem, damit ihre Milch sich vermehren
würde für ihr Kind. Als Abraham Mekka erreichte, setzte er sie unter einen Baum
und ging anschließend nach Hause. Ismaels Mutter folgte ihm und als sie Kada'
erreichten, rief sie ihm von hinten zu: 'O Abraham! Für wen verlässt du uns?' Er
antwortete: 'Für Allah('s Sache).' Sie sagte: 'Ich bin zufrieden, mit Allah zu sein.'
Sie ging zurück an ihren Platz und begann Wasser aus dem Wassersack zu
trinken und ihre Milch vermehrte sich für ihr Kind. Als das Wasser alle war,
sagte sie zu sich selber: 'Ich sollte besser gehen und schauen, dass ich
vielleicht jemanden sehe.' Sie stieg den Safa-Berg empor und schaute, in der
Hoffnung jemanden zu sehen, doch vergebens. Als sie runter zum Tal kam,
rannte sie bis sie den Marwa-Berg erreichte. Sie rannte (zwischen den beiden
Bergen) mehrere Male hin und her. Dann sagte sie zu sich selber: 'Ich sollte
besser gehen und nach dem Zustand des Kindes schauen.' Sie ging und fand
es im Zustand des Sterbens. Sie hielt es nicht aus, ihn sterben zu sehen und
sagte (zu sich selber): 'Wenn ich gehe und schaue, dann finde ich vielleicht
jemanden.' Sie ging und stieg den Safa-Berg empor und schaute für eine lange
Zeit, konnte aber niemanden finden. So vervollständigte sie sieben Runden (des
Rennens) zwischen Safa und Marwa.


So wissen wir, woher diese Geschichte mit Hagar und der Wüste kommen. Um
den weit verbreiteten Glauben an diese Geschichten zu untermauern, wird leider
auch oft der Koran hinzugezogen. Der folgende Koranvers wird oft zitiert, um zu
beweisen, dass Prophet Abraham sein Frau und sein Kind in ein unwirtliches
Land geschickt haben soll und sie dort alleingelassen haben soll:


014:037
"O unser Herr! Ich habe einige (Arabisch: min) meiner Nachkommen (Arabisch:
Dhuriyati)  auf deinen Befehl hin in einem Tal ohne Kultivation gelassen, bei
deinem geheiligten Haus, damit sie das reguläre Gebet verrichten, so fülle die
Herzen von einigen Menschen mit Liebe zu ihnen und speise sie mit Früchten,
so dass sie dankbar sein mögen."


Es ist ganz wichtig zu sehen, dass hier das Wörtchen Min -einige- gebraucht
wird. Das gibt uns einen Hinweis, dass es mehrere Leute seiner Nachkommen
waren im Gegensatz zur bekannten „Hagar- und- ihr- Baby- Erzählung.“
Der Leser wird erkennen dass:

(1) Das „einige“ ist nicht näher erklärt im Koran und wir wissen nicht, welchen
Teil von Prophet Abrahams Nachkommen damit gemeint ist.

(2) Zur Zeit des Gebetes in diesem Vers war das heilige Haus schon gebaut. So
war also Ismael zu jener Zeit älter, da er vorher seinem Vater assistierte und
helfen konnte, das Haus fertigzubauen. (2:127).

(3) Wenn wir die umliegenden Verse anschauen, um mehr Informationen zu
erhalten, lesen wir folgendes: (Bemerkung: 14.36 und 14.38 sind Gebete und
sind nicht aufgeführt, weil im Zusammenhang für dieses Themas nicht wichtig.
Bitte lesen sie selbst.)

014.035
"Und als Abraham sagte: Mein Herr! Mach dieses Gebiet sicher und beschütze
mich und meine Söhne/Kinder (Arabisch: Baniyya) davon, Götzen zu dienen. "

014:037
"O unser Herr! Ich habe einige (Arabisch: min) meiner Nachkommen (Arabisch:
Dhuriyati)  auf deinen Befehl hin in einem Tal ohne Kultivation gelassen, bei
deinem geheiligten Haus, damit sie das reguläre Gebet verrichten, so fülle die
Herzen von einigen Menschen mit Liebe zu ihnen und speise sie mit Früchten,
so dass sie dankbar sein mögen."

014:039
"Alles Lob gebührt Gott, der mir in meinem hohen Alter Ismael und Isaak
geschenkt hat. Ja, mein Herr ist wahrlich der Erhörer des Gebets."

Vers 14:37(hervorgehoben in rot): zwischen zwei Versen, in denen die
Nachkommen (Arabisch: Dhuriyati) Abrahams erwähnt werden.
Wir sehen jedoch im ersten Vers (14.35), dass der Plural „Baniyya“ Söhne genannt wird.

Baniyya wird übersetzt mit Söhnen und ist Maskulin Plural. Maskulin Plural in
Arabisch kann auch Weibliches beinhalten, so wäre eine bessere Übersetzung
des Ausdruckes: Kinder. (Söhne und Töchter) Die Leser sind sicher bekannt mit
dem Ausdruck „Bani Israel“, welche gleichermassen sich nicht nur auf Söhne
Israels bezieht, sondern Töchter miteinschliesst. Genauso der Audruck „Bani
Adam“, der auch Kinder (Söhne und Töchter Adams) bezeichnet.

Später, nämlich in Vers 14:39 sehen wir, dass beide, Ismael und Isaak speziell
erwähnt werden. So beinhaltet der Ausdruck „Nachkommenschaft“ in 14.37
auch die beiden Söhne. Das heisst, Ismael und Isaak sind ein Teil dieser
Nachkommenschaft von 14.35.

Arabische Nomen können drei Formen haben: Singular, Dual, Plural. „Ibn“ ist
Einzahl für Sohn, so ist das obengenannte „Bani“ Plural und steht für Söhne
(kann auch Töchter einschliessen). Die dritte Form, der Dual, der für zwei
Söhne steht, kann im folgenden Beispiel gesehen werden:

005:027 (Teil)
"Und erzähle ihnen die Geschichte der zwei Söhne(Arabisch: Ibnay) Adams"


Diese Form ist spezifisch nur für zwei Söhne gemeint. Es ist jedoch nicht die
Form, die gewählt wurde, um die Kinder Abrahams in Vers 14.35 zu
beschreiben!
Prophet Abraham war der Stammvater einiger Sippen und wenn wir auch sehen,
dass nur Ismael und Isaak bei Namen genannt werden, heisst das nicht, dass
er nicht noch andere Kinder haben konnte. Gleich wie die Erwähnung der zwei
Söhne Adams nicht meint, dass diese seine Einzigen gewesen seien. Ganz im
Gegenteil gibt uns das Wort Baiyyna in 14.35 die Information, dass Abraham
der Vater einiger Kinder gewesen sein muss.

Schlussfolgerungen:


Ausgehend vom Gebet in 14.37, waren beide Söhne schon geboren und werden
als Nachkommen bezeichnet .

Ismael war schon älter, da er mit seinem Vater das Haus fertigbauen konnte

ein Teil der Nachkommenschaft Abrahams wurde beim heiligen Haus
zurückgelassen um dort zu leben. Welcher Sohn, oder welcher Teil seiner

Nachkommenschaft ist nicht weiter erklärt im Koran.

Der Vers 14:37 beweist in keiner Weise, dass ein Kind und seine Mutter zu
einem unkultivierten Land geschickt wurden. Diese Geschichte kann nicht mit
dem Koran bewiesen oder bestätigt werden.

Freitag, 23. Dezember 2011

Der Stammbaum der Araber


Sind die Araber und Prophet Muhammad wirklich Nachkommen von Prophet Abraham


Von Seiten der Muslime wird behauptet, dass Muhammad – Friede auf ihm – die Nachkommen von Abraham – Friede auf ihm – seien. Diese Behauptung steht im Raum und wird von allen niemals angezweifelt. Aber ist diese Behauptung wahr? Und kann sie mit dem Koran verifiziert werden? Diesen Fragen möchte ich hier nachgehen. Um nicht immer den Friedensgruss für alle Propheten wiederholen zu müssen, möchte ich dies hier am Anfang für alle im Artikel genannten Propheten tun: Der Friede sei auf ihnen allen.
Wenn wir den Koran studieren, scheint es, als ob das Gegenteil davon die Wahrheit ist. Folgende Punkte sind wichtig aus der Sicht des Korans:

  • Der Koran macht keinerlei Behauptungen, dass Prophet Ismael ein Vorfahr der Araber oder Prophet Muhammads Vorväter gewesen sei. Da es nicht im Koran gelehrt wird, kann es nicht ein Glaube sein, der vom Koran abgesegnet ist.

  • Koranische Erzählungen scheinen diese Behauptungen zu negieren. Der Koran negiert auch eine Blutlinie zwischen Prophet Ismael und den Vorvätern des Propheten Muhammads: er informiert den Leser mehrmals, dass die Vorväter Muhammads niemals die Empfänger irgendeiner Rechtleitung oder Warnungen gewesen seien.(32:3; 34:44; 28:46-47; 6.157; 34:42; 36:2-6; 43:20-21; 62.2). Einige Verse sind unten näher erläutert.

  • Alle Aussagen sollten zusammen mit der koranischen Postion verstanden werden, dass Prophet Ismael eine Schrift erhalten haben muss (6.89) und dass er mindestens die Schriften (Suhuf) oder Lehren seines Vaters Abraham geerbt haben muss. (87.18-19) Wenn, wie es allgemein angenommen wird, die Vorväter des Propheten zurückgingen auf die Blutlinie Ismaels, dann stellt sich die logische Frage, weshalb sie dann keinerlei Rechtleitung oder Warnung erhalten haben sollen.

  • Die Araber werden als Wüstenaraber (Arabisch: A'rabi) - Beduinen –
     bezeichnet. (und in keiner Weise als die „Kinder von Prophet Ismael“ oder „die Kinder von Prophet Abraham“.) Schliesslich gibt es keinerlei Hinweis auf eine gemeinsame Abstammungslinie.(33:20; 48:11; 48:16; 49:14; 9:101; 9:120; 9:90;97;98-99).

  • Es ist der Stil des Korans eine klare Abstammungslinie aufzuzeigen, sollte jene existieren. Der Leser erinnert sich, wie oft der Ausdruck „Bani Israel“ (Kinder jakobs)(Arabisch: Bani Israel) erwähnt ist. Diese Beobachtung kann nicht einfach vom Tisch gewischt werden. Es gibt keinerlei Referenz zum Ausdruck „Bani Ismael“ im Koran

  • Prophetische Abstammung ist auch mehrmals im Koran erwähnt. Es gibt keinerlei Verbindungen, welche gezogen wurden zwischen den Vorvätern Prophet Muhammads und jener von früheren Propheten.

  • Ein anderer wichtiger Punkt: Gott leitet weder eine einzelne Person, noch ein ganzes Volk basierend nur auf ihrer Abstammung recht. Gott sendet seine Rechtleitung für wen er will.
Sind Abstammungsverhältnisse erwähnt im Koran?
    Relevante Abstammungen sind im ganzen Koran präsentiert: Jedoch ist nirgends erwähnt, dass Prophet Muhammad der Nachkomme von Prophet Ismael ist oder von einem anderen Propheten ausser von Adam , da wir alle von Adam abstammen.
    Wir sehen in 12.38, dass Prophet Joseph uns darüber informiert, dass er der Religion seiner Väter Abraham, Isaak und Jakob folge.
    Nachkommenschaft (Arabisch: Dhurriyyati) ist erwähnt in 19:58
    In 2:128 bezieht sich Prophet Abraham auf seine Nachkommenschaft. Dies kann Pophet Isaak, Prophet Jakob und andere, wie Prophet Ismael einschliessen. Diese Sicht wird ein paar Verse später bestätigt, wo Prophet Jakob von seinen Vorvätern spricht (2.133)
    In Vers 29:27 wird die Nachkommenschaft (Arabisch: Dhurriyyati) von Prophet Isaak und Jakob erwähnt. Nochmals finden wir keine Erwähnung des Propheten Muhammads.
    In Vers 57:26 wird die Nachkommenschaft (Arabisch: Dhurriyyati) von Prophet Noah und Abraham erwähnt. Es werden keine Namen genannt.
    Jedoch in Vers 6:83-86 werden die Nachkommen von Prophet Abraham definiert und enthalten: Isaak, Jacob, David, Solomon, Job, Joseph, Moses, Aaron, Zachariya, John, Jesus, Elias, Ismael, Elisha, Jonah and Lot. Prophet Muhammad ist nicht unter ihnen erwähnt.
Der Koran erklärt, dass keine Warner oder Schriften zu den Vorvätern Muhammads gekommen seien.

Jedoch immer, wenn Prophet Muhammad und seine Vorväter erwähnt werden, stossen wir immer auf folgende Aussage: Kein Warner noch Schrift erreichte jene.

028:046-47
"Und du warst nicht seitlich des Berges, als wir gerufen haben, aber eine Barmherzigkeit deines Herrn, dass du Leute warnen magst, zu denen kein Warner vor Dir kam, damit sie achtsam werden.Sie würden sagen, wenn sie ein Unglück trifft, für das ,was ihre Hände vorausgeschickt haben: Unser Herr, warum hast du uns keinen Gesandten geschickt, so dass wir deinen Befehlen folgen konnten und von den Gläubigen sein konnten!"

032:003
"Oder sagen sie: er hat es vergessen? Nein, es ist die Wahrheit deines Herrn, damit du Leute warnst, zu denen noch kein Warner vor dir gekommen ist, damit sie der rechten Richtung folgen."

034:044
"Und wir haben ihnen keine Bücher gegeben, in denen sie lesen konnten, noch sandten wir zu ihnen vor dir einen Warner."

  • Bitte beachten sie das Argument in den folgenden Versen. Es ist klar, dass die Leute von Prophet Muhammad keinerlei Schriften erhalten haben, sonst hätten sie argumentiert, dass sie sie befolgt hätten und besser geleitet seien durch sie.


006:157
Oder mindestens würdet ihr sagen: Wenn das Buch zu uns gesandt worden wäre, dann wären wir sicher rechtgeleiteter gewesen als sie. So wahrlich ist nun zu euch ein klarer Beweis von eurem Herrn gekommen und Rechtleitung und Barmherzigkeit. Wer ist denn ungerechter als derjenige, der die Schriften (Kommunikationen) Gottes ablehnt und sich abwendet von ihnen? Wir werden jene, die sich abwenden von unseren Offenbarungen mit Schlechtem bestrafen, weil sie sich abkehrten.

035:042
"Und sie schworen bei Gott mit dem stärksten Schwur, dass, wenn ein Warner zu ihnen käme, sie besser geleitet wären als alle anderen Nationen, aber als ein Warner zu ihnen kam, vermehrte dies nur ihre Ablehnung."

036.002-6
"Ich schwöre beim Koran -der voller Weisheit ist – ganz sicher bist du einer der Gesandte, auf einem richtigen Weg. Eine Offenbarung des Mächtigen, Barmherzigen. Damit du Leute warnst, dessen Väter nicht gewarnt wurden, so dass sie kopflos sind.."

043:020-21
Und sie sagen: Wenn der gelobte Gott gewollt hätte, hätten wir ihnen nie gedient. Sie haben kein Wissen von diesem, sie lügen nur. Oder haben wir ihnen vorher ein Buch gegeben, an dem sie festhalten?

Prophet Ishmael bekam klar eine Offenbarung (6:89). Weshalb dann ist dieses Wissen nicht zu den Vorvätern Muhammads gekommen, wenn die Abstammungslinie der Wahrheit entspricht?

062:002
"Er war es, der unter die Schriftunkundigen (jene, die die Offenbarungsschriften nicht kannten, nicht Analphabeten!) einen Gesandten von ihnen selbst schickte, um ihnen die Zeichen klarzulegen, um sie zu läutern und sie das Wissen und die Weisheit zu lehren, da sie sich vorher in Offensichtlichem Irrtum befanden."

Wichtig ist auch zu erkennen, dass viele Gläubige und Gesandte Gottes über das Erbe ihrer Vorväter gesprochen haben. Beispielsweise sehen wir das Volk Thamuds, welche als Nachfolger des Volkes von Aad erwähnt wird (7:72-73). Wir sehen ein „Gläubiger“ unter den Leuten des Pharaos, der sein Volk über Prophet Joseph, der in vergangener Zeit zu ihren Vorvätern kam, aufklärte (40:34) und Prophet Joseph, als er im Gefängnis weilte erklärte klar, dass er dem Weg seiner „Väter“ Abraham, Isaak und Jakob folgen würde.(12:38).

Weiter, wir sehen, dass Prophet Abraham,sein Erbe seinen Söhnen übergab, so wie es auch Prophet Jakob tat als er sagte:"...Oh meine Söhne, sicherlich hat Gott für euch eure Religion gewählt und sterbt nicht anders als Muslime" (2:132).

Und auf der anderen Seite wiederholt der Koran mehmals ausdrücklich, dass kein Warner zu den Vorvätern des Propheten gekommen ist oder zu seinem Volk.

Der Prophet las keine Schriften bevor die Offenbarung zu ihm kam noch glaubte er


042:052
"Und so offenbarten wir dir ein inspiriertes Buch bei unserem Befehl.Du wusstest nicht,(Arabisch: ma kunta tadri) was das Buch (Arabisch: kitab) war, noch was Glauben (Arabisch: la imaanu) war, aber wir machten es zu einem Licht, um damit diejenigen Diener rechtzuleiten, die uns gefallen, und wahrlich zeigst du den Weg zum richtigen Pfad“



029.048
"Und du warst nicht ein Leser einer Schrift bevor ihr, noch schriebst du etwas mit deiner rechten Hand , weil sonst diejenigen, die dem Falschen folgen gezweifelt hätten."

Merke: Dieser Vers sagt nicht, dass der Prophet nicht schreiben oder lesen konnte- er sagt nur, dass er keine Schrift (Offenbarung ) gelesen hatte und auch nichts solches aufgeschrieben hat. (er war kein Gelehrter)

Die Erwähnung der Nachkommenschaft von ABRAHAM und ISMAEL


002.128
"Unser Herr, mache uns zu zwei Dir Ergebenen und mache von unseren Nachkommen eine dir ergebene Gemeinschaft und zeige uns , wie wir dich anbeten sollen und sei uns barmherzig. Sicherlich bist du der immer Wiederkehrende der Barmherzige."

002.129
"Unser Herr, erwecke in ihrer Mitte ein Gesandter von ihnen, der ihnen deine Offenbarungen weitergibt und sie unterweist in der Schrift und in der Weisheit und sie wachsen lässt. Ja, du allein bist der Mächtige der Weise."

  • Dies bezieht sich nicht exklusiv - oder gar nicht- auf die Arabische Rasse oder auf das Volk Muhammads.

  • Von Vers 6:83-89 wird auch klar, dass Propheten von ihrem Vorvätern abstammten und auch die Schriften „erbten“. Keine jener Propheten jedoch in Beziehung mit Muhammad.

006.83-89
"Und dies war unser Argument, dass wir Abraham gaben gegen seine Leute: Wir erhöhen wen wir wollen, wahrlich euer Herr ist der Weise, der Wissende. Und wir gaben ihm Isaak und Jakob, und jedem gaben wir Rechtleitung und Noah gaben wir davor Rechtleitung und von seinen Nachfolgern, David und Salomon und Job und Joseph und Aaron, und so belohnen wir diejenigen die Gutes tun. Und Zacharia und Hohannes und Jesus und Elias. Jeder von ihnen war rechtschaffen. Und Ismael und Elisha und Jona un Lot. Jeder erhöhten wir gegenüber den Kreaturen, mit einigen von ihren Vorvätern und ihre Nachkommenschaften und ihre Verwandten und wir wählten sie aus und leiteten sie zu einem rechten Pfad. Dies ist die Rechleitung Gottes, womit er rechtleitet von wem er will von seinen Völkern. Aber wenn sie neben ihm etwas anderes anbeten, dann werden sie in Verlust sein. Dies sind jene Männer, welchen wir das Buch gegeben haben und die Autorität und das Prophetentum. Wenn diese aber es ableugnen, so werden wir damit Leute betrauen, welche nicht ableugnen."(Dieser Satz kann auch in Vergangenheitsform übersetzt werden: Wenn diese aber es ableugnen, so haben wir damit schon Leute betraut, die nicht ableugnen.)

029.027
"Und wir schenkten ihm Isaak und Jakob und machten, dass das Prophetentum und das Buch unter seinen Nachkommen blieb und wir gaben ihm seine Belohnung in dieser Welt und im Jenseits wird er sicherlich einer von den Guten sein."

  • Keine Erwähnung von der Nachkommenschaft Ismaels in diesem Vers. Das Prophetentum hatte sich stark etabliert durch die Nachkommenschaft Abrahams via Isaak. Jakob wurde erwähnt mit Namen und wir kennen weiter Joesph (in Vers 6.84) der auch das Prophetentum erhielt.
  • Auf dieser Seite (Isaak) wird klar eine Abstammungslinie für das Prophetentum skizziert. Auf der anderen Seite jedoch bleibt es ruhig im Hinblick auf das Prophetentum der Nachkommenschaft von Ismael.
  • Viele Propheten folgten nach Abraham und seinen Söhnen, beispielsweise Jacob, Joseph, David, Solomon, Moses and Jesus. Nirgends im Koran jedoch wird bestätigt, dass Muhammad von der Nachkommenschaft Ismaels sei oder dass ein Zusammenhang in der Abstammungslinie bestand. Dieser Zusammenhang findet sich erst in den Arbeiten späterer Historiker, die diesen Zusammenhang in literarischen Werken beschrieben, Jahrhunderte nach dem Tode des Propheten.

  • Wenn wir den Vers 2:129 oben nochmals genau anschauen, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Abraham und Ismael ein Wissen über Muhammad besassen und über den Koran, 2000 Jahre vor seiner Geburt. So beziehen sich also die Worte Schriften und Weisheit nicht auf die letzte Schrift oder die Weisheit des letzten Propheten. Diese Aussage ist zu verstehen im Hinblick auf die Schriften und die Weisheit zu jener Zeit und im Hinblick auf die nahen Erben, wie sie genannt werden in 6.83-89
    .
  • Wenn wir den Vers 2.128-129 lesen und fortfahren, stossen wir auf Vers 134: Es wird kein Zusammenhang zwischen Prophet Abrahams Nachkommenschaft und jener von Muhammad gemacht. Tatsächlich scheint die Erzählung dies eher zu verneinen.

    002.134
    "Dies war eine Gemeinschaft, die dahingegangen ist. Sie sollen erhalten, was sie getan haben und ihr werdet erhalten, was ihr getan habt. Und ihr werdet nicht befragt werden über das was jene taten."
  • Prophet Muhammad wurde nur befohlen, dem Glauben (Millati) von Abraham zu befolgen. Ihm wurde nie befohlen, seinen Vorvätern zu folgen, als eine Referenz zu Abraham oder Ismael.(16.123).
Pophet Abraham ist nur „Vater“ im Glauben/Religion

022.078
Und strebe zu Gott mit den Mitteln, die recht sind. Er hat dich ausgewählt und für dich keinerlei Mühen in der Religion bestimmt: Der Glaube (millata) von deinem Vater
(Arabisch: abikum Ibraham) Abraham. Er hat euch Muslime genannt in alter Zeit und in dieser (Schrift), damit der Gesante Zeuge über euch sei und damit ihr Zeuge seid für die Menschheit. So haltet den Dienst aufrecht, bezahlt die Armenabgabe und haltet euch fest an Gott. Er ist euer Beschützer, ein gesegneter Herrscher und ein gesegneter Helfer.



  • Wichtig: Das Wort „abikum“ ist kein Beweis dafür, dass Abraham der Vorvater der Araber gewesen ist. Der obere Vers wird gerne zitiert, um die Abstammung zu beweisen. Dieser Vers richtet sich jedoch an alle, welche Gläubig sind (mu min) Dieser Ausdruck bezieht sich nicht nur auf die Araber! Er beinhaltet jedes einzelne Individuum, unwichtig ob ein Jude, ein Christ oder Heiden, welche den Glauben angenommen haben und so zu Mu mins geworden sind. So kann das Wort Abikum keinerlei Bestätigung für eine arabische Prophetenlinie, sondern nur eine allgemeine Aussage, um den „Vater des Glaubens“ zu umschreiben.

  • Die Erwähnung des Ausdruckes „Muslime“ in alter Zeit ist ein klarer Hinweis, dass auch die Leute des Buches in dieser Erzählung gemeint sind. Für den Unterschied Muslim-Mumin lesen sie bitte den Artikel „um ein Mumin zu sein müssen wir dem Koran Folge leisten“

Vom nächsten Vers lernen wir, dass die ihm am Nächststehenden (in Freundschafts oder Verwandtschaftsbande) jene seien, welche ihm im Glauben nachfolgen. Dies kann oder kann nicht von seinen Nachkommen sein, da ganz klar nicht alle Gläubigen von ihm abstammen.

003:068
"Ohne Zweifel sind von den Menschen diejenigen der Verwandtschaft (Arabisch:Awla)
Abrahams am Nächsten, welche ihm im Glauben folgen, so ist dies der Prophet und jene, welche ihm folgen: Und Gott ist der Beschützer von denen, die glauben."


Spirituelle Abstammungsverhältnisse

Spirituelle Abstammungsverhältnisse wie oben erwähnt (Vater - Abikum) sind nicht unbekannt im Koran. Der folgende Vers zeigt uns ein solches spirituelles Verhältnis hier jedoch im Hinblick auf „Mütter“.

033:006 (Teil)
"Der Prophet ist den Gläubigen näher als sie selbst und seine Frauen sind ihre Mütter (Arabisch: Ummahatum)..."
Es wäre völlig unlogisch zu argumentieren, dass, basierend auf der spirituellen Verwandtschaft dieses Verses, die heutigen Gläubigen nun alle Nachkommen der Frauen des Propheten seien.


Welche Quellen geben uns die Verbindung der Prophetenlinie Ismael- Araber?

Wir können diese Verbindung nur in den Zweitquellen nachlesen.

Die früheste Quelle ist die Arbeit, die dem ersten Historiker des Islams , Ibn Ishaq (gest. 767 n. Chr.) zugeschrieben wird. Zu bemerken, dass der Herausgeber seines Werkes Ibn Hisham (gest. 833 n. Chr.) dieses Abstammungsverhältnis beschreibt, wie er sie von al Bakkai erhalten hat. Der jedoch erhielt sie von Ibn Ishaq. Ibn Hisham erhielt nichts direkt vom Ibn Ishaq und er starb ungefähr 200 Jahre nach dem Tode des Propheten, über ein halbes Jahrhundert später als Ibn Ishaq selbst. (Mehr Informationen über Ibn Ishaq finden sie unter dem Artikel Ibn Ishaq)
Diese Information der Abstammung erhalten wir also von Traditionalisten und mündlichen Überlieferungen.

IBN HISHAM'S Anmerkungen:

"10. Was ich hier geschrieben habe über die Abstammung des Propheten zurück zu Adam und über Idris und andere wurde mir von Ziyad b. 'Abdullah al-Bakka'i erzählt, in der Authorität von Muhammad b. Ishaq.

Khallad b. Qurra b. khalid al-Sadusi , der als Authorität Shayban b. Zuhayr b. Shaqiq from Qatada b. Di'ama angibt, überliefert uns eine etwas andere Version von Ismaels Erben.: Asragh-Argu-Falikh-'Abir and (later) Mahla'il b. Qayin b.Anush."[1]

Wichtig zu sehen ist auch die „Sehr Kurze“ Stammbaum, der zu Adam zurückreichen soll und vom Übersetzer Alfred Guillaume abgelehnt wird. {2}


MUHAMMAD'S Reine Abstammung von ADAM

"Abu Muhammad 'Abdu'l-Malik ibn Hisham der Grammatiker sagt:

Dies ist das Buch der Biographie des Gesandten Gottes.
Muhammad war der Sohn des 'Abdullah, b. 'Abdu'l-Muttalib (Dessen Name war Shayba), b. Hashim (dessen Name war 'Amr), b. 'Abdu Manaf (dessen Name war al-Mughira), b. Qusayy (dessen Name war Zayd), b. Khilab, b. Murra, b. Ka'b, b. Lu'ayy, b. Ghalib, b. Fihr, b. Malik, b. al-Nadr, b.Kinana, b. Khuzayma, b. Mudrika (dessen Name war 'Amir), b. Ilyas, b. Mudar, b. Nizar, b. Ma'add, b, 'Adnan, b. Udd (oder Udad), b. Muqawwam, b. Nahur, b. Tayrah, b. Ya'rub, b. Yashjub, b. Nabit, b.Ismail, b. Ibrahim, der Freund des Gefährten, b. Tarih (der ist Azar), b. Nahur, b. Sarugh, b. Ra'u, b. Falikh, b. 'Aybar, b. Shalikh, b. Arfakhshadh, b. Sam, b. Nuh, b. Lamk, b. Mattushalakh, b. Akhnukh, der ist der Prophet Idris nachdem was sie sagen, aber Gott weiss es am besten. {2} (Er war der erste der Söhne Adams, dem eine Prophetentum und eine Schrift mit einem Stift gegeben wurde), b. Yard, b. Mahlil, b. Qaynan, b. Yanish, b. Shith, b.Adam (10)" [2]

"{2} Dieser Satz „aber Gott weiss es am besten“ zeigt den Zweifel des Schriftstellers bei dieser Aussage.Es gibt ein Ausspruch in Arabisch: es gibt eine Umschreibung für alles und die höfliche Art zu sagen „es ist eine Lüge“ ist : „nachdem was sie sagen“.(arabisch za 'amu)'"[3]


Das Wissen um den Stammbaum des Propheten zurück zu Ismael war und ist einfach abhängig von der Autorität gewisser Behauptungen, die einige Traditionalisten aufgestellt haben und die Behauptung von „einigen Leuten!. Frühe Historiker entnahmen ihre Informationen einfach von diesen mündlichen Behauptungen.
Dies sehen wir auch im folgenden Beispiel:

'Muhammad b.Muslim b. 'Ubaydullah b. Shihab al-Zuhri erzählte mir, dass 'Abdu'l-Rahman b. 'Abdullah b. Ka'b b. Malik al-Ansari, der auch al-Sulami genannt wurde, tihm erzählte, dass der Gesandte Gottes gesagt hat: Wenn ihr Ägypten erobert, dann behandelt die Leute gut, da sie Behaupten können unter dem Schutz des Abstammungsverhältnisses zu stehen.' Ich fragte al-Zuhri was der Gesandte damit meinte,wenn er sie zu unseren Verwandten machte und er antwortete dass Hagar, die Mutter von Ismael, von ihrem Volk gewesen sei.[4]

In Ibn Hisham's Anmerkungen finden wir eine Erklärung des oberen Paraghaphen und speziell die Behauptung von Al Zuhri

Alle Araber sind Nachkommen von Ismael und Qahtan. Einige der Leute von Yaman behaupten, dass Qahtan ein Sohn von Ismael gewesen sei und so, nach ihnen, sei Ismael der Vater aller Araber.[5]

Die Weiterführung dieses Glaubens, dass die Araber Nachkommen von Prophet Ismael seien, können wir den Berichten dieser frühesten Historiker entnehmen. Dieser Glaube jedoch stützt sich nicht auf Dokumente oder weitverbreitete Akzeptanz. Es sind nur die Behauptungen von einigen wenigen Leuten. Ibn Hisham war annähernd 200 Jahre entfernt von den Gefährten des Propheten, um dies konkret zu überprüfen.

Die Glaubwürdigkeit von Al-Zuhri als Übermittler ist ausserhalb dieses Artikels. Jedoch jene, welche sich ein wenig auskennen in diesem Umfeld der Islamischen Quellenliteratur, werden an dem folgenden Brief von Laith ibn'Sa'd interessiert sein, den er an Malik ibn Anas, den frühen Juristen schrieb:
In seinem berühmten Brief an Malik ibn Anas, schrieb Laith ibn Sa`d:


"Ibn Shihab (al-Zuhri) wird dir mehrere widersprüchlichen Aussagen geben, wie wir ihn getroffen haben. Als wir ihn um etwas schriftliches baten, er, da er nicht so gelehrt war, gab drei verschiedene Antworten für die gleiche Frage. Er war selbst nicht gewahr, was er in Vergangenheit zu dieser Frage gesagt hatte. Dies ist es , was mich dazu geführt hat, aufzugeben, was nicht beweisbar ist. (d.h. Eine Überlieferung in der Authorität von Ibn shahab zu zitieren."[6]

Schlussfolgerungen

Muslimische Leser, welche das „Darud Shareef“ Gebet kennen, sollten erkennen, dass Prophet Muhammad kein Nachkomme von Prophet Abraham ist.

(In diesem Gebet bittet der Muslim um Segen für den Propheten wie er Segen für Abraham und seine Nachkommen erbittet) Bitte lesen sie weiter, um einen kleinen Einblick in dieses „Darud Shareef“ Gebet zu erhalten.


Es ist möglich, dass dieses Gebet durch die Lehre früher Muslime verbreitet wurde und in der breiten Masse propagiert wurde durch die rituellen Gebete, ohne ein tiefes Nachdenken oder Verstehen von Seiten der frühen Muslime, dass Prophet Abraham und Prophet Muhammad tatsächlich nicht in einem Abstammungsverhältnis zueinander stehen.


Ganz wichtig, dass es keinerlei Beweise im Koran gibt für diesen Glauben, dass die Araber Nachkommen von Abraham via Ismael sind



Das Darud Shareef Gebet


dies ist ein allgemein bekanntes Gebet, welches die meisten der Muslime kennen und wir im zweiten Teil des Gebetes rezitert. Es ist auch unter dem Namen 'Darud-e-Ibrahim' bekannt.

Erster Teil dieses Gebetes:

Allahuma salli  ‘ala Muhammadin wa  ‘ala ali Muhammad kama sallaita
 ‘ala Ibrahima wa  ‘ala ali Ibrahima innaka hamidu-madschid. 

Übersetzung:

Oh Gott schenke Frieden für Muhammad und der Familie von Muhammad (inklusive seine Nachkommenschaft) wie du Abraham Frieden geschenkt hast und seine Nachkommenschaft. Wahrlich, du bist der zu Preisende der Glorreiche."


Zweiter Teil:
Der zweite Teil ist genau gleich wie der erste. Der einzige Unterschied ist das Wort „barik“ anstelle „salli“
Im Deutschen sind diese beide mit Segnungen zu übersetzen. Um jedoch einen Unterschied herauszustreichen, habe ich das Wort Salli mit „Frieden schenken“ übersetzt.

Allahuma barik  ‘ala Muhammadin wa  ‘ala ali Muhammad kama barakta  ‘ala Ibrahima wa  ‘ala  ali Ibrahima innaka
hamidu-madschid
Oh Gott, segne Muhammad und die Familie von Mohammad (inklusive der Nachkommen wie du Abraham und seine Nachkommen gesegnet hast. Wahrlich du bist der zu Preisende de Glorreiche.".


Der erste Teil des zweiteiligen Gebetes richtet sich an Muhammad , es wird um Segen gebeten für ihn, seine Familie und seine Nachkommen und der zweite Teil des Gebetes bestätigt die bereits vorhandenen Segnungen, welche Abraham zu Teil geworden sind und seiner Familie und seinen Nachkommen.

Hier das Gebet auf Arabisch. Wichtig der arabische Ausdruck Al, eingekreist in Rot

 

In Arabisch gibt es einen klaren Unterschied zwischen dem Ausdruck AHL und AL. Der zweite ist gebraucht im obenstehenden Gebet. AHL wird gebraucht, um eine nähere Verwandtschaft zu umschreiben, wogegen AL weiter gesteckt ist und seine Aussage umfasst die AHL einer Person aber auch die Grosskinder und andere Nachkommen. Der grosse und wichtige Unterschied herauszustreichen ist das Ziel dieses Artikels
Im klassischen Wörterbuch lesen wir folgendes:


(man sagt AHL eines Menschen oder AHL eines Hauses, daneben AL- in der Erklärung davon wird hingewiesen auf bestimmte Unterschiede zwischen ihm und AHL ...)

Das Wort, welches im Gebet verwendet wird ist AL, welches nicht nur die nähere Familie beinhaltet, sondern auch Grosskinder und weitere Nachkommenschaft.



(AHL AL NABY, die Familie des Propheten, Frauen und Kinder und seinen Schwiegersohn Aly, oder dessen Frau, und wie einige sagen, der Mensch und dessen AL, beinhaltet die Grosskinder und andere Nachkommen...)
Das obenstehende Gebet ist zu vergleichem mit dem Gebet, welches Prophet Abraham selbst gemacht hat und das wir im Koran finden und das alle Muslime kennen:


014:040
O mein Herr, lass mich und meine Nachkommen standfest sein im Gebet. Und oh Herr, akzeptiere dieses mein Gebet."



014:041
O unser Herr! Beschütze mich und meine Eltern und die Gläubigen am Tage des Gerichts.!


Bitte beachte den gebrauchten Ausdruck: 'wa-min Dhuriyati' welcher zu übersetzen ist mit 'von meinen Nachkommen' in Vers 14:40. Es gibt einen starken Zusammenhang dieser Bitte und Gottes Antwort in 2:2124 , wo Prophet Abraham informiert wird, dass der Bund sich nicht auf seine Nachkommen erstreckt.

002.124
Und erinnere dass Abraham von seinem Herrn mit bestimmten Befehlen geprüft wurde, welche er erfüllte. Er sagte: Ich werde dich zu einem Führer (Arabisch: Imaman) für die Völker machen. Er fragte: Und so auch von meinen Nachkommen (Arabisch: min Dhurjati)? Er sagte: Mein Bund erstreckt sich nicht auf die Unrechthandelnden."

Es ist klar von diesem Vers, dass nicht automatisch alle Nachkommen von Abraham rechtschaffen sein müssen, noch kann man Rechtschaffenheit erlangen nur auf Grund eines Abstammungverhältnisses. Siehe den Artikel: Ist Rechtleitung abhängig von Freundschaft
Hier müssen ein paar wichtige Punkte erwähnt werden:
  • Es ist eine falsche Vorstellung dass Prophet Muhammad und seine Familie Nachkommen von Prophet Abraham sein sollen, wenn sie doch nicht innerhalb dieses „AL“ von Abraham sind in diesem täglichen Gebet, wo es klar heisst:“O Gott segne Muhammad und die Familie von Muhammad (inklusive Nachkommenschaft) wie du Abraham und seine Nachkommenschaft gesegnet hast. Wahrlich du bist der zu Preisende der Glorreiche."
  • Dies sind klar zwei verschiedene Nachkommenschaften, beziehungsweise Familien! Wäre die Behauptung der Muslime richtig, so wäre die Nachkommenschaft von Muhammad automatisch innerhalb der Nachkommenschaft von Abraham und sie separat zu erwähnen, wäre völlig überflüssig.
  • Dieses Gebet ist im Widerspruch zur Aufforderung Gottes, keinen Unterschied zwischen den Gesandten zu machen: 2:136; 2:253; 2:285; 3:84; 4:152; 37:181; 38:45; 38:46; 38:47; 38:48; 7:44). Siehe auch den Artikel: mache keinen Unterschied zwischen den Gesandten.
  • Entgegen der allgemeinen Behauptung, dass Muhammads Rang grösser sei als der der anderen Propheten, wird dies hier nicht bestätigt, sondern im Gegenteil verneint, sonst müsste ja nicht extra um denselben Segen für Muhammad gebeten werden, wie ihn Abraham erhalten hat.
  • Dieses Gebet beinhaltet zahlreiche Widersprüche


Schlussfolgerungen

Es scheint so, als habe dieses Gebet, welches heute üblich ist und von den meisten Muslimen im Gebet gesprochen wird, keinen Rückhalt im Koran. Im Gegenteil wirft es viele Fragen auf und enthält Widersprüche zur Koranischen Botschaft.
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Prophet ein Gebet, das dem Koran widerspricht gelehrt haben soll, um von den Menschen geehrt zu werden. Schliesslich wurde der Prophet- wie alle anderen geschickt – damit Gott gepriesen werde und nicht er oder andere Gesandten.

Quellen:



1]           GUILLAUME. A, The Life of Muhammad: A Translation of Ishaq's Sirat Rasul Allah, Oxford University Press, Page 691
[2]           Ibid., Page 3
[3]           Ibid.
[4]           Ibid., Page 4
[5]           Ibid., Page 691
[6]           QAYYIM. I A’laam al-Muwaqqi’in, Daru’l-Jayl, Beirut, Volume 2, Page 85       
Edward Lanes Lexikon 

Der englische Originalartikel kann eingesehen werden auf www.quransmessage.com



Dort finden sich auch alle Quellenangaben genau aufgelistet.
Für Fehler, die durch meine Übersetzung entstanden sein könnten, entschuldige ich mich. Alle Wahrheit kommt von Gott und alle Fehler nur von mir.