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Samstag, 31. März 2012

Die Scheidung nach Koran



Im Koran gibt es kein Konzept einer Scheidung bei Aussprechung eines dreimaligen „Talaq“ oder eine Anzahl gewisser Aussprüche, die die Ehe anullieren sollen. Im Koran findet sich keine bestimmte Beschreibung, wie eine Scheidung ausgesprochen werden muss. Jedoch sollten bei der Absicht einer Scheidung , wenn der Wille zur Scheidung klar von beiden Ehepartnern erwünscht ist, dies offengelegt werden und von Zeugen bezeugt werden. Dieses Vorgehen wird dadurch unterstützt , dass auch Zeugen gebraucht werden, um den Scheidungsprozess abzuschliessen oder wenn er unterbrochen wurde und die Heirat wiederaufgenommen wird. Siehe 65.2

Begriffserklärungen

Nuschuz
Zu einer Scheidung kann es kommen, beispielsweise durch „Nuschuz“. Nuschuz ist definiert als schlechtes Verhalten, unmoralisches Verhalten, Rebellion (gegenüber Allah) Hass, unfaires Verhalten , Grausamkeit, Ungehorsam gegenüber den Gesetzen Allahs...

Iddat
Wartezeit, damit die Scheidung erfüllt wird.
Sie beträgt drei monatliche Perioden für Frauen mit regulärer Mensis 2.228
Sie beträgt drei Monate für Frauen mit unregelmässigen Perioden oder keiner 65.4
Bei Schwangeren bis zum Ende der Schwangerschaft 65.4
Eine Frau darf nicht verbergen, wenn sie schwanger ist.
Die Frau darf nicht im Haus festgehalten werden, bis die Idda vorbei ist. Sie soll daheim wohnen bleiben gemäss des Vermögens des Mannes (65.1, 65.6-7 , 2.241) ausser sie würde sich eines offensichtlichen Vergehens schuldig machen.
Das Leben soll ihr nicht schwergemacht werden.(65.6, 2.231)
Es soll mündliche Absprache gehalten werden hinsichtlich der Versorgung der Kinder (65.6)
Die Scheidung wird abgebrochen, wenn die eheliche intime Beziehung wieder aufgenommen wird. Dies wird stark impliziert durch das Wort „fa-infau“ (wenn sie zurückkommen) und biraddihinna ( sie zurücknehmen) (2.228 . )
Die intime Beziehung ist ein starker Bund zwischen den Eheparner und annulliert automatisch eine Scheidung (33.49)


Ich werde nun versuchen, den Ablauf einer Scheidung aufzuzeigen, wie sie der Koran verlangt


  1. Angespannte Beziehung

in 4.34 und 4.128 sehen wir eine angespannte Beziehung, die dazu führen kann, eine Scheidungsabsicht auszusprechen. Als erstes müssen wir uns fragen

    ist Nuschuz involviert?

Nein 4.35
Ja 4.128
Schlichtung
Schlichtung erwuenscht 4.35
eine Person von beiden Seiten wird hinzugezogen, um fair und gerecht zu schlichten.
1.Nuschuz seitens des Ehemannes
Frau fürchtet eine Desertation des Ehemannes. Es soll eine akzeptable Einigung erstrebt werden. Gott wird für beide sorgen (da ja der Ehemann als Versorger desertiert) 4.130
Die Scheidung wird iniziiert


2. Nuschuz seitens der Ehefrau 4.34
Lösung ersucht durch Rechtleitung des Verses 4.34. vorläufige Trennung (idribuhunna)
werden die Differenzen beigelegt wird die Ehe weitergeführt, wenn nicht geht es zur Schlichtung.
Sind die Differenzen beigelegt, wird die Ehe weitergefuehrt, wenn nicht, wird die Scheidung initiiert, d.h. Der Scheidungsprozess eingeleitet.


Scheidung wird iniziiert
-wurde die Ehe vollzogen, dann wird die Iddat (Wartezeit) eingeleitet siehe oben: Iddat


-wurde die Ehe nicht vollzogen, braucht es keine Iddat 2.236


Zu beachten: 1. wurde die Scheidung ausgesprochen nachdem eine Brautgabe festgesetzt wurde, sollte der Frau die Haelfte dieses Betrages gegeben werden. 2.237


2. wurde die Scheidung ausgesrpochen, bevor eine Brautgabe festgesetzt wurde, bestehen keine weiteren Verpflichtungen 33.49



Nach Ablauf der Iddat soll das Paar vor Zeugen die Scheidung beenden.2.233, 2.229

Die Frau und der Mann sind frei, wieder zu heiraten.
Es dürfen keine Geschenke seitens des Mannes zurückgefordert werden.
Frauen, die ihre Kinder stillen, sollen das Stillen vollenden. Der Vater muss für jene und die Mutter aufkommen. Jedoch sollen weder die Mutter noch der Vater in finanzielle Nöte gestürzt werden. 65.6-7

Falls das Paar sich jedoch wiederfindet und die Ehe wiederaufnehmen will, ist dies möglich, wenn neu geheiratet wird.
Ein Paar kann neu heiraten, wenn die Scheidung zweimal beendet wurde. Wird die Scheidung jedoch ein drittes Mal iniziiert, dann kann das Paar nicht mehr heiraten, bevor nicht jeder Partner eine neue Ehe vollzogen hat und sich von dieser geschieden hat, indem er den ganzen Scheidungsprozess durchlaufen hat.Wird eine neue Ehe jedoch nur eingegangen, um die alte Ehe wiederaufnehmen zu können, zählt dies als klare Übertretung der Gesetze Allahs. 2.230

Ein spezieller Fall wird in 2.226 erwähnt, wenn ein Mann aus Wut oder aus Impulsivität schwört, sich der Frau nicht mehr zu nähern. Ihm wird eine viermonatige Gnadenfrist von Gott gegeben, sich seine Worte zu überlegen und zu hinterfragen und von seinem Eid zurückzutreten (und drei Tage zu fasten). Tut er es nicht, wird nach Ablauf dieser Gnadenfrist die Scheidung automatisch vollzogen und die Iddat beginnt.

Das heisst, müssen in diesem Fall sieben Monate vollendet werden und es ist nicht getan mit einem dreimaligen Ausprechen der Zauberformel „Talaq“.!

Abschliessende Gedanken

Wie wir sehen, ist die Heirat und auch eine allfällige Scheidung vor Allah etwas Grosses, nicht etwas, das leichtfertig ausgesprochen und durchgezogen werden kann.

Es müssen viele Faktoren beachtet werden und der ganze Prozess wird auf eine längere Zeitspanne verteilt ( bis zu sieben Monate) , um voreiliges Scheiden zu vermeiden. So soll immer wieder auf eine Einigung herangearbeitet werden.

Nur im schlimmsten Fall wird die Scheidung vollzogen, wenn die Differenzen sehr gross sind und nicht mehr überbrückt werden können.

Auch bei einer Scheidung ist Wert darauf zu legen, in freundschaftlicher Weise das Verhältnis zu beenden, ohne Hass und die Rechte der Frauen und Kinder müssen gewahrt bleiben.

Montag, 19. März 2012

Ist Adoption verboten im Islam?



Es muss vorausgeschickt werden, dass diese Frage nicht einfach so mit Ja oder Nein beantwortet werden kann. Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass das arabische Volk des  Siebten Jahrhunderts eine Adoption sicher anders anschaute als die moderne Gesellschaft des 21 Jahrhunderts.
Der Koran richtet sich an die Menschheit und ist eine zeitlose Rechtleitung. Um das koranische Prinzip besser zu verstehen, müssen wir uns zuerst von existierenden Konzepten, welche von Menschen aufgestellt wurden, trennen, um völlig unvoreingenommen an die Sache herangehen zu können.

Der Koran ist voll von Versen, die den Gläubigen dazu anregen sollen, den Armen und Schwachen zu helfen, sich um die Bedürftigen zu kümmern und legt grossen Wert auf die Fürsorge von Waisen.

090.011-16 

Doch das Hindernis konnte er nicht überwinden
Einen Unterjochten zu erlösen
Oder eine Speisung an einem Tag der Hungersnot
einer nahen Waise
Oder eines am Boden liegenden Bedürftigen

Die Waisen und das Achtgeben auf ihre Rechte inklusive der Verwaltung ihrer Güter sind im Koran oftmals wiederholt und eine strenge Strafe wird erwähnt, wenn man diese Gebote missachtet.

004:010

Diejenigen, die das Vermögen von Waisen unrechtmäßig an sich reißen, sind wie Menschen, die Feuer als Nahrung zu sich nehmen. Sie werden im Jenseits einem qualvollen Höllenfeuer ausgesetzt.

So gibt es also gar keinen Zweifel daran, dass der Koran den Gläubigen einen positiven Impuls geben möchte, sich um die Bedürftigen und die Waisen zu kümmern. Als erstes erstreckt sich dies auf die näheren Verwandten, dies ist klar ersichtlich vom Ausdruck "yatiminan dha maqraba(tin)" (eine Waise der näheren Verwandschaft 90.15). Erst nachdem man sich zufriedenstellend um jene gekümmert hat, soll man sich weiter bemühen.

So können wir schlussfolgern, dass von einer koranischen Perspektive, die Familie verantwortlich ist für die näheren und weiter entfernten Verwandten und es sollte jegliche Anstrengung unternommen werden, für verwitwetete oder verwaiste Verwandte aufzukommen und sie nicht der Fürsorge des Staates oder der Gesellschaft zu überlassen.
Diese Annäherung garantiert den Kindern ein soziales , religiöses und kulturelles Umfeld, welche sie gewöhnt sind und vermeidet, dass Kinder aus ihren „Wurzeln“ gerissen werden und vielleicht sogar die Familienmitglieder auseinandergerissen werden
 
Koranische Vorschriften
 
(1)    Vaterschaft  
Wenn ein Kind aufgenommen wird , muss jenes immer klar wissen, wo seine biologischen Wurzeln sind und es muss dem Kind den Namen (sofern bekannt) seines biologischen Vaters (und auch der Mutter) bekanntgemacht werden.

033:005
Nennt jeden nach seinem leiblichen Vater, denn das ist gerechter vor Gott. Wenn ihr jedoch den leiblichen Vater nicht kennt, dann sind es doch eure Glaubensbrüder und Schützlinge. Gott belangt euch nicht wegen unbeabsichtigter Fehler, sondern wegen vorsätzlicher Vergehen. Gott ist voller Vergebung und Erbarmen.

Der Name der Fürsorgefamilie muss nicht zu dessen eigenem Namen hinzugefügt werden. Dieser Punkt ist so wichtig, dass er in verschiedenen Versen des Korans erwähnt wird.
 
Diese Verse deuten auf die Wichtigkeit hin, dass zwischen der Abstammung des Vormundes und des Waisenkindes klar separiert werden muss, um beispielsweise eine spätere Heirat unter den Stiefgeschwistern zu ermöglichen oder eine Heirat mit den geschiedenen Frauen angenommener Soehne (und umgekehrt) . Siehe Sura 33.37. Die genetische Abstammung muss also klar deklariert werden, so weit als möglich.

033:004
Gott hat keinem Menschen zwei Herzen in seiner Brust gegeben. Er hat eure Ehefrauen, zu denen ihr sagt: "Ihr seid mir verwehrt wie der Rücken meiner Mutter", nicht zu euren Müttern gemacht. Auch eure angenommenen Söhne hat er nicht zu euren leiblichen Söhnen gemacht. Das sind leere Äußerungen, die ihr so dahinsagt. Nur Gott sagt die Wahrheit, und Er leitet zum rechten Weg.
 
033:037
Du sagtest dem Mann, dem Gott Gnade erwiesen hatte und dem auch du Gunst erwiesen hattest: "Behalte deine Frau und sei gottesfürchtig!" Du hältst etwas geheim, was Gott kundgibt. Du fürchtest die Menschen und ihr Gerede. Gott ist es, Den du eher fürchten sollst. Und als (dein angenommener Sohn) Zaid nichts mehr bei ihr zu erreichen hoffte und sich von ihr trennte, verheirateten Wir sie mit dir, damit die Gläubigen keine Bedenken haben, die geschiedenen Frauen ihrer angenommenen Söhne zu heiraten. Gottes Entscheidung ist es, die geschieht.
 
Auch wenn die meisten Übersetzungen den Ausdruck  'adiyaihim' als adoptierte Söhne übersetzen, meint das Wort 'da'iy' in seinem klassischen Gebrauch : Die Behauptung eines Abstammungsverhältnisses zu einem Sohn (Tochter) welches jedoch nicht dem genetischen Verhältnis entspricht. Das Wort „adoptiert“ wird meistens gebraucht als eine generelle Beschreibung, und nicht obligatorischerweise in seinem „legalen“ Gebrauch , um eine formale Adoption zu beschreiben.

 


(2)    Erbschaftsverhältnisse
 
Wenn eine Person von seinen biologischen Eltern geerbt hat, haben die Pflegeeltern nicht das Recht, diese Güter für sich zu beanspruchen.
Der Vormund muss sehr vorsichtig sein und das Geld der Waisen so lange mit Gerechtigkeit verwalten, bis jene alt genug sind, um selber die Verantwortung darüber übernehmen zu können.

004:006Prüft die Waisen, wenn sie heranwachsen, auf Handlungsfähigkeit hin! Wenn sie das Heiratsalter erreichen und ihr feststellt, daß sie richtig handeln können, so übergebt ihnen ihr in eurer Obhut befindliches Vermögen! Ihr dürft mit dem Vermögen der Waisen, das ihr verwaltet, nicht verschwenderisch umgehen und nicht danach trachten, es an euch zu reißen, bevor sie volljährig sind. Wer vermögend ist, darf vom Besitz der Waisen, den er verwaltet, nichts für seinen Unterhalt abziehen. Wer arm ist, darf für seinen Unterhalt etwas nehmen, jedoch in Maßen. Die Übergabe des Vermögens an die Waisen hat in der Gegenwart von Zeugen zu erfolgen. Gott genügt als Abrechner.

004.009

Jeder muß sich davor hüten, die Waisen ungerecht zu behandeln; daran sollen sich insbesondere diejenigen halten, die minderjährige Kinder haben, die vielleicht Waisen werden und ungerecht behandelt werden könnten; sie sollen Gott fürchten und im Reden und Handeln gerecht und korrekt sein.


(3)    Pubertät
 
Der Koran legt Wert auf bestimmte Kleidung , Moral, im Hinblick auf die Präsenz von spezifischen Individuen (24:31, 24:58, 24:60, 33:55). Eine solche Beziehung kann jedoch nur schwerlich eingehalten werden, wenn aufgenommene Kinder zusammen mit den eigenen Kindern im selben Haushalt aufwachsen. So muss der speziellen Situation Sorge getragen und praktische Ratschläge allen Familienmitgliedern erteilt werden.

Wir müssen uns immer bewusst sein, dass von einer Koranischen Perspektive , keinerlei biologisches Band zwischen Aufgenommenen und Pflegeeltern existiert. Theoretisch könnte ein Elternteil (oder beide) ihre angenommenen Söhne oder Töchter heiraten, wenn sie erwachsen geworden sind. Dies Szenario mag weit hergeholt und utopisch anmuten, aber ist genetisch und biologisch völlig legal.

In Vers 4:127 sieht man, dass dies tatsächlich eine Möglichkeit darstellen könnte, den Waisen ihre materiellen Rechte nicht zustehen zu müssen. Eine solche Praktik wird von Gott jedoch strengstens verurteilt. Jedoch, was eine faire, auf beiden Seiten akzeptierte Heirat anbelangt, wäre diese nicht verboten.

Die einzige Ausnahme besteht zwischen den Frauen, die ihre angenommenen Kinder selber stillen, und zwar die gesamte Stillperiode. (31:14). Diese durch die Mutter gestillten Kinder werden so zu „echten“ Geschwistern und Kinder der Pflegeeltern, die nicht mehr geheiratet werden können. (4:23).
 
 
ADOPTION wie sie heute verstanden wird
 
Die Rechtleitung des Korans beachtend, können wir nun die formale Adoption , wie sie heute praktiziert wird, besser beurteilen.
Jede Adoption, welche den Namen des Vormundes in Unterschied des Waisen rechtlich bestätigt, ist innerhalb des aufgezeigten Weges des Korans. Jedoch eine „Geschlossene Adoption“, welche die biologischen Abstammungsverhältnisse verschweigt, ist nicht innerhalb dieser Rechtleitung.

Abschliessende Gedanken

Der Koran hält klar dazu an, denjenigen , dessen Vormundschaft man übernommen hat, dieselben Rechte zuzugestehen wie den eigenen Kindern. Dies bezieht sich auf alle , ob sie Waisen sind oder nicht.

Jedoch impliziert eine solche Vormundschaft keine biologische Verwandtschaft und muss auch so behandelt werden. Man sollte immer vorsichtig sein, ein Arrangement einzugehen, welches den Prinzipien des Korans widerspricht. Dies ist der Fall mit Leihmutterschaft wie mit Adoption.

Jedoch zu argumentieren, dass Adoption per se einfach verboten sei, ist vom koranischen Standpunkt nicht korrekt. Jede Adoption muss im Lichte des Korans betrachtet werden.
093.006 
Fand Er dich nicht als Waise und beherbergte dich darauf
093.009 
Daher sollst du die Waise nicht unterdrücken




Quellen
www.quransmessage.com LANE. E.W, Edward Lanes Lexicon, Williams and Norgate 1863; Librairie du Liban Beirut-Lebanon 1968, Volume 3, Page 885

 

Freitag, 16. März 2012

Scheidung

Ich habe eine sehr gute Dastellung gefunden, die sich mit der Scheidung und ihrem Prozess befasst. Leider ist sie nur in englischer Sprache erhaeltlich. Habe ich Zeit, werde ich sie jedoch uebersetzen. Bis dahin ist hier die englische Version:

Mittwoch, 14. März 2012

Kreuzigung als Strafe fuer 'Fasaad;


Hände und Füsse abhacken

Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, daß sie getötet oder gekreuzigt werden oder daß ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder daß sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil.(5.33)
Der Ausdruck in 5:33 wird an einer anderen Stelle wiederholt: Pharao, einer der größten Tyrannen der Erde behandelt einige wenige Gläubige, die dem Propheten Moses folgten, auf dieselbe Art und Weise:

20:71
Er (Pharao) sagte: "Glaubt ihr an ihn, bevor ich es euch erlaube? Er muß wohl euer Meister sein, der euch die Zauberei lehrte. Wahrhaftig, ich will euch darum die Hände und Füße wechselweise abhauen (lassen), und wahrhaftig, ich will euch an den Stämmen der Palmen kreuzigen (lassen); dann werdet ihr bestimmt erfahren, wer von uns strenger und nachhaltiger im Strafen ist."

Dies wird an anderer Stelle wiederholt:

Da sagte Pharao: "Ihr habt an ihn geglaubt, ehe ich es euch erlaubte. Gewiß, das ist eine List, die ihr in der Stadt ersonnen habt, um ihre Bewohner daraus zu vertreiben; doch ihr sollt es bald erfahren. Wahrlich, ich werde wechselweise eure Hände und Füße abhauen. Dann werde ich euch alle kreuzigen."Sie sagten: "Dann kehren wir zu unserem Herrn zurück.

Merke: Derselbe Ausdruck
  • das erste Mal als Androhung der Strafe eines Tyrannen, der „fasaad“ im Land verbreitet
    (Fasaad meint Unterdrückung,Terror, Abschlachten)
  • das zweite Mal als Drohung eines Tyrannen, als letzte Möglichkeit der Ausübung seiner Macht, gegen Leute die an Gott glauben und nicht an ihn.
Gott möchte darauf hinweisen, dass jeder Tyrann, der sein Volk knechtet, diese Strafe verdient hat, weil er eben jenes seinen Untertanen androht.
Dieser Querverweis zeigt uns deutlich, wie speziell jedes Wort im Koran gesetz worden ist und dass wir aufgefordert werden, ihn zu studieren. Solche Beziehungen können nur erkannt werden bei einem sorgfältigen Studium der Schrift.
Der vorausgehende Vers bestätigt diese Interpretation:

5 .32
Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, daß, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne daß dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne daß ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und Unsere Gesandten kamen mit deutlichen Zeichen zu ihnen; dennoch, selbst danach begingen viele von ihnen Ausschreitungen im Land.

Weiter sehen wir, dass der Satz nicht im Imperativ steht, es ist also kein Befehl, sondern eine Tatsache.
Diejenigen der Ungläubigen, die "Gott und seinen Gesandten" mit Strafe und Verfolgung drohen sind diejenigen, die eigentlich diese Strafe verdient haben und nicht Gottes Gesandter und die Gläubigen, die die Menschen zum Frieden einladen.

Eine weitere Interpretation der Sure ergibt sich, wenn man das Gesagte als allegorisch betrachtet. Wie schon bei dem „Handabhackvers“ erklärt, der nicht wörtlich zu verstehen ist, (vergleiche Artikel, hackt die Hände ab), kann der Ausdruck „Hände und Füsse wechselseitig abschlagen“ sehr wohl im übertragenen Sinne benutzt worden sein:
Eine persönliche Interpretation des Verses :
Als erstes eine Frage: was heisst: gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten?
Dies ist genau die Beschreibung eines Pharaos oder eines Monarchischen Despoten, der ein Volk tyrannisiert oder unterdrückt. Ein solcher Mensch „versklavt“ sein Volk, verkauft es und hält sich nicht an das Gesetz Gottes, das heisst, Gerechtigkeit, Frieden, Almosen, Armenabgabe, Recht auf Schutz und Meinungsfreiheit. So können viele der sogenannten modernen Präsidenten als „neumodische Pharaonen“ und Verderbensstifter gelten. Schauen wir uns mal im nahen Osten um, ein gutes Beispiel war beispielsweise – in den meisten Augen – Mubarak, der ägyptische Präsident. Im Prinzip passierte mit ihm genau das, was Gott hier in dieser Sura als Strafe für einen Despoten androhte: Betrachten wir nämlich die Ausdrücke in diesem Vers allegorisch, wie auch an anderen Orten im Koran, sehen wir, dass „Hände und Füsse wechselseitig abhauen“ gleichbedeutend ist wie „seine Mittel und Bewegungsfähigkeit beschneiden“ . Genau dies ist mit ihm passiert: er wurde von (seinem Thron ) gestürzt, ins Gefängnis geworfen und seines Geldes beraubt, d.h. Seine Bankkonten eingefroren. In Deutsch gibt es diese Redewendung auch: Etwas hat kein Hand und kein Fuss, meint, das etwas keine Grundlage besitzt, oder die Macht beschneiden, oder die Mittel beschneiden, sind fast exakt die gleichen Worte, wie Gott sie hier benützt.
Zu bemerken auch, dass, wie wir oben gesehen haben, dieser Ausdruck nicht im Imperativ steht. Es bezeichnet ein logisches Gesetz von Ursache und Wirkung: Wie ihr es in den Wald hineinruft, so schallt es zurück... Wer jemanden unterdrückt, muss seinerseits damit rechnen, so zu enden. Bemerkenswert, dass dies – nach göttlichem Gesetz- meistens ohne jegliches Zutun unsererseits geschieht- Gott lässt die Situation sich wandeln und stürzt die Tyrannen, durch die Einsetzung seiner Mittel und Helfer (können Menschen sein) in ihr verdientes Verderben.
Auch der Hinweis auf die Kreuzigung muss nicht wörtlich, sondern kann symbolisch verstanden werden. Jeder Gläubige Mensch, heute oder zur Zeit Muhammads, war vertraut mit der Kreuzigungsgeschichte Jesus. Die Kreuzigung als Allegorie auf das „an den Pranger stellen“ , eine Demütigung, Blossstellung und Bestrafung , die für das ganze Volk sichtbar ist – vergleiche wieder mit Mubarak: auch er wurde an den Pranger gestellt, indem seine Machenschaften und Unterschlagungen der Gelder Ägyptens öffentlich gemacht wurden. Seine Schande wurde dem breiten Publikum unterbreitet. Es gibt für ihn keine Chance mehr, irgendwo eine Machtposition innezuhalten. Dies ist genau das, was Gott hier ausdrücken will: Ein solcher Tyrann und Menschenfeind (oder eine Gruppe) soll öffentlich bekannt gemacht werden, gebrandmarkt, wenn möglich bestraft, so dass er niemals mehr in irgendeiner Form andere Leute tyrannisieren kann. Dies soll im eigenen Land geschehen. Falls dies nicht möglich ist, so soll er aus dem Lande verbannt werden- auch dies ist passiert und passiert vielleicht in diesem speziellen Fall auch. Wie bekannt wurde, besitzt Mubarak die amerikanische Staatsangehörigkeit und es wird gemunkelt, dass er dorthin flüchten wird. Und Gott weiss.


Nach dem Wiedervergeltungsgesetz ist es erlaubt und legitim, jemandem dasselbe anzutun, das er einem angetan hat. So ist es erlaubt, einen Tyrannen so zu tyrannisieren, wie er es getan hat – hat er gemordet ist es legitim, ihn auch zu töten. Es gibt sicherlich Tyrannen, die so viel Blut vergossen haben und so viele Menschen getoetet haben, dass es unser Gerechtigkeitssinn verlangt, sie mit Gleichem zu bestrafen. Jedoch ist dieser Vers ein klarer Hinweis darauf, dass Gott ihn auch ohne unser zutun bestrafen wird...

Weshalb ich diesen Vers so interpretiere? Weil sich diese Interpretation mit der Weisheit und den Grundgprinzipien des Korans deckt: Der Gerechtigkeit, des Friedens, der Erhaltung des Lebens. Es ist für einen Gläubigen nur erlaubt zu kämpfen, um sich zu verteidigen oder als Wiedervergeltung für einen Mord- aber auch dort sagt Gott klar, dass Vergebung der bessere Weg ist. Gott verabscheut Gewalt und Unterdrückung- wie wir gesehen haben ist ein Leben zu beenden, gleich die ganze Menschheit zu töten. Dies galt für die Jüdische Gemeinschaft wie auch für alle Gemeinschaften zu allen Zeiten, da wir nirgends im Koran dieses Prinzip aufgehoben finden.
Sogar die Tiere sollen wir nur töten, um unseren Hunger zu befriedigen. Jegliches töten aus Freude oder aus „Opfergeist“, um irgend etwas dafür zu erhalten, ist verboten und verabscheut. Fleisch soll geschlachtet werden, um es den Armen zu spenden und selbst davon zu zehren, dabei soll nicht verschwendet werden.

Apostasie



Apostasie

Apostasie wird im Islam häufig definiert als Ablehnung gewisser Bestandteile (wie Worte, bestimmte Glaubensgrundsätze oder Taten) von einem Anhänger einer Religion.
Bei manchen (wenn nicht sogar allen) islamischen Rechtsschulen wird diese Ablehnung oder der Abfall mit dem Tod bestraft. Es gibt jedoch nirgends im Koran eine Vorschrift, die besagen würde, dass man ein Apostat mit dem Tode zu bestrafen habe. Eine Befürwortung dieser Strafe findet sich in den Zweitquellen des Islams.

Erstens und als Wichtigster Punkt sei herausgestellt, dass es absolut keinen Zwang in der Religion geben sollte und dass Glaubensfreiheit im Koran als Menschenrecht von Gott an deklariert wird.

018:029 (Teil)
"Und sag: die Wahrheit von deinem Herrn. Dann, wer immer will, soll glauben und wer immer will, der soll ablehnen..."


Es gibt Leute, die glauben und später vom Glauben abfallen.

004:137
jene die glauben, dann ablehnen, dann wieder glauben, dann wieder ablehnen und in ihrem Unglauben zunehmen- denen wird Gott nicht vergeben noch sie rechtleiten.

Das Thema des Unglaubens wird am Tage des Gerichtes beurteilt werden und nur Gott allein steht es zu, Apostaten zu bestrafen.

018:029
"Und sag: Die Wahrheit ist von deinem Herrn, so lass jene die wollen, glauben und jene, die wollen, ablehnen. Sicherlich haben wir für die Ungerechten ein Feuer bereitet, dessen Zeltdecke sie umfängen hält. Wenn sie um Wasser schreien, wird ihnen Wasser wie geschmolzenes Erz gegeben, welches die Gesichter versengt.- ein schlimmes Getränk und ein böser Rastplatz."

003:086-87
"Wie soll Gott Leute rechtleiten, die ablehnten, nachdem sie glaubten und nachdem sie Zeugen über die Wahrheit des Gesandten waren und nachdem die klaren Argumente zu ihnen kamen, und Gott leitet keine Unrechthandelnden recht. Jene, ihre Belohnung ist die Bestrafung Gottes den Engeln (Wächter) und den Menschen allesamt."

003.090
"Aber jene, welche den Glauben ablehnen, nachdem sie ihn akzeptiert haben, und dann in ihrem Unglauben zunehmen, niemals wird ihre Reue akzeptiert werden.Jene sind es, die vom rechten Weg abgeirrt sind."
Bitte vergleichen sie weiter: 2:217; 2:8-10; 5:54; 16:106

Tod ist im Koran nur in zwei Fällen beschrieben, niemals wegen Apostasie.

Beide Bestrafungen sind vom Staat auszuführen und nicht von Individuen

(a) Als Wiedervergeltung bei Totschlag oder Mord 4:92)
(b) Bei Verbreitung von Agression und Korruption im Land (5:33)
Dieser Vers wird weiter unten noch genauer erklärt.

Wenn wir 5:12 genauer anschauen, finden wir eine Diskussion mit den Kindern Israels, die zur Erwähnung der zwei Söhne Adams führt (5:27), von denen der eine den anderen umgebracht hat, weil sein Opfer nicht akzeptiert wurde.

005:032
"Von dieser Zeit an verordneten wir den Kindern Israel, dass, wer auch immer eine Seele tötet- ausser es sei als Wiedervergeltung für Mord oder Korruption im Land – es ist, als habe er die ganze Menschheit getötet, und wer immer eine Seele rettet, ist, als hätte er die ganze Menschheit gerettet. Und wahrlich kamen unsere Gesandten zu ihnen mit klaren Argumenten, aber trotzdem agierten manche von ihnen extravagant im Land "

  • Es gibt ganz einfach keinerlei Beweise oder auch nur die Erwähnung, die eine Todesstrafe fordern würde, vor allem schon gar nicht für Apostasie. Dass die Steinigung in keiner Weise mit dem Koranischen Recht zu tun hat, ist hoffentlich heute den meisten bekannt.
  • es ist absolut unglaubwürdig für einen Gläubigen anzunehmen, dass ein Prophet Gottes , der klare Offenbarungen erhalten hat, etwas Gegenteiliges befehlen würde.
069:044-47
"Und wenn er (Muhammad) etwas in unserem Namen erfinden würde, hätten wir ihn sicher an seiner Rechten gepackt und ihm seine Herzader zerschnitten, noch hätte ihn jemand von euch von uns fernhalten können. "

017:074-75
"Und wenn wir dich nicht gestärkt hätten, dann hättest du dich ihnen ein wenig zugeneigt. In diesem Fall hätten wir dich die doppelte Strafe schmecken lassen. In diesem Leben und im Jenseits – und du hättest keinerlei Helfer gegen uns gefunden."

Missinterpetationen des Korans

Isolierte Verse- aus ihrem Kontext gerissen- werden oft gebraucht, um eine Todesstrafe bei Apostasie zu verteidigen. Zwei der oft reziterten Verse als Beispiele:

004:089
"Sie wünschen, dass ihr ungläubig werdet wie sie ungläubig waren, so dass ihr würdet wie sie. So nehmt euch nicht von ihnen Schutzfreunde, bevor sie nicht auf Gottes Weg auswandern. Wenn sie sich jedoch zurückkehren (Tawallaw), dann stelle sie und töte sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt nicht von ihnen Schutzfreunde oder Helfer. "

  • Wenn man den Kontext des Verses liest, wird die Aussage klar. Das zurückkehren oder abkehren ist in diesem Fall im Zusammenhang der Feinde, welche die Gläubigen bekämpfen, und hat nichts mit speziellen Worten, Glauben oder Ansichten zu tun.
  • Es gibt keine Erwähnung im oberen Vers von „Ungläubige“ die umkehren im Glauben. Der nächste Vers zementiert den Kontext als Referenz zu jenen, welche die Gläubigen bekämpfen, sobald sie eine Chance dazu erhalten.
004:090
"Ausser jenen, die sich einer Gruppe anschliessen, die mit euch einen Friedensvertrag geschlossen haben, oder jene, die zu dir kommen mit Herzen die nicht mit ihren Leuten und nicht mit euch kämpfen wollen. Wenn Gott gewollt hätte, hätten wir ihnen Power über euch gegeben, und sie hätten gegen euch gekämpft. So, wenn sie sich von euch fernhalten und nicht kämpfen und euch Frieden anbieten, dann hat Gott euch keinen Weg gemacht (gegen sie vorzugehen)"

Dies ist klar keine Referenz zur Apostasie.

005:033-4
Die Bestrafung derjenigen, die Komplotte schmieden (Kriege führen) gegen Gott und seinen Gesandten und sich bemühen im Land Unheil zu stiften (Arabic: ardi-fasaadan) ist,dass sie getötet oder gekreuzigt werden oder dass ihnen die Hände und füsse wechselseitig abgehackt werden, oder dass sie vom Land vertrieben werden.Dies ist eine Schande im Diesseits und im Jenseits gibtes für sie gewaltige Strafe.- ausser jenen, die bereuen, bevor ihr Macht über sie habt. In diesem Fall wisst, dass Gott Allvergebend, Barmherzig ist. ”

Dieser Vers soll später noch genauer angeschaut werden. Zu bemerken ist, das Exil eine Alternative zur geforderten Strafe darstellt. Es muss auch angemerkt werden, dass „fasaad“ nicht eine kleine Sache darstellt, sondern ein gewaltiges Unrecht (vergleichbar mit neueren Beispielen in der Geschichte von despotischen Gewaltherrschern, die ihr Volk mit Giftgas töten oder massakrieren...)
  • Beide Verse jedoch haben nichts mit Apostasie zu tun.
Schlussfolgerungen:

Das Töten von Apostaten als eine Bestrafung nur deshalb, weil man einer bestimmten Religion glaubt, ist in keiner Weise sanktioniert im Koran.

Gezwungener Glaube ist keine Glaube

Der Koran bestätigt mehrere Male die Tatsache, dass- wenn er gewollt hätte – alle rechtgeleitet hätte. Er gab so der Menschheit die Freiheit zu wählen zwischen richtig und falsch. Er gab uns durch seine Gesandten und seine Offenbarungen seine Argumentation, um die Wahrheit finden zu können. Danben können wir zahlreiche Wunder in unserer Umwelt mit unseren Augen sehen, vielfach schenkt er uns die Möglichkeit, Dinge, die er erwähnt in den Schriften, mit eigenem Leib zu erfahren, um darüber nachdenken zu können. (als Beispiel sei hier der Schlaf als kleiner Tod angeführt.)

Ob jemand nun glaubt oder nicht glaubt, nirgends im Koran findet sich in irgendeiner Form die Andeutung, dass jemand zum Glauben gezwungen werden soll. Es bleibt eine individuelle Wahl jedes einzelnen.
Die obenerwähnten Verse von Sura 9 werden oftmals fälschlicherweise dazu benutzt, um ein „Zwangskonzept“ zu rechtfertigen.

Anordnungen an den Propheten-Friede sei auf ihm

010.099
'Wenn es der Wille des Herrn gewesen wäre, hätten alle, die auf Erden sind, geglaubt. Willst du denn die Menschheit gegen ihren Willen zum Glauben zwingen?"

006.149
Sag – Bei Gott ist das letzte Argument– Hätte er gewollt, hätte er euch allesamt rechtgeleitet.”

002:256
"Es gibt keinen Zwang in der Religion.Wahrheit steht klar gegen das Falsche, wer immer falsche Doktrine ablehnt und an Gott glaubt, der hält sich an der stärksten Handhabe, die niemals bricht. Und Gott hört und weiss um alle Dinge."

010:100
"Keine Seel kann glauben, ausser Gott will es, und er wird (Rijsa) Abnormalität, Unsauberkeit, Verwirrtheit für jene bestimmen, die nicht nachdenken.“

Der Prophet wird streng dazu angwiesen, nicht traurig zu sein

006:035
"Und wenn ihre Ablehnung dich traurig macht, so mache einen Weg in die Erde oder eine Leiter in den Himmel, so dass du ihnen ein Zeichen bringen kannst (um sie alle zu konvertieren). Wenn Gott gewollt hätte, hätte er sie allesamt in Rechtleitung zusammengeführt. So sei nicht von den Unwissenden. (Arabisch: Jahileen)"

Der Unglaube wird am Tage des Gerichts gerichtet Werden

018:029
"Und sag: Die Wahrheit ist von deinem Herrn, so lass den, der will glauben und den, der will, nicht glauben. Wahrlich, wir haben für die Unrechthandelnden Decken von Feuer bereitet, die sie zudecken, und wenn sie für Wasser schreien, soll ihnen Wasser wie geschmolzenes Erz gegeben werden, dass ihre Gesichter verbrüht. Ein schlechter Trank und ein böser Rastplatz.“ Siehe weitere Verse oben.(3:086-87,3.090, 2:8-10; 5:54; 16:106 und andere)

  • diese Verse zeigen klar, wie oben schon erwähnt, dass der Glaube und Unglaube zyklisch wechseln kann, er ist nicht statisch.Wir sind immer in Gefahr des Abirrens und niemand soll sich zufrieden zurücklehnen und stolz auf seinen Glauben sein...

Die Aussage der Sura al Kafirun (Die Ungläubigen)

Diese kurze Sura bekräftigt die Aussage des Gesagten:

109.001-6
"Sag: O Ungläubige! Ich diene nicht dem, dem ihr dient. Noch werdet ihr dem dienen, dem ich diene. Und ich soll nicht dem dienen, dem ihr dient. Noch werdet ihr dienen, wem ich diene. Für euch eure Religion und für mich meine Religion."

Schlussfolgerungen

Die Aussage des Korans ist klar. Glaube kann nicht erzwungen werden. Der Glaube ist eine Sache nur zwischen dem einzelnen Individuum und seinem Herrn. Es ist eine Sache der persönlichen Auswahl.