Montag, 5. Dezember 2011

Sexy weibliche Jungfrauen für die Männer im Paradies – Wirklich?



In den islamischen Zweitquellen finden sich extravagante Erzählungen und Ausschmückungen der Freuden, welche die Männer – wo sind die Frauen – im Paradies zu erwarten haben. Die wunderschönen sexy Jungfrauen mit schwarzen Augen sind ein Teil davon. Aber sind diese Erzählungen realistisch? Finden sich solche Beschreibungen wirklich im Koran, oder ist die Fantasie hier mit gewissen Leuten durchgegangen? Schauen wir doch mal, was der Koran dazu wirklich sagt:

Der Ausdruck „Hur“ ist einer der am meisten verzerrten und falsch übersetzten Ausdrücke des Korans und völlig falsch porträtiert in den Zweitquellen des Islams. Diese eingeschränkte Interpretation des Ausdruckes findet keine Unterstützung im koranischen Kontext, es ist eine reine männliche Wunschvorstellung...

Das Arabische Wort „hur“ ist die Pluralform der beiden Formen: „Ahwar (maskulin) und „Hawra“ (feminin). Es wird literarisch übersetzt mit „weiss-äugig“, oder als Personen mit dem Charakter „Hawar“, um die Intensität des weissen Augenapfels im Gegensatz zur Schwärze der Pupillen zu beschreiben.
Generell bezeichnet es Weiss-heit, Reinheit oder Reine Dinge. Der Audruck ist Geschlechterneutral. Eine bessere und korrektere Bezeichnung dafür wäre reine Gefährten.


Weiter: Ha-Waw-Ra (Ha-Alif-Ra) ist: Das weisse rund ums Auge. Intensität der Weissheit des Auges und Intensität der Schwärze ,( verglichen mit den Augen einer Gazelle) welche so nicht gefunden werden kann bei Menschen, aber zum Vergleich herangezogen wird, da ein Vergleich fehlt. Oder es bezieht sich auf jemanden, der gereinigt und frei von jeglichen Fehlern und Mängeln oder Defekten ist. Oder jemand, der nach wiederholten Prüfungen frei von Fehlern und Mängeln oder Defekten befunden wurde.Oder eine reine Sache/Ding. Jemand, der Ratschläge gibt oder handelt in Purheit, Glaube, Wahrheit, Fairness, etc. Ein Freund, Assistent, fair, Mann oder Frau.


044.054
So wird es sein. Und wir werden sie mit gerechten mit weissen, lieblichen Augen vermählen. (Arabic: Hur'in)”

055.70 -72
Darin wird Fairness herrschen, oder darin wird sein Freunde/ Assistenten, gute und wunderschöne. Welche von den Wohltaten deines Herrn wollt ihr denn leugnen?
-Freunde/Gefährten zurückgezogen in Pavillons- ...


Der Stamm Ha-Waw-Ra wurde auch an anderen Orten des Korans benutzt:
Eine Beschreibung der Kleidung der Gefährten von Jesus- Frieden sei auf ihm:
Die Definition hier für jemanden, der Kleider weiss macht indem er sie wäscht oder als Beschreibung von jemandem, der frei ist von Falschheit, Fehlern oder Defekten.
Nochmals , die Bedeutung von Reinheit und Klarheit ist offensichtlich. Dies wird auch bestätigt durch weitere Analysen von Jüdischen Sekten zur Zeit Jesus, welche weisse Kleidung trugen und bekannt waren als jene „Brüder in weissen Kleidern“. Dies war möglicherweise ein Merkmal ihrer Klarheit und Reinheit.
Eine weiterführende Diskussion über die Essener im Lichte der akademischer Schriften, inklusive der Quumranrollen, welche beim toten Meer gefunden wurden, steht ausserhalb dieses Artikels. Jedoch werden interessierte Leser aufgefordert, diese hochinteressanten Schriften zu studieren

Merke, dass die wahre Übersetzung von ‘Hawariyun’ (ROOT H-W-R) als ‘weissgekleidete“ sehr oft in Übersetzungen entfernt wurde und ersetzt wurde durch „Anhänger/Gefährten“

003:052
Wenn Jesus Unglauben ihrerseits feststellte, sagte er: wer sind meine Helfer in Gott? Die „weissgekleideten/Reinen“ (Arabic: Hawariyuna) sagten: Wir sind Gottes Helfer. Wir glauben an Gott, und so bezeuge, dass wir Muslime sind.


Der berühmte falschinterpretierte Vers in Sura al Waqia:

Die Verfälschung und eine nicht Textbezogene Übersetzung wurden leider von beiden, Muslimen, wie Polemiker gemacht. Wenn wir nämlich den Text sorgfältig lesen und studieren, stellen wir fest, dass der Ausdruck „Hur“ in diesem Vers gar nicht auftaucht! Die gesamte Aussage ist an die „gefährten der Rechten“ gerichtet, die das Paradies erben werden, welches Männer und Frauen sein können. (56.27)

Die Verse informieren den Leser, dass die Leute der Rechten als neue Kreation erschaffen werden (56.35) jungfräulich noch nie berührt (56.36.) und gleichaltrig (56.37). All dies für die Leuter der Rechten.

056.027-34
Die Gefährten der Rechten, was werden die Gefährten der Rechten sein? Sie werden unter Lotusbäumen ohne Dornen sein, unter langen Bäumen mit Blumen (oder Früchten), die einen über den anderen gestapelt, in langen Schatten. Bei Wasser, welches immer fliesst und immerwährende Früchte, die nicht Saison limitiert sind, noch verboten, auf erhöhten Sitzen, emporgehoben.

056.035
So, wir haben sie in einer neuen Kreation erschaffen.

  • Es gibt keinerlei Hinweise in diesen Versen auf die übliche Übersetzung von Jungfrauen als Frauen für gläubige Männer..
  • Der Vers ist ganz klar in seiner Aussage: Er beschreibt die Gefährten der Rechten und ihre Re-Kreation
    Inna (Und so) Inshanahunna (haben wir sie gemacht) Inshaa (in eine Erschaffung)
056.036
Und wir haben sie „Jungfräulich“ gemacht (Arabic: Abkaran - Root BKR)”
BKR – Eine Jungfrau – etwas Unberührtes, Neues, Frisches

056.037
verliebte (Arabic: Uruban) gleichaltrige/ gut gemachte (Arabic: Atraban)

056.038
für die Gefährten der Rechten (Arabic: Ashab-ul-ameen)

Der Vers fährt fort und informiert uns, dass die Rechtschaffenen der Rechten von den Früheren wie den Späteren sein werden. (Von den beiden Geschlechtern)

056.039
Eine Kompanie der Früheren (Arabic: Thulathun mina Awaleen)

056.040
Und eine Konpanie der Späteren (Arabic: Wa Thulathun minal Akhireen)


  • Der Ausdruck „hur“ ist für alle Gefährten des Paradieses und ist geschlechtsneutral
    .
  • So ist die naheste Übersetzung des Ausdruckes: reine Gefährten, bestätigend auch die Tatsache, dass die Freuden des Paradieses für Männer und Frauen gleichermassen gelten!!


009:072
"Gott hat den Gläubigen Männer und Frauen versprochen...(arabisch waalmuminoona waalmuminatu ), Gärten unter denen Gewässer fliessen, wo sie wohnen werden...



Gott hält die Waage: Hinweise auf weibliche und männliche Gefährten


weibliche Gefährten

078.033
Und „Kawaiba“ gleichaltrig / schön geformt, gemacht.

Neben dem allgemeinen Verständnis, dass das Wort „Kawaiba“ eine junge Frau bezeichnet, sollten wir wissen, dass die Wurzel – ‘K-AYN-BA’ bedeutet: berühmt, etwas, was physikalisch bekannt ist, etwas Nobles, Gepriesenes oder etwas Erhöhtes. Es bezeichnet also ein viereckiges Zimmer oder Gebäude, oder allgemein etwas Viereckiges. Was vielleicht überraschend für sie ist, dass dieselbe Wurzel benutzt ist im Wort „kaaba“ (die Masjid al Haram, das Heiligtum)
Trotzdem fahren die Kommentatoren fort, den Ausdruck mit Gefährten zu übersetzen, da das Wort Feminin Plural ist. So könnte das Wort zu etwas Weiblichem hindeuten.

Nichtsdestotrotz impliziert diese Tatsache in keiner Weis, dass „hurs“ weiblich sein müssen.Es gibt keinen Beweis von anderen Versen, dieses Wort als weiblich zu übersetzen.

Weiter können wir feststellen, dass es gleichwohl eine Referenz zu männlichen Gefährten gibt:

männliche Gefährten

076.019
Es warten in ihm Jünglinge, wenn du sie siehst, haltest du sie für ausgestreute Perlen”
Und es werden unter ihnen ewige Jünglinge umhergehen (WaYa Tufo Alayhim Wildanun
Mukhalladuna) wenn du sie siehst, denkst du, es seien ausgestreute Perlen. (Idha Ra-aytahum Hasib-tahum Lu’lu-an Manthuran)

So sollte nun klar sein, dass es keinerlei Gründe dafür gibt, „hurs“ als weiblich zu übersetzen in 78.33 oder als männlich in (76.19).

016:097
"Für jeden- sei es Mann oder Frau –[Arabic: min thakarin aw ontha) wer gute Taten verübt und er /sie ist ein/e Gläubige /r – werden wir ihm ein gutes Leben ermöglichen, und ganz sicher werden wie jene belohnen für das Beste, was sie jemals getan haben.



Schlussfolgerungen:

  • Alle Allegorien beschreiben die Belohnung der Gefährten des Paradieses
  • Der Ausdruck ‘HUR’ ist geschlechterneutral und ist in sich selbst ein Plural (von Ahwar männlich und Hawra weiblich), der beide Geschlechter einschliesst. Am besten wiedergegeben mit „reinen Gefährten“
  • Die „Houri“ sind in verschiedenen Stellen des Korans erwähnt, immer im Plural, keine spezifischen Zahlen. Sie sind für alle Muslime egal welchen Geschlechtes
    Unter anderen Versen heben sich die zwei Verse 78.33 und 76.19 ab, die beide Argumente in sich beinhalten.
  • Es gibt keinen einzigen Vers im Koran, wo wir die ausgeschmückten Details des Paradieslebens finden könnten. Diese entnahmen und entnehmen die Korankommentatoren einzig aus den Zweitquellen des Islams. Im Koran gibt es keine Information, wie diese Beziehungen sein werden. Es ist nur klar, dass diese Beziehungen von einer reinen Liebe und Klarheit und Schönheit geprägt sein werden, eine Neuerschaffung, die wir uns nicht vorstellen können.(40.8
  • zusammen mit unseren gläubigen Nachkommen (52.21):
    Und diejenigen, die glauben und ihre Nachkommenschaften, die ihnen folgen im Glauben, wir werden sie und ihre Nachkommenschaften zusammenführen und wir werden ihnen nichts von ihren guten Taten verringern. Jedes Individuum ist ein Pfand für das, was es erworben hat.


Freie Übersetzung aus dem Englischen von www.quransmessage.com

Zeitehe ???



NIKAAH AL-MUT'AH - Zeitehe

Nikaah al-mut'ah, oder allgemein bekannt als Muta ist ein temporärer Ehevertrag zwischen zwei Partien, abgemacht für eine bestimmte Zeit, beginnend mit der Unterzeichnung eines solchen Vertrages. Dieser Vertrag hat keine kürzeste Dauer, beispielsweise kann dieser Vertrag für 45 Minuten , eine Nacht, ein Monat oder zehn Jahre geschlossen werden. Diese Zeitspanne wird mündlich vereinbart und eine Form von Mahr (Geschenk) wird oftmals in dieser Periode bereitet. Der Mann und die Frau können sich privat treffen und als Ehepartner zusammenleben. Am Ende der festgesetzten Zeit wird die Zeitehe automatisch geschieden und man braucht nicht extra eine Scheidung auszusprechen oder vor einem Qadi zu erscheinen.

Diese Form der Ehe ist üblich und akzeptiert nur im Shia-Islam, im Sunni-Islam dagegen verboten. Beide jedoch, Shia und Sunna sind sich darüber einig, basierend aus den Zweitquellen des Islams, dass diese Form der Ehe zur Zeit des Propheten praktiziert wurde und auch als erlaubt angesehen wurde. Sunna-Muslime glauben, dass diese Praxis später durch andere Verordnungen ersetzt wurde, wohingegen Shia-Muslime daran festhalten, als Beweis sehen sie dafür Überlieferungen, die bestätigen sollen, dass ein Kaliph diese Form der Ehe erlaubt habe. Die Diskussionen zwischen den beiden Parteien sind oft endlos und zermürbend , da sich beide auf angeblich authentische Quellen stützen...

Es muss wohl nicht extra darauf hingewiesen werden, dass das Konzept einer Zeitehe absolut Nicht existiert im koranischen Konzept. Der Koran regelt den Ehevertrag, der Nikaah genannt wird. Diese Ehe ist unterstützt und als rechter Weg bezeichnet.
Im Koran finden sich alle Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, um einen Ehevertrag einzugehen. So müssen die Ehepartner mündig, psychisch zurechnungsfähig sein und beide ihre Zustimmung geben. Der Koran regt zur Ehe an; im Gegensatz dazu verurteilt er ausserehelichen Geschlechtsverkehr und Prostution aufs Schärfste. Er regelt die Rechte beider Parteien und lässt auch die Scheidung nicht aussen vor.

Shia benützen den Koran, um ihre Vorstellung der Zeitehe zu beweisen. Die Shia nehmen oft den Vers 4:24 zu Hilfe, um ihre Praxis der Mutah zu rechtfertigen:

004.024
"Also verboten sind schon verheiratete Frauen, ausser, was eure Hand besitzt. Dies hat Gott euch verordnet (verboten) Und es ist für euch gestattet, was über dies hinausgeht, dass ihr mit euren Vermögensgütern Frauen erstrebt als fest Verehlichte, nicht als Unzuchttreibende, und wenn ihr somit in ihren Genuss (Arabic: is'tamta'tum) kommt, dann gebt ihnen ihr Brautgeschenk wie verordnet (Arabic: faatuhunna ujurahunna faridatan) und es ist kein Vergehen über das, was ihr euch nach dem Brautgeschenk einigt, und Gott ist allwissend, allweise."


Die Shia behaupten, dass der Arabische Ausdruck 'istamta'tum' eine Referenz zur Zeitehe darstellt, indem sie die Zweitquellen hinzuziehen, um ihre Position zu untermauern.
Der Koran bleibt jedoch die Erstquelle der Interpretation. Wenn wir den Ausdruck im Koran, im Zusammenhang des Kontextes der Sura und des ganzen Korans studieren, wird klar, dass die Erklärung der Shia nicht bestätigt werden kann.

Wenn wir den Vers in seinem Umfeld lesen wird klar, dass der Ausdruck 'is'tamta'tum' eine Referenz zu vereinbarten Vorteilen der beiden darstellt, welche Ehefrau und Ehemann voneinander erhalten, wenn sie heiraten.

In diesem speziellen Kontext sehen wir das Beispiel eines Mannes, da die ganze Sura über die Rechte der Frauen aufklärt. Jedoch werden an anderen Stellen im Koran exziplit auf die Vorteile der Ehe eingegangen welche unter anderem mit Ruhe,I (30:21) und Intimität (2:187) zwischen den beiden beschrieben wird. Die Frau wird als Kleid des Mannes und umgekehrt beschrieben. Es gibt keinen einzigen arabischen Ausdruck, sei es im Umfeld des Verses 4:24 noch sonstwo, der eine Zeitehe verlangen könnte.


IS'TAMTA'TUM Verstehen

Is'tamta'tum ist eine Form des Stammes 'Mim-Ta-Ayn' und meint "Vorteil", sich erfreuen durch eine Abmachung oder profitieren voneinander. Vergleiche mit dem gleichen Ausdruck an anderen Orten untersützen diese Interpretation:

006.128 (Teil)
"Eines Tages werden wir sie alle zusammenführen und sagen: Oh, ihr Gemeinschaft der Jinn. Sicherlich habt ihr viele der Menschen irregeleitet. Und ihre Freunde unter den Menschen werden sagen: Unser Herr, wir profitierten (Arabic: is'tamta'a) voneinander!...."

009.069 (Teil)
"Im Falle derjenigen, die vor euch waren, sie waren Stärker als ihr und hatten mehr Besitz und Kinder. So erfreuten( Arabic: fa-is'tamta'u) sie sich an ihrem Teil und ihr erfreut euch (Arabic: fa-is'tamta'tum) wie diejenigen sich erfreuten (Arabic: is'tamta'a) , die vor euch waren...


Schlussfolgerungen:

  • Das Konzept der Zeitehe ist dem Koran fremd. Sogar 4.24, von der Shia benutzt , belehrt uns, dass eine Ehe nicht zur Lust sondern als ernsthafter Ehebund eingegangen werden soll. Es gibt keinen Beweis oder dafür, dass der Ausdruck 'is'tamta'tum', wie er in 4.24 erscheint, Zeitehe bedeuten soll.
  • Dass ein Prophet eine solche Praxis, die klar gegen den Koran steht, erlaubt haben soll, ist schwer zu akzeptieren. Es ist schon eher möglich, dass Individuen, welche ihre Lust befriedigen wollten ohne zu heiraten, diese Praxis dem Propheten in den Mund gelegt haben, welche später zu einem oder mehrern Hadithen zusammengefasst worden sind, dies Jahrhunderte nach dem Tode des Propheten.
  • Die Form der Zeitehe ist nichts anderes als eine Form der Prostution, der ein religiöses Kleid gegeben wurde. Die endlosen Diskussionen stützen sich tatsächlich nur auf Zweitquellen des Islams. Der Koran gibt solchen Quellen keinerlei Recht, um zu richten.:

    068:036-38: "Was ist falsch mit euch? Wie richtet ihr? Oder habt ihr ein anderes buch ,das ihr studiert und wo ihr findet, was ihr euch wünscht?






Sonntag, 4. Dezember 2011

Sind die heutigen Muslime anders als die arabischen Muschrikeen zur Zeit des Propheten?


Das arabische Wort Muschrikeen meint Polytheist. Es kommt vom Stamm
‘SH-R-K’ , was bedeutet, etwas oder jemanden neben dem einen Gott zu verehren, respektive anzubeten, oder zu gehorchen. (Zum Begriff "Anbetung" siehe den Artikel "Ibada") Dazu gehört ferner andere anzurufen oder Vermittler und Fürsprecher (Propheten, Heilige, Priester) anzunehmen, welche den Zugang zu Gott erleichtern oder  annähern sollen.
Viele Menschen, die sich heutzutage Muslime nennen, wissen nicht, dass das Wort Allah kein spezieller Ausdruck ist, sondern simpel einfach das arabische Wort für Gott. Auch heutzutage sprechen arabische Christen oder Juden von Allah wie es auch die früheren Generationen zu tun pflegten.


002.116
“Und sie sagen: Allah hat sich einen Sohn genommen. Gepriesen ist er! Es gehört ihm alles, was in den Himmeln und der Erde ist. Und alle sind ihm untergeben.”


Gott ist und bleibt einer, wie er auch benennt wird. Im Koran lesen wir:


017:110
“Sag: Rufe zu Gott oder rufe zu Rahman, bei welchen Namen du Ihn auch anrufst, bei ihm sind die schönsten Namen...”


020.008
“Allah! Es gibt keinen Gott ausser ihm. Ihm gebüren die schönsten Namen.”


Viele Muslime bemerken nicht , dass die Polytheisten zur Zeit Prophet Muhammads - Friede sei auf ihm- auch Allah anbeteten, jedoch als höchster Gott unter anderen Göttern. Dies kann ganz klar aus dem koranischen Kontext herausgelesen werden.


029:061
“Und wenn du sie fragst wer die Himmel und die Erde erschaffen hat und wer die Sonne und den Mond ihr unterstellt hat, dann werden sie sicher sagen, Allah. Warum dann drehen sie sich weg?"


Leider jedoch riefen sie, neben Allah als höchsten Gott, noch zu anderen Gottheiten:


039:038
“Und du solltest sie fragen: Wer erschuf die Himmel und die Erde? Sie werden sicherlich sagen: Allah. Sag: Was meint ihr wohl zu dem, was ihr anstelle Allah anruft, können sie, wenn Allah für mich Unheil will, etwas vom diesem wegnehmen oder können sie, wenn Allah für mich Barmherzigkeit bestimmt hat, diese von mir weghalten? Sag: Allah genügt mir, auf ihn verlassen sich die, die verlassen."


Vielfach stossen wir im Koran auf die Bemühungen, dem Leser dieses Konzept des "Shirks" und seine Folgen und verschiedene Aspekte klarzulegen und uns davor zu warnen. Bezug wird auch genommen auf die Leute des Buches (Juden und Christen), welche ihre Rabbiner und Priester als Vermittler und/oder Fürsprecher und Gesetzgeber auserkoren haben, anstelle sich allein Gott zu ergeben. Diese wurden als "heilig" oder "selig" verehrt und es wurde ihnen blindlings gefolgt, so wurden sie effektiv zu Herren erhoben.


009:031
“Sie haben sich Herren genommen neben Gott, ihre Rabbiner und Mönche und den Messias, Sohn der Maria, wenn sie doch nur dem einzigen Gott dienen sollen. Es gibt keinen Gott ausser ihm. Er ist hocherhaben über das, was sie ihm  als Partner zuschreiben.)”


Jedoch stellt der Koran klar, dass weder Führer noch grosse Männer jemandem am Tage des Gerichts helfen können:


033:067
“Und sie werden sagen: Oh unser Erhalter! Wir haben unseren Herrschern und unseren grossen Männern gehorcht und da haben sie uns vom richtigen Weg abirren lassen!”


Heutige Muslime (und andere Gruppierungen) rufen zum Propheten, ihren Imamen, ihren Sheiks, ihren verehrten, schon gestorbenen Persönlichkeiten, Heiligen, religiiösen Führern , um ihnen zu helfen und ihre Fürbitte zu erhalten- heute und nach dem Tod. Dies, trotz der Tatsache, dass selbst Prophet Muhammad sich nicht einmal selbst helfen konnte, als er noch am leben war


010:049
“Sag: Ich habe keine Macht über jegliches Übel oder Gute, ausser wenn es Gott will. Für alle Leute ist ihre Zeit bestimmt, und wenn ihre Zeit gekommen ist, können sie nicht eine Stunde vorverlegen oder zurückhalten."


046.009
“Sag: Ich bin nicht der erste der Gottgesandten und ich weiss nicht, was mit mir oder mit euch passieren wird. Ich folge nur dem, was mir offenbart wurde, und ich bin nichts als ein Warner.”




Heute werden diesselben Argumente benutzt wie von den arabischen Muschrikeen zur Zeit Muhammads




(1) Diese, die wir anrufen, bringen uns nur näher zu Gott.


039:003
“Ist nicht für Gott die aufrechte Ergebung? Aber jene, welche andere Beschützer als Gott nehmen sagen: Wir dienen ihnen nur, damit sie uns näher zu Gott bringen. Wahrlich, Gott wird zwischen ihnen richten über das, worüber sie streiten. Aber Gott leitet keine Lügner und Undankbaren recht.”


(2) Sie sind unser "wasila" (Mittel zum Erfolg) für Gott.


017:056-7
"Sag: Rufe diejenigen- neben ihm - welche sie sich ausdenken: sie haben niemals die Macht, eure Schwierigkeiten wegzunehmen oder zu ändern. Jene, welche ihr anruft, wünschen sich selber "wasila" (Mittel zum Erfolg) bei ihrem Herrn - sogar jene, welche ihm am nächsten sind, hoffen auf seine Barmherzigkeit und fürchten seine Bestrafung. Denn die Bestrafung deines Herrn ist etwas, was  zu beachten ist.f"


(3) Wenn du sie befragst und sie anhälst, nur dem Koran zu folgen, dann sagen sie einfach, dass sie ihren Vorvätern (und Führern) folgen, da diese schon alles wissen..


002:170
“Wenn zu ihnen gesagt wird: Folgt dem, was Gott offenbart hat, dann sagen sie: Wir folgen dem, was wir von unseren Vätern her kennen. Was! Auch wenn ihre Väter nicht weise und nicht rechtgeleitet waren? ”


(4) Wenn du ihnen sagst, nenne Gott allein, dann drehen sie sich weg, aber sobald du jemanden neben ihm erwähnst, sind sie zufrieden. 


039:045
“Und wenn Gott allein erwähnt wird, verkrampfen sich die Herzen, welche nicht an das Jenseits glauben,  aber wenn diejenigen, die es neben ihm geben soll  erwähnt werden, freuen sie sich sogleich.”


(5) Sie zerstreuen und leiten Menschen in die Irre mit  Hadithen (Erzählungen) ohne Wissen. 


031.006
“Aber es gibt unter ihnen Menschen, welche sich zerstreuende Unterhaltung 
( Arabisch:Luhe Hadith) erkaufen ohne Wissen (oder Aussage), um von Gottes Weg wegzuführen oder ihn krumm zu machen. Für jene wird es strenge Bestrafung geben!”


(6) Wenn du ihnen klare Beweise bringst vom Koran, dann drehen sie sich weg.


031:007
“Und wenn ihnen Unsere Zeichen (Arabisch: ayatuna) vorgelesen werden, dann drehen sie sich stolz weg, als hätten sie sie nicht gehört, als wären ihre Ohren taub, so verkünde ihnen eine schmerzende Strafe.”


045:006
Dies sind die Zeichen Gottes, welche wir dir in Wahrheit verlesen, so, in welchen Hadith wollt ihr neben Gott und seinen Zeichen glauben?


(7) Sie richten, indem sie andere Bücher und Quellen benutzen

068:36-38
“Was passiert mit euch? Wie richtet ihr? Oder habt ihr ein Buch,  in dem ihr lest und wo ihr sicherlich findet, was ihr auswählt?”


Hier sehen wir eine ausserordentliche Übereinstimmung und die Erfüllung einer koranischen Prophezeiung. Heutzutage stützen sich die Muslime, anstelle auf den Koran, auf Bände von Rechtsgutachten, Ahadithbücher, Biographien, Traditionen von Menschen oder Abschriften von anderen Arbeiten, historische oder moderne, um einen subjektiven Glaubensaspekt zu beweisen und ihre Dogmas zu verteidigen. Das Fatale ist, dass diese Zweitquellen nicht nur dazu benutzt werden, um eine bestimmte Sache zu bestätigen, sondern dieselben als Rechtsgrundlage manchmal über Leben oder Tod entscheiden können!!! 




Schlussfolgerungen


Wo ist der Unterschied zwischen einem Christen, der Prophet Jesus- Friede sei mit ihm - neben Gott erhebt und ihn als drei von einem anbetet, oder eines Hindus, der tatsächlich Brahman als den übergeordneten Gott unter anderen Göttern anbetet?
.
 Genauso waren die arabischen Muschrikeen, welche Allah anbeteten, neben ihm jedoch andere Götter verehrten und ihn als übergeordneter Gott anschauten.


Genauso sind die heutigen Muslime, die behaupten, Allah allein anzubeten, in Wahrheit jedoch den Propheten neben Gott stellen, indem sie ihm das Recht zur Fürsprache unterstellen und ihn und andere Heilige als Vermittler zu Gott anschauen...


(freie Übersetzung in Anlehnung eines Artikels von Joseph Islam www.quransmessage.com)

Samstag, 3. Dezember 2011

Ibadat meint nicht nur dienen oder anbeten


Eine Übersetzung eines Artikels von Jawaid ahmed



Im Wörterbuch
Ibada“:Zu dienen, anzubeten,zu verehren, einen religiösen Dienst zu erweisen, Anbetung oder Verehrung, Gehorsam, Gehorsam in Humanität oder Untergebung, ein Sklave zu werden, zu tun, was von Gott befohlen wird, einem Gott zu dienen oder ihn zu verehren, etwas oder jemanden (Mensch, Ding) verehren oder anbeten, Idolisieren, den Eindruck von etwas akzeptieren, zu unterwerfen, sich ergeben, über die Göttlichkeit nachdenken und die Göttlichen Attribute und Moral.

„Abida (y’abadu)“: wütend werden oder sein, verbrennen, ableugnen, nicht erkennen oder ablehnen, bereuen oder sich selbst beschuldigen (für Dinge, die man nicht getan hat aber tun sollte), traurig sein, bedrückt sein, gehindert daran, sich etwas zu wünschen. Weiter jemanden zum Sklaven nehmen, jemanden unterdrücken, unterwerfen,,jemanden unterwerfen, damit er den Dienst eines Sklaven verrichtet, ein Kamel zähmen, einen Weg zu bearbeiten, damit er leichter begehbar ist.ein Kamel zu kontrollieren, (oder ein Pferd),um seine Kraft benützen und lenken zu können.
Abgeleitet von diesen Bedeutungen wird gesagt, dass „Ibada“ dazu führt, die Energie, Macht des Menschen zu kontrollieren und zu formen, um sie für gute Taten zu benutzen, und ihn gleichzeitig davon abzuhalten, Schlechtes zu tun oder Grenzen, Verbote zu überschreiten, oder vom rechten Weg abzuweichen und sich selbst in den Dienst Gottes zu stellen.
Abd(un): ein männlicher Sklave, im Gegensatz zu Hurr(un) Freier. Ein Diener, ein Anbeter, ein Mann oder Mensch (weiblich oder männlich) frei oder Sklave, unnobel oder Unterschicht (weniger als ein Freier, das auch bedeutet, freigiebig, nobel, grosszügig). Weiter eine bestimmte Pflanze mit süssem Geruch, welches die Kamele essen und ihre Milch vermehrt und fett macht. Sie ist scharf oder temperamentvoll und wenn sie sie essen, dann werden sie durstig und suchen Wasser. Deshalb wird gesagt, dass „Ibada“, eine Arbeit ist, die stetig gemacht werden muss und dich temporär unzufrieden macht (oder müde), aber schlussendlich sehr verdienstvoll ist für den, der es tut.

Abeed(un): Sklaven
Ibaad(un): Diener
Al-ibaad(un): Menschheit
Aabideen: (from abida/y’abadu) anzünder, ableugner, ablehner, Zornige [43:81] (vom ‘abada) Diener, Gehorsame, Anbeter
Ibadat(un)
عبادة: Religiöser Dienst, Anbetung, Verehrung, Untergebung, Gehorsam, Gehorsam in Humanität und Untergebung, tun, was Gott befielt.
Uboodiyyat(un) عبودية: der Status oder Zustand eines Sklaven, Sklaverei, Dienst.
Aabid(un)
عابد: Ein Diener, Anbeter, Verehrer Gottes, ein Gehorsamer in Gott in Humanität und Untergebung, ein Diener
Muta’abad(n) and Ma’abad(un)
معبد: Ein Platz,der bestimmt ist für dieAnbetung
Mu’abbad(un): (für ein Kamel) untergeben, führbar, leitbar sein.


Wie ist das Wort „Ibada“ und seine Variationen gebraucht im Koran?
Das Word „Abd“ wird im Koran an verschiedenen Orten gebraucht mit verschiedenen Bedeutungen.Beispielsweise:
  • ein Sklave oder Diener (als Gegensatz zu einer freien Person)
  • männlicher Sklave oder Diener (als Gegensatz zu einer weiblichen Sklavin oder Dienerin)
  • ein Mensch (männlich oder weiblich)
  • jemand, der „Ibadat“ zu Gott macht (indem er nach seinen Gesetzen und Verordnungen handelt.)
  • In 2:178 ist das Wort ‘abd benutzt, um einen Sklaven im Gegensatz zu einem freien Menschen zu beschreiben
  • Laut 26:22, hat Pharaoh die Kinder Israels versklavt.(‘abbadta) [siehe auch 23:47]
  • In 2:221 und 24:32, wird das Wort ‘abd gebraucht, um einen männlichen Diener oder Sklave im Gegensatz zu einer weiblichen Dienerin zu beschreiben.
  • In 16:75, wird das Wort benutzt, um ein Sklave, jemanden, der von jemandem besessen wird und keine Macht über etwas hat, zu beschreiben.
  • In 39:7, wird das Wort ‘abd benutzt, um einen Menschen (Mann oder Frau) zu beschreiben.
  • In 2:23, 8:41, 17:1, 18:1, 25:1 53:10, 57:9, 72:19 benennt Allah Muhammad seinen „Abd“
  • In 4:172, wird das Wort‘abd benutzt um Al-Masih zu beschreiben.
    In 12:24 der Prophet Joseph
    In 17:3, 37:81 und 66:10 der Prophet Noah
    In 18:65-82 wird Prophet Moses und ein „Abd“ von Allah beschrieben
    In 19:2 der Prophet Zakariya
    In 19:30 und 43:59 der Prophet Jesus
    In 38:17 der Prophet David
    In 38:30 der Prophet Salomon
    In 38:41 und 38:44 der Prophet Job
    In 38:45 werden die Propheten Abraham, Isaak und Jakob als „ibaad“ bezeichnet
    In 37:111 der Prophet Abraham
    In 37:122 werden die Propheten Moses und Aaroon als „ibaad“ bezeichnet
    In 37:132 der Prophet Elias
    In 66:10 der Prophet Lot
    In 37:171 werden die Gesandten als „ibaad“ bezeichnet
Ibada wie es im Koran benutzt wird
  • Ibada hat eine Beziehung mit dem Sirat-e-Mustaqeem [3:51, 19:36, 36:61, 43:64], welche Gottes Rechtleitung bedeutet. [5:15-16]; Festhalten an Gottes Offenbarung [43:43]; Deen-e-qayyam und Millat-e-Ibrahim [6:161]; und Ittiba-e-Rasool [43:61]
  • Ibada ist das Gegenteil von Istikbaar (sich Gross wähnen, verleumden) [4:172-173, 7:206, 21:19, 40:60]. So bedeutet es Demut und Ergebung zu Gott
  • Ibada in Beziehung zu Gottes Befehl (Al-Hukm) und wird bezeichnet als Deen-ul-Qayyam [12:40]. Zu vergleichen auch „ la yushriku fi hukmihi ahada“ in 18:26 mit „ la yushriku bi ibaditi rabbihi ahada“ in 18:110
  • Ibada ist in Beziehung zu Deen (i.e. Des Gehorsams zu Gott) [39:2, 39:11, 39:14, 98:5]. Die Phrase „lahu ad-deen“ in diesen Versen meinen die Gehorsam nur zu ihm, d.h. Wenn die Präposition ‘la’ zusammen mit dem Wort „deen“ benutzt wird, meint das Wort Gehorsam. Folglich meint ‘ibada also Gehorsam zu Gott.
  • Die Ausdrücke ‘ruku’, sajda’ im Unterschied zu ‘Ibada 22:77 (siehe auch 53:62, 66:5)
    Die Ausdrücke ‘ibada, iqamat-e-salat and I’ta-e-zakat im Unterschied zu „ibada“ 98:5. Vergleiche auch 98:5 mit 12:40

    Charakteristiken von 'Ibad-Allah aus dem Koran

    Jene, welche nicht vom richtigen Pfad abweichen[15:39-42]
  • Jene, über die Satan keine Macht hat oder keine BeeinflussungT [17:65]
  • Jene, welche auf das Wort Gottes hören und seinem Besten folgen, dies sind die Rechtgeleiteten und Leute, die verstehen[39:17-18]
  • Jene, welche glauben und gute Taten verrichten [42:23]
  • Jene, welche in Gottes Zeichen glauben und sie akzeptieren[43:68-69]
  • Jene, welche ihre Abmachungen einhalten und die Armen speisen, den Waisen und den Kriegsgefangenen, ohne etwas dafür zurückzuverlangen, nicht einmal Dank [76:6-9]
  • jene, welche standhaft sind, wahrhaftig in Wort und Tat, den Befehlen gehorchen, ihr Geld spenden für die Öffentlichkeit, und ihre Herzen schützen vor Schlechtigkeiten[3:15-17]
  • Jene, welche sich von Schlechtem und Unnützen fernhalten[12:24]
  • Jene, welche beten und ihr Geld spenden, heimlich und öffentlich [14:31]
  • Jene, welche nach Gottes Geboten leben und handeln[21:26-27]
  • Jene, welche demütig auf der Erde sich bewegen und ihre Nächte verbringen, indem sie sie für sich selbst in Ergebung verbringen, ihr Besitz spenden und weder extravagant noch geizig sind.[25:63-68]
abada“ und seine Objekte

  • Einige Verse, wo das Objekt der „abada“ Gott ist: 1:5, 2:21, 2:83, 2:133, 2:138, 2:172, 3:64, 4:36, 5:72, 5:117, 6:107
  • Einige Verse, wo das Objekt der „abada“ ein Idol ist:14:35, 26:71, 37:95
  • Einige Verse, wo das Objekt der „abada“ Satan ist:19:44, 36:60
  • Ein Vers, wo das Objekt der „abada“ ein Mensch (Pharao) ist:26:22
  • Ein Vers, wo das Objekt der „abada“ At-taghoot ist: 39:17
  • Ein Vers, wo das Objekt der „abada“ ein Jinn ist:34:41
  • Wenn das Objekt des Verbes „abada“ ein Idol oder etwas ist, das keine Befehle oder Gebote geben kann, geschweige denn Rechtleitung, dann meint das Wort nicht mehr als das rituelle dienen und verehren, da Idole weder sprechen noch etwas verlangen können.
  • Wenn das Objekt des Verbes „abada“ Satan ist, impliziert es die Gehorsam und die Verehrung Satans, die vom rechten Weg wegführt.
  • Wenn das Objekt des Verbes „abada“ At-Taghoot ist,impliziert es die Gehorsam an etwas, welches uns die vorgeschriebenen Grenzen überschreiten lässt.
  • Wenn das Objekt des Verbes „abada“ ein Mensch ist, meint es den Gehorsam, Ergebung, Dienst für einen menschlichen Herren in Ausführung dessen Befehle. Kann auch einige rituelle Anbetungen beinhalten.Durch diesen Gehorsam und Verehrung bekommen jene einen Status vergleichbar mit jenem von Gott.
  • Wenn das Objekt des Verbes „abada“ Gott ist, dann meint es Gehorsam in Humilität und Ergebung in alles, was Gott geboten , befohlen oder gewünscht hat und die Fügung in seine Gesetze, um seine Führung zu erklangen. Nur eine Rituelle Anbetung Gottes reduziert seinen Status zu einem Idol.

Was meint nun der Ausdruck „Anbetung“? Dafür gibt es keine kurze Definition, sondern es sind mehrere in verschiedenen Wörterbüchern:
  • -Ein Gefühl der tiefen Liebe und Verehrung
  • -unkritische, unnachgefragte Liebe, Liebe zum Exzess,
  • -seine Untergebung zeigen als Verpflichtung
  • -Religiöse Dienste verrichten
  • -Die Anerkennung Gottes als Kreator (ihm alle Ehre, Würde, Lob, Anbetung, Verehrung zu geben, weil er heilig und der göttliche Erschaffer ist.)
  • -Das aktive Beten in Kirchen, Tempeln, Moscheen etc. um seine Liebe und Respekt auszudrücken
  • -Etwas, das nur Gott gebührt etwas Erschaffenem zu geben
  • -Der Akt des Gebetes oder anderer Aktionen um Gott zu preisen

Schlussfolgerungen


  • Der Ausdruck „Ibudu Allah“ sollte besser nicht als „Anbetung an Allah bezeichnet werden, da der Grund der Ibada Taqua -Gottesfurcht, Ehrfurcht- [2:21] sein sollte und zu völligem Heil oder Erfolg führt [2:189, 3:130, 3:200, 5:35, 22:70] .'Ibada eines Menschen wird und kann niemals Allah etwas nutzen, sondern ist nur für den Menschen selbst, das heisst, sein Schutz, sein Erfolg oder sein Besitz, welche wirklich gesehen werden können und nicht nur eine abstrakte Idee darstellen.
  • Der Ausdruck „ibudu Allah“ sollte besser auch nicht als „Dienst an Allah“ im Sinne einer Arbeit, einer Gefälligkeit, bezeichnet werden.Allah ist der Unabhängige, Jenseitig jeglichen Bedürfnisses [3:97] und niemand kann ihm etwas nützen oder ihm etwas geben, weil er es nicht braucht. Nein, „ibudu Allah meint „handeln mit Gottes Befehlen, Geboten, unter seinem Gesetz“
  • Der Ausdruck “abd-Allah” (speziell) ist besser nicht zu übersetzen mit „Sklave oder Diener Allahs“, da das Wort „Sklave“ eine Abhängigkeit und Ausgeliefertsein unter einen Herrscher bedeutet. Dies ist aber das Gegenteil von dem, was Allah für die Menschen getan hat, er hat sie honoriert [17:70] und jeder Mensch profitiert schlussendlich von seinem Dienst an Gott. Gott gibt den Menschen im Gegensatz zu Dienern und Sklaven die volle Wahl ihrer Taten.“Fa’abudoo ma shi’tum „ {39:15}, „I’maloo ma shi’tum“ {41:40}].
  • Jeder ist seines Schicksal eigenen Schmied- entweder tust Du Gutes und Du erhälst Glückseligkeit oder Du führst Dich selbst an den Abgrund.[7:147, 7:180, 28:84, 34:33, 83:14, 83:36] Ein Beispiel mag der Morgenspaziergang darstellen: Er ist schon an sich nützlich, es gibt keine Firma, die Dich belohnt, weil Du den Morgenspaziergang gemacht hast, die Nützlichkeit des Spazierganges liegt in jenem selbst, im Einklang mit den Gesetzen, die auf dieser Erde herrschen. So übersetzen wir “abd-Allah” besser als jener, welcher in Übereinstimmung der Rechtleitung Allahs und seiner Gesetze handelt.
  • Weil die Charakteristiken von „Ibad-Allah“ weit mehr beinhalten als nur Beten, Fasten, Zakat und Hajj, sollte dieser Begriff nicht nur auf diese reduziert werden, sonst könnte das fatale Folgen nach sich ziehen oder hat schon nach sich gezogen. Wie sonst kann ein Mensch als gläubig bezeichnet werden, de zwar seine fünf Gebete pünktlich „aufsagt“, aber sich daneben gegen das universelle Gesetz Gottes auflehnt indem er möglicherweise faul, träge, agressiv, eigennützig, stolz, geizig ist? Gleichermassen Menschen, die zwar – sehr schön – den ganzen Koran wie ein Buch rezitieren können, sich aber nicht nach dessen Inhalt richten. Jene gelten als vorbildliche nachahmenswerte Gläubige, wohingegen ein Mensch, der nach den Gesetzen Gottes lebt, sich aber nicht nach den rituellen Gebeten richtet, als Abschaum oder Ungläubig bezeichnet werden kann...